Mercedes-Benz darf sieben Autohäuser in Berlin und Brandenburg verkaufen

Mercedes-Benz kann den Verkauf von sieben konzerneigenen Autohäusern in Berlin und Brandenburg an die britische Global Auto Holdings (GAHL) vollziehen. Die EU-Kommission sieht in der Übernahme keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken und hat dem Vorhaben nun zugestimmt.

Betroffen sind fünf Niederlassungen in Berlin und zwei in Brandenburg. In den Betrieben arbeiten nach Angaben von Mercedes-Benz mehr als 1.100 Menschen. Der Abschluss der Transaktion ist für Ende 2026 vorgesehen. GAHL ist bereits seit Jahren als Betreiber von Mercedes-Benz-Betrieben in Großbritannien und den USA aktiv.

Der Verkauf ist Teil eines größeren Umbaus im Vertrieb des Stuttgarter Autobauers. Mercedes-Benz hatte bereits 2024 angekündigt, sich von seinen konzerneigenen Niederlassungen in Deutschland trennen zu wollen. Damals standen rund 80 Betriebe mit etwa 8.000 Beschäftigten zur Disposition. Nach Protesten der Belegschaft verständigte sich der Konzern im Sommer 2024 mit dem Gesamtbetriebsrat auf Eckpunkte für mögliche Betriebsübergänge.

Mit dem Verkauf setzt Mercedes-Benz damit seine Strategie fort, den direkten Betrieb von Autohäusern zurückzufahren und stärker auf externe Vertriebspartner zu setzen. Die EU-Freigabe beseitigt nun eine wichtige regulatorische Hürde für den ersten hier beschriebenen Verkauf.

Für die Beschäftigten der sieben Standorte dürfte der Eigentümerwechsel dennoch von größerer Bedeutung sein als die kartellrechtliche Entscheidung aus Brüssel. Entscheidend wird sein, wie GAHL die Betriebe künftig führt und welche Auswirkungen der Übergang auf Arbeitsplätze und Strukturen hat.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG