Plant Mercedes-Benz verdeckten Stellenabbau ?

Mercedes-Benz will die Wochenarbeitszeit für rund 108.000 Beschäftigte in Deutschland von 35 auf 40 Stunden anheben – ohne Lohnausgleich. Der Vorstand kündigte an, künftig solle in allen Bereichen für das gleiche Geld mehr gearbeitet werden. Offiziell dient dies der Kostensenkung. Zunehmend wird jedoch gefragt, ob der Konzern damit auch gezielt Personal loswerden will – auf einem Weg, der ihm arbeitsrechtlich sonst verwehrt ist.

Kündigungsschutz bis 2034

Mercedes-Benz hat sich 2025 mit dem Betriebsrat auf die sogenannte Zukunftssicherung („ZuSi“) geeinigt: Sie schließt betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2034 aus. Personalabbau funktioniert damit praktisch nur noch freiwillig. Es gilt das Prinzip der „doppelten Freiwilligkeit“ – Mitarbeiter und Unternehmen müssen der Trennung gleichermaßen zustimmen.

Genau das schafft ein Motiv: Wer kündigen darf, muss Beschäftigte zum Gehen bewegen. Über das Abfindungsprogramm „Next Level Performance“ verließen zwischen April 2025 und März 2026 bereits rund 5.500 Mitarbeiter freiwillig den Konzern, teils mit Abfindungen über 500.000 Euro, um von den bis 2027 geplanten 5 Milliarden Euro Einsparungen rund 1 Milliarde über Personalabbau zu erreichen. Das Programm lief Ende März 2026 aus – ohne Verlängerung. Ein klassischer Abbauweg fehlt damit aktuell.

Erste Anzeichen für Druck

Bereits während des Abfindungsprogramms wurde einigen wechselwilligen Mitarbeitern die Zustimmung verweigert, weil ihr Know-how als unverzichtbar galt, während in anderen Abteilungen durch gezielte „Zweitgespräche“ Druck aufgebaut worden sein soll, um Beschäftigte zur Unterschrift zu bewegen. Kritiker sehen darin ein Muster: Wo Abfindungsanreize an Grenzen stoßen, könnte eine unbezahlte Arbeitszeitverlängerung als zusätzliches Mittel dienen, um Fluktuation zu erhöhen – ohne den Kündigungsschutz formal zu berühren.

Offizielle Begründung

Mercedes-Benz selbst verweist ausschließlich auf Wettbewerbsfähigkeit. Aufsichtsratschef Martin Brudermüller argumentiert, deutsche Arbeitskosten seien international nicht mehr konkurrenzfähig; Gehaltskürzungen seien praktisch nicht durchsetzbar, weshalb nur der längere Arbeitstag bleibe. Hintergrund ist auch der Ergebniseinbruch: 2025 halbierte sich der Konzerngewinn auf 5,3 Milliarden Euro.

Diese Erklärung schließt ein Verdrängungsmotiv nicht aus – Kostensenkung pro Kopf und Reduktion der Kopfzahl könnten parallel verfolgt werden. Eine Bestätigung von Unternehmensseite, dass die Arbeitszeit gezielt zum Personalabbau eingesetzt wird, gibt es erwartungsgemäß nicht. Es bleibt somit eine Interpretation von Beobachtern, keine belegte Tatsache.

Widerstand wächst

Der Gesamtbetriebsrat lehnt die Pläne ab, tausende Beschäftigte demonstrierten Anfang Juli, IG-Metall-Chefin Christiane Benner kündigte Widerstand an. Da die 35-Stunden-Woche tarifvertraglich abgesichert ist, braucht Mercedes-Benz für eine flächendeckende Ausweitung die Zustimmung der Gewerkschaft. Aus Gewerkschaftskreisen heißt es, Zugeständnisse bei der Arbeitszeit gebe es nur gegen handfeste Standort- und Beschäftigungsgarantien. Ob die 40-Stunden-Woche kommt – und ob sie primär der Produktivität dient oder als zusätzlicher Hebel zum Personalabbau wirkt – entscheidet sich in den nächsten Verhandlungsrunden.

Symbolbilder: Mercedes-Benz Group AG

93 Kommentare
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Dr. Alexander
27 Tage zuvor

5 Stunden unbezahlte Mehrarbeit? Merz wird feucht.

Dr. Alexander
Reply to  Dr. Alexander
26 Tage zuvor

Bester Dr. Alexander ever.

harry
27 Tage zuvor

Wenn jemand im Dreischicht Betrieb arbeitet. Fünf Tage die Woche. Wie soll das praktisch umgesetzt werden? Sollen keine Pausen mehr gemacht werden oder kommt ein sechster Regelarbeitstag hinzu und man hat nur noch einen Tag die Woche frei?

Köbler
Reply to  harry
27 Tage zuvor

Sklaven arbeiten immer. Sie denken nur sie wären frei

Hans-Wurst
Reply to  harry
27 Tage zuvor

8h pro tag + halbe stunde Pause, wo Problem?

harry
Reply to  Hans-Wurst
26 Tage zuvor

Pausen werden doch nicht bezahlt!

Rheinhesse
Reply to  harry
25 Tage zuvor

Dem ist nicht so und da bist du leider nicht richtig informiert.
Pausen sind bei Schichtarbeit inkludiert!

Rheinhesse
Reply to  harry
26 Tage zuvor

Sicherlich meinst du dann Vollkonti und es könnte mind. wie folgt aussehen: 2xFrüh; 2xSpät und 2xNacht

Sternfahrer2
27 Tage zuvor

In Produktionsbereichen mag das ja ne einfache Rechnung sein, das 1h mehr Arbeit bei festem Arbeitstakt zu 1h mehr Output führt.

In allen indirekten Bereichen ist das eine Milchmädchenrechnung. Die meisten arbeiten eh länger als 35h pro Woche. Hier ändern 5h mehr offizielle Arbeit gar nichts.

Zusätzlich ist die Vorgehensweise widersprüchlich, da man letztes Jahr erst die ganzen befristeten 40h Verträge gekündigt hatte weil angeblich kein Bedarf mehr bestünde an der Arbeitsleistung.

Man kann also von einer reinen Gängelungsmaßnahme ausgehen.

Und auch Motivationstechnisch wird das dem Laden massiv schaden. Next level Performance Drop…

Stephan
Reply to  Sternfahrer2
27 Tage zuvor

Was heißt denn Milchmädchenrechnung? 5h pro Woche kostenneutrale Mehrarbeit bedeutet 14% mehr Arbeitsleistung bei gleichbleibenden Personalkosten. Und evtl. mittelfristig Personalabbau, da weniger Mitarbeiter benötigt werden. 35h-Wochen sind längst überholt und aus der aktuellen Zeit gefallen. Entweder wird wieder mehr gearbeitet oder der Wohlstand schwindet. Die fetten Jahre in der Automobilindustrie sind schon lange vorbei. Und wer aus Bequemlichkeit Mehrarbeit ablehnt sollte sich dringend einen neuen Job suchen.

Quenti
Reply to  Sternfahrer2
27 Tage zuvor

Diese Änderungen sind in erster Linie für Jobs bei denen es um Anwesenheit geht. Egal ob Produktion, Service usw. Da spart mehr Anwesenheit also tatsächlich Geld.
Für alle anderen ist das gekippte Homeoffice relevanter.

Man hat also nun beide Zielgruppen adressiert. Und in beiden Fällen baut man so den Attraktivitätsvorteil gegenüber der Konkurrenz ab.

  • Bei Anwesenheit: Hohes Tarifgehalt und das bei nur 35h. Da kann praktisch kein Konkurrent auch nur mitziehen. Überbieten schon gar nicht. So werden einige zu anderen Betrieben wechseln die vielleicht etwas weniger zahlen aber dafür weiterhin 35h und etwas mehr wohnortnähe bieten. Und die die bleiben werden einfach billiger.
  • Bei Produktivität: Bislang bot MB auch hier ein hohes Gehalt, mobiles bzw. hybrides Arbeiten, gute Karrierechancen. Auch da konnte kaum jemand mithalten und langes Pendeln lohnte sich für die Anwesenheitstage. Und jetzt? Karrierechancen aufgrund des Personalabbaus eingeschränkt. Präsenzpflicht. Und schon steht andere Betriebe mit mobilen Arbeiten und mehr Wohnortnähe trotz schlechterem Gehalt besser da.
Edv
Reply to  Quenti
26 Tage zuvor

Ach, wirklich? Mercedes steht hier in Bremen als Top Arbeitgeber bekannt. Wenig Arbeit, viel Gehalt.

Zufall
27 Tage zuvor

Wer hätte das gedacht? Die Lage ist fürstlich, die Stimmung gut und auch sonst gibt es keinem Grund für Themen.

Und diese „Gewerkschaften“ die vor 6 Jahren Spritzen empfohlen haben, vor 4 Jahren für den Kampf gegen den Klimawandel gebettelt haben und die vor 2 Jahren den Kampf gegen Rächts auserkoren haben, die sind nun wieder die die die alles „retten“? Das sind Tarnfirmen der Abwicklung. Aber ihr werdet es selbst sehen.

Pano
Reply to  Zufall
27 Tage zuvor

Boah, Digger. Ist evtl doch besser für deinen Blutdruck wenn du wieder zurück ins Kabuff gehst…

Zuletzt editiert am 27 Tage zuvor von Pano
Hans-Wurst
Reply to  Zufall
27 Tage zuvor

Mann, was auch immer du nimmst, setz es ab oder nimm mehr davon …

Marco
Reply to  Zufall
26 Tage zuvor

Ohhhhhh Aluhut-Egon, halt endlich den Rand und nimm Deine Medikamente!!!

Dominique
27 Tage zuvor

Der Konzern hat fertig. Früher war man stolz beim Daimler zu sein. Und jetzt?

JM13
Reply to  Dominique
27 Tage zuvor

Immer noch, aber nicht mit den vielen, kostenintensiven Fehlentscheidungen der leitenden Hierarchie.

Zuletzt editiert am 27 Tage zuvor von JM13
Egon Müste
Reply to  JM13
27 Tage zuvor

das was du als „leitende Hierarchie“ bezeichnest, die haben den Müll nicht entschieden. Das waren die Denkfabriken dahinter nur die Anzugträger haben das dann auf der Bühne verkündet. Merkt man an den leeren Phrasen die sie ständig von sich lassen. Wartet auf das Endspiel

Hansi
Reply to  Egon Müste
27 Tage zuvor

Läuft das Endspiel schon, oder sind wir in der fortgeschrittenen KO-Phase? 😉

Pano
Reply to  Hansi
27 Tage zuvor

Ist grade Hydration Break…

Marco
Reply to  Pano
26 Tage zuvor

… eher Medicine Break, aber da fehlt Aluhut-Egon leider immer …

JM13
Reply to  Egon Müste
27 Tage zuvor

Die Denkfabriken entscheiden nicht über Mercedes interne Prozesse und nicht, wie Produkte aussehen.

Ben I
Reply to  Egon Müste
25 Tage zuvor

Brain on Egon!

Michael Kauf
Reply to  Dominique
27 Tage zuvor

Ist es anders wo besser??

Köbler
Reply to  Michael Kauf
27 Tage zuvor

da es überall nur geltendens Recht und kein gültiges Recht gibt sollte man die Analyse der Ursache in Betracht ziehen. Sobald hier gültiges Recht umgesetzt wird, folgen die anderen auch. Davor wird es keinen Aufschwung geben

Sven Keller
27 Tage zuvor

Süss. 40 Stunden / Woche. Wie süss. Das da nichts kommt bei den Deutschen ist fast logisch. 35 Stunden / Woche. Jetzt verstehe ich auch, warum man ein Deutscher in der Schweiz nicht brauchen kann. Die sind sich nicht gewohnt anzupacken und 50 bis 60 Stunden die Woche zu arbeiten. Jetzt ist mir auch klar warum man in Deutschland so wenig verdient. Von nichts kommt nichts. Krass und nur am jammern.

Michael Sommerfeldt
Reply to  Sven Keller
27 Tage zuvor

Richtig. Geh mal durch deutsche Büros – ab 15:00 Uhr flüchten alle.

So läuft natürlich nichts.

Egon Müste
Reply to  Michael Sommerfeldt
27 Tage zuvor

die Motivation ist längst vorbei. Es wird einem ja alles genommen.

Pano
Reply to  Egon Müste
27 Tage zuvor

Mei, die Jenni und der Egon. Da haben sich zwei gefunden 🙂

Michael Kauf
Reply to  Egon Müste
27 Tage zuvor

Das ist nur ein Teil des Problems, m.e. noch mehr ist diese antiautoritäre, leistungsfeindliche, gleichmacherische Erziehung seit den 1970ern schuld!
Alle nur mehr Universitäten, Handwerk ist schmutzig, anstrengend, etc…
Das betrifft sicherlich ca. 80 Prozent, die anderen halten das System gerade noch am laufen….

Guestaccount
Reply to  Michael Kauf
26 Tage zuvor

Frühee war sogar die Zukunft besser! Jawollja!

Zuelle
Reply to  Guestaccount
26 Tage zuvor

Natürlich sind das die Dinge. Das ist nicht zufällig passiert. Du kannst einen Bogen spannen, überspannen geht auch noch. Aber irgendwann wird auch das beste Holz und die stabilste Sehne reißen. Und da stehen wir nun. Der Geist der Menschen ist völlig verblödet. Jeder möchte irgendwie der Manager sein, mit seinen Gerät am Arm die Küchenmaschine kontrollieren und das Katzenklo überwachen. Vielleicht noch sehen was das „Balkonkraftwerk“ „erwirtschaftet“.

Es ist der Kommunismus und der anderes verpackt, nicht so wie man ihn „erwartet“ hat.
Trügerisch kam er schleichend. Nun sind wir da und er wird sich selbst opfern, es hat noch nirgendwo funktioniert.

Michael Kauf
Reply to  Guestaccount
26 Tage zuvor

Früher war nicht die Zukunft besser, sondern es gab ganz offensichtlich viel weniger Egoisten! Arbeiten wollen, einen Beruf ausüben war in meiner Jugend üblich. Es müsste doch klar sein, dass von nichts eben nichts kommt, oder?

Egon Müste
Reply to  Michael Kauf
25 Tage zuvor

Das stimmt alles. Aber es kommt nichts mehr. Oder mit dem was kommt ist nichts mehr anzufangen. Und teilweise sind die Arbeiten so stumpf, das will niemand machen.

Also irgendwas stimmt nicht mehr. Und da muss man an die Wurzel.

Michael Kauf
Reply to  Egon Müste
25 Tage zuvor

Gebe Ihnen recht, habe in 42 Jahren (1980 – 2022) erlebt, wie u.a. Der Computer die Arbeit von selbständig auf Listen ausfüllen verändert hat.
Frage ist, wo ist eigentlich die Wurzel?!

Sayerstein
Reply to  Michael Sommerfeldt
26 Tage zuvor

Na sowas aber, „Jenny“ , hat es nicht geklappt mit der white collar Ausbildung? Wärest du mal ein bisschen länger in der Schule geblieben…

Wayne Interessierts
Reply to  Sven Keller
27 Tage zuvor

Naja. Es wird ja schon 40 h gearbeitet nur gehen die 5 Stunden dann auf ein Arbeitszeitkonto. Und damit wird dann, neben Freizeit, bei neuen Modellen eine Blockpause „finanziert“ wenn ein Umbau in den Werkshallen stattfindet.

Egon Müste
Reply to  Sven Keller
27 Tage zuvor

Kann ja jeder ein Sklavensiechtum leben, aber was bringt einem „Geld“ wenn man sonst keine Zeit hat? Einen Deutschen gibt es nicht, es gibt Menschen die strebsam sind und sich zu den Deutschen Völkern zählen – aber die Ausbeutung seit vielen Jahren zeigt nun erste Spuren.

Sven Keller
Reply to  Egon Müste
27 Tage zuvor

Ich kann nichts dafür, das der Deutsche keine Aktien kauft und sich ausbeuten lässt. Würden sich die Deutschen an den DAX Konzernen beteiligen, dann sähe es auch anders aus. Und wer lieber auswandert, anstelle politisch aktiv zu werden hat die Grundprinzipen der Demokratie und des Kapitalismus nicht verstanden. Eigenverantwortung ist das Stichwort und nicht ständig jammern.

Klassen
Reply to  Sven Keller
26 Tage zuvor

Politisch aktiv werden? Dort wo die Gesinnungspolizei verschlägt was korrekt ist? Abweichler werden doch sofort mit Recht radikal angebrüllt. Aussichtslos in einem Sumpf in dem alle Konzerne, Gewerkschaften, Verbände, Kammern und sonstige Agitatoren verstrickt sind

Fred
Reply to  Sven Keller
27 Tage zuvor

Das sagt Google Gemini dazu: „Laut Daten des Statistischen Bundesamtes und des Schweizerischen Bundesamtes für Statistik leisten Vollzeitbeschäftigte in der Schweiz wöchentlich rund 42,4 Stunden, in Deutschland etwa 40,2“ – also nur ca. 2h pro Woche (auf dem Papier) mehr und nicht >10h. Und was ich schon mehrfach gehört (ist natürlich nicht repräsentativ) habe, arbeiten die mit ihrer bekannten typische Schweizer Ruhe und gehen auch pünktlich heim, Mittagessen ist auch immer 1-2h und kein business lunch wie ich es bei uns so kenne, selbst bei Anläufen, go-lives etc. Klingt also fast schon nach work-life balance – der Angstgegner aller Konservativen 🙂 Da wird keine Panik gemacht und abends um 19 Uhr noch zum Eskalationsmeeting einberufen und blinder Aktionismus gemacht wie bei uns in D.

Sven Keller
Reply to  Fred
27 Tage zuvor

Vertraglich und was effektiv gearbeitet wird sind zwei verschiedene Dinge. Geh in ein börsennotiertes Unternehmen und du wirst sehen da arbeiten alle 50 bis 60 Stunden in der Schweiz und sicher nicht 35h. Lachhaft. Übrigens in China auch. Nur im Kommunismus Deutschland nicht. Aber hey die AfD ist des Teufels. Was für ein Loser-Club. Bleibt bitte ja in Deutschland, auf euch hat niemand gewartet.

Fred
Reply to  Sven Keller
26 Tage zuvor

Dann würde ich vorschlagen du gehst mal mit gutem Beispiel voran und arbeitest 70-80h/Woche, dann geht’s bestimmt gleich wieder aufwärts 😉 PS und nochmal: die Statistik sagt 2h Delta pro Woche, für alle Unternehmen. Der glaub ich mehr als der Meinung von Stammtisch Sven. Die MBAG ist übrigens auch an der Börse, da gibt es ab Teamleiter Ebene inzwischen auch keine Zeiterfassung mehr also vermutlich t.w. deutlich über 40h.

Maik
Reply to  Sven Keller
26 Tage zuvor

Alles klar, die Schweizer sind die absoluten Cracks. 50-60h – mein Freund, geh mal in die richtigen Projekte bei MB rein, da arbeiten die Leute auch mal locker ihre 50h und mehr

Guestaccount
Reply to  Sven Keller
26 Tage zuvor

Wer stellt denn Leute ein, die für Aufgaben, die in 35h erledigt werden können, mehr als das doppelte brauchen? Leute gibt’s.

Zufall
Reply to  Guestaccount
26 Tage zuvor

Solche Langsamdenker sind gefragt. Ich bin mit den Dingen die ich gut kann in 1/3 der Zeit fertig. Somit arbeite ich auch nur Morgens und am Abend jeweils 3 Std und komme damit klar. Aber es ist spricht nichts dagegen sich den ganzen Tag mit Arbeit zu versauen.

Rainer
Reply to  Fred
27 Tage zuvor

Wir (in CH) hatten mal einen Kunden der öfters mal so um 17:00 am Freitag ein Ticket aufgemacht hat und schnell was erledigt haben wollte.

Das haben wir dann auch gemacht. Aber wenn man dann auf das Ticket geantwortet hat kam oft eine Abwesenheitsmeldung.

Deswegen haben wir irgendwann die Dringlichkeit nicht mehr so gesehen.

Wir sind schon für unsere Kunden da – zu jeder Zeit, wenn es sein muss. Aber dann sollte die andere Seite auch „da“ sein, wenn es nötig ist.

Maik
Reply to  Sven Keller
26 Tage zuvor

Da ist einfach so viel falsch in dem Kommentar. Leute in der Entwicklung oder dem Einkauf oder Qualität, arbeiten in ihren Projekten locker 40h und auch mehr die Woche. Es gibt noch genug Leute die anpacken, sich vielleicht beschweren, aber anpacken. Aber es gibt auch genug Faker, da liegt’s aber zum Teil auch an den Vorgesetzten die einfach keine sinnvollen Aufgaben haben oder generieren können

Michael Sommerfeldt
27 Tage zuvor

Ja, Mercedes will massiv abbauen in Germoney.

Egon Müste
Reply to  Michael Sommerfeldt
27 Tage zuvor

ja, das ist nun hier am Ende. Nur eine Rückkehr zu alten Tugenden und gültigem Recht kann hier den Umschung bringen.

Guestaccount
Reply to  Egon Müste
26 Tage zuvor

Was ist „gültiges“ Recht? Bildung (es heißt „geltendes Recht“) ist nicht zu unterschätzen, liegt aber anscheinend nicht jedem. Stammtischbrubbeln wohl schon eher.

Zufall
Reply to  Guestaccount
26 Tage zuvor

Das gültige Recht ist der Rechtszustand der seit 1918 nicht mehr existiert. Und das ist der Grund warum wir da sind wo wir nun stehen. Ihr könnt gerne weiter philosophieren, an diesem Thema wird niemand vorbeikommen.

Pano
Reply to  Zufall
26 Tage zuvor

Dir ist schon aufgefallen, daß auf dem Kalender 2026 steht? Und welches „Thema“ meinst du genau?

Peters
Reply to  Pano
26 Tage zuvor

Der Kollege schreibt es doch. Dort wo der Fehler begangen wurde muss man reparieren. Oder kaufst du eine neue Waschmaschine weil Deine Dachrinne am Haus defekt ist?

Pano
Reply to  Peters
26 Tage zuvor

Von welchen Fehler sprichst du?

Marco
Reply to  Pano
25 Tage zuvor

Gute Frage … das soll er mal bitte erläutern …

Egon Müste
Reply to  Marco
25 Tage zuvor

Es steht hier alles. Dort wo Rechtsbruch entstanden ist, dort ist der letzte Punkt. Wenn du dich im Wald verlierst, dann trefft Ihr Euch doch dort wo Ihr zuletzt wart, oder?

Oder suchst du Du Dir dann einfach neue Kinder, ist ja egal.

Du kaufst auch kein neues Auto nur weil im Garten Unkraut wächst. Es wird an Problemen herumlamentiert die nichts mit der Ursache zu tun haben. Die „Wirtschaft“ und auch die Beteiligten der „Wirtschaft“ können hier seit 1918 nicht mehr frei agieren und werden entweder um Patente, Ideen, Vorstellungen und vieles mehr gebracht und nach 111 Jahren ist aus all das was man vorher an Vorsprung hatte nun die Luft völlig raus.

Jeder Analyst geht auf 15.000ft und schaut sich das an was passier. Ihr setzt Euch auf den 10m-Turm im Freibad und berichtet hier und in den Raucherecken dass Ihr einen Weitblick habt und die Lage komplett analyisiert habt. Das ist einfach zum Lachen.

Also es wurde hier alles dargelegt und die Probleme sind tiefergreifen und können erst gelöst werden wenn das was hier schief läuft wieder vom Kopf auf die Füße gestellt wurde.

Ein schönes Wochenende und viel Erfolg bei Euren Gespräche in der Raucherpause.

Pano
Reply to  Egon Müste
25 Tage zuvor

Okay, also geht es ums Unkrautjäten im Jahr 1915, gelle?! Darauf eine Marlboro 🙂

Marco
Reply to  Egon Müste
25 Tage zuvor

Du solltest wirklich mit Deinem Arzt reden, dass er Deine Dosis erhöht …

Quenti
Reply to  Michael Sommerfeldt
27 Tage zuvor

Ist unfair, aber so ist es am einfachsten.
Der europäische Markt läuft. Man macht Gewinne. In China macht man miese. Nur wenn man in China spart, kann man sich auch gleich aus dem Markt verabschieden. Das will man offensichtlich nicht.

Deshalb spart man an Personal. Das geht am einfachsten und mit wenig direkten Konsequenzen. Manch geschrumpfte Abteilung rächt sich erst in einigen Jahren.

Der Ort hat gar nicht so viel mit den Löhnen zu tun. In Deutschland hat Mercedes die meisten MA die nicht direkt in der Produktion sind. Schmeißt man in Ungarn heute jemanden raus, fehlt morgen jemand der das Auto zusammenschraubt. Entledige ich mir Leute aus Entwicklung, Verwaltung, Vertrieb usw. wird das Auto genauso weiter zusammengeschraubt. Es wird aber vielleicht eine Entwicklung von etwas gestoppt was in 5 oder erst in 10 Jahren Mercedes innovativ dastehen lassen würde. Oder intern verlängern sich Bearbeitungszeiten oder bei Krankheitswellen gibt es plötzlich in bestimmten Bereichen Probleme usw.
Man spart heute, die Probleme sind nicht Morgen sichtbar sondern erst irgendwann. Das geht nur an den Verwaltungs- und Entwicklungsstandorten.

Maik
Reply to  Quenti
26 Tage zuvor

Naja in China verdienen die Leute bei MB in den indirekten Bereichen auch nicht so wenig, wie man vielleicht denkt. Kommen zum Teil nah an die Löhne hier ran, wenn man nicht gerade seit 30 Jahren hier in der Entwicklung tätig ist. Unterschied ist halt, dass es in China keinen interessiert ob du mehr als 10h am Tag schaffst etc

Tobson
27 Tage zuvor

Sowas könnte ich noch nachvollziehen. Dafür müsste man sich als Mitarbeiter allerdings weiterhin mit Mercedes identifizieren können und für die Marke brennen. Genau das ist in den vergangenen Jahren zunehmend verloren gegangen.
Die Strategie der letzten Jahre, kombiniert mit einer oft widersprüchlichen Kommunikation, hat viele der einst stolzen Mitarbeiter entfremdet. Die Vorstände genießen intern längst nicht mehr die Glaubwürdigkeit, die für einen echten Aufbruch notwendig wäre. Dass sich strategisch grundlegend etwas ändert und Mercedes wieder Fahrzeuge baut, die nicht nur technisch, sondern auch optisch begeistern, daran glauben viele im Unternehmen nicht mehr.
Zu lange wurden Fehlentwicklungen verteidigt, statt korrigiert. Zu lange folgte man wechselnden Trends und kurzfristigen Moden. Solange sich an der Spitze nichts verändert, wirkt der Kurs eher wie orientierungsloser Strategie-Hip-Hop als wie die klare Handschrift einer Premium-Marke mit über hundert Jahren Geschichte.

JMK
27 Tage zuvor

Ankerprinzip in der Verhandlung, den Anker möglichst weit auswerfen. Ggf. kann man sich dann auf 37,5h ohne und ggf. 40h mit einem unterproportionalen Lohnausgleich einigen. Das ist doch normal, die IGM fordert ja auch immer das Doppelt von dem, was realistisch erzielbar ist.

Die Leitung der MBAG hätte auch die Möglichkeit Verluste (zumindest buchhalterisch) zu schreiben, was allerdings Ola den Kopf Kosten würde. Dann kann wiederum die Betriebsvereinbarung zur Beschäftigungssicherung aufgekündigt werden, was wiederum den Weg für betriebsbedingte Kündigungen frei macht – sozialverträglich. Eben wie bei Bosch Powertools uvm.

Sorry, auch wenn es gemein und bitter klingt, ich würde das so machen. Dann können gezielt die Leistungsträger gehalten und protegiert werden, wohingegen Bewohner nach außen entwickelt werden können.

Warum? Der Beschäftigungspunkt einer Firma die 2mio. oder weniger Autos konstruiert und baut, ist einfach deutlich geringer, als der einer Firma mit der Ambition 2,5-3,0mio. Autos zu bauen. V.a. im direkten Bereich (also der Fertigung) gibt es fast eine 1:1 Beziehung aus Headcount und Stückzahl.

Wenn man bisher auf 2,5mio. zielte und nun 1,7mio. in naher Zukunft erreichen wird, dann muss die Anzahl der Beschäftigten mathematisch leider von ca. 170.000 auf ca. 115.000 sinken – bei flächendeckender 40h Woche wahrscheinlich sogar in Richtung 100k.

Bad news for MB People.

Rainer
Reply to  JMK
27 Tage zuvor

Entsprechend müsste aber auch die Vergütung der Führungskräfte sinken.
Weniger Personal = weniger Personalverantwortung.

Oder?

Tobson
Reply to  Rainer
27 Tage zuvor

Bei den Dienstwagen zB, erst ab Abteilungsleiter – da könnte man auch viel Geld sparen.

JMK
Reply to  Tobson
26 Tage zuvor

Bin ich mir nicht sicher, ist ein Hygienefaktor und Gehaltsbestandteil, der für MB sicher viel günstiger ist, als für andere Firmen, da man das Produkt ja selbst herstellt. Sprich, um sagen wir mal 500 Euro (geldwerten) Mehrwert für einen Mitarbeiter zu erzeugen, muss MB deutlich weniger investieren, anders als bei einer Lohnerhöhung.

So lange die Herstellkosten geringer sind, als der Verkaufspreis des Jahreswagens plus dessen Vertriebskosten, ist das ein gutes Geschäft für MB, v.a. da Deutschland ein ausgesprochener „junge Gebrauchte“ Markt (geworden) ist. Man müsste eruieren wie viele Jahreswagenkäufer einen Neuwagen kaufen würden, um das zu bewerten.

Ich würde aus dem Bauch heraus dazu tendieren, dass sich die Abgabe von Dienstwägen für MB lohnt und ihr Vorschlag eher aus Neid geboren ist, aber ggf. haben Sie ja auch bessere Daten.

JMK
Reply to  Rainer
26 Tage zuvor

Die Führungskräfte sollten doch bitteschön analog reduziert werden. Dann bleibt die Führungsspanne gleich. Vorstand kann man sicher reduzieren, alle anderen Ebene eben proportional zu den Mitarbeitern. Hat man also für 170k MA, 1.700 Abteilungen, dann wären es eben nachher 1.150 oder eben 1k.

Führungskräfte sollten stärken nach Ihrem Wertbeitrag zum Unternehmen bezahlt werden, weniger für ihr Industriebeamtentum, die Führungsspanne finde ich als Aktionär eigentlich irrelevant, ich will Intrapreneure.

Quenti
27 Tage zuvor

Ist doch das Gleiche wie die plötzliche Präsenzpflicht bei den Bürokräften. Da spekuliert man doch auch einfach darauf, dass einige MA gehen weil für ihr Lebensmodell die Tätigkeit ohne Homeoffice nicht passt. Also solche die den Job trotz großer Pendelstrecke angenommen haben als es hieß Homeoffice sei nun für immer da. Wenn man nur 2-3x die Woche ins Büro fährt, tun deutlich längere Fahrtzeiten nicht weh. Bei 5x Woche, werden sich einige einen wohnortnahen Job suchen.
Auch so baut man Stellen ab.

S450
27 Tage zuvor

Ola. Es ist genug.

Ja man soll sich in einzelne Produkte verlieben und nicht in Marken aber wir haben doch alle ein Bild von Marken im Kopf, aufgrund dessen wir uns eher zu den Produkten der Marke hingezogen fühlen als zu Produkten einer anderen.

Aber viele Marken und Hersteller, welche „unsere Wirtschaft“ ausmachen, durchlaufen die letzten Jahre doch einen wahnsinnigen Prozess des Produktverfalls. Das Zeug wird mieser aber aufgrund von Luxus“strategien“ teurer und ohne Ende Bumms wird am Markt vorbei entwickelt, wo ich mich Frage: Gibt es denn im Zeitalter der Digitalisierung nicht noch bessere und genauere Instrumente um herauszufinden, was die eigene Klientel will?

Ja ich lasse mir erzählen, dass politische Entscheidungen und die Länge von Produktzyklen auch bestimmte Entscheidungen begünstigt haben aber egal ob Porsche, BMW, Audi, VW und Mercedes.. Die Irrlichtern doch blind durch die Gegend und haben keine Idee, was sie wollen und wie sie dahin gelangen.

Porsche baute den 718er ohne 6-Zylinder. Kaum einer wollte die Gurke haben. Der 6-Zylinder kam zurück, die Verkäufe zogen an. Da denken sich die Jungs aus Affalterbach: Cool.. wir geben dem techniksensibelsten und emotionalsten Teil unserer Kundschaft einen Vierzylinder als Ersatz für den 8-Zylinder. Hat der wer das Ohr bei den Kunden oder ein Gespür fürs eigene Produkt? Man könnte Romane über BMW schreiben, VW…

Das worauf ich hinauswollte: Ja die deutsche Autoindustrie geht wohl krachen. Aber hierfür auf die „gierige“ eigene treue Belegschaft zu zeigen oder auf „die Politik“, lässt die Verantwortlichen viel zu einfach vom Haken.

Sollte Mercedes über die Wupper gehen oder zum Badge an irgendeinem Chinakonzern verkommen, ist es traurig wegen unserer nostalgischen Gefühle, was uns Mercedes mal für tolle Produkte gegeben hat. Aber sicher nicht deshalb, für den Quatsch, der aktuell teilweise vom Band rollt oder wie die mit ihren Leuten umgehen.

Zuletzt editiert am 27 Tage zuvor von S450
Hans-Wurst
27 Tage zuvor

Man kann auch einfach warten, bis irgend ein Chinese den jämmerlichen verbliebenen Rest vom Laden kauft und der dann den Weg alles irdischen geht …
Dann passt vielleicht auch wieder Materialanmutung und Qualität.

EQ44fahrer
26 Tage zuvor

Die Luxusprobleme einer Industrie, die den Schuss nicht gehört hat (das schließt Management, Mitarbeiter und Gewerkschaft mit ein)… Eine 40 oder gar 41 Stunden-Woche ist für viele Arbeitnehmer in Deutschland völlig normal.

EQ44fahrer
26 Tage zuvor

Die Luxusprobleme einer Industrie, die den Schuss nicht gehört hat (das schließt Management, Mitarbeiter und Gewerkschaft mit ein)… Eine 40 oder gar 41 Stunden-Woche ist für viele Arbeitnehmer in Deutschland völlig normal.

Allen
26 Tage zuvor

Kurz auch mal die Gründe warum man 1984 die 35 Stundenwoche erstreikt hat die dann 11 Jahre später umgesetzt wurde:

Bekämpfung der Massenarbeitslosigkeit: Anfang der 1980er-Jahre gab es in Deutschland rund 2,5 Millionen Erwerbslose. Die Friedrich-Ebert-Stiftung verweist darauf, dass die Gewerkschaften (insbesondere die IG Metall und die IG Druck und Papier) die vorhandene Arbeit auf mehr Köpfe verteilen wollten, um neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Ausgleich für die Automatisierung: Durch den Einzug von Computern und Robotern in die Fabriken stieg die Produktivität massiv an. Die Gewerkschaften argumentierten unter dem Motto „Die Roboter kommen“, dass der technische Fortschritt den Beschäftigten in Form von mehr Freizeit zugutekommen müsse.

Wenn es jetzt andersrum geht, wieder unbezahlt zur 40 Stunden Woche, hat man genau den Effekt das ca. 14% Arbeitskraft in den 35 Stunden Wochen Betrieben überflüssig wird. Genau dahin wird auch spekuliert. Spart ordentlich Kosten.

Ich selbst arbeite seit 44 Jahren in der Schwerindustrie, wer uns belächelt wir würden sowieso zu wenig arbeiten, sollte sich erstmal informieren was das für die Wirtschaft im Gesamten bedeutet.

Beobachter
Reply to  Allen
26 Tage zuvor

Danke für den Artikel. Du erwähnst nur kommunistische Organisationen die das alles so herbeigeführt haben und den Menschen simuliert haben sie hätten was zu melden. So lange die Menschen an UNSERE DEMOKRATIE festhalten, so lange werden sie weiter gemolken.

es kam schleichend.

PS: die DDR war die Deutsche Demokratische Republik, ein Wortwitz nun, oder?

Und Erich hat immer von „Unsere Demokratie“ gesprochen.

Dämmert es nun? Hat Euch das die Kommunistische Friedrich Ebert Stiftung erzählt? Hat Euch das IGM erzählt? Berichtet das die Tagesschau? Schreibt das eine Zeitung?

Nein, sie lullen Euch alle ein. Das Ergebnis seht ihr nun. Und nein, die E3 werden den AMG mit Superplus nicht abgeben. Davor muss noch mehr passieren.

Pano
Reply to  Beobachter
26 Tage zuvor

Och, ich finde Demokratie eigentlich ganz gut.

Egon Müste
Reply to  Pano
25 Tage zuvor

Du siehst ja nun die Auswüchse. Also findest Du die Zerstörung gut und behauptest das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Du bist kein Analyst.

Pano
Reply to  Egon Müste
25 Tage zuvor

Mei, Egon, geh nochmal ne Runde im Wald spazieren. Aber verlauf dich nicht.

Zuletzt editiert am 25 Tage zuvor von Pano
Joachim
26 Tage zuvor

Mit einer 40 Stunden habe ich überhaupt kein Problem, da die in Regel von den meisten Kolleginnen und Kollegen die ich kenne, sowieso schon geleistet wird.
Nur dann bitte auch zum vollen Lohnausgleich!
Warum sollte man erkämpfte Lohnvereinbarungen einfach über Bord schmeißen? Worum wird das so einfach von Arbeitern und Angestellten verlangt? Keine mir bekannte Führungskraft würde das einfach so hinnehmen. Ich habe auch noch von keinem Vorstand gehört: „ich gehe jetzt mit gutem Beispiel voran und verzichte ab sofort auf 14% meines Einkommens.“
Wenn das gemacht würde, wäre das bei der Beleghaft kein so großer Aufreger. Im Gegenteil. Meine These ist, dass dann denn meisten der Ernst der Lage dämmern würde.

Bruno S
26 Tage zuvor

Jeder muss seinen Beitrag leisten um die eigene Firma zu unterstützen. Welchen Beitrag leisten die Tausenden Manager E4 aufwärts? Oder bleibt es bei Vertrauensarbeitszeit mindestens 10k im Monat aufwärts, AMG Dienstwagen mit 1000€ Super Plus im Monat; Phantomshares; Pensionsbaustein und Tantieme usw.. Oder wird der Gürtel nur bei der Arbeiterklasse enger geschnallt?

JMK
Reply to  Bruno S
26 Tage zuvor

Soviel ich weiß waren (zumindest die leitenden) Führungskräfte in den vergangenen Jahren durch einen Nullrunde gegangen. Die tarifliche Steigerung lag bei 5,1% in den letzten Jahren (in DE). Ich würde vermuten, dass die Geschäftsleitung sicherlich weiter Nullrunden für die LFK aufsetzt.

Eine generelle Einführung von Vertrauensarbeitszeit wäre aus Unternehmenssicht sicher erstrebenswert, aber ich glaube Sie wollen das nicht oder?

Ansonsten lese ich viel Neid aus Ihrem Post, wenn ich mir aber so die IGM EG Tabellen anschaue, dann noch Zuschläge und andere Benefits dazurechne, kommt ein sehr solides Salär raus. V.a bei WE-, Spät- und Nachtschichten. Ich bin ich mir nicht sicher, ob Sie sich im Glashaus nicht mit zu vielen Steinen aufmunitioniert haben – wäre es nicht sinnvoller gemeinsam an einem Weg aus der Krise zu schauen? Was ist denn ihr Beitrag, den sie im ersten Satz ansprechen, aber nie ausführen? Sie dürfen nicht vergessen, dass bei demjenigen, der mit dem Finger auf andere zeigt, auch vier Finger auf ihn selbst zeigen.

Egon Müste
Reply to  JMK
25 Tage zuvor

Die Abgabenseite muss reduziert werden. Noch mehr Einkommen, noch mehr Abgaben. Und Abgaben auf Abgaben. Völliger Blödsinn. So vernichtet man die Betriebe schleichend. Das Ergebnis sieht man nun.

Bruno S
26 Tage zuvor

Jeder muss seinen Beitrag leisten um die eigene Firma zu unterstützen. Welchen Beitrag leisten die Tausenden Manager E4 aufwärts? Oder bleibt es bei Vertrauensarbeitszeit mindestens 10k im Monat aufwärts, AMG Dienstwagen mit 1000€ Super Plus im Monat; Phantomshares; Pensionsbaustein und Tantieme usw.. Oder wird der Gürtel nur bei der Arbeiterklasse enger geschnallt?

Per
26 Tage zuvor

Wären die Damen und Herren dazu in der Lage die Produktion der gefragten Modelle durch vohandene Teile am Laufen zu halten wäre das auch mal ein Anfang zur Kostensenkung. Aber wir stellen lieber 3x im Monat die Produktion ab, da diverse Teile fehlen und bezahlen die Mitarbeiter fürs rumstehen. Die Unfähigkeit des Managements ist nicht zu übertreffen. Übrigens würde bei betriebsbedingten Kündigungen der sog. Sozialplan darüber entscheiden welche Mitarbeiter das Unternehmen verlassen müssen. Aus diesem Grund gibt es die sog. ZUSI. So kann sich das Unternehmen aussuchen welche Mitarbeiter sozialverträglich abgebaut werden, also mit Abfindung raus sind. Der Nasenfaktor muss schliesslich erhalten bleiben….

DüdoVans
26 Tage zuvor

Das Management macht Fehler
Und kassiert Millionen. Das arme Schwein
am Band muss es ausbaden! Immer und immer wieder! Es gibt Abteilungen die arbeiten wochenlang ohne jeden freien Tag, stempeln nach 10h aus und arbeiten weiter! Wie weit soll das noch gehen? Ein 13. Monat? Der Höllember? Einen Wochentag mehr? 26h Tage?
Das Arbeitszeitschutzgesetz wird täglich umgangen und ignoriert. Die Leute werden krank und sehen ihre Familien nicht mehr. Man arbeitet um zu leben, nicht umgekehrt! Leben muss möglich bleiben!

Derstner
Reply to  DüdoVans
26 Tage zuvor

Und warum ist das so? Weil wir in der Sklaverei leben die getarnt wird als „Unsere Demokratie“. Neuer Anstrich dran und denen den man es oft genug gesagt hat die merken es nicht.

Deshalb brauchen wir einen Wandel.

Pano
Reply to  Derstner
26 Tage zuvor

Dann beginn diesen Wandel bei dir…

Gunnar
Reply to  Pano
25 Tage zuvor

Der Wandel hat längst begonnen

Pano
Reply to  Gunnar
25 Tage zuvor

Echt? Seit wann?

JMK
Reply to  DüdoVans
26 Tage zuvor

Ich bin bei Ihnen, die Arbeitszeitschutzgesetze sind Gesetze und müssen eingehalten werden, v.a. wenn diese massiv missachtet werden. Es gibt bei MB sicher ein Whistleblowersystem, an welches dies gemeldet werden kann und muss. Machen Sie dies.

Ich wage aber zu bezweifeln, dass alle 170k Mitarbeitenden so eingespannt sind. Einige Fehlentwicklungen gibt es aber sicherlich zu beklagen und zu beheben.

Dass in kritischen Phasen vor dem Start eines Produkts oder bei Krisen aber mal auf 48h/Woche (das ist BTW. das längerfristige, gesetzliche Limit, denn 8h x 6 Werktage) hochgefahren wird, empfinde ich als normal. Auch wenn das dann einige Wochen dauert. Sorry, dafür gibt es ja dann sicher einen Freizeitausgleich und wer 13h mehr in der Woche arbeitet, darf ja nach 12 Wochen auch 156h, also einen Monat Überstunden abfeiern oder?

MartinBerlin
25 Tage zuvor

Die Kommentare hier sind ja unterirdisch…das ist ganz klar ein internes Schlechtgerede und Druckgemache um bei der nächsten Abfindungswelle mehr zu erreichen…scheint ja zu wirken, gut für die,die bleiben

Egon Müste
Reply to  MartinBerlin
25 Tage zuvor

Es wird nicht angesprochen was das Problem ist. Es sind Heuchler die die Wahrheit in leeren Phrasen bringen.

Das Problem sind die hohen Abgaben, die „Konzerne“ entscheiden nicht selbst und die Menschen sind die dort arbeiten sollen sind von dem Wahnsinn der da draußen abgeht im geiste völlig neben der Spur. Da kann niemand mehr von A bis B eine Verbindung aufbauen, die Konzentration ist nach 1-2 Minuten für eine Sache vorbei. Und wir unterhalten uns über Leistungsträger.

Ex-MA
25 Tage zuvor

Natürlich wird auch diese „Offensive“ des Vorstands am Ende mit einem Kompromiss enden, der keine flächendeckende 40h Woche beinhaltet und die beeinflussbaren Kernprobleme „Überkapazitäten“ und „Wettbewerbsfähigkeit“ nicht nachhaltig verbessern wird. Bis dann in ein paar Monaten die nächste Eskalation erfolgt.

Die eigentliche Tragik ist, dass die immer wiederkehrenden, scheibchenweisen Zumutungen und Konflikte die Kultur in diesem Unternehmen dauerhaft schwer beschädigt haben. Dieses toxische Umfeld hat zu einem massiven Brain-Drain geführt, gerade in kritischen Positionen – wer möchte so bitte arbeiten, zumal das Top-Management zuletzt vornehmlich damit Beschäftigt war, mit politischen Spielchen den eignen Posten zu sichern anstatt einfach mal seinen Job zu machen.

Underperformer ohne absehbaren Renteneintritt wird man auch mit Handgeld oder zunehmenden Leistungskürzungen nicht los, dazu ist das Niveau der Benefits noch zu hoch.

Gegen geopolitische Effekte allerdings ist man machtlos – der Markt China ist tot und kommt nicht wieder, US Zölle fressen die US Gewinne und der Markt Europa kann Mercedes mit den Strukturen niemals tragen. Dazu die hausgemachten Probleme. Ergo liegt es sch auf der Hand, dass sich der fortschreitende Abstieg höchstens verlangsamen, aber nicht aufhalten lässt – da kommt keine „Ruhe“ mehr rein, letztlich wird auch die ZuSi 2035
irgendwann gekündigt.

Was man allerdings tun könnte ist einen neuen Vorstand zu suchen. Leider kontrolliert bei Mercedes offenbar der Vorstand den AR und nicht umgekehrt – anders kann man sich nicht erklären, warum die haarsträubenden Fehlentscheidung dieses CEOs noch immer folgenlos (für ihn) bleiben, und dass
obwohl oft jeder wusste (und auch teils gesagt hat: „Das kann nur schiefgehen“ – aber Ola wollte es so.

Ich selbst bin seit kurzem kein Mitglied in diesem Verein mehr – auch wenn ich das „Glück“ hatte, als „unverzichtbar“ eingestuft worden zu sein 😉