Mercedes me mit Neuheiten zur IAA: Eigene App sowie Vernetzung zum Nachrüsten

Zur IAA in Frankfurt bekommt der Konnektivitäts-Dienst Mercedes me (http://mercedes.me) diverse Neuheiten. Dazu gehört unter anderem das Kunden noch nicht vernetzter Mercedes-Benz Fahrzeuge, ihr Auto jetzt ebenfalls mit dem Mercedes connect me Adapter vernetzen können. Insgesamt 24 Pkw-Baureihen ab Baujahr 2002 lassen sich entsprechend nachrüsten, so dass der sichere Zugriff auf Fahrzeuginformationen möglich ist.

Eine weitere Neuheit ist die neue Mercedes me App für iOS und Android Smartphones. Mit der neuen App lassen sich viele Statusinformationen des Fahrzeugs abrufen, die Standheizung aus der Ferne steuern oder Türen von unterwegs öffnen und schließen. Daneben ermöglicht die App die bequeme Tür-zu-Tür Navigation mit iPhone und der Apple Watch. Etwa vier Monate nachdem der erste Prototyp der Anwendung gezeigt wurde, wird die Mercedes me App nun kostenlos zum Download bereit gestellt.

Mercedes connect me Adapter
Bisher war Mercedes connect me Neuwagenkunden vorbehalten, das dafür benötigte Kom-Modul mit eigener SIM-Karte ist seit September 2014 in fast allen Baureihen verfügbar. Unter dem Motto „Zukunft nachrüsten“ können sich auch die Besitzer noch nicht vernetzter Autos mit ihrem Fahrzeug verbinden und so Teil der Mercedes me Welt werden: Für insgesamt 24 Pkw-Baureihen ab Baujahr 2002 lässt sich ab Frühjahr 2016 beim Mercedes-Benz Partner der Mercedes connect me Adapter nachrüsten. „Immer mehr Kunden möchten mit ihrem Auto vernetzt sein. Indem wir das Mercedes connect me Angebot jetzt auf noch nicht vernetzte Fahrzeuge ausdehnen, erfüllen wir diesen Wunsch gleich millionenfach“, so Ola Källenius, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Mercedes-Benz Cars Vertrieb. „Damit werden auch diese Mercedes-Modelle zum Bestandteil des digitalen Lebens und ermöglichen den Kunden ihren ganz persönlichen Zugang in die Welt von Mercedes me.“

Der Mercedes connect me Adapter wird vom Mercedes-Benz Händler an die fahrzeugseitige Schnittstelle für die Onboard-Diagnose angeschlossen und eingerichtet. Voraussetzung für die Nutzung des Adapters ist, dass der Kunde die zugehörige Mercedes connect me Adapter App auf seinem Smartphone installiert hat und über ein Benutzerkonto im Mercedes me Portal verfügt. Der Adapter kommuniziert via Bluetooth mit dem Kunden-Smartphone; die dazugehörige App benötigt eine Internetanbindung. Mehrere Millionen Fahrzeuge können so nachträglich intelligent vernetzt werden, darunter volumenstarke Baureihen wie die E-Klasse (Baureihe W 211, ab Baujahr 2002), die C-Klasse (W 204, ab Frühjahr 2007) oder die A-Klasse (W 169 und W 176, ab Mitte 2004). Fahrer dieser Modelle können künftig also bequem auf ihre Fahrzeugdaten zugreifen und Mobilitätsdienste sowie Funktionen zur Sicherheit und zum Service nutzen. Eine Übersicht aller Fahrzeuge, für die der Mercedes connect me Adapter verfügbar ist, findet sich ab 15.9. unter: http://mercedes.me/adapter

Neue Mercedes me App
Die neue Mercedes me App und wird als native Anwendung ist für iOS- und Android-Smartphones sowie die Apple Watch verfügbar und erlaubt einen noch komfortableren Zugriff auf die Mercedes connect me Dienste. Neben Informationen zum Fahrzeugstatus haben Kunden mit der Mercedes me App stets präzise Echtzeitverkehrs­informationen für den Weg zu ihren wichtigsten Zielen im Blick. Ebenso lassen sich schon von zu Hause oder aus dem Büro die nächsten Ziele bequem aus der App ans Fahrzeug senden, so dass die Eingabe im Fahrzeug entfallen kann. Eine weitere neue Funktion, die in die Mercedes me App integriert wurde: die Tür-zu-Tür-Navigation. Zunächst zeigt die App den Fußweg zum Auto an. Dort angekommen, übernimmt das Fahrzeug die Daten und ermittelt die entsprechende Fahrtstrecke, sobald der Fahrer den Motor startet. Wird das Auto in der Nähe des Ziels geparkt, werden die letzten Navigationsmeter erneut berechnet und an die App übermittelt. Das Navigationsziel lässt sich auch mit der Apple Watch suchen und anzeigen.

Entwickelt wurde die App innerhalb des globalen Daimler RD-Netzwerks von Experten aus Sunnyvale/Kalifornien und Sindelfingen. „Dass wir die Mercedes me App in kürzester Zeit entwickelt haben, ist kein Zufall“, so Prof. Thomas Weber, im Daimler-Vorstand verantwortlich für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung. „Wir haben rund um den Globus Forschungs- und Entwicklungszentren und können so neben der Expertise auf technischem Gebiet auch auf die spezifischen Anforderungen der Märkte reagieren. Ingenieurskunst gepaart mit Innovationskultur erlaubt es uns, Neuerungen sehr schnell in unsere Fahrzeuge zu bringen und so mit den Entwicklungszyklen der Unterhaltungselektronik Schritt zu halten.“

Über iTunes und Google Play kann die Mercedes me App im Herbst 2015 kostenlos heruntergeladen werden.

Mercedes connect me: Die aktuellen Dienste im Überblick
Die Services von Mercedes connect me ermöglichen den Kunden, sich überall und jederzeit mit ihrem Fahrzeug zu verbinden. Zu den Konnektivitätsdienstleistungen gehören Unfall-, Wartungs- und Pannenmanagement, das Mercedes-Benz Notrufsystem, Telediagnose und der Echtzeit-Verkehrsservice „Live Traffic Information“.

Die Mercedes connect me Basisdienste beinhalten:

  • Unfallmanagement: verbindet nach dem Mercedes-Benz Notruf mit dem Customer Assistance Center, sodass man auf Wunsch weitere Hilfeleistungen bei der Abwicklung eines Unfalls beispielsweise einen Abschleppwagen erhält.
  • Pannenmanagement: sorgt für technische Hilfe bei einer Panne. Dazu übermittelt das Fahrzeug GPS-Position und Zustand des Fahrzeugs an das Customer Assistance Center, das den Mercedes-Benz Service 24h informiert. So kann der Mercedes-Benz Service 24h optimale Hilfe leisten.
  • Wartungsmanagement: das Fahrzeug erkennt und meldet bevorstehenden Wartungsbedarf und übermittelt die notwendigen Informationen an den Servicebetrieb als Basis zur Erstellung eines Service-Angebots.
  • Telediagnose: das Fahrzeug erkennt und meldet dem vom Kunden hinterlegten Mercedes-Benz Service-Partner den notwendigen Austausch von diagnosefähigen Verschleißteilen. Der Händler kontaktiert den Kunden, um einen Werkstatttermin zu vereinbaren. Mit den zuvor übermittelten Daten kann die Werkstatt optimal helfen.
  • Live Traffic Information: präzise Informationen zur aktuellen Verkehrslage in Echtzeit (in Verbindung mit COMAND Online und dem Audio 20 Garmin Map Pilot).

Always on und intelligent vernetzt, so lautet das Motto bei Mercedes connect me. Kunden haben von überall und zu jederzeit Zugriff auf ihr Fahrzeug. Sie können, nicht nur umfangreiche Informationen zum aktuellen Zustand ihres Fahrzeugs abrufen, sondern beispielsweise auch ihre Standheizung aus der Ferne steuern oder Türen öffnen und schließen. Benötigt wird dafür die Ausstattung Remote Online, für Neuwagen optional erhältlich in Verbindung mit den Multimediasystemen Audio 20 CD und Audio 20 USB und serienmäßig in Kombination mit COMAND Online. Auch bei Mercedes-Benz Fahrzeugen mit Elektroantrieb ist Remote Online serienmäßig. Die Nutzung ist auf drei Jahre ab Erstzulassung befristet und kann anschließend kostenpflichtig verlängert werden.

Die Remote Online-Dienste umfassen:

  • Fahrzeugstandort: ermöglicht es dem Kunden/dem Nutzer, die Position des Fahrzeugs zu ermitteln, etwa wenn das Fahrzeug in einer fremden Stadt geparkt wurde. Dann findet man das Auto im Umkreis von 1,5 Kilometern bequem mit Hilfe des Smartphones wieder.
  • Fahrzeugortung: ermöglicht dem Kunden/dem Nutzer die aktuelle Ortung des fahrenden Fahrzeugs via GPS. Über aktivierte Ortungsdienste informiert ein spezielles Symbol im Fahrzeug. Der Dienst kann jederzeit durch einen kostenlosen Anruf im Customer Assistance Center abgeschaltet werden.
  • Geographische Fahrzeugüberwachung: zeigt dem Kunden/dem Nutzer, wo sich ein Fahrzeug in einem vorher auf der Karte definierten Gebiet aufhält und benachrichtigt den Kunden, wenn das Auto dieses Gebiet verlässt oder hineinfährt. Analog zur Fahrzeugortung kann der Fahrer den Dienst jederzeit deaktivieren.
  • Türfernschließung und –entriegelung: ermöglicht es dem Kunden/dem Nutzer, die Türen eines Fahrzeugs aus der Ferne online zu öffnen oder zu schließen, zum Beispiel wenn vergessen wurde, das Fahrzeug abzuschließen.
  • Fernabfrage Fahrzeugstatus: Fahrzeugdaten, wie Tankanzeige, Reichweite und mehr können von Zuhause aus oder unterwegs abgefragt werden.
  • Programmierung der Standheizung: Ist eine Standheizung im Fahrzeug eingebaut, können Funktionen wie „starten“, „ausschalten“ oder „Programmierung des Zeitpunkts“ aus der Ferne gesteuert werden.

Auch lassen sich beliebige Ziele oder Points-of-Interest direkt aus dem Mercedes me Portal (http://mercedes.me) oder der Mercedes me App bequem ans eigene Fahrzeug senden und dort in die Fahrzeugnavigation übernehmen.

Für Fahrzeuge mit Elektroantrieb oder Plugin-Hybride gibt es zusätzliche, serienmäßige Funktionen bei den Remote Online-Diensten, so lassen sich zum Beispiel die Ladeeinstellungen programmieren oder das Fahrzeug vorklimatisieren. Auch eine von der Topographie abhängige Reichweitenanzeige steht dem Kunden zur Verfügung.

Um Daten und Fahrzeugsysteme vor unberechtigten Zugriffen zu schützen, ist das Fahrzeug sowohl bei den Basisdiensten von Mercedes connect me sowie den Remote Online-Diensten grundsätzlich nicht direkt mit dem Internet, sondern über eine sichere VPN-Verbindung (Virtual Private Network) mit dem Daimler Vehicle Backend verbunden. Diese speziell geschützten Server sorgen für eine sichere Datenübertragung. Auch fungiert das Daimler Vehicle Backend als Gateway zu externen Dienste-Providern und anonymisiert die Anfragen aus dem Fahrzeug, um den hohen Erwartungen der Kunden an den Datenschutz gerecht zu werden. Denn das Auto der Zukunft wird mehr und mehr zum digitalen Begleiter, das bedeutet gleichzeitig, dass es nicht nur verkehrs- und betriebssicher, sondern auch datensicher sein muss.

Die Daimler AG erstellt bei Mercedes connect me Diensten keine Bewegungsprofile. Beim Datenschutz werden alle geltenden Gesetze eingehalten, der Zugriff durch staatliche Stellen ist nur im Rahmen der Gesetze möglich. Wenn durch die Nutzung von Mercedes connect me Diensten personenbezogenen Daten erfasst oder erzeugt werden, dann erfolgt dies auf Basis vertraglicher Regelungen mit der Daimler AG oder einer Einwilligung des Kunden. Der Kunde kann seine connect me Dienste jederzeit, auch während der Vertragslaufzeit, deaktivieren.

Quelle: Daimler AG

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mehrzehdes
8 Jahre zuvor

das ist ja mal ein ding! die digitalisierung erfasst den traditionshersteller. sogar zweit- und drittbesitzer werden integriert. da will jemand daten vermarkten (das geht ja auch anonym). trotzdem scheinen mir für den endkunden interessante funktionen bereit zu stehen. und da wird noch viel passieren…

DerTobi
8 Jahre zuvor

Ich besitzte einen S212 mit EZ 07/2013, also das MoPF-Modell. Das Auto hat Comand Online, aber leider kein Live Traffic, da dieses soweit ich weiß erst in den Modellen ab 09/2013 verbaut wurde. Verstehe ich das richtig, dass ich durch den Adapter die Live Traffic Funktion nachrüsten kann und dieses dann wie bei den aktuellen Modellen bei der Navigation mit dem Comand-System verwendet wird? Das wäre ja sensationell gut… es sei denn, es kostet direkt wieder 500 Euro… gibt’s denn schon ne Indikation für den Preis?

Reply to  DerTobi
8 Jahre zuvor

Wir schauen uns das System – hoffentlich – auf der IAA 2015 in Frankfurt am Dienstag/Mittwoch an, gerade was es effektiv kann bzw. nutzt.

DerTobi
8 Jahre zuvor

Wenn der Adapter preislich mit der Sonderausstattung „Remote Online“ vergleichbar ist, die es bei einigen Modellen für 180 EUR gibt, wäre das ein halbwegs akzeptabler Preis für Live Traffic.

Reply to  DerTobi
8 Jahre zuvor

Da im Adapter kein eigener SIM-Adapter enthalten ist, die Kommunikation via Bluetooth somit zwingend über das Handy laufen muss, – kann ich mir das aktuell schlecht vorstellen. Möglich wäre es wohl, denke aber hier eher auf eine negative Rückinfo.

Stefan
8 Jahre zuvor

Habt ihr Infos, ob es auch für den W203 (Baujahr 2005) verfügbar/ nachrüstbar sein wird?

Reply to  Stefan
8 Jahre zuvor

Wir schauen mal, das wir das Teil auf der IAA in Frankfurt „in die Hand“ bekommen,…dann schauen wir da mal nach. Aktuell muss man mich noch selbst davon überzeugen,…

Anna Büttner
8 Jahre zuvor

@ Markus: hast du dir den Adapter angesehen auf der IAA? Funktioniert dieser nur via Bluetooth Verbindung? Macht das überhaupt Sinn? Dann kann ich diese Funktion ja nur nutzen wenn ich ein „Bluetooth Signal“ (bis zu 100m) habe. Hat die OBD2-Buchse wirklich keine eigene SIM Karte verbaut? Weisst du wer die Buchse herstellt? Peiker vielleicht?

Reply to  Anna Büttner
8 Jahre zuvor

Ja, ich habe den Adapter auf der IAA bereits angesehen. – und ja: er macht Sinn! Die Anbindung erfolgt nur via Bluetooth Verbinden (mag ich persönlich weniger,..). Die 100 m sind unrelavant, weil der Adapter nur geht, solange der CAN-Bus aktiv ist, der i.d.R. nach 2-3 Minuten nach Abschließen des Fahrzeuges abschaltet. Der Adapter überträgt aber die letzten Daten passend noch zum Mobiltelefon, das ist soweit kein Thema.- weitere Infos benötigt man später vom Fahrzeug nicht mehr, zumal Funktionen ala „Öffnen der Tür“ ja dadurch eh nicht zur Verfügung stehen werden.

Das System kommt von Askey Communication GmbH aus Düsseldorf

Details zum Adapter hatten wir bereits hier:

http://blog.mercedes-benz-passion.com/2015/09/mercedes-connect-me-adapter-bringt-fahrzeugdaten-aufs-smartphone/

Wir sind aktuell bereits an der Sache dran, das wir das Gerät vorab testen können. Meine Einstellung: „Das Teil ist nutzlos!“, hat sich übrigens bei genauer Betrachtung in ein „Will ich haben!“ verändert…

Anna Büttner
8 Jahre zuvor

Danke Markus! War mir nicht bewusst das OBD2 Daten nur übertragen werden wenn der CAN-Bus live ist, macht aber natürlich Sinn. Wenn Mercedes connect me ab Werk kommt ist aber eine SIM Karte verbaut, oder? Ich glaube dieses Modul kommt dann von Peiker.

Reply to  Anna Büttner
8 Jahre zuvor

Mit Mercedes connect me ab Werk ist eine SIM-Karte verbaut, – und bei Neufahrzeugen natürlich die bessere und sinnvollere Alternative. Wer hier das System verbaut, kann ich nicht sagen.

Die OBD-Variante lässt den CAN-Bus aber auch absichtlich herunterfahren, was auch aufgrund der Batterie im Fahrzeug, sinnvoll ist. Im Gegensatz zu Nachrüstlösungen (auch mit SIM-Karte) von ebay oder Amazon wird die Batterie geschützt, – und parallel ist das Teil von MB auch bei Crashtests erprobt worden.