Die Modellpflege der V-Klasse von Mercedes-Benz verändert sich optisch wenig – doch im Detail, besonderes bei den Motorisierungen gibt es Neuerungen. Wir haben die wichtigsten Fragen vorab zusammengefasst – zumindest das, was wir aktuell bereits wissen. Der Verkaufsstart des überarbeiteten Modells erfolgt bereits am 1. März 2019.

V-Klasse Modellpflege – u.a. mit neuer 19″ Felge

Exterieur

Die V-Klasse erhält in der Serienausstattung in der Modellpflege an der Front ein neues Kühlergrill Design sowie einen neuen Stoßfänger vorne. Am Heck erfolgten hingegen keinerlei Änderungen zur Vor-Modellpflege. Die Ausstattungslinie Avantgarde erhält dabei das neue Kühlergrill-Design sowie neue Leichtmetallräder.  Die EXCLUSIVE Line erhält nun keinerlei Plakette mehr im Exterieur.  Bei der AMG Line wird ein Diamant-Grill mit nur noch einer Lamelle verbaut.

V-Klasse Modellpflege – Seitenansicht

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V-Klasse Modellpflege – Frontansicht

In Verbindung mit dem Avantgarde Sport Exterieur Paket ist das Modell in EXCLUSIVE oder AVANTGARDE mit einen Stoßfänger vorn mit Chrom-Zierelementen ausgestattet. Optional gibt es vier neue Leichtmetallfelgen im Bereich 17, 18 sowie 19 Zoll, dafür entfallen aber auch vier  18″ und 19″ Radsätze (RK2, RA9, RL9 sowie RK5). Ab Werk wird für die 3,1 to Variante nun auch eine 18 Zoll M+S Bereifung erhältlich sein.

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neuer 19″ Radsatz (R1Q)

Vier Lackierungen werden durch neue Farben ersetzt

Bei den Lackierungen entfallen die Lackierungen Flintgrau metallic, Indiumgraumetallic sowie dolomitbraun metallic und der Uni-Lack Navyblau. Neu erhält sich sleenitgrau metallic, graphitgrau metallic, Hyancinthrot metallic sowie die Uni-Lackierung stahlbau. Das Night Paket für die Baureihe 447 entfällt ersatzlos.

Interieur

Im Interieur wird das Zierteil Esche Wurzelnuss und Wellenoptik anthrazit in der Modellpflege nicht mehr angeboten. Neu ist hierbei das Zierteil in Doppelstreifen-Optik. Überarbeitet wurden auch die Lüftungsdüsen, zusätzlich hat das Kombiinstrument eine neue Skaleneinteilung erhalten.

Cockpit Modellpflege V-Klasse – unverändertes Touchpad sowie Lenkrad.

Neue Skalierung des Tachos

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Bei den Assistenzsystemen ist der Aktive Brems Assistent sowie ein Fernlicht-Assistent-Plus (d.h. adaptiv) verfügbar, wie auch das Notruf & Pannen Management (Paket Remote Online wird unterteilt in die Pakete „Pannenmanagement“, „Fahrzeug Setup“ sowie „Fahrzeug Monitoring“).  Das LTE Kommunikationsmodul ist Serienumfang. Das Media Interface Kabel Kit erhält nun ein USB C Kabel, das 30-Pin Apple Kabel entfällt.

Bei den Polsterungen ist Nappa Leder in maron sowie Leder Lugano in kristallgrau sowie die Stoffbezüge „Santiago“ in schwarz und kristallgrau nicht mehr erhältlich. Neu im Angebot ist das Leder Nappa in tartufo sowie der Stoffbezug „Santos“ in schwarz sowie die Luxussitze in der ersten Fondreihe. Die Sitzschlitten in den Bodenschienen sind in Serie nun Rollenschlitten (bisher nur im Marco Polo Modell).

Die neuen Luxussitze – nur zwingend mit zwei Schiebetüren – sind in Leder Lugano schwarz oder in seidenbeige (auch in Kombination mit Leder Nappa) erhältlich und bieten eine Liegefunktion, Massage sowie Klimatisierung. Die Sitze sind faltbar (Easy Entry), eine separate Fußstütze ist ebenso erhältlich.

V-Klasse Luxussitze in der 1. Fondreihe mit Massage + Klimatisierung sowie Liegefunktion

Luxussitze V-Klasse Modellpflege (nur für die erste Reihe im Fond erhältlich)

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Motorisierungen für die V-Klasse – Basis OM 654 Motor mit Euro 6d-TEMP

Die bisherige OM 651 Motorisierung wird komplett durch den OM 654 4-Zylinder Diesel mit 1.950 ccm Hubraum  ersetzt, der in jeder Variante Euro-6d-TEMP einhalten wird. Die kleinste Motorisierung wird  grundsätzlich der V 220 d mit 120 kW/163 PS (380 Nm) darstellen, gefolgt vom 140 kW/190 PS V 250 d (440 Nm) sowie vom V 300 d mit 176 kW/239 PS (500Nm + 30Nm Peak). Eine V 200 d Variante wird es nicht geben.

Übersicht Motorvarianten:

  •  V 220 d, 120 kW/163 PS bei 3.800-4.400 u/min, 380 Nm bei 1.250-2.400 u/min.
  • V 250 d, 140 kW / 190 PS bei 3.800 – 4.200 u/min, 440 Nm bei 1.350-2.400 u/min.
  • V 300 d, 176 kW / 239 PS bei 4.200 u/min, 500 Nm bei 1.600-2.400 u/min.

OM 654 4-Zylinder Dieselmotorisierung in der Modellpflege der V-Klasse (BR 447)

Die 7G-TRONIC Automatik wird komplett durch den 9G-TRONIC (NAG 3) ersetzt, jede Motorisierung wird dabei auch mit 4MATIC Allradantrieb kombinierbar sein. Für den V 220 d ist später (ca. im 4. Quartal 2019) auch ein 6-Gang Schaltgetriebe – vermutlich ohne Allradantrieb- erhältlich. Alle Motorisierungen sind nach Euro 6d-TEMP M/N1 GR. II, Code MT0 zertifiziert. Der AdBlue-Tank umfasst eine maximale Füllmenge von 24 Litern.

Der OM 654 ist grundsätzlich effektiver, als der OM 651 mit deutlich reduzierten Emissionswerten. Der Motor besitzt u.a. eine NANOSLIDE Zylinderbeschichtung sowie am direkt am Motor installierte Abgasnachbehandlungs-Maßnahmen. Der Motor ist dabei der erste komplett aus Aluminium konstruierter 4-Zylidner Dieselmotor und somit deutlich leichter und kompakter, als der Vorgänger. Zusätzlich sorgt eine Ausgleichswelle für geringere Lärmentwicklung sowie bessere Vibrationskomfort-Eigenschaften.

In der Serie gibt es zukünftig nur noch einen 24 Liter AdBlue-Tank (auch bei Warmluftzusatzheizung) sowie nun eine serienmäßige komplette Unterbodenverkleidung (für bessere Aerodynamik).

Die offizielle Presse-Premiere für die Modellpflege erfolgt übrigens am Internationalen Automobil-Salon in Genf (07.-17.03.2019), sowie für das Marco Polo Model am Caravan Salon Düsseldorf (30.08.-08.09.19). Die Bestellfreigabe für die V-Klasse erwarten wir im März 2019, die Produktion sollte hierzu im Mai 2019 starten.

Bilder: MBpassion.de / Philipp Deppe

24 Kommentare
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Hartmut Probst
3 Jahre zuvor

Schade das es die V-Klasse nicht als Hybrid gibt. Platz dafür müsste eigentlich vorhanden sein. Warum diese zirückhaltund bei MB.

Reply to  Hartmut Probst
3 Jahre zuvor

@Hartmut Probst
Bei der Vorstellung der Modellpflege der V-Klasse wurde im Gespräch zum Hybrid gesagt , das es eine strategische Entscheidung ist, gleich komplett auf das voll batterieelektrische Fahrzeug in Form des EQV zu setzen. Der Hybrid wäre nur eine kurze Zwischenlösung

Urs Scheffler
3 Jahre zuvor

Hybrid braucht kein Mensch, die Zukunft ist ein EQV – sprich V-Klasse EV. Hybrid bedeutet nur weniger Nutzraum und hoher Autobahnverbrauch, V-Klassen werden ja tendentiell eher auf Langstrecken eingesetzt und da macht Hybrid mal gar keinen Sinn. Außerdem ist das eine Technologie, die weder Fisch noch Fleisch ist und unnötig Entwicklungsbudget verschlingt. Viel besser, gleich auf den EV zu setzen und mit den modernen Batterien der EVA2-Plattform und gescheiten Reichweiten (> 500 Km real) + EV-Leistung auf das richtige Pferd setzen.

Frank-Peter Zeh
Reply to  Urs Scheffler
3 Jahre zuvor

ODER: Man hat einen täglichen Fahrtweg von 400-500km jedoch nicht mit mehrstündigen Pausen planen will!
Zu sagen ein Hybrid macht keinen Sinn ist irgendwie etwas schwierig; das sollte man doch situationsbedingt betrachten. 80% meiner Arbeitszeit benötige ich mehr Flexibilität als ÖPNV, mehr Sitzplätze als mein Fahrrad bietet und mehr Kofferraum als in einem Smart. Die restlichen 20% fahre ich in den Süden oder Norden Deutschlands oder Europas.
Das heißt im Umkehrschluss jedoch nicht, dass ich immer Diesel verbrennen will oder muss.

Das Hybrid möglich wäre wurde schon 2016 gezeigt. C/E 300de beweisen, dass die Technologie problemlos zu integrieren wäre…schade, dass strategisch (gerade jetzt und für Firmenfahrzeugbesitzer) ein Hybrid ausgeschlossen wird.

werwennnichtich
Reply to  Frank-Peter Zeh
3 Jahre zuvor

***Zu sagen ein Hybrid macht keinen Sinn ist irgendwie etwas schwierig*** – finde ich auch!

Gehen wir von einer hohen täglichen km-Leistung aus! Überlegen wir uns wie viel ein Diesel auf der Autobahn benötigt und wenn für die Stadt eine passende Reichweite mit Plug-In zur Verfügung steht dann macht es schon Sinn!
Natürlich immer Ansichtssache!

Snoubort
Reply to  werwennnichtich
3 Jahre zuvor

Sehe ich auch so, gerade bei Vans und Transportern (als Basis) sehe ich schon ein ne Kombination aus guten Langstreckeneigenschaften mit der Option dann am Ziel lokal emmissonsfrei fahren zu können, als nicht gerade unsinnig bzw. ungewöhnlich an. Richtig ist, dass diese „Bi-Kombination“ nicht im Hinblick auf Effizienz optimal wäre, aber unsinnig ganz bestimmt nicht.

düdowüdo
Reply to  Urs Scheffler
3 Jahre zuvor

„V-Klassen werden ja tendentiell eher auf Langstrecken eingesetzt und da macht Hybrid mal gar keinen Sinn.“ Das würde ich so definitiv nicht unterschreiben. Viele V-Klassen sind Familienautos, da ist sehr viel Kurzstrecke und innerorts dabei (Einkauf, Sporttraining für die Kinder..). Dann aber eben auch ziemlich lange Fahrten z.B. in den Urlaub, wo der E-Antrieb aktuell noch ungeeignet ist. Auch bei uns sind die Strecken entweder sehr kurz oder ziemlich lang – genau das richtige Einsatzgebiet für einen Diesel-Hybrid à la E300de. Sehr enttäuschend, dass MB das nicht für nötig erachtet.

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Stefan
3 Jahre zuvor

Warum die Motoren nun in der V-Klasse eine andere Leistung bekommen als in anderen Baureihen verstehe ich nun wirklich nicht. Da wurde doch erst mit einem gewissen Aufwand irgendwas in Richtung „Vereinheitlichung“ kommuniziert und nun weicht man wieder davon ab. Da kann man dann bald auch Zufallszahlen verwenden…

Aber von dieser doch eher theoretischen Problematik abgesehen, schickes Facelift. Gefällt.

Reply to  Stefan
3 Jahre zuvor

@Stefan
Die V-Klasse ist von der technischen Seite gesehen ein Nutzfahrzeug (wie ein Sprinter) und kein Pkw (wie eine E-Klasse). Im Nutzfahrzeugbereich ist es üblich Anpassungen im Sinne von Standfestigkeit/härtere Einsatzbedingungen zu machen – hier zu zählt auch die Leistungsreduzierung der Motoren

VANS
3 Jahre zuvor

@ Stefan: Als Ergänzung zu Philipp Deppe. Eine V-Klasse hat von Haus aus ein deutlich höheres Leergewicht als z.B. eine C-Klasse oder E-Klasse, daher werden die Motoren im Sinne der Haltbarkeit in der Leistung reduziert.

3 Jahre zuvor

Gibt es Infos was mit den Vito betrifft?! Bekommt der auch ab März die neuen Motoren/Getriebe? Danke im Voraus

MBV
3 Jahre zuvor

Hallo,

könnt Ihr sagen ob die Luxussitze auch in Verbindung mit dem Tisch konfiguriert werden können?

Danke und Gruß

Reply to  MBV
3 Jahre zuvor

@MBV
Dazu haben wir noch keine konkreten Informationen

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Darksheep
Reply to  Philipp Deppe
3 Jahre zuvor

Aktuell ist der Tisch gegen die Luxussitze gesperrt.

hoelli78
3 Jahre zuvor

Hat der 250d mit 190ps 2 Turbolader wie der 300d ? Da er 40Nm mehr Drehmoment hat als der 220d der E klasse mit 194 PS.

MBV
3 Jahre zuvor

Hallo,
vielen Dank für die Antworten. Leider kann man noch immer nicht online konfigurieren. Weiß jemand ob die Luxussitze nur die Rückenlehne etwas weiter nach hinten bringen oder ob es auch eine „richtige“ Liegefunktion gibt? Ärgerlich ist auch das diese Sitze wohl nicht in dem neuen Farbton Tartufo lieferbar sind. Richtig ? Oder wird das bald möglich sein ?

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carl Schmitt
2 Jahre zuvor

Wenn ich einen 3Liter V6 Diesel Viano habe und möchte auch mal 2000km nach Südeuropa fahren können, wie möchten Sie mir nen EQV Schmackhaft machen ? .
Den Hybrid zugunsten eines Lokaltigers aufzugeben ist eine Fehlentscheidung. Einen V300de würde ich soforte als Nachfolger bestellen. Aber das derzeitige Programm hat eine echte Lücke. Nur weil es mehr elektronik hat einen Vklasse mit 4Zylindern zu kaufen (was bringt mir das ? Ich fahre den 6Ender wenn ich möchte mit 5Liter Verbrauch mit 6 Pers. Da ist ein bis 1,5 l Ersparnis bei einem V250d kein Grund den gediegenen 6Zyl zu verkaufen. Ein 300de wäre eine tolle Option. pur elektrisch à là EQV bietet nicht diese Unabhängigkeit, die ein Kaufgrund für ein Auto ist. .
Da behalte ich lieber meinen gerade eingefahrenen 6-Zylinderdiesel (125tkm) , bis 300.000, bewahre ihn vor Softwareupdates seitens Daimler und vertanke einen Bruchteil der Leasingrate und verkaufe den Diesel in 10 Jahren an Kenner. SO KURBELT MAN DIE FAHRZEUGINDUSTRIE AUCH AN. Dieselhybrid oder Altdiesel .
Immerhin gibt es schon hybridstudie von V (als Benziner) mit 3 Liter Verbrauch.
50KM reichen meistens pro Tag und ein kleinerer Verbrenner würde es dann auch tun für langstrecken oder zwischenladen ohne Ladestation. Durchfahren ist das Ziel für Vielfahrer. Wenn es schon 40verschiedene Coupesuv in allen größen gibt und im Regal alles da ist, warum bietet es DAIMLER nicht an ?

driv3r
Reply to  carl Schmitt
2 Jahre zuvor

2000km wird wohl kein Elektroauto dieser Größe in nächster Zeit nonstop fahren können.
Als Nachfolger zu einem 3.0l CDI-Viano sehe ich ganz klar den neuen V300d mit mehr Drehmoment, mehr Leistung und besseren Fahrleistungen bei weniger Verbrauch.
Kann aus deinem Kommentar leider nicht ableiten weshalb oder warum du einen Hybrid kaufen möchtest, wenn dir eine Spritersparnis doch angeblich nichts wert ist?
Der EQV hat natürlich einen eingeschränkteren Radius, bietet dafür aber wirklich die volle Flexibilität wie alle Verbrenner-V-Klassen auch. Die Integration eines Hybrid-Antriebsstrangs in die V-Klasse wäre durchaus sehr aufwendig und steht weniger in einem Verhältnis zum Aufwand bei potenziellem Absatz. Der Großteil der verkauften Modelle sind eben Vito-Kastenwagen und nicht hochexklusive V-Klassen.