Die Mercedes-Benz Pkw-Werke haben seit Mitte April nach einer Phase der Arbeitsunterbrechung in Folge der COVID-19-Pandemie sukzessive die Produktion wiederaufgenommen. Ab Juni befinden sich alle Werke der Mercedes-Benz AG weltweit im Wiederanlauf.

Zunächst sind am 20. April die deutschen Motoren- und Komponenten-Werke gestartet, gefolgt von den deutschen Mercedes-Benz Pkw-Aufbauwerken. Die internationalen Mercedes-Benz Standorte haben die Produktion parallel wieder hochgefahren. Der Hochlauf der Produktion wird flexibel gestaltet, um auf aktuelle Entwicklungen sowie länderspezifische behördliche Vorgaben reagieren zu können. Mit dem koordinierten Wiederanlauf der Produktion treibt Mercedes-Benz seine Produkt- und Elektrooffensive weiter voran und bedient damit zudem seinen größten Absatzmarkt China, in dem das Unternehmen wieder einen deutlichen Anstieg der Nachfrage sieht.

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Mercedes-Benz Pkw-Powertrain-Werke Deutschland

Das Mercedes-Benz Werk Untertürkheim hat am 20. April nach einer Phase der Arbeitsunterbrechung mit dem Wiederanlauf begonnen. Im Stuttgarter Werk werden Motoren und Komponenten gefertigt, die für die Produktion der weltweiten Mercedes-Benz Aufbauwerke benötigt werden – so auch in den Werken Kölleda und Arnstadt (MDC Power und MDC Technology). Analog hat auch das Mercedes-Benz Werk Berlin seine Produktion, u.a. der Motorsteuerung Camtronic, gestartet. So auch das Mercedes-Benz Werk Hamburg, das Achsen und Achskomponenten für die weltweite Fahrzeugproduktion von Mercedes-Benz produziert. Die Batteriefabriken der Mercedes-Benz Tochter Accumotive in Kamenz, in denen Batterien für die EQ-Familie sowie Antriebsbatterien für Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge und 48-Volt-Batterien produziert werden, liefen im Rahmen der Elektrooffensive von Mercedes-Benz als wichtige strategische Anlaufthemen während der Arbeitsunterbrechung im 2-Schichtbetrieb mit vollständig entkoppelten Schichten und unter Einhaltung umfassender Schutzmaßnahmen weiter.

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Mercedes-Benz Pkw-Aufbauwerke Deutschland

Der sukzessive Wiederanlauf der Mercedes-Benz Pkw-Aufbauwerke hat am 27. April begonnen. Im Mercedes-Benz Werk Bremen werden nach und nach die Produktionskapazitäten der gesamten Produktpalette gesteigert, zum Beispiel des SUV Bestsellers Mercedes-Benz GLC.  Das Mercedes-Benz Werk Sindelfingen verantwortet unter anderem die Produktion der Mercedes-Benz E-Klasse sowie der S-Klasse Limousine, der in 2019 meistverkauften Luxuslimousine der Welt, für die China letztes Jahr erneut der größte Markt war.

Auch die elektrifizierten Modelle der E- und S-Klasse, die Hybrid und Plug-in-Hybrid-Varianten, werden im Mercedes-Benz Werk Sindelfingen produziert. Noch in diesem Jahr wird Mercedes-Benz mit der Produktion der neuen S-Klasse in der neuen „Factory 56“ in Sindelfingen beginnen, die im September 2020 eröffnet wird. Das Mercedes-Benz Werk Rastatt fungiert als Leadwerk in der Produktion der volumenstarken Kompaktwagen von Mercedes-Benz: In 2019 war jeder vierte verkaufte Mercedes-Benz weltweit ein Kompaktwagen. In Rastatt werden die A-Klasse Limousine, A- und B-Klasse sowie der kompakte SUV GLA gebaut. Seit diesem Jahr laufen hier auch die Plug-in-Hybrid-Varianten der A- und B-Klasse vom Band.

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Weltweites Mercedes-Benz Produktionsnetzwerk

Mercedes-Benz Cars Operations verantwortet die Pkw-Produktion an weltweit mehr als 30 Standorten innerhalb eines flexiblen und effizienten Produktionsnetzwerks. Nach einer länderspezifisch unterschiedlichen Phase der Arbeitsunterbrechung befinden sich ab Juni alle Pkw-Werke der Mercedes-Benz AG weltweit im Wiederanlauf. Die Pkw-Produktion in China wurde seit dem 10. Februar 2020 schrittweise wiederaufgenommen.

Seit Mitte April nahmen parallel zu den Wiederanläufen der deutschen Mercedes-Benz Produktionsstandorte auch alle weiteren internationalen Standorte den Betrieb wieder auf. So beispielsweise die Werke in Sebes/Cugir (Rumänien), die Getriebe für Fahrzeuge von Mercedes-Benz fertigen. Die Mercedes-Benz Pkw-Aufbauwerke Kecskemét (Ungarn), wichtiger Teil des weltweiten Kompaktwagen-Produktionsverbunds, Tuscaloosa (USA), traditioneller Standort der SUV- Fertigung sowie East London (Südafrika), Teil des globalen Produktionsverbunds für die C-Klasse, haben die Fertigung mittlerweile ebenfalls gestartet. Seit dem 02. Juni fährt auch der Standort Hambach (Frankreich), verantwortlich für die Produktion der elektrischen smart EQ-Modelle, kontrolliert den Betrieb wieder hoch.

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Zum Schutz der Mitarbeiter hat das Unternehmen Vorkehrungen zum Infektionsschutz getroffen und ein umfassendes Maßnahmenpaket mit dem Betriebsrat vereinbart, das in den Werken eingeführt wurde. Dazu gehören Hygiene- und Reinigungsstandards, sowie Regelungen zum Mindestabstand von 1,5 Metern und der Einsatz von Mund-Nasen-Masken in der Produktion.

Quelle/Bilder: Daimler AG

15 Kommentare
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Kay
1 Jahr zuvor

Trotz dem Wiederanlauf scheint Mercedes nicht lieferfähig zu sein: Der Liefertermin für meinen C300 4matic ist soeben vom 1. Juni auf Anfang November verschoben worden. Wie ist das möglich bei dem herben Nachfrageeinbruch? Sehr entäuschend!

Joachim
Reply to  Kay
1 Jahr zuvor

Schon mal an die Abhängigkeit von Zulieferern gedacht ??? Vielleicht haben da auch schon welche wegen Corona ganz massive Probleme ??? Naja, solche Mitarbeiter und ihre Familien wären froh über dein „Problem“.

Lorandt
Reply to  Kay
1 Jahr zuvor

„Wilkommen im Klub“, genau so geht es mir auch. Laut Autohaus wird in Süd Afrika hergerstellt und deswegen die Lieferverzögerung 🙁

Kay
1 Jahr zuvor

Ich persönlich habe damit kein Problem. Aber in Summe 10 Monate Lieferzeit sind schon sehr schwer nachzuvollziehen. Da sollte das Management Lösungen finden – dafür wird es hoch bezahlt. Ohne Umsätze wird es für alle schwierig, auch für die Mitarbeiter der Automobilhersteller und ihrer Zulieferer.

martin
Reply to  Kay
1 Jahr zuvor

Wer sagt denn das es überhaupt einen Nachfrageeinbruch gegeben hat. Erzählen können die alle viel. Aber aktuell wird alles nach hinten verschoben, ergo kann m.E. die Nachfrage nicht so gering sein, zumal ja die Werke demächst wieder unter Volldampf laufen sollen wie man hört.

viano 3.5
1 Jahr zuvor

Ich möchte auch anmerken ,das einige Ersatztteilprobleme seid Jahren immer größer werden , es kann doch nicht sein ,dass ein Trabantfahrer besser an Verschleissteile kommt als ,zum Beipiel , ein W163 -Fahrer .Hier sollten die verantwortlichen Chefs mal in sich gehen und nachhaltig Veränderungen einleiten .

Joachim
Reply to  viano 3.5
1 Jahr zuvor

Da die ganze DDR damals voll war mit diesen Trabbis, ist es doch auch logisch, dass die ganzen Keller noch voll sind mit Ersatzteilen. Die wollten nämlich nach der Wende alle schlagartig den Plastik Kleinwagen los werden.
Zitat aus Wikipedia: „Der Trabant war eine ab 1958 in der DDR von Sachsenring produzierte Pkw-Modellreihe. Während seiner langen Bauzeit wurde er nur im Detail weiterentwickelt. Kein PKW mit Zweitaktmotor wurde länger als der Trabant gebaut (bis 1990).
Relativ große Stückzahlen erreichte von 1964 bis 1991 ( !!! = 27 Jahre !!! ) insbesondere der Trabant P 601.“ Übrigens: Die Lieferzeiten betrugen 12 Jahre !!! Und nicht so läppische 6 bis 10 Monate wie heutezutage beklagt.
Wenn der ML W163 von 1997 an, insgesamt auch 27 Jahre weitestgehend unverändert gebaut worden wäre, dann könntest Du noch im Jahr 2024 ( auch nach = 27 Jahren Bauzeit ) noch einen W163 als Neuwagen erwerben. Das Ersatzteilproblem hätte sich für Dich dann „schlagartig“ erledigt.
Bisher hatten wir im blog immer nur das Gejammere der ewig Gestrigen, jetzt kommt hier auch noch gestriges DDR Gejammere hinzu! Fazit : Back to the roots ???

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viano 3.5
Reply to  Joachim
1 Jahr zuvor

1. ich wüsste nicht das wir per Du sind.
2. es wird hier sachlich angemerkt ,das ein grosser Fahrzeughersteller( Daimler)Probleme hat, Ersatzteile die für die Betriebs – und Verkehrssicherheit relevant sind , trotz 30jähriger Mobilitätsgarantie ,in vertretbarem Zeitrahmen zur Verfügung zu stellen.dies gilt leider nicht nur für Exoten sondern auch für Volumenmodelle.
3. probieren Sie mal einen Zündschlüssel ,original für einen w163 zu bekommmen ,vielleicht fangen dann Leute wie Sie auch an nachzudenken .Erwarten tue ich das aber nicht.

Philipp
1 Jahr zuvor

Weiß jemand, ob bzw seit wann Vitoria wieder läuft? Habe eine V-Klasse bestellt und kriege bisher keine Info von MB zur Lieferverzögerung.

martin
Reply to  Philipp
1 Jahr zuvor

laut diesem Bericht läuft Mercedes-Benz España auch wieder seit der letzten Aprilwoche :
https://www.gtai.de/gtai-de/trade/branchen/branchenbericht/spanien/baender-der-autohersteller-in-spanien-laufen-wieder-an-240376

Laurent
1 Jahr zuvor

Was ist den beim MB den los? Dec.2019 C-Klasse bestellt, auf Juni.2020 Lieferzeit bestätigt und jetzt auf Nov.2020 verschoben… 11-Monate Lieferzeit? Pandemie & Lock down hin oder her, das war mein letzte MB. Warum bekommen die „anderen“ das besser hin? Heute wurden die Zahlen vom MB veröffentlicht und „es steht nicht gut“… Denkt keiner nach ob diese Umgang mit Kaufkunden so richtig ist?

Thorsten
1 Jahr zuvor

C300 t 4-Matic Anfang Mai bestellt und soll Ende Dezember kommen.
Unfaßbar…es wird von 70% Auftragsrückgang gesprochen. Bei solchen Leistungen verständlich.
Egal ob Zulieferer oder nicht hier musste man bessere Lösungen finden als die Kunden die nun einen Wagen in der schwierigen Phase bestellen so hängen zu lassen.
Wenn sich das rumspricht dürfte es sehr eng für MB werden den dann schaut man sich eher bei anderen Herstellern um.

Lieferzeit
1 Jahr zuvor

Habe Nov. 19 eine 4matic C-limousine bestellt, Liefertermin April/Mai 20.
Weiß bis heute nicht, wann ich den Wagen erhalte.Keine Info von meinem Verkäufer, auf nach fragen, Achselzucken.
Weiß jemand genaueres?

Lieferzeit
1 Jahr zuvor

Habe Nov. 19 eine 4matic C-limousine bestellt, Liefertermin April/Mai 20.
Weiß bis heute nicht, wann ich den Wagen erhalte.Keine Info von meinem Verkäufer, auf nach fragen, Achselzucken.
Weiß jemand genaueres?

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Lorandt
Reply to  Lieferzeit
1 Jahr zuvor

https://jesmb.de/2847/
Nicht wundern wenn beim MB die Zahlen zurück gehen werden. Teilweise Lieferzeiten über 7 Monate…