Ein Unimog U 530 ist beim Sägewerk und Zimmerei Thurner im Einsatz. Die Familie Thurner betreibt bereits in dritter Generation ein Sägewerk im Bezirk Landeck in Tirol und seit 1978 ergänzt die Zimmerei den Betrieb. Seit 1968 der erste Unimog Einzug gehalten hat, ist über die Generationen hinweg die Begeisterung für das Universal-Motor-Gerät von Mercedes-Benz geblieben und gewachsen.

Drei Generationen Unimog-Begeisterung

Nach eingehenden Überlegungen und Abwägung haben sich Vater Alois und Sohn Markus Thurner wieder für einen Unimog im Betrieb entschieden. Gemeinsam mit der Fa. Gögl Fahrzeugbau GmbH wurde an der Gesamtkonzeption des Fahrzeuges inkl. Anhängern getüftelt und an der Technik gefeilt. Alois und Markus Thurner brachten dabei ihre ganz konkreten Vorstellungen und Erfahrungen mit bereits mehreren Unimog-Modellgenerationen ein. Die Unimog wurden von Anfang an jeweils individuell auf die Anforderungen der Fa. Thurner zugeschnitten und aufgebaut. Der neue U 530 ist somit sowohl mit Sattelkupplung als auch höhenverstellbarer Anhänger-Kupplung ausgestattet und hat zusätzlich einen PENZ Kran aufgebaut. Zwei individuell gefertigte Sattelauflieger der Fa. Gögl Fahrzeugbau GmbH ergänzen das Zugfahrzeug für die spezifischen Einsätze in Sägewerk und Zimmerei.

Markus Thurner holt die gefällten Baumstämme mit seinem Unimog U 530 direkt aus dem Wald. Auf den steilen Waldwegen macht sich die starke Motorisierung mit 300 PS (220 kW) bezahlt. Je nach Länge der zu transportierenden Holzstämme kann der Rungen-Anhänger stufenweise um bis zu 2,5 m verlängert werden. Damit ist der Transport von Hölzern mit einer Länge von bis zu 12 m kein Problem. Trotzdem bleibt die Wendigkeit mit dem Unimog als Zugfahrzeug gegeben. Speziell für die Einsätze in den steilen Bergwäldern wo sich die Wege in Serpentinen hinaufwinden, hat die Fa. Gögl Fahrzeugbau den Sattelanhänger mit Rungenaufbau gefertigt. Dieser ist ausgestattet mit einer gelenkten Achse, sodass er genau in der Spur des Unimog läuft. Ein Sensor am Königszapfen misst den Lenkeinschlag des Zugfahrzeuges und spielt die errechneten Daten direkt an die Hänger-Achse, wo der Einschlagwinkel auf die Räder übertragen wird. Die Lenksteuerung des Anhängers kann auch manuell über eine Funkfernsteuerung bedient werden, was beim Rangieren erhebliche Vorteile bringt.

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Drei Generationen Unimog-Begeisterung
Die Rückfahrkamera sowie eine Zusatzkamera für die Überwachung der Anbaugeräte ergänzen die Ausstattung. Diverse Arbeitsscheinwerfer sorgen für zusätzliche Sicherheit beim Arbeiten mit dem aufgebauten PENZ-Kran. Der Unimog garantiert außerdem Schnelligkeit im Transport, denn er ist für die Autobahn genauso gemacht wie für unwegsames Gelände. Thurner verwendet beinahe ausschließlich heimisches Holz. Aus dem Restholz, das im Sägewerk und in der Zimmerei anfällt, werden Hackschnitzel produziert. Für den Transport ist der zweite Sattelauflieger der Fa. Gögl mit einem 25 m³ Abrollcontainer und Tandem-Achse im Einsatz. Beide Achsen sind auch hier mit dem automatischen Lenksystem versehen. Der 20 to-Haken der Fa. Palfinger für den Abroller ist direkt auf dem Hänger aufgebaut. Für Markus Thurner ist es wichtig, dass er alle Transportaufgaben in seinem Unternehmen autark erledigen kann und der Unimog U 530 ist in seiner Vielseitigkeit prädestiniert dafür.

Drei Generationen Unimog-Begeisterung
Markus Thurner hat neben den klassischen Zimmerer-Tätigkeiten wie Gebäude-Aufstockungen und den Bau von landwirtschaftlichen Gebäuden eine Marktnische für sich entdeckt: Fertigteilhäuser in Vollholz. Von der Planung bis zur Umsetzung liegt dabei alles in seinen Händen. Der Werkstoff Holz ist seit Generationen in der DNA verankert, so wie Markus Thurner sich bereits seit Kindertagen für den Unimog begeistert. Auch diese Leidenschaft verbindet die Generationen. Im Besitz der Familie ist ein Unimog aus dem Baujahr 1952, der liebevoll gepflegt wird. Dass der neue U 530 im Jubiläums-Jahr „75 Jahre Unimog“ seinen Dienst bei der Fa. Thurner aufnimmt, ist ein Zufall, ist aber ganz sicher ein gutes Omen für die nächsten Generationen.

Bilder: © Mercedes-Benz Trucks Österreich