Mercedes prüft Verlagerung von Produktion und Verwaltung ins Ausland

Mercedes-Benz bereitet offenbar weitreichende Veränderungen seiner globalen Produktions- und Unternehmensstruktur vor. Nach Informationen aus unternehmensinternen Unterlagen prüft der Konzern nicht nur zusätzliche Sparmaßnahmen für die Belegschaft, sondern parallel auch die Verlagerung von Teilen der Produktion sowie ausgewählter Verwaltungsfunktionen ins Ausland – als Teil des konzernweiten Programms „Next Level Performance“, mit dem Mercedes seine Kostenbasis deutlich senken und seine Wettbewerbsfähigkeit stärken will.

Die aktuell Überlegungen markieren eine neue Phase des Umbaus bei Deutschlands traditionsreichstem Premiumhersteller. Während bislang vor allem über Stellenabbau, Abfindungsprogramme und Einschnitte bei Sonderleistungen diskutiert wurde, rückt nun zunehmend die internationale Neuordnung von Produktions- und Verwaltungsstandorten in den Mittelpunkt. Interne Dokumente sprechen davon, dass sämtliche Standorte und Tochtergesellschaften weltweit ihren Beitrag zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit leisten müssten.

Deutschland verliert an Wettbewerbsfähigkeit

Die Konzernführung begründet die Maßnahmen mit den gestiegenen Produktionskosten in Deutschland sowie dem verschärften internationalen Wettbewerb. Besonders die schwache Nachfrage in China, hohe Energiekosten und die milliardenschweren Investitionen in die Elektromobilität setzen die europäischen Hersteller zunehmend unter Druck. Nach Ansicht des Managements haben deutsche Standorte im internationalen Vergleich erheblich an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt.

Vor diesem Hintergrund prüft Mercedes offenbar, bestimmte Fertigungsbereiche in kostengünstigere Länder zu verlagern. Bereits in den vergangenen Jahren hatte der Konzern Produktionskapazitäten in Osteuropa, den USA und China ausgebaut. Branchenbeobachter sehen insbesondere Standorte in Ungarn als mögliche Gewinner einer weiteren Produktionsverlagerung.

Sparprogramm soll Milliarden einsparen

Das Sparprogramm „Next Level Performance“ verfolgt das Ziel, die jährlichen Kosten des Konzerns bis 2027 dauerhaft um mehrere Milliarden Euro zu senken. Bereits umgesetzt wurden umfangreiche Abfindungsprogramme für Beschäftigte außerhalb der Produktion. Medienberichten zufolge haben mehrere tausend Mitarbeiter entsprechende Angebote angenommen. Gleichzeitig wurden nun Sonderzahlungen verschoben und weitere Einschnitte bei Zusatzleistungen angekündigt.

Darüber hinaus diskutiert die Unternehmensführung über längere Arbeitszeiten ohne entsprechenden Lohnausgleich. In internen Unterlagen wird dies mit dem Ziel begründet, die Produktivität der deutschen Standorte zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Betriebsrat warnt vor einseitigem Sparkurs

Auf Arbeitnehmerseite stoßen die Pläne erwartungsgemäß auf deutliche Kritik. Der Gesamtbetriebsrat wirft dem Management vor, die Ursachen der aktuellen Krise einseitig auf die Beschäftigten abzuwälzen. Eine Strategie, die vor allem auf längere Arbeitszeiten, geringere Leistungen und Verlagerungen setze, sei kein überzeugendes Zukunftskonzept für den Industriestandort Deutschland.

Zugleich wächst die Sorge, dass die angekündigten Maßnahmen nur der Auftakt eines noch umfassenderen Strukturumbaus sein könnten. Denn die Herausforderungen für die deutsche Automobilindustrie reichen weit über einzelne Unternehmen hinaus: Der Wettbewerbsdruck chinesischer Hersteller steigt, die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen entwickelt sich langsamer als erwartet, und gleichzeitig erhöhen geopolitische Spannungen die Unsicherheit auf den Weltmärkten.

Richtungsentscheidung für den Industriestandort

Noch ist offen, welche Produktionsbereiche und Unternehmensfunktionen tatsächlich ins Ausland verlagert werden. Fest steht jedoch bereits heute, dass Mercedes seine globale Aufstellung grundlegend überprüft. Für die Beschäftigten an den deutschen Standorten beginnt damit eine Phase erheblicher Unsicherheit. Die kommenden Verhandlungen zwischen Unternehmensführung, Betriebsrat und Gewerkschaften dürften deshalb weit über die Zukunft einzelner Werke hinausweisen.

Symbolbilder: Mercedes-Benz Group AG

65 Kommentare
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Ing. Siggi Weber
16 Tage zuvor

Eine gute und nachvollziehbare Sache.

Michael Kauf
Reply to  Ing. Siggi Weber
16 Tage zuvor

Satire oder wirtschaftlicher Selbstmord?
Deutschland schafft sich offenbar wirklich ab….

Patenter_Anwalt
Reply to  Michael Kauf
15 Tage zuvor

Genau so ist es! Ein Mix aus überbordender Bürokratie und Berichtspflichten, insbesondere auch seitens der EU, extremer Energiekosten und nicht zuletzt hoher Steuerlasten haben die Attraktivität des Standorts Deutschland zerstört. Man kann es MB nicht verdenken! Es gibt nie die EINE Ursache, in Summe wird es zuviel.
Aber im Grünen Büllerbüh braucht man eh keine Autos mehr…

DrMxxxxx
Reply to  Patenter_Anwalt
15 Tage zuvor

Bullshit Bingo!

Michael Kauf
Reply to  Patenter_Anwalt
15 Tage zuvor

Ja, die Firma verstehe ich völlig, eure und meine österreichische Regierung aber nicht! Und auch Brüssel ist voll dabei, die europäische Wirtschaft an die Wand zu fahren-egal ob mit Öl oder Strom. Ich bin jetzt 67, könnte mich zwar etwas entspannter geben als jüngere, aber das entspricht nicht meiner Moralvorstellung. Leider habe ich auch kein Patentrezept, aber von den dauernd zitierten Experten und Regierungen erwarten wir alle uns das schon…

Thomas
Reply to  Patenter_Anwalt
15 Tage zuvor

Ungarn ist aber auch in der EU. Auf das Bürokratiemonster EU zu schimpfen ist da zu kurz gegriffen.

Vanessa
Reply to  Ing. Siggi Weber
16 Tage zuvor

Was ist gut daran, wenn Arbeitsplätze in Deutschland ab und in anderen Ländern aufgebaut werden sollen? Nehmen wir mal an, es wäre dein Arbeitsplatz.

Vanessa
Reply to  Ing. Siggi Weber
16 Tage zuvor

Was ist gut daran, wenn Arbeitsplätze in Deutschland ab und in anderen Ländern aufgebaut werden sollen? Nehmen wir mal an, es wäre dein Arbeitsplatz.

Erich Ronneberger
Reply to  Vanessa
15 Tage zuvor

Die Rahmenbedingungen in einem Land setzt die Politik, die Wirtschaft kann nur reagieren. Wenn in BW die bisherige Politik nicht komplett korrigiert wird und der Bürger das auch noch in diesem Jahr an der Wahlurne bestätigt, dann gibt es diese Erscheinungen, oder? Seit mindestens 20 Jahren gibt es diese wirtschaftsfeindliche Politik und kritische Stimmen werden beschimpft. Wenn ein Jahr 8760 Stunden hat und in BW im Durchschnitt an ca. 2000 Stunden Solarstrom erzeugt wird, wie und wann soll dann Mercedes seine Autos bauen. Mehr Windräder bringen es auch nur auf ca. 4000 Betriebsstunden? Als Nutzer von PV und Wärmepumpe kenne ich diese Daten.

Snoubort
16 Tage zuvor

Mercedes hat in erster Linie ein Absatzproblem, nicht weil die Märkte zusammenkrachen, sondern weil sie bei den „economics of desire“ nicht bedacht haben dass man dafür in erster Linie auch durchgängig „desirable“ Produkte (und Produktqualität) liefern muss.

Arno
Reply to  Snoubort
16 Tage zuvor

Deshalb gab es von BMW eine Gewinnwarnung? Die Märkte hat auch BMW so nicht eingeschätzt.

Snoubort
Reply to  Arno
16 Tage zuvor

Die von MB kommt ja erst noch, das hier ist die Vorbereitung.

Snoubort
Reply to  Arno
16 Tage zuvor

So ist das Spiel, mal verliert man, mal gewinnen die anderen 😉
Nein im Ernst, natürlich gibt es gerade weder marktseitig noch von der deutschen / europäischen Politik her Rückenwind, das strukturelle Problem liegt aber daran dass sie MB Modelle nicht die erhoffte Zahlungsbereitschaft erzeugen, wenn dann noch die ältesten Modelle im Programm (G und GLE).

Marc
16 Tage zuvor

Bitte auch den Namen auf Geely anpassen.

Dominic
16 Tage zuvor

Tja, die ganzen Only-Premiumkäufer haben doch nicht so viel Gewinn gebracht. Einige hier haben das vorausgesehen! Die einen mit mehr meckern, die anderen mit neutraler Betrachtungsweise.

In den Führungsstrukturen der Automobilbranche ist das teilweise gleichzusetzen wie in der Politik, Innerhalb einer Partei. Da wird sich untereinander nur Honig ums Maul geschmiert. Somit fehlt der Blick auf die Realität und die Situation die vorherrscht.

Dann passiert eben das, was z.B. Sun Mico Systems, Nokia und Blackberry zum Verhängnis wurde. In der eigenen, arroganten Blase die Realität nicht erkannt und nicht rechtzeitig gegengesteuert.

Der Rest ist Geschichte.

Fred
Reply to  Dominic
16 Tage zuvor

Die Premium Strategie hat am Anfang sogar 1-2 Jahre lang funktioniert, da gabs dann dicke Boni fürs (kurzfristig denkende) Management runter bis zur niedrigsten Führungsebene und (bis heute noch) hohe Dividenden für die Shareholder. Und dann kams wie von dir beschrieben..

Snoubort
Reply to  Fred
16 Tage zuvor

Was 1-2 Jahre funktioniert hatte war keine Strategie, sondern ein knapper Markt

Gunno
Reply to  Snoubort
16 Tage zuvor

Den man selbst erzeugt hat und bei der Plandemie mitgespielt hat. Das kommt nun zurück

Stefan
16 Tage zuvor

Na ja, viele Probleme sind auch hausgemacht (Management). Erhöhung der Margen bis zum geht nicht mehr (Gier), bei gleichzeitig massiver Verschlechterung der Qualität, Produkte wurden/werden an der Zielgruppe vorbei entwickelt. Sollte Mercedes die genannten Maßnahmen so umsetzen sollte man sie dauerhaft boykotieren.
Auch die hohen Lohnkosten/Pramien und die kurzen Arbeitszeiten sind selbst geschaffene Probleme durch das Management, die gibt es in der Form fast nur in der Autoindustrie
Im allgemeinen trifft das obige auch auf einige andere Hersteller zu, Audi, VW….

Marc W.
Reply to  Markus Jordan
16 Tage zuvor

Korrekt, aber fairerweise darf man bemerken, dass man noch immer recht wertige Einstiegsmodelle (fast schon vollausgestattet) erhält, zu attraktiven Preisen.

Aber ja: der Kunde verachtet es, wenn beim Nachfolgemodell wesentliche, liebgewonnene Eigenschaften wortlos entfallen sind (Varianten der Instrumente, deren Inhalte; Schiebedach) oder man für eine 360°-Kamera (wo die Hardware offenbar ja verbaut ist), gute 1400 Euro extra berappen muss, was einst mit 650 Euro abgehakt werden konnte.

Dieser Konzern hat alles dafür getan, von einstigen Marktbeobachtern, Kunden, ja glühenden Fans zutiefst missbilligt zu werden; vielleicht war es seine dumme vorweggenommene Rache dafür, dass Markentreue sich allerorten eben auflöst.

Quenti
Reply to  Markus Jordan
15 Tage zuvor

Ich kann mir nur erklären, dass man dort das Ausmaß der Kombination der Unterscheidungen nicht mitbekommt.
Niemand rennt zur Konkurrenz weil eine Zierleiste entfällt. Auch eine etwas teurere Positionierung hätte man probieren können.
Aber doch nicht alles zur gleichen Zeit. Da gab es doch zeitweise dauernd lange Änderungslisten weil man allerhand Ausstattungen gestrichen hat. Gleichzeitig hat man die Preise deutlich erhöht. Das macht kein Kunde mit.
Vermutlich haben die die Maßnahmen immer nur einzeln gesehen…

Oder hat jemand anderes eine bessere Erklärung? Ich bin interessierter Laie. Aber selbst mir war bei vielen Entscheidungen der letzten Jahre klar, dass das schief geht. Da frage ich mich schon was dazu geführt hat, dass die eigentlichen Spezialisten das nicht gesehen haben.
Verringerte Qualität, höhere Preise und die völlig verbockte Elektrostrategie (EQA/EQB sind nicht konkurrenzfähig, EQE optisch schwierig und viel zu teuer…)… das muss doch klar gewesen sein.

Reply to  Quenti
15 Tage zuvor

Beim Kunden kam das ja ziemlich gebündelt an, – das muss entsprechend auch beim Management klar gewesen sein. Der Beginn war für mich schon bei der C-Klasse 206 spürbar – und da hilft es auch nicht, die Presseabteilung Instagramer für „Tür-auf-Videos“ einzuladen, was eher selten Autos verkaufen sollte.

Klaus
16 Tage zuvor

Die Manager sollten erstmal ihr Gehalt anpassen. Der Stand vor der Fusion mit Chrysler (Anpassung an US Gehälter Hochzeit im Himmel).
Anschließend können sie auch bei Verlagerung nach Ungarn ihre Gehälter an die Ungarische Währung übernommen statt in €.
Da kann man auch sparen. Da hört man nie was von den Managern.
Ihre Fehler müssen immer die kleinen ausbaden.

Tingeli
16 Tage zuvor

Wenn ich das schon höre: “ Next level performance“, diese nichtssagenden Scheinwörter Jetzt wird es richtig bergab gehen. Der Vorstand sollte ersetzt werden und Vergütungen nur noch an Geschäftszahlen gebunden werden. Jeder grössere Abbau von Personal geht einher mit Know-how Verlus denn die Floskel „Jeder ist ersetzbar“ ist längst nicht mehr wahr. Mercedes soll mal wieder heraurragende Autos bauen anstatt alle paar Jahre einen Strategiewechsel zu verkünden der nichts bringt.

Alexander Will
16 Tage zuvor

Noch ein Grund mehr, keinen Mercedes zu kaufen.

Arno
16 Tage zuvor

Man muss fairerweise tatsächlich dazu sagen, dass Mercedes von den deutschen OEMs anteilig den größten Fußabdruck in Deutschland hat. Dementsprechend sind die Kosten höher als bei der Konkurrenz. In der Hauptsache ist es meiner Meinung nach jedoch trotzdem ein Absatzproblem.

Jürgen
16 Tage zuvor

Ein weiterer Schuss der nach hinten los gehen kann. Ich kenne einige Leute die (noch) bereit sind mehr für einen Mercedes zu bezahlen, weil er in Deutschland gebaut wird. Ein Mercedes aus China käme nicht in Frage.

Alex
16 Tage zuvor

Wie lange ist Mercedes wohl noch ein DEUTSCHES Unternehmen?

Eric_der _kein_Bier_trinkt
Reply to  Alex
16 Tage zuvor

Ist es doch schon lange nicht mehr.

Tobson
16 Tage zuvor

Ungarn wird ja auch massiv ausgebaut. Die elektrische C- und E-Klasse werden dort produziert.

Neisyros
Reply to  Tobson
16 Tage zuvor

Die Frage ist, warum man dann noch den Premiumaufschlag zahlen soll, wenn das Auto mit günstiger Maerialauswahl nicht mal mehr made in Germany ist. Bei der Kompaktklasse kann ich es ja noch verstehen, aber C und E-Klasse geht gar nicht.

Tobson
Reply to  Neisyros
16 Tage zuvor

Ja, das ist hart. Ein Mercedes made in Sindelfingen ist was anderes, wie ein Mercedes made in Kekskemet – auch wenn die Qualität dieselbe ist. Sehe ich dann auch nicht ein, einen Aufschlag zu zahlen.

Rainer
Reply to  Tobson
15 Tage zuvor

Naja, dann kann man auch irgendein anderes Auto, das in Ungarn produziert wird kaufen. Die Chinesen bauen da ja auch Werke.

Es ist eh‘ nicht mehr so klar, wie langlebig die heute von Mercedes produzierten Autos sind. Und wenn man überall vier Jahre Vollgarantie kriegt und 8 Jahre auf den Antriebsstrang, dann kann man anhand des Fahrzeugpreises und seinem Budget ausrechnen, ob sich das lohnt.

Olaf
16 Tage zuvor

Richtig so, der Job der aus dem Homeoffice erledigt werden kann, kann auch über Landesgrenzen billiger erledigt werden!

Mail
Reply to  Olaf
16 Tage zuvor

Als würden andere Länder nicht im HO arbeiten – das ist so stumpfsinniges Gerede. Und 1-2 Tage HO bringt kein Unternehmen um, im Gegenteil

HelpMan
Reply to  Olaf
16 Tage zuvor

Aus meiner Erfahrung im Konzern ist die Aussage faktisch falsch. Homeoffice bedeutet nicht automatisch, dass eine Tätigkeit problemlos ins Ausland verlagert werden kann. Gerade bei Ingenieurstätigkeiten geht es nicht nur darum, Aufgaben abzuarbeiten, sondern eigenständig Lösungen zu entwickeln, Verantwortung zu übernehmen und sich eng mit Entwicklung, Fertigung und anderen Bereichen abzustimmen. Genau an diesen Punkten sind bei uns einige Offshore-Projekte gescheitert oder mussten später wieder stärker nach Deutschland zurückgeholt werden. Entscheidend ist am Ende nicht der Arbeitsort, sondern die Qualität und die Art der Zusammenarbeit.

Zuletzt editiert am 16 Tage zuvor von HelpMan
MyBad
Reply to  HelpMan
16 Tage zuvor

Guter Kommentar. Checken hier glaub nur 70% nicht. Freue mich schon drauf, wenn die ersten Roboter kommen und die Jobs von all den Olafs dieser Welt erledigen.

Der Code der Roboter wird übrigens u.a. im Homeoffice geschrieben. Hups.

Schneemann?
Reply to  Olaf
16 Tage zuvor

Das ist in drei Jahren jeder Job. Auch deiner 🙂 freu mich drauf.

Bernhard
16 Tage zuvor

Der Vorstand einer Aktiengesellschaft muss so handeln wenn praktisch sämtliche Standortbedingungen im Konkurrenzvergleich negativ sind.
Es gilt halt gerade für D: Geliefert wie jahrzehntelang gewählt.
Es wäre mal interessant wieviele MB-Beschäftigten aus ihrer Position bräsigen finanziellen Wohlstands Grün oder Merkel gewählt haben.

Stranger
Reply to  Bernhard
16 Tage zuvor

genauso ist es. Und die Abgabenlast auf Arbeit in D wird zügig weiter steigen (bspw. die drohenden 2 % für eine Pflicht-Kapitalrente), so dass es nahezu unausweichlich wird, Unternehmen in D runterzufahren.
Managed decline und der deutsche Michel schaut nur schläfrig zu wie man ihm den Wohlstand wegnimmt.

Zuletzt editiert am 16 Tage zuvor von Stranger
Neisyros
Reply to  Stranger
16 Tage zuvor

Wohlstand und reduzierung der Lohnkosten passen schlecht zusammen, ihr müsst euch schon entscheiden. Wollt ihr Billiglöhner, die gerade so ihre Rechnungen zahlen können oder Wohlastand, dann braucht ihr genügend gut bezahlte Jobs, die das Geld unter die Leute bringen und so die Wirtschaft für alle stärken.
Die Verlagerung in Billiglohnländer wird langfristig nur zu Protektionismus führen, die EU sollte aufhören immer mehr Staaten aufzunehmen, die uns nur Geld kosten.

Stranger
Reply to  Neisyros
15 Tage zuvor

Das ist genau die falsche Vereinfachung. Es geht hier nicht um niedrige Netto-Löhne, also wenig Kaufkraft für den AN, sondern um eine geringere Abgabenlast auf Löhne (sowohl Sozialabgaben als auch Steuern).
Dann würden nämlich die gesamten (Brutto-)Lohnkosten in einem erträglichen Maße bleiben und D würde als Standort nicht ständig an Attraktivität verlieren.
Es geht letztlich also um eine niedrigere Staatsquote, aber die (Öko-)Sozialisten nehmen den AN immer mehr Kaufkraft und somit Wohlstand weg, doch diese verstehen in großen Teilen genau diese Problematik nicht, sondern lassen sich einlullen, wie wichtig doch ein starker Staat wäre….

Zuletzt editiert am 15 Tage zuvor von Stranger
Norbert
Reply to  Bernhard
16 Tage zuvor

Aktueller statistischer bruttodurchnittslohn in D ca 60.000€ + Arbeitgeberanteil 12.000 + 1,5 Monate Urlaubsanspruch (30tg) 7.000 + statistische Fehltage 10 , 1500 ergibt 80.500 Jahreskosten pro Mitarbeiter bei 35 wochenarbeitsstunden, 3/4 der welt machts für die Hälfte bei mehr Arbeitsstunden, dazu kommt das BMW,Mercedes,Audi premiummarken und extrem teuer sind, in Asien entstehen bereits Fabriken ohne Menschen denke wir sollten aufhören die Welt mit 20 Milliarden Entwicklungshilfe zu alimentieren und die Industrie durch extrem hohe Zusatzkosten zu knebeln,Strom,Wärme, Bürokratie,überzogene sozialstandarts,teurer Klimaschutz den anderen Länder mit viel geringeren Kosten erreichen,seit dem abschalten der Atomkraftwerke unter Merkel hat Deutschland kein Wachstum mehr

Bernhard
Reply to  Norbert
15 Tage zuvor

100%-ige Zustimmung zu Ihrer Analyse.
Zudem: Selbst der technische Premiumanspruch von deutschen Marken wie MB und Porsche hält als Gegengewicht zum Kostennachteil nicht mehr. Zeekr und Xiaomi bieten stärkere, schneller fahrende und ladende Fahrzeuge (zum halben €-Preis) an. Man kann natürlich noch spekulieren ob es Qualitätsunterschiede gäbe aber das ist angesichts der sinkenden Qualität der deutschen Produkte eher spekulativ.

Eric_der _kein_Bier_trinkt
16 Tage zuvor

Immer wenn hier die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Thema sind, sieht man allein an den Kommentaren wie schlecht die Unternehmenskultur ist.
Strenge Topdown mindset, Fehlerkultur nicht vorhanden, extrem viel Neid im Spiel, Silos ohne Ende. Sehr toxisch.

Hans-Joachim .Jungbluth
16 Tage zuvor

Das wäre der endgültige Todesstoß für Mercedes. Aus meiner Sicht ist es ein Beispiel für Fehlentscheidungen: Zuerst wird die Kundenbindung geschwächt, anschließend sucht man nach Wegen, die Folgen zu beheben. Eine stärkere persönliche Haftung von Vorständen könnte dazu beitragen, dass Entscheidungen langfristiger und verantwortungsvoller getroffen werden.

Rainer
Reply to  Hans-Joachim .Jungbluth
15 Tage zuvor

Oder das gar nichts mehr entschieden und nur noch verwaltet wird.
A.K.A die Politik der ruhigen Hand.

Ist halt immer eine Gratwanderung.

Das andere Extrem ist halt Tesla, mit ’nem Chef der extrem weit vorausschaut und gleichzeitig ein Risiko-Junkie ist, dem beim regelmässigen Haus- und Hof verwetten ganz warm ums Herz wird….

Hans-Joachim .Jungbluth
16 Tage zuvor

Das wäre der endgültige Todesstoß für Mercedes. Aus meiner Sicht ist es ein Beispiel für Fehlentscheidungen: Zuerst wird die Kundenbindung geschwächt, anschließend sucht man nach Wegen, die Folgen zu beheben. Eine stärkere persönliche Haftung von Vorständen könnte dazu beitragen, dass Entscheidungen langfristiger und verantwortungsvoller getroffen werden.

DT Joachim
16 Tage zuvor

Mein e53 inkl Tankkarte bleibt. Alles gut also.

Kölle
Reply to  DT Joachim
16 Tage zuvor

Ja Dann ist es ja super du toller E3 Hecht.

Auch bei dir wird es Einschnitte geben

Adnan
Reply to  Kölle
13 Tage zuvor

ja der wird noch erleben was es bedeutet selbst zu leben. A120 wird da zuhause stehen mit EQ-Power 😀

BenZ
Reply to  DT Joachim
15 Tage zuvor

…sicher ironisch gemeint – eine solche Aussage zeigt aber gleichzeitig, welche Mentalität mittlerweile in diesem Unternehmen vorherrscht. Man sollte nur eins nicht vergessen – am Ende entscheidet der Kunde, der das Produkt kauft (oder dann auch nicht), ob es für die Führungskräfte noch zum dicken Dienstwagen und der goldenen Tankkarte reicht.

Max
16 Tage zuvor

Sorry, aber das Unternehmen haben alle 3 Parteien (Management,Gewerkschaft und Politik)gegen die Wand gefahren bzw. fahren es noch gegen die Wand.

Falsche Modellpolitik, Marktentscheidungen und Zukunftsinvestitionen im Management. Gierige Gewerkschaften und vollkommen überzogene Löhne in Produktion und Verwaltung. Für einfachste Handgriffe werden absurde Löhne, Bonuszahlungen, Sondervereinbarungen beschlossen, die im internationalen Umfeld nicht wettbewerbsfähig sind.
Eine Politik, die es nicht schafft Energiepreise auf ein akzeptables Niveau zu bringen und die Lohnnebenkosten und Bürokratie zu senken. Selbst im Bildungs- und Hochtechnologiebereich verschiebt Mercedes ja selbst Entwicklungskompetenzen nach China. Auch hier hat Deutschland den Anschluss verpasst.

Im Sinne der Beschäftigten wäre es wünschenswert, wenn jetzt wenigstens proaktiv damit umgegangen wird und mutige Entscheidungen getroffen werden. Entweder das Werk Rastatt oder Bremen wird auf Dauer nicht zu halten sein. Jetzt ist aber die Zeit in der z.B. Hersteller aus China auf der Suche nach Produktionsstätten in Europa sind. Damit wäre für die Beschäftigten in den Werken eine langfristige Zukunftssicherung möglich.

Sorry, aber das Unternehmen haben alle 3 Parteien (Management,Gewerkschaft und Politik)gegen die Wand gefahren bzw. fahren es noch gegen die Wand.

Falsche Modellpolitik, Marktentscheidungen und Zukunftsinvestitionen im Management. Gierige Gewerkschaften und vollkommen überzogene Löhne in Produktion und Verwaltung. Für einfachste Handgriffe werden absurde Löhne, Bonuszahlungen, Sondervereinbarungen beschlossen, die im internationalen Umfeld nicht wettbewerbsfähig sind.
Eine Politik, die es nicht schafft Energiepreise auf ein akzeptables Niveau zu bringen,die Lohnnebenkosten und Bürokratie zu senken. Selbst im Bildungs- und Hochtechnologiebereich verschiebt Mercedes ja selbst Entwicklungskompetenzen nach China. Auch hier hat Deutschland den Anschluss verpasst.

Im Sinne der Beschäftigten wäre es wünschenswert, wenn jetzt wenigstens proaktiv damit umgegangen wird und mutige Entscheidungen getroffen werden. Entweder das Werk Rastatt oder Bremen wird auf Dauer nicht zu halten sein. Jetzt ist aber die Zeit in der z.B. Hersteller aus China auf der Suche nach Produktionsstätten in Europa sind. Damit wäre für die Beschäftigten in den Werken eine langfristige Zukunftssicherung möglich.

Adnan
Reply to  Max
13 Tage zuvor

Also diese „3 Parteien“ die hier angeführt werden agieren sycronisiert alle gegen die Menschen und simulieren nur dass sie sich „kümmern“. Aber das sieht natürlich nicht jeder und die die das sehen die haben die besondere Auszeichnung: Schwurbler. Aber es wird ja immer deutlicher. Eure ganzen Elektro Haushaltsgeräte sind alle unverkäuflich und das wird den Laden so zerlegen dass vor 2035 ich mir keinen jungen gebrauchten kaufen werde. ggf wird es sogar bis 2040 dauern. Bis dahin müssen meine bestehenden Fahrzeuge durchhalten. Also pflegt das was Ihr habt.

Anonym
16 Tage zuvor

Naja gehen wir mal zurück, der ganz Dreck ist doch Hausgemacht in Deutschland…vor Jahrzehnten rühmte man sich mit der tollen Autoindustrie, jeder Konzern lud bereitwillig, vom Staat geschickte „chinesische Werkstudenten“ in die Unternehmen, und nun Wunder über Wunder, fragt man sich hierzulande, woher haben sie in Fernost das Wissen der erfahrenen Autobauer…Und als Weltmeister der Markenpiraterie muss sich doch keiner mehr wundern…Und dann müssen wir uns eben auch nicht beklagen warum ein Mercedes G bei 100000€ anfängt und ein BAW 212 aus China mit Vollausstattung gerade mal 40000€ kostet…

Eric_der_kein_Bier_trinkt
Reply to  Anonym
16 Tage zuvor

Der Staat hat da gar nichts mit zu tun. Die Chinesen haben es mit den joint ventures gelernt. Das hat der chinesische Staat wunderbar eingerichtet und alle unsere OEMs sind drauf reingefallen. War ja auch zu schmackhaft.

Adnan
Reply to  Eric_der_kein_Bier_trinkt
13 Tage zuvor

klar sind das alles Agenten die seit 2002 überall in den Abteilungen abhängen. Und die E2s feiern das

OlaPalola
16 Tage zuvor

Das seit drei Jahren in Folge weltweit meistverkaufte Auto wird u.a. In einer Fabrik vor den Toren Berlins produziert. Mit einer Fertigungstiefe, von der Mercedes nur träumen kann. In Deutschland, Warum schafft Mercedes nicht, was andere schaffen?

Eric_der_kein_Bier_trinkt
Reply to  OlaPalola
16 Tage zuvor

Der RAV 4 liegt vorn. Einmal war Tesla vielleicht vorn.
In Grünheide wird auch ausschließlich für Europa produziert.

Michael Sommerfeldt
Reply to  OlaPalola
15 Tage zuvor

Eine gute Frage. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die besten, zukunftsoffenen Manager aus allen Automobilkonzernen eben nach Grünheide gewechselt haben. Die haben dort ein exzellentes Team welches zusammen hält.

B B
15 Tage zuvor

Es ist bitter für uns. Aber ganz ehrlich, wer hat was anderes erwartet? Wir ernten nun die Früchte linksgrüner Politik. Vor ein paar Jahren war „Deindustrialisierung“ noch ein Kampfbegriff der AfD, heute ist es leider leider Realität. Insofern ist es richtig und gut, dass der BR sich natürlich einsetzt für die Belegschaft. Aber hauptursächlich sind die Verantwortlichen nicht OK und das Top Management, sondern die „Regierenden“ der letzten Jahre.

B B
15 Tage zuvor

Es scheint übrigens einen sehr sensitiven KI-Filter hier zu geben. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass mein völlig „friedlicher“ Kommentar nicht durchging, sondern „reviewed“ werden muss. Mal testen.

Dieser hier ging durch. Muss also ein komplexerer und / oder fehlgeleiteter Algorithmus sein… merkwürdig.

Zuletzt editiert am 15 Tage zuvor von B B
Hannes
15 Tage zuvor

Geht es nur mir so? Solche Schritte machen Marken wie Mercedes für mich definitiv unattraktiver.

Ich führe zur Zeit im Kollegen- und Bekanntenkreis viele Diskussionen, dass bei allen Preis- und meinetwegen in einigen Aspekten auch Technologie-Vorteilen es aus meiner Sicht kurzsichtig ist, einen BYD, Xpeng, Xiaomi oder was auch immer zu kaufen. Sage dann bisher aus Überzeugung, „bei jedem, der mit sowas vor mir fährt, denke ich mir, hoffentlich verdienst Du Dein Geld mit irgendwas, was nicht an der deutschen Autoindustrie hängt.“

Wenn aber die deutschen Marken weiter Premiumpreise aufrufen, dafür bestenfalls gleichwertige Produkte bieten und dann aus lauter Gier (Korrektur: wegen des Shareholder Value) auch noch die Arbeitsplätze und am besten auch gleich noch die Versteuerung ins Ausland verlagern, weiß ich beim besten Willen nicht, wie man eine Kaufentscheidung pro deutscher Premiummarken noch rechtfertigen soll.

Gemini
13 Tage zuvor

Alle Mercedes Mitarbeiter in D. haben
nur 1 % Lohnerhöhung in 2025 bekommen.
Für 2026 sind es auch nur 1,5 % trotz höhere Abschlüsse der Gewerkschaft.
Die Inflation von 2025 und 2026 kommt noch oben drauf.

Dann kommt ein Mercedes-Millionär um die Ecke der gerade ein neues BASF Werk in China bauen läßt, und erzählt uns wir müßten wieder 40 Stunden Arbeiten also 20 Stunden im Monat umsonst.

Damit er ein fetten Boni erhält, weil
 gegen 12,-€ Stundenlohn in Ungarn,
und 7 ,-€ in China ist sogar ein Arbeitsloser in D. zu teuer.
Hinzu kommt noch günstige Energie und Steuern.

Aber Ihr habt diese Politik in D. gewählt,
und Ola mit seiner nur Luxus und E-Auto Strategie ist gescheitert bei den verkehrten Fahrzeugen die der Kunde nicht möchte.