Mercedes-Benz verliert seinen Software-Chef Magnus Östberg

Nach fast fünf Jahren verlässt Chief Software Officer Magnus Östberg Mercedes-Benz. Das bestätigte der Stuttgarter Autobauer am am gestrigen Dienstag. Nach Aufbau der Software-Organisation und der erfolgreichen Überführung in die Serie habe sich Östberg aus persönlichen Gründen entschieden, eine neue berufliche Phase zu beginnen, teilte das Unternehmen mit. Wohin es ihn zieht und wer nachfolgt, ist offiziell noch offen.

Magnus Östberg war im September 2021 vom Zulieferer Aptiv gekommen und übernahm die neu geschaffene CSO-Position als Nachfolger von Sajjad Khan, der Mercedes-Benz damals ebenfalls auf eigenen Wunsch verlassen hatte. In dieser Rolle trug Östberg die Gesamtverantwortung für das konzerneigene Fahrzeug-Betriebssystem MB.OS und berichtete direkt an Vorstandschef Ola Källenius sowie an Forschungsvorstand Markus Schäfer. Zuvor hatte er seine Karriere bei Mecel begonnen und Führungspositionen bei Delphi in Deutschland und den USA bekleidet.

Mit seinem Team baute Magnus Östberg MB.OS zu einer der ambitioniertesten Softwareplattformen der Branche aus und verhalf mit dem neuen CLA in diesem Jahr dem ersten durchgängig darauf basierenden Modell zur Serienreife – ein zentraler Schritt auf dem Weg zum Software-Defined Vehicle. Erst wenige Wochen zuvor hatte er auf dem Automobil-Elektronik-Kongress in Ludwigsburg erklärt, die Aufbauphase des SDV sei nun abgeschlossen und die eigentliche Bewährungsprobe im Feld beginne.

Mercedes-Benz äußerte sich bislang nicht zu Östbergs nächstem Schritt oder zur Nachfolge. Der Abgang reiht sich in mehrere jüngere personelle Veränderungen in der IT- und Softwareführung des Konzerns ein, darunter die kürzliche Berufung von Jonas von Malottki zum neuen CIO als Nachfolger von Katrin Lehmann.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG