Der kommende smart #2 erhält mit der Tridion Cell Evo eine weiterentwickelte Version der markentypischen Sicherheitszelle. Trotz kompakter Außenmaße soll die Karosseriestruktur damit erneut moderne Sicherheitsanforderungen erfüllen – ein Aspekt, den das smart als Kernattribut des smart fortwo Nachfolgers bezeichnet.
Hochfester Stahl und verstärkte Fahrgastzelle
Mehr als 78 Prozent der Karosseriestruktur des smart #2 Modells bestehen aus hochfestem Stahl, ergänzt durch eine dreilagige Stahlkonfiguration mit einer Zugfestigkeit von bis zu 1.800 Megapascal. Die Torsionssteifigkeit liegt bei 39.000 Newtonmeter pro Grad; die Struktur soll so u.a. einer Dachlast von mehr als vier Tonnen standhalten.
Für den Insassenschutz sorgen in der Neuauflage des fortwo nun sieben Airbags sowie ein Gurtsystem, das pyrotechnische Gurtstraffung (Pyrotechnic Lap Pretension) mit einer Crash-Locking-Tongue-Technologie kombiniert. Diese Systeme sollen die Rückhaltung von Becken und unteren Extremitäten verbessern und die Vorwärtsbewegung der Insassen im Kollisionsfall reduzieren. Das Batteriesystem ist durch eine mehrschichtige Struktur geschützt. Nach Angaben von smart hat das Fahrzeug zudem umfangreiche Tests zur Fahrdynamik und Stabilität durchlaufen.
Dr. Tilo Schweers, Vice President R&D bei smart Europe, erklärte, das Entwicklungsteam habe die Tridion Cell Evo und die zugrunde liegende Fahrzeugarchitektur unter realen Bedingungen validiert – vom Stadtverkehr bis zu Langstreckentests auf europäischen Straßen und Autobahnen, um Struktur und Abstimmung des Fahrzeugs auf europäische Standards und Verkehrsbedingungen auszurichten.
Electric Compact Architecture als technische Basis
Technische Grundlage des smart #2 ist die eigens für das ultrakompakte Zweisitzer-Konzept entwickelte Electric Compact Architecture (ECA). Die Plattform soll trotz einer Fahrzeuglänge von unter drei Metern viel Innenraum, ein modernes elektrisches Antriebssystem, robuste Sicherheitsstrukturen und agile Fahrdynamik vereinen.
Das Fahrzeug verfügt nun im Serienmodell über eine 35,8-kWh-Batterie mit Zellen von CATL. Angestrebt wird eine kombinierte Reichweite von 290 Kilometern nach WLTP-Norm sowie DC-Schnellladung von 10 auf 80 Prozent in unter 20 Minuten (unter optimalen Bedingungen mit 65 kW DC Ladestation). Ein integrierter 11-in-1-Elektroantrieb bündelt mehrere Funktionen – darunter Elektromotor, Leistungselektronik und Steuerungssysteme – und soll so Bauraum sparen.
Wendig in der City
Mit einem Wendekreis von 6,95 Metern ist der smart #2 nach Herstellerangaben erneut auf enge Straßen und Parksituationen ausgelegt. Als einziges Fahrzeug im Segment verfügt er sogar über eine Fünflenker-Einzelradaufhängung hinten. In Kombination mit Hinterradantrieb und einer Gewichtsverteilung von 50:50 zwischen Vorder- und Hinterachse soll dies zu einem stabilen und agilen Fahrverhalten beitragen. Serienmäßig kommt eine eine Mischbereifung zum Einsatz: mit schmaleren Reifen vorne und breiteren Reifen hinten.
Design vom Mercedes-Benz Global Design Team
Gestaltet wurde der smart #2 vom Mercedes-Benz Global Design Team – sowohl im Exterieur, als auch im Interieur. Das Fahrzeug übernimmt die charakteristische „Wheels-at-the-corners“-Formgebung, die die smart-Zweisitzer seit jeher prägt. Kurze Überhänge und die kompakte Grundfläche sollen den Innenraum maximieren. Der smart #2 feiert seine Weltpremiere am 12. Oktober 2026 auf dem Pariser Automobilsalon.
Bilder: smart







