Mercedes-Benz Absatz ging im zweiten Quartal um sieben Prozent zurück

Mercedes-Benz hat im ersten Halbjahr 2026 einen Rückgang bei den Fahrzeugverkäufen verzeichnet. Während sich das Geschäft in Europa und Nordamerika vergleichsweise stabil entwickelte, setzte sich die Schwäche auf dem chinesischen Markt fort und belastete den weltweiten Absatz.

Die Pkw-Sparte setzte in den ersten sechs Monaten des Jahres weltweit 837.200 Fahrzeuge ab. Das entspricht einem Minus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders deutlich fiel der Rückgang in China aus. Dort sanken die Auslieferungen um 28 Prozent auf 210.200 Fahrzeuge. Damit bleibt der weltweit größte Automarkt die größte Belastung für den Stuttgarter Premiumhersteller.

Auch im zweiten Quartal zeigte sich diese Entwicklung. Insgesamt lieferte Mercedes-Benz 511.900 Pkw und Transporter aus, sechs Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Außerhalb Chinas konnte der Konzern dagegen ein Absatzplus von drei Prozent erzielen. Vor allem Europa und Nordamerika entwickelten sich stabil.

Nach Unternehmensangaben wirken sich in China der intensive Preiswettbewerb, eine anhaltend verhaltene Nachfrage sowie der zunehmende Konkurrenzdruck durch heimische Hersteller auf das Geschäft aus. Insbesondere chinesische Anbieter gewinnen bei Elektrofahrzeugen kontinuierlich Marktanteile und verschärfen den Wettbewerb im Premiumsegment.

Positiv entwickelte sich dagegen der Absatz vollelektrischer Fahrzeuge. Im zweiten Quartal verkaufte Mercedes-Benz weltweit 52.900 batterieelektrische Pkw und erzielte damit ein Plus von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders kräftig fiel das Wachstum in Europa aus. Damit gewinnt die Elektrifizierung des Modellprogramms für den Konzern weiter an Bedeutung.

Die schwächeren Verkaufszahlen unterstreichen die Herausforderungen, vor denen Mercedes-Benz derzeit steht. Neben dem schwierigen Marktumfeld in China belasten auch geopolitische Unsicherheiten und der hohe Wettbewerbsdruck die Branche. Das Unternehmen setzt daher seinen eingeschlagenen Sparkurs fort und arbeitet daran, seine Kostenstruktur zu verbessern.

Die detaillierten Geschäftszahlen für das zweite Quartal will Mercedes-Benz Ende Juli veröffentlichen. Dann wird sich zeigen, wie sich die rückläufigen Verkaufszahlen auf Umsatz und Ergebnis ausgewirkt haben.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG

12 Kommentare
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Rainer
7 Tage zuvor

Gibt ja auch ein paar Modellwechsel, die bremsen den Absatz schon etwas.

Aber China dürfte gegessen sein.

Michael Kauf
Reply to  Rainer
7 Tage zuvor

Ja wenn „deutsche“ Autos „chinesisch“ gebaut werden, warum soll dann ein Chinese ein in Deutschland gebaut Auto kaufen? Hat er billiger vor der Haustür…

Tobson
Reply to  Michael Kauf
7 Tage zuvor

Sehe ich auch so. Mir gefallen die meisten neuen Modelle optisch auch nicht so gut. Ist alles ein Kompromiss – der GLC- und die C-Klasse EQ gehen mit Abstrichen iO.

Mercedes Fan mit Vorbehalt
Reply to  Tobson
6 Tage zuvor

So ist es!
Das aktuelle Mercedes Design ist nicht gut genug. Gutes Design haben mittlerweile viele, die nicht so teuer sind.

Rainer
Reply to  Michael Kauf
6 Tage zuvor

Die wurden ja glaube ich eh‘ grösstenteils in China gebaut? Oder was wurde denn eigentlich konkret nach China exportiert von den in Deutschland gebauten Autos?

Denke eher, das Export-Geschäft in die USA bzw. dessen Rückgang ist für die Auslastung der Fabriken hierzulande schlimmer.

Da ist IMHO genauso fraglich ob das je wieder in der früheren Grösse existieren wird. Im Gegenteil ist eher das ganze Export-Modell der BRD fraglich geworden.

Michael Kauf
Reply to  Rainer
6 Tage zuvor

Das Design und Fahrgefühl muss „deutsch “ sein- so wie ein Ferrari ein Italiener und exquisit sein muss…

Egon Müste
Reply to  Michael Kauf
5 Tage zuvor

durch Ende des Globalismus und m i t Beginn der Mulitpolaren Welt wird das alles rückgäning gemacht werden. Es dauert halt wohl bis bis 2035 bis alle Baureihen wieder passabel aussehen und vor allem auch fahren.

Marco
Reply to  Egon Müste
4 Tage zuvor

Der nächste Verstrahlte, es ist wie eine Pestilenz hier drin!!!

Ich
Reply to  Rainer
7 Tage zuvor

Mit gefühlt 350 Baureihen ist immer Modellwechsel. Das sollte keine Ausrede sein.

Michael Sommerfeldt
6 Tage zuvor

Das ist ein heftiger Einbruch !

Liegt aber sicher auch am wegbrechenden Verbrennermarkt.

Egon Müste
Reply to  Michael Sommerfeldt
5 Tage zuvor

satanische Umkehr wird hier vom Schreiberling präsentiert

Quenti
6 Tage zuvor

Spannend wenn man sich die Zahlen genauer anschaut:
-6% insgesamt. Bestehend aus -28% in China und +3% für die restliche Welt.

Es ist also gar nicht so sehr die hier lahmende Wirtschaft. Gerade Europa ist im Plus. Es ist lediglich der Markt in China auf dem man verliert, für den ich auch wenig Perspektive auf eine Umkehr sehe.
Aus der Sicht erscheint es mir sehr fraglich dann ausgerechnet in Europa bei der Produktion sparen zu wollen.

Übrigens: Elektro +51%. Das liegt sicherlich weitgehend daran, dass man von untauglichen Elektroautos auf gute Modelle umsteigt. Zeigt aber auch, dass die These „die Leute sind nicht bereit für Elektro“ nicht stimmt. Klar der Marktanteil liegt bei gerade mal gut 6%. Aber man eigentlich nur neben dem GLC auf MMA-Basis Modelle anbietet und das beliebteste Exemplar (GLA) sogar noch fehlt. C-Klasse fehlt. Elektrischer E fehlt (kommt mir nicht mit dem EQE) genauso wie elektrischer GLE: MB kann da also noch gut abräumen.