Safety Truck und Safety Coach: Wie Daimler Buses Kinder für den Straßenverkehr sensibilisiert

Mercedes-Benz Trucks und Daimler Buses setzen in diesem Jahr einen Schwerpunkt ihres Sicherheitsengagements auf die jüngsten Verkehrsteilnehmer. Die beiden zu Daimler Truck gehörenden Segmente unterstützen die bundesweite Initiative „Deutschland blickt’s“ des gemeinnützigen Vereins Blicki e.V., der nach eigenen Angaben bereits mehr als 90.000 Kinder für Risiken im Straßenverkehr sensibilisiert hat. Im Zentrum der Aktivitäten stehen zwei spezielle Präsentationsfahrzeuge: der Mercedes-Benz Safety Truck und der Mercedes-Benz Safety Coach, die bei Workshops und Schulungen Verkehrssicherheit praxisnah erlebbar machen sollen.

Auftakt in Leipzig, weitere Stationen in Augsburg

Die Initiative startete Anfang Juni in Leipzig mit einer Auftaktveranstaltung, an der Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung teilnahmen. Ein für Ende Juni in Berlin geplanter Aktionstag musste kurzfristig witterungsbedingt abgesagt werden; Mitte Juli folgte stattdessen eine Veranstaltung in Augsburg. Insgesamt will der Blicki e.V. in diesem Jahr bundesweit rund 11.000 Vorschul- und Grundschulkinder sowie Senioren erreichen. Ziel des Vereins ist es, Unfälle mit Kindern im Straßenverkehr spürbar zu reduzieren.

Vorgestellt wurde die Kooperation bereits Ende 2025 im Bundesverkehrsministerium in Berlin – mit dabei waren VDA-Präsidentin und Blicki-Botschafterin Hildegard Müller, Achim Puchert, CEO von Mercedes-Benz Trucks und Vorstandsmitglied von Daimler Truck, Till Oberwörder, CEO von Daimler Buses, sowie Blicki-Geschäftsführer Dirk Hendler.

Ein E-Truck als Botschafter für neue Herausforderungen

Bemerkenswert ist die Wahl des Fahrzeugs für den neuen Safety Truck: ein Elektro-Lkw. Damit wollen die Hersteller gezielt auf veränderte Rahmenbedingungen durch die zunehmende Elektrifizierung des Straßenverkehrs aufmerksam machen. Andere Verkehrsteilnehmer müssen sich an eine neue, leisere Geräuschkulisse und ein schnelleres Anfahren von E-Fahrzeugen gewöhnen; auch Rettungskräfte müssen im Ernstfall mit Hochvolt-Technik umgehen können. Ähnliche Veränderungen gelten laut Daimler Buses auch für elektrische Omnibusse, deren Beschleunigung elektronisch gesteuert dynamisch, aber komfortabel und sicher für stehende Fahrgäste erfolgt.

Technik im Fokus: Von Front Collision Guard bis Notbremsassistent

Der Safety Coach demonstriert unter anderem den Front Collision Guard (FCG), ein System für den Partnerschutz bei Frontalaufprällen, das ein Unterfahren von Pkw verhindern und Aufprallenergie über integrierte Crash-Elemente abbauen kann. Ergänzt wird dies durch eine stabile Fahrerplatzkonstruktion, die den Überlebensraum im Crashfall vergrößern soll. Auf der aktiven Seite zeigen die Fahrzeuge Systeme wie Notbrems- und Abbiegeassistent, Frontkollisionswarnung, Verkehrszeichenerkennung, Aufmerksamkeitsassistent sowie die MirrorCam, die insbesondere in komplexen Verkehrssituationen für besseren Überblick sorgen soll.

Ausblick: Neue Assistenzsysteme zur IAA Transportation

Über die aktuellen Schulungsaktivitäten hinaus kündigt Mercedes-Benz Trucks für die IAA Transportation im September in Hannover zwei neue Sicherheits-Assistenzsysteme an, die speziell auf Kollisionen im Kreuzungsbereich abzielen – einem weiteren Unfallschwerpunkt, dem sich das Unternehmen nun verstärkt widmet. Die Systeme basieren auf Erkenntnissen der unternehmenseigenen Unfallforschung und sollen möglichst früh verfügbar sein, teils noch vor entsprechenden regulatorischen Vorgaben.

Mit der Initiative reiht sich Daimler Truck in eine Reihe von Herstelleraktivitäten zur Verkehrssicherheit ein, die zunehmend über reine Technikdemonstrationen hinausgehen und gezielt auf Bildungsarbeit setzen. Angesichts wachsender E-Mobilität im Nutzfahrzeugsektor – mit veränderten akustischen und dynamischen Eigenschaften der Fahrzeuge – dürfte das Thema Aufklärung von Kindern und anderen schwächeren Verkehrsteilnehmern in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen.

Bilder/Quelle: Pressemitteilung Daimler Truck AG, 11.08.2026