Mercedes A-Klasse: Rückkehr als Elektroauto ab 2028

Mercedes-Benz überdenkt offenbar seine Strategie für die A-Klasse. Ursprünglich sollte das kompakte Einstiegsmodell zugunsten profitablerer Fahrzeuge aus dem Programm verschwinden. Nach aktuellen Berichten aus Frankreich plant der Stuttgarter Hersteller nun jedoch eine komplette Neuauflage – und zwar erstmals mit reinem Elektroantrieb. Das aktuelle Modell wird noch bis Sommer 2027 produziert.

Neue Plattform, größere Abmessungen

Die  fünfte Generation der A-Klasse soll auf der Mercedes Modular Architecture (MMA) basieren und damit technisch eng mit den bereits bekannten Modellen CLA, GLA und GLB verwandt sein. Berichten zufolge wächst der Radstand auf etwa 2,79 Meter, die Gesamtlänge dürfte bei rund 4,50 Metern liegen – ein spürbarer Zuwachs gegenüber direkten Konkurrenten von BMW oder Audi. Uneinig sind sich die Quellen bislang über die Karosserieform: Während eine französische Fachpublikation an einem klassischen Fünftürer festhält, wird andernorts auch ein Crossover-Ansatz für möglich gehalten.

Drei Akkugrößen & 800-Volt-Technik

Antriebsseitig zeichnet sich ein gestuftes Angebot ab: Batteriegrößen von 58, 71 und 85 kWh sollen zur Wahl stehen. Die Ladeleistung soll entsprechend mit der Akkugröße steigen – von bis zu 200 kW beim kleinsten Akku über 250 kW in der mittleren Stufe bis hin zu über 300 kW bei der größten Batterie. Möglich wird das durch die 800-Volt-Architektur der MMA-Plattform. Für offizielle WLTP-Reichweitenangaben ist es zu früh.

Ein reines Elektroauto wird die A-Klasse dabei wohl nicht ausschließlich sein: Zusätzlich sind offenbar Mildhybrid-Varianten mit einem 1,5-Liter-Benziner (M252) und elektrischer Unterstützung vorgesehen. Die Elektroversion wäre also Teil einer breiteren Antriebspalette.

Preisfrage entscheidend

Ob die A-Klasse ihre historische Rolle als günstigster Einstieg in die Mercedes-Welt zurückerobern kann, hängt maßgeblich vom Preis ab. Aktuell ist der GLA 200 elektrisch mit rund 46.170 Euro das günstigste vollelektrische Mercedes-Modell, ausgestattet mit 58-kWh-Akku, bis zu 447 Kilometer WLTP-Reichweite.  Soll die A-Klasse darunter positioniert werden, dürfte insbesondere die Basisversion mit dem kleinen 58-kWh-Akku dafür infrage kommen. Bis zum geplanten Marktstart 2028 bleibt allerdings noch reichlich Zeit, in der sich technische Details sowie Preisgestaltung durchaus noch ändern können.

Quelle: L’Automobile Magazine

8 Kommentare
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Stefan BY
3 Stunden zuvor

Das ist wie in der deutschen Politik. Für Fehlentscheidungen übernimmt keiner mehr die personelle Verantwortung.
Bei Mercedes wären das:

  • AMG Strategie der letzten Jahre
  • Einstellung und nun Wiederbelebung der A-Klasse
  • Schlechte(re) Qualität im Innenraum
  • Abgehobene Preisstrategie
  • Agenturmodell bei den Händlern
  • Übertriebene Luxusstrategie
Jürgen
Reply to  Stefan BY
3 Stunden zuvor

Du musst mal die Frage umdrehen: Was hat der aktuelle Mercedes Vorstand richtig entschieden?

Hightechsilber
3 Stunden zuvor

Also ein Gordon Wagener Auto (wie noch so viele weitere in der Pipeline die in den folgenden Jahre erscheinen werden)… 😉

„Bis zum geplanten Marktstart 2028 bleibt allerdings noch reichlich Zeit, in der sich technische Details … durchaus noch ändern können.“ Also das Auto steht doch 1:1 auf der MMA Plattform mit CLA und Geschwistern – da ändert sich rein gar nichts, vielleicht im besten Fall schon eine überarbeitete technische Variante die die Mopf der anderen vorwegnimmt (auch optisch – zeitlich könnte das passen). Das Auto müsste bald als Erlkönig auf der Straße erscheinen…

Zuletzt editiert am 2 Stunden zuvor von Hightechsilber
Marc W.
Reply to  Hightechsilber
2 Stunden zuvor

Ich bekomme nicht zusammen, GW zu feuern, aber „seine“ A-Klasse „hot as hell“ zu nennen.

Wenn wir uns die MMA-Palette ansehen, so kommt für eine sinnvolle (?) Erweiterung nur in Frage:
heiße, kleine, böse Limousine (190 E 2.5-16), zwingend aber mit großer Klappe.

Oder: Konzept ala Ur-A, was aber keinen Markt mehr finden dürfte. Erfolg könnte darin liegen, den (für manche ja nicht gelungenen) CLA nochmals neu aufzusetzen, quasi ein Merge aus C und SB.

Hightechsilber
Reply to  Marc W.
2 Stunden zuvor

Da wurde niemand gefeuert… 😉

Also klassische Limousine und große Klappe würde sich doch schon mal rein optisch komplett ausschließen… 😉

Vielleicht so eine Art GLA der ersten Generation in neu als A…
Würde heute ja ziemlich gut den aktuellen GLA der 3. Generation ergänzen…
Also könnte ich mir zumindest gut vorstellen (schon alleine weil alle flachen MMA Autos durch die Batterie leicht erhöht bauen)…

Zuletzt editiert am 2 Stunden zuvor von Hightechsilber
Thorsten
2 Stunden zuvor

Da wird doch das Wort „Strategie“ ad absurdum geführt, wenn sie nie länger als ein halbes Jahr hält 😀 Bald kommen Mercedes-Taxis zurück, weil man das als Markt erkennt.

CJuser
1 Stunde zuvor

Hoffentlich wird es wieder ein Hatchback, wie die letzten zwei Generationen, und kein quasi Mini-Van, wie die ersten zwei Generationen. Und da die C-Klasse EQ inzwischen LEIDER (!) schon fast die Abmessungen einer E-Klasse erreicht, könnte man sogar wieder über eine Stufenhecklimousine nachdenken, welche dann auf 4,65-4,70m (Länge vom Tesla Model 3) wachsen darf. Dieser sollte auch deutlich erfolgreicher werden können, als der CLA Coupé EQ.

Zuletzt editiert am 1 Stunde zuvor von CJuser
Martin
Reply to  CJuser
34 Minuten zuvor

Darauf tippe ich auch. Eine Art CLA als Hatchback.