Mercedes-Benz überdenkt offenbar seine Strategie für die A-Klasse. Ursprünglich sollte das kompakte Einstiegsmodell zugunsten profitablerer Fahrzeuge aus dem Programm verschwinden. Nach aktuellen Berichten aus Frankreich plant der Stuttgarter Hersteller nun jedoch eine komplette Neuauflage – und zwar erstmals mit reinem Elektroantrieb. Das aktuelle Modell wird noch bis Sommer 2027 produziert.
Neue Plattform, größere Abmessungen
Die fünfte Generation der A-Klasse soll auf der Mercedes Modular Architecture (MMA) basieren und damit technisch eng mit den bereits bekannten Modellen CLA, GLA und GLB verwandt sein. Berichten zufolge wächst der Radstand auf etwa 2,79 Meter, die Gesamtlänge dürfte bei rund 4,50 Metern liegen – ein spürbarer Zuwachs gegenüber direkten Konkurrenten von BMW oder Audi. Uneinig sind sich die Quellen bislang über die Karosserieform: Während eine französische Fachpublikation an einem klassischen Fünftürer festhält, wird andernorts auch ein Crossover-Ansatz für möglich gehalten.
Drei Akkugrößen & 800-Volt-Technik
Antriebsseitig zeichnet sich ein gestuftes Angebot ab: Batteriegrößen von 58, 71 und 85 kWh sollen zur Wahl stehen. Die Ladeleistung soll entsprechend mit der Akkugröße steigen – von bis zu 200 kW beim kleinsten Akku über 250 kW in der mittleren Stufe bis hin zu über 300 kW bei der größten Batterie. Möglich wird das durch die 800-Volt-Architektur der MMA-Plattform. Für offizielle WLTP-Reichweitenangaben ist es zu früh.
Ein reines Elektroauto wird die A-Klasse dabei wohl nicht ausschließlich sein: Zusätzlich sind offenbar Mildhybrid-Varianten mit einem 1,5-Liter-Benziner (M252) und elektrischer Unterstützung vorgesehen. Die Elektroversion wäre also Teil einer breiteren Antriebspalette.
Preisfrage entscheidend
Ob die A-Klasse ihre historische Rolle als günstigster Einstieg in die Mercedes-Welt zurückerobern kann, hängt maßgeblich vom Preis ab. Aktuell ist der GLA 200 elektrisch mit rund 46.170 Euro das günstigste vollelektrische Mercedes-Modell, ausgestattet mit 58-kWh-Akku, bis zu 447 Kilometer WLTP-Reichweite. Soll die A-Klasse darunter positioniert werden, dürfte insbesondere die Basisversion mit dem kleinen 58-kWh-Akku dafür infrage kommen. Bis zum geplanten Marktstart 2028 bleibt allerdings noch reichlich Zeit, in der sich technische Details sowie Preisgestaltung durchaus noch ändern können.
Quelle: L’Automobile Magazine



