Mercedes-Benz senkt CO2-Emission auf 134 Gramm

Mercedes-Benz hat nun den Flottenverbrauch der Pkw-Fahrzeuge in der Europäischen Union gesenkt und kommt im laufenden Jahr auf eine Flottenemission von 134 g/km. Bis 2016 möchte die Marke mit Stern sogar einen CO2-Wert von 125 g/km erreichen.

Mercedes-Benz S 500 PLUG-IN HYBRID (W 222) 2013

Mercedes-Benz hat schon frühzeitig intensiv daran gearbeitet, den Verbrauch seiner Fahrzeuge zu senken und gleichzeitig die Leistung zu steigern – für mehr Fahrspaß und mehr Sicherheitsreserven. Mit einem Flottendurchschnitt von 134 g/km wiederholt der Stuttgarter Automobilhersteller seine überdurchschnittliche Senkung des CO2-Ausstoßes auch im Jahr 2013. Das entspricht einer Reduzierung von über 40 Prozent gegenüber 1995 und ist die größte aller Premiumhersteller.

Als Kraftstoffverbrauch liest sich das so: Im Durchschnitt konsumieren die Otto- und Dieselmotoren von Mercedes-Benz Cars heute zusammen etwa 3,5 bis 4 Liter pro 100 km weniger als damals. Bei einer Fahrleistung von 15.000 Kilometern im Jahr entspricht das einer jährlichen Einsparung von weit mehr als einer Tonne CO2 oder bis zu 600 Liter Kraftstoff je neu zugelassenem Fahrzeug. Umweltbewusstsein zahlt sich damit auch für den Geldbeutel deutlich aus.

„2012 lag unser CO2-Flottenausstoß bei 140 Gramm. Jetzt unterbieten wir diesen Wert um weitere 6 Gramm. Wir werden unsere CO2-Emissionen kontinuierlich weiter senken – das steht fest. Schließlich haben wir uns mit einem durchschnittlichen CO2-Flottenausstoß von 125 g CO2/km im Jahr 2016 ehrgeizige Ziele gesetzt“, sagt Professor Thomas Weber, Daimler-Vorstand für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung.

Bild: Daimler AG

8 Kommentare
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mehrzehdes
10 Jahre zuvor

tatsächlich sollten gem. eu-gesetzgebung bereits 2015 120g erreicht sein. da haben lobbyisten ganze arbeit geleistet. es steht immer noch der wert von 95g für 2020. allerdings kann man elektroautos mehrfach anrechnen und hybride sind durch eine extrem herstellerfreundliche definition im messzyklus realitätsfern bevorteilt. dennoch scheint klar, daß man mercedes 2020 strafzahlungen entrichten muß, weil man auch diese verwässerten normen reißen wird. als einziger der drei deutschen premium hersteller, wohlgemerkt.

mete111
10 Jahre zuvor

Abwarten 😉

Lexi
10 Jahre zuvor

@mehrzehdes, zugegeben, ich teile ja oft die gleichen Ansichten, ABER in diesem Falle kann man beruhigt der MB-CO2-Strategie 2020 vertrauen.

Bernd
10 Jahre zuvor

die EU Verbrauchsangaben dienen lediglich der Vergleichbarkeit verschiedener Fahrzeuge. Die Verbräuche sind in der Realität nicht verwertbar. Wer jetzt wie in diesem Artikel von diesen Werten eine „echte“ CO2 Reduktion errechnet handelt unredlich.
Bei den Hybridantrieben (z.B. S-Klasse mit 3l/100km) wird das Ganze nur noch absurd und passt damit genau in die Zeit.
Mein MB 240D/8 Bj. 1973 hatte eine Verbrauch von 10l/100km, meine aktuelle E-Klasse verbraucht bei ähnlichem Fahrverhalten 7l/100km. Das ist der Fortschritt im Verbrauch in 40 Jahren MB (gilt nicht für höhere Autobahntempi).
2020 werden wir auf dem Papier niedrige Verbräuche haben. Wer glaubt dass sich das an der Tankstelle relevant auszahlt ist ein „Narr“ oder er bezahlt noch extra für Strom (bei dessen Erzeugung ja meist auch CO2 anfällt).
Solange die Physik und die Thermodynamischen Hauptsätze gelten und die Autos nicht leichter werden, muss die Energie irgendwo herkommen.
Was ist eigentlich aus dem Diesotto Motor geworden?

sternthaler
10 Jahre zuvor

Wenn man eben 3 Zyklen fährt und die ersten 2 mit Plug- ins rein elektrikisch, dann den 3. mit Verbrenner so werden diese 3 Verbräuchte addiert und durch 3 geteilt.

so kommt man dann rein rechnerisch auf die o.g. 60 Gramm Co2 je km.

Lobbyismus eben.

Bernd
10 Jahre zuvor

@Sternthaler: genau so ist es.
Wer jetzt seinen Verbrauch ausrechnen will muss einfach den Hybrid-Verbrauch verdreifachen, dann hat er grob die Grössenordnung für einen praxisrelevanten Verbrauch, oder?

Baybee
10 Jahre zuvor

Die aktuellen Praxisverbäuche scheinen im Vergleich zu älteren Fahrzeugen tatsächlich nicht oder nur wenig niedriger zu sein.
Das Problem dabei aber ist dass die aufwändigeren Abgasregelungen für jetzt z.B. EU6 sich wiederum auch auf den Verbrauch auswirken. Wären die Autos so „schmutzig“ wie vor 10, 20 oder 30 Jahren würden wir inzwischen sicher mit 2-3l fahren.

mehrzehdes
10 Jahre zuvor

so lange die normen gebeugt sind, gibt es keine veranlassung einen hybriden zu bauen, der mit nachdruck auf verbrauchsminderung ausgelegt ist. grundsätzlich wäre ein mild-hybrid dazu in der lage, wenn der elektromotor so stark ausgelegt wird, daß er das auto maßgeblich beschleunigt und die rekuperation in der praxis fast jeden bremsvorgang ersetzt. bisher ist der stärkste vorteil des 300 hybrid, daß er leiser als der 250 ist. eins spielt den herstellern auch in die karten: die masse der dienstwagenfahrer muß auf den verbrauch nicht achten.