Während Mercedes-Benz die aktuelle GLC Generation noch testet, könnten parallel bereits die Vorbereitung zur Integration für autonomes Fahren nach SAE Level 3 laufen. Mit der Erweiterung des DRIVE PILOT Systems auf den GLC wäre eine dritte Modellreihe von Mercedes-Benz damit verfügbar.

Neue GLC Generation könnte DRIVE PILOT mit Level 3 erhalten

Level 3 auch für die nächste GLC Generation ?

Mercedes-Benz bietet voraussichtlich noch in der ersten Jahreshälfte 2022 seine S-Klasse sowie später auch das EQS Modell optional mit dem DRIVE PILOT System an, der autonomes Fahren nach Level 3 ermöglicht. Genehmigt ist dazu eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h ohne autonomen Spurwechsel. Das Einsatzgebiet des DRIVE PILOTSs erstreckt sich dazu ausschließlich auf Autobahnen, während man auf der Landstraße oder Stadt das System bislang nicht nutzen kann.

Anzeige:

Mit der Erweiterung des DRIVE PILOTS für Level 3 Funktionen auf die neue Generation des GLC würde ein drittes Modell – und erstmals ein Modell unterhalb des S-Klasse Niveaus – mit dem System angeboten.

Auch wenn das Gerücht nicht bestätigt ist und entsprechende Erlkönige noch nicht gesichtet wurden, könnte man so zumindest auch bei der neuen E-Klasse Generation der Baureihe 214 eine identische Ausstattung erwarten. Vermutlich wird man die Funktion nicht gleich zum jeweiligen Marktstart der Modelle mit anbieten.

Wer die Funktion bei der neuen C-Klasse vermisst: hier ist das letzte Teil des Daches  der aktuellen Generation bereits separat in Kunststoff ausgeführt und wohl schnell austauschbar. Eine Erweiterung hier wäre vermutlich ebenso möglich, auch wenn dies erst mit der Modellpflege der Fall sein sollte.

Anzeige:

Neue GLC Generation könnte DRIVE PILOT mit Level 3 erhalten

 

Erweitertes Fahrassistenzpaket

Grundlage für das System ist das Fahrassistenzpaket des Fahrzeuges, was neben den bereits bestehenden Sensoren durch ein Lidar-System und einer Heckscheiben-Kamera sowie einen Nässe-Sensor im Radkasten des Fahrzeuges ergänzt wird. Als weitere Grundlage dient eine permanent geupdatete hochauflösende dreidimensionale Karte, die über eine Backend-Verbindung ins Fahrzeug kommt. Das System gleicht dazu permanent die Daten aller Umgebungssensoren mit ab und lässt in seine Berechnungen auch die Straßengeometrie, Streckeneigenschaften und die Landmarken und Verkehrszeichen mit einfließen. Die gesammelten Daten werden danach an den Backend-Rechnung geschickt, der die Aktualisierung der Kartendaten vornimmt. Mittels der Kartendaten erfolgt eine genaue Positionierung, auch wenn ein Sensor verschmutzt sein sollte.

Um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten, ist ein Fahrzeug mit DRIVE PILOT mit redundanten Brems- und Lenksystemen ausgestattet. Auch das Bordnetz ist redundant ausgelegt, wie auch die Berechnung für das autonome Fahren.

Anzeige:

Übrigens: Wir konnten den DRIVE PILOT  bereits fernab von offiziellen Terminen über eine Stunde selbst am Steuer erleben – in der aktuellen S-Klasse auf abgesperrten Gelände. Das System funktionierte da zuverlässig und problemlos. Wie sich das System im realen Verkehr gibt, müssen wir abwarten.

(Symbolbilder zeigen EQS/S-Klasse mit DRIVE PILOT): Mercedes-Benz Group AG

53 Kommentare
Älteste
Neueste Meist bewertet
Inline Feedbacks
Betrachte alle Kommentare:
Tom Glaids
3 Monate zuvor

Das wäre grossartig!

Dr.med. Alexander
Reply to  Tom Glaids
3 Monate zuvor

Ich teile die Euphorie nicht. Alleine die bisherigen Assistenzprogramme wie Spurhalte-, Bremsassistenten usw. funktionieren ja schon nicht zuverläßig. Alleine eine Fahrt vor Weihnachten bei Schnee und Graupel mit verschmutztem Zentralstern, Sensoren und Kameras rundum brachten alle meine eigebauten Helferlein zum erliegen. Zudem verweise ich auf die immer wieder auftretenden Tesla-Unfälle. Ich zumindest möchte mich nicht vom Fahren abwenden lassen. Gott sein Dank muß ich diesen ganzen Unsinn dank meiner früheren Geburt nicht mehr mitmachen. Und um so mehr genieße ich Fahrten mit meinen Oldtimern, die mich in Ruhe lassen und nicht dauernd mit mir sprechen und mich bevormunden wollen.

Tom Glaids
Reply to  Dr.med. Alexander
3 Monate zuvor

Ich bin sehr zufrieden mit den Assistenten und m.e. funktionieren diese auch tadellos. Aber stimmt bei rauem Winterwetter sind sie bei mir auch schon ausgestiegen. Im Alltag möchte ich sie aber nicht mehr missen.

Dr.med. Alexander
Reply to  Tom Glaids
3 Monate zuvor

Sie können doch gerne ihre Assistenten im Alltag nicht mehr missen. Ich habe meine Erfahrungen sozusagen bei einem „Sauwetter“ geschildert und Sie bestätigen das doch auch.

Stefan Camaro
Reply to  Dr.med. Alexander
3 Monate zuvor

Die Programme heißen ja auch Assistenzprogramme und nicht „Übernehmungsprogramme“.
Sie sollen unterstützen / assistieren in bestimmten Situationen.

Ralf
Reply to  Dr.med. Alexander
3 Monate zuvor

Die „Bevormundung“ kann leben retten.
Sicher funktioniert es nicht immer perfekt, aber den Nutzen kann man nicht abstreiten.
Ansonsten sollte man auch lieber wieder Feuer verwenden, weil das mit der „Elektrizität“ ja so eine Sache ist…

Cornelius
Reply to  Dr.med. Alexander
3 Monate zuvor

Das Level 3 System funktioniert regulär nur bei schönem Wetter und fordert Sie auf, zu übernehmen, wenn die Witterungsbedingungen oder die Straßenverhältnisse z.B. wegen einer Baustelle keinen zuverlässigen Betrieb ermöglichen.

Also mit anderen Worten, man wird es oft nicht benutzen können, aber wenn es arbeitet, dann zuverlässig. Eigentlich genau das Gegenteil von Tesla.

Anzeige:
Marc W.
Reply to  Markus Jordan
3 Monate zuvor

Mir genügten 45min, um zwiespältig zu werden. Mit Sicherheit in Sachen Zuverlässigkeit meilenweit vor dem Wettbewerb, im Detail immer noch Technik, die einfach nicht total perfekt scheint – und einen Menschen nie ersetzen kann.
Ja, ich lasse meinen Lenkassi auch mal viele Kilometer „los“ (der Spieltrieb), aber die hier (wohl gewollten) Einschränkungen (Ausstieg praktisch unmerklich), dort die nicht so berauschenden Symbole (beim DP im S, größere seitliche Gebilde werden auch mal als LKW dargestellt) lassen einen doch nachdenklich zurück:
Nichts ist besser als ein aufmerksamer Fahrer, dem gute Systeme assistieren.
Für vollautonom im Stau mag es ideal sein, diese Szenarien kenne ich (außer in Immendingen) praktisch nicht 😉
Rein dafür erscheint es aber zu teuer (heute).

Langstrecke
Reply to  Dr.med. Alexander
3 Monate zuvor

Bei aller Liebe dass Du deine runtergenudelteten fahrzeuge als „Oldtimer“ bezeichnest, aber ein alter SLK mit gut 6-stelliger Kilometerlaufleistungen, bei ATU gewartet, ist kein Oldtimer. Wenn man die aktuellen Assistenten nur vom Internet surfen kennt, dann redet man wie ein Blinder vom Sehen.
Bei Mercedes funktionieren die Assistenten, die bisher angeboten wurden, sehr gut.
Ich möchte sie nicht mehr missen, sie geben zusätzliche Sicherheit und Komfort.
Ich freue mich auf Drive Level 3, auch wenn es bei mir noch durchaus 2 Jahre dauert.

Dr.med. Alexander
Reply to  Langstrecke
3 Monate zuvor

Sie scheinen sich ja in meinen Garagen gut umgesehen zu haben. Und glauben Sie wirklich mir beibringen zu müssen, was ein Oldtimer ist?

Review
Reply to  Dr.med. Alexander
3 Monate zuvor

Na dann nennen wir doch nur mal Deinen von Dir beschriebenen 300SL Flügeltürer der von Megatronic auf auch noch historische 8 Zylinder aufgepeppt wurde. Evtl. mit etwas weniger alter nachträglich eingebauter SL Vorderachse? Ohne Kopfstützen , ohne ABS, ohne Gurte , mit einem abenteuerlichen Bremsverhalten, ohne Sicherheitszelle, Knautschzone. Extrem laut und heiß im Innenraum. Fast taub für fast alle anderen äußeren Wahrnehmungen …. . Reicht erst mal ? ?
Zum Glück musst du wegen des anderen Motors nicht zum Aussmachen den 3. Gang einlegen und den Motor abwürgen, damit nichts mehr eingespritzt wird.

Da du in der Lage bist als richtiger Kerl: Zitat von Dir „Gott sein Dank muß ich diesen ganzen Unsinn dank meiner früheren Geburt nicht mehr mitmachen.“
Heißt dass : Ihr anderen Weicheier hier im blog und anderswo braucht das leider ???

Ich wünsche Dir, dass du in Deinem hohem Alter entsprechend den SL Flügeltürer n o c h sicher für Dich und sicher auch für andere Verkehrsteilnehmer im öffentlichen Straßenverkehr fahren kannst.

Wer aus so einem „Holz“ geschnitzt ist, der braucht auch im hohen Alter keine „Helferlein“ in einem Alltagsauto.

Und dann melden die sich auch noch bei extremen Witterungsbedingungen einfach ab, obwohl man dafür viel Geld hat hinlegen müssen ….

Dr.med. Alexander
Reply to  Review
3 Monate zuvor

Gehts auch ein bischen charmanter? Und bitte zeigen Sie mir den Kommentar in welchem ich einen 300 SL Flügeltürer mit 8 Zylinder usw von Megatronic beschreibe. Da bin ich doch echt gespannt

Snoubort
Reply to  Dr.med. Alexander
3 Monate zuvor

Dafür gibt’s direkt mal zwei Daumen runter (16:15): Was wagen Sie auch der Behauptung einfachso zu widersprechen?

Anzeige:
Dr.med. Alexander
Reply to  Snoubort
3 Monate zuvor

Ach wissen Sie diese Daumen interessieren mich null. Bin echt gespannt auf die Fundstelle mit dem 300 SL mit 8-Zylinder. Review wird diese sicher finden. Am besten er ruft mal bei Megatronic (komischer Name) an.

Hola
Reply to  Dr.med. Alexander
3 Monate zuvor

Wieder voll die Luftnummer von Dr. med. Alexander.
Wenn Sie Drive Pilot nicht verstanden haben, sollten sie nochmal ein paar Beiträge auf mbpassion zurückblättern und nachlesen. Diesen gleichzusetzen oder zu vergleichen mit bisherigen Assistenzsystemen ist wie, wenn Sie auf Erfahrungen von Bluetooth 5.0 zurückgreifen und nun annehmen, dass der Drive Pilot Bluetooth 5.2 oder Bluetooth 6.0 darstellt. Es gelten aber ganz andere Voraussetzungen – im Beispiel wäre es eher WLAN – die wiederrum andere Rahmenbedingungen zur Verfügung stellen.

In einem Drive Pilot sind alle Messpunkte redundant abgesichert und sollte das System nicht mehr genügend Informationen zum Führen des Drive Piloten haben, wird die Steuerung an den Fahrer übergeben. Deswegen ist es ja auch Autonomes Fahren auf Level 3 von 5 möglichen Ausbaustufen.

Der Vergleich zu Tesla ist genauso Mist, da es sich dort bisher technisch auch nur um Assistenzsysteme handelt und nur aggresiveres Marketing betrieben wird.

Dr.med. Alexander
Reply to  Hola
3 Monate zuvor

Evtl. lesen Sie sorgfältiger. Ich setze Drive Pilot weder gleich bzw. mit keinem Wort vergleiche ich es mit bisherigen Assistenzsystem. Ich habe meine schlechten Erfahrungen bei Schnee-und Graupe geschildert. Im übrigen können Sie jeden Sonntag bei GRIP und den Tests von Alex Bangula selbst beurteilen, wie zuverlässig oder eben auch nicht manche Systeme funktionieren

Hola
Reply to  Dr.med. Alexander
3 Monate zuvor

Wenn das was Sie schreiben nicht im Verhältnis zum Drive Pilot steht, warum fühlen Sie sich dann genötigt überhaupt einen Kommentar zu diesem Artikel zu verfassen?
Absichtliches am Thema vorbeischreiben? Oder ist es nicht doch so, dass sie mit der Erfahrung bei Schnee und Graupel auf alle Helferlein verzichten zu müssen suggerieren, dass dies wohl beim Drive Piloten genauso sein wird.
Außerdem haben Sie auf die Tesla-Unfälle verwiesen. Warum das unter einem Artikel zum Drive Piloten, wenn Sie nur Assistenzsysteme unzuverlässig finden, aber keine Verbindung zum Drive Pilot sehen?

Snoubort
Reply to  Hola
3 Monate zuvor

Wieso soll man, wenn man Erfahrungen mit den bisherigen Assistenzsystemen gemacht hat, nicht sagen dürfen, dass man daraus abgeleitet auch gegenüber der „next level“ Variante skeptisch ist? Die Skepsis kann man doch haben und selbstverständlich äußern dürfen, auch wenn einem Unterschiede bewusst sind!?

Zuletzt editiert am 3 Monate zuvor von Snoubort
Hola
Reply to  Snoubort
3 Monate zuvor

Klar kann man das machen. Hat Dr. med. Alexander ja auch.
Aber dann setzt man eben Assistenzsysteme mit dem Drive Piloten in Beziehung. Laut Duden ist etwas mit etwas Anderem in Beziehung zu setzen ein Vergleich. Genau das hat Dr. med Alexander laut eigener Aussage aber nicht getan.
Daraus ist zu schlussfolgern, dass er nicht seine Skepsis gegenüber der „next level“ Variante geäußert hat, sondern einfach nur eine fortschrittsfeindliche Haltung und Vorurteile verherrlicht.
Würde es sich doch um einen Vergleich handeln, so zieht er Rückschlüsse dessen Grundlage nicht gegeben sind, wie bereits in meinem ersten Kommentar ausgeführt.

CLK
Reply to  Hola
3 Monate zuvor

Sehr gute schlüssige Antwort. Respekt.

In anderen Kommentaren merkt man häufig doch sehr schnell an der nicht durchgängigen Argumentation ( nicht stringent ) , dass es häufig eher ums Rechthaben geht.

Insbesondere, wenn Vater und Sohn sich gegenseitig beistehen/ argumentativ aushelfen. 😉 😉

Anzeige:
Snoubort
Reply to  Hola
3 Monate zuvor

Ich wiederhole noch mal: „Drivepilot“ bis 60 km/h auf Autobanen, ohne Spurwechsel, bei gutem Wetter und nicht in Baustellen. Riesiger Unterschied zu dem was die Autos heute mit ihren Assistenzsystemen auch so können.

Hola
Reply to  Snoubort
3 Monate zuvor

Der „riesige“ Unterschied ist, dass die Assistenzsysteme voraussetzen, dass ein Fahrender fährt und dieser von der Assistenz unterstützt wird. Im Gegensatz ist es beim Drive Pilot genau umgekehrt – Auto fährt bzw. trägt die Verantwortung und die auf dem Fahrersitz platzierte Person unterstützt gegebenenfalls. D. h. man darf komplett legal sich mit dem Smartphone beschäftigen oder Medieninhalte vom Mitteldisplay konsumieren.

Der für Sie vermeintlich geringe zusätzliche Funktionsumfang kommt nicht vom „Können“ des Drive Piloten, sondern von den fehlenden rechtlichen Grundlagen. Wenn die zusätzliche Sensorik verbaut ist, kann man zumindest hoffen, dass weitere Funktionen im Drive Pilot dazukommen.

Phil
Reply to  Dr.med. Alexander
3 Monate zuvor

Die Assistenten sollen unterstützen, jedoch weder bevormunden noch erst die Gefahr bringen.
Und da muss ich sagen, dass die Systeme bei jedem unserer Fahrzeuge unterschiedlich sensibel sind. Die Unterschiede haben nach unserer Erfahrung jedoch nicht zwingend etwas mit unterschiedlichem Entwicklungsstand zu tun. So hat unser jüngstes Fahrzeug zwar mehr Funktionen, aber es bringt auch mehr an Gefahr. Bei tiefstehender Sonne schalte ich bei diesem Fahrzeug den Spurhalteassistenten auf der Autobahn sogar ab – falls ich vorher daran denke und das an sich nicht im Sinne des Erfinders sein kann.
Aber darf es bei einem Modell 2020 sein, dass der Schattenwurf der Mittelleitplanke vom System als Fahrbahnbegrenzung interpretiert wird (ebenso bei nasser Fahrbahn etwa auch eine glänzende Asphaltnaht) und das Fahrzeug mich ohne tatsächlich vorhandener Gefahr unbedingt auf die andere Fahrspur zwingen will? Sicher ungünstig, sollte man dabei nicht beide Hände fest am Lenkrad haben, sondern mit einer Hand mit dem ach so sinnhaften Touchscreen beschäftigt sein.
Eine Zumutung und Gefahr für den nachfolgenden Verkehr, wenn für die übrigen Verkehrsteilnehmer unvermittelt und absolut nicht nachvollziehbar abrupt gebremst wird – in meinem Beispiel auf der Überholspur bei Sonne und Leitplanke von links eine abrupte einseitige Bremsung rechts, um mich nach rechts zu zwingen. Bis ich dies mit Gas ausgleichen kann, ist der Hintermann bereits irritiert mit der möglichen Folge eines Ziehharmonikaeffekts – und irgendwo hinten kracht’s.
Bei diesen praktischen Erfahrungen kann man nur allseits viel Glück wünschen. Ich möchte kein Fahrzeug mehr ohne Fahrassistenzsystem plus, aber dann muss es auch ein Ende damit haben, soweit es nicht verlässlich funktioniert.

Zuletzt editiert am 3 Monate zuvor von Phil
Dr.med. Alexander
Reply to  Phil
3 Monate zuvor

Volle Zustimmung. Und wie wohlwollend, es geht auch ohne persönliche Angriffe. Aber Toleranz scheint hier vielen ein Fremdwort zu sein

Phil
Reply to  Dr.med. Alexander
3 Monate zuvor

Nobody’s perfect, aber hier geht es mir wirklich um die Sache:
Selbst wenn bei einer solchen Aktion niemand körperlich zu Schaden kommt, stellen Sie sich den Schlamassel vor. Wenn ich im Rückspiegel erkenne, dass fünf oder sechs Fahrzeuge hinter mir die Karosserieteile fliegen, muss ich anhalten, um mich nicht der Fahrerflucht schuldig zu machen. Denn ich trage Verantwortung als Halter und Führer des Fahrzeugs, dass wohl die Ursache für den Auffahrunfall weit hinter mir gesetzt hat. Und wenn die Zeugenaussagen kommen, dass ich absolut unsinnig und verantwortungslos gebremst hätte, stehe ich mit meiner Behauptung, das Fahrzeug allein habe diesen Unfug veranstaltet, ziemlich einsam da.
Nicht selten hatte ich auch die Situation, dass man in Kolonne an der Ampel steht und von hinten sich ein Fahrzeug mit Sondersignal nähert. Man möchte daher Platz machen und ggf. dem Vordermann „auf den Pelz rücken“, um dem Hintermann Platz zum Rangieren zu geben. Gerade mit unserem früheren W222 war es vereinzelt gar nicht möglich vorzufahren bzw. hat er alsbald dermaßen hart den Anker geworfen, dass wir das eine oder andere Mal auf den erlösenden Knall in unserem Heck gewartet haben.
Selbstverständlich überwiegen die Vorteile des Assistenzsystems plus bei weitem, aber man kann die vorhandenen Negativa nicht einfach beiseite schieben.

Snoubort
3 Monate zuvor

Kommt das denn jetzt überhaupt noch mit der „alten“ Bosch-Technik? Also ich meine auch EQS und S-Klasse? Für Luminar wären GLC und E-Klasse doch viel zu früh (und wäre schon gar nicht bei der C-Klasse schon angedacht gewesen)!?

Tobias
Reply to  Snoubort
3 Monate zuvor

Ich glaube ebenfalls nicht daran.
Wenn nicht mal der EQE diese Funktion bekommt, wieso sollte dann ausgerechnet der GLC damit ausgestattet werden…?
Mehr als Wunschdenken kann ich hinter dem Artikel nicht erkennen.

Anzeige:
Lackfarbe
3 Monate zuvor

Sicher, sicher…

Und dann gibt’s wieder: Lieferschwierigkeiten, Chipmangel, Halbleiter-Krise, Handelskriege, Logistik-Probleme, Streiks, Öl-Preis-Schocks, Rückruf, technische Schwierigkeiten, Probleme bei der Zulassung

Pano
Reply to  Lackfarbe
3 Monate zuvor

Was haben „Öl-Preis-Schocks“ mit Level 3 zu tun? Oder meinen Sie das im Zusammenhang mit dem Vorschlag wieder Autofreie Sonntage einzuführen an denen man sein Auto mit Level 3 garnicht auf der Autobahn (und nur bei schönem Wetter) fahren kann?
Grüße
Pano

Lackfarbe
Reply to  Pano
3 Monate zuvor

Auf der Quanten-Ebene hängt doch alles mit allem zusammen, oder?

Pano
Reply to  Lackfarbe
3 Monate zuvor

Der Quantengravitations-Blog ist zwei Türen weiter 😉
Grüße
Pano

Hnrk
3 Monate zuvor

Nur auf der Autobahn mit Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h? Also nur im Stau bzw stockendem Verkehr oder Baustelle? Hat es dann überhaupt einen Mehrwert? Oder verstehe ich das falsch?Diese Situation ist ja schon recht selten und die Ausstattung DRIVE PILOT wird sicherlich auch nicht wenig kosten. Welchen Unterschied macht es dann zum Distronic mit automatischem Anfahren?

RA
3 Monate zuvor

Zuerst sollte einen digitalen Schlüssel implementiert werden (wie z. B. AppleCarKey). Das ist eine ganz wichtige und sinnvolle Maßnahme.

Anzeige:
Thomas
Reply to  RA
3 Monate zuvor

Da kann man absolut konträre Wünsche haben.
Dafür würde ich nie bezahlen und falls es verpflichtend verbaut wird, wäre das (zum ersten Mal) etwas, was ich ausbauen lassen würde, weil ich weder Apple noch Android den Zugang zu meinem Fahrzeug geben werde.

Wer es haben möchte, kann es eh bei einigen Modellen bereits vorrüsten lassen.

DantheMan
3 Monate zuvor

Gibt es schon mehr Infos zum 6-Zylinder der in den GLC kommt? Ich hab irgendwas mit elektrifizierter R6…

Pano
Reply to  DantheMan
3 Monate zuvor
Snoubort
Reply to  Pano
3 Monate zuvor

Hier nach doch auch (oder nur?) als M656 400d!?
https://jesmb.de/11316/

Pano
3 Monate zuvor

Der Drive Pilot soll ja auch in den USA angeboten werden. Kann also nicht schaden nachzuschauen wie er dort bewertet wird: https://www.caranddriver.com/reviews/a39492822/2022-mercedes-benz-s-class-drive-pilot-ride-along/
Grüße
Pano

Cornelius
Reply to  Pano
3 Monate zuvor

Înteressant, aber so eine Magazinbewertung hat auch nur eine beschränkte Aussagekraft.

„While Drive Pilot has the added benefit of not requiring the driver to watch the road like other hands-free systems, its speed and location limitations make it feel behind some Level 2 systems available in the U.S. today.“

Dem Schreiber war wohl nicht klar, dass die Mercedes-Autos zusätzlich zum Level 3 System, welches nur in limitierten Verkehrssituationen aktivierbar ist, auch noch die Standard-Level 2 Systeme an Bord haben, welche universeller einsetzbar sind und sich vor den Level 2 Systemen der Konkurrenz nicht verstecken brauchen.

Cornelius
Reply to  Pano
3 Monate zuvor

Hier eine Berichterstattung aus dem englischsprachigen Raum, die meines Erachtens den Mehrwert des Level 3 Systems besser erfasst:

Mercedes‘ new Drive Pilot seems, in operation, like many „traffic jam assistant“ technologies already on sale today. On certain highways, below 40 mph, a Drive Pilot-equipped S-Class or EQS will take control of the car’s speed, steering, and brakes to move you along in traffic. But there’s one key difference: Once you engage Drive Pilot, you are no longer legally liable for the car’s operation until it disengages. You can look away, watch a movie, or zone out. If the car crashes while Drive Pilot is operating, that’s Mercedes‘ problem, not yours.

This distinction puts Mercedes‘ semi-autonomous system miles ahead of Tesla’s AutoPilot or General Motors‘ SuperCruise.

https://www.roadandtrack.com/news/a39481699/what-happens-if-mercedes-drivepilot-causes-a-crash/

Anzeige:
Snoubort
Reply to  Cornelius
3 Monate zuvor

„Miles ahead“ – auf der Autobahn bis 60km/h, ohne Spurwechsel, nicht bei Baustellen und nur bei gutem Wetter!?!?

Snoubort
Reply to  Cornelius
3 Monate zuvor

Um es anders auszudrücken: dies ist zunächst ja lediglich ein rechtlicher, nicht ein technischer Unterschied. Andere, aktuell tatsächlich fahrerlos laufende Projekte (In SF, Arizona, China etc.) regeln das wahrscheinlich über Haftungsausschlüsse, zeitlich und räumlich eingeschränkte Lizenzen und ausgeprägte Reporting-Auflagen, sind aber technisch fraglos „meilenweit“ voraus. Z.B.:
https://mixed.de/autonomes-fahren-cruise-startet-fahrerlosen-robo-taxi-dienst/

Snoubort
Reply to  Snoubort
3 Monate zuvor

Deshalb auch der Wechsel vom „Mitentwickler“ mit Bosch zum reinen „Technikbezieher“ (und „Bereitsteller“ von Testfahrzeugen) bei Luminar.
Hier eine ganz gute Übersicht was in der Welt da aktuell so abgeht:
https://mixed.de/autonomes-fahren-die-robo-autos-von-google-apple-baidu-und-co/

Cornelius
Reply to  Snoubort
3 Monate zuvor

Die aufgezählten Robotaxi-Projekte befinden sich allesamt im Versuchsstadium, mit maximal ein paar Hundert Nutzern. Sie müssen doch zugeben, dass ein Produkt, welches bald einem Kundenkreis von Hunderttausenden von Nutzern angeboten wird, weiter fortgeschritten ist. Bei Google gibt es überhaupt keinen Einblick, wie gut sich die Technologie skalieren lässt. Die Autos fahren zwar augenscheinlich alleine, aber wie viele Techniker unter Umständen in einem Kontrollzentrum sitzen, die Autos überwachen und in Problemsituationen aus der Ferne eingreifen, weiß niemand.

Snoubort
Reply to  Cornelius
3 Monate zuvor

Also sagen wir mal so, bisher fahren erheblich mehr von diesen „Robos“ rum – als MBs mit Level 3. Und ich glaube nicht dass sich dieses Bild so schnell drehen wird.

Simon_220
3 Monate zuvor

autonomes Fahren nach Level 3. Genehmigt ist dazu eine Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h ohne autonomen Spurwechsel. Das Einsatzgebiet des DRIVE PILOTSs erstreckt sich dazu ausschließlich auf Autobahnen, während man auf der Landstraße oder Stadt das System bislang nicht nutzen kann.

Ist dann dort nur das bisher bekannte teilautomatisierte Fahren möglich mit Lenk-Assistent, was man ja aus bisherigen Systemen der Mercedes-Benz Palette kennt oder gibt es da dann gar keine Option mehr?

Lackfarbe
Reply to  Simon_220
3 Monate zuvor

Interessante Frage.

Anzeige:
Cornelius
Reply to  Simon_220
3 Monate zuvor

Ja, der Level 3 Pilot wird zusätzlich zu den bestehenden Level 2-Assistenten angeboten und ersetzt diese nicht.

LMK
Reply to  Cornelius
3 Monate zuvor

Ergänzende Frage: Wurden denn dann damit ( höherer technischer Input ) auch die bisherigen Level 2 Assistenten auf ein höheres Niveau gehoben? Also evtl.weniger „Ausklinkfälle“. Danke schon mal im Voraus.

Cornelius
Reply to  LMK
3 Monate zuvor

Das weiß ich nicht, das glaube ich aber nicht. Mit höherem technischen Input meinen Sie vermutlich das LIDAR-System, welches für Level 3 benötigt wird. Dieses ist ja im Prinzip nur ein Abstandsmesser in jede Richtung. Mit Hilfe des LIDAR kann das Fahrassistenzsystem verifizieren, dass die softwaregestützte Bilderkennung keine Hindernisse übersehen hat. Somit erhöht es vor allem die Sicherheit des autonomen Fahrens.

Das LIDAR bringt aber z.B. keinen Mehrwert beim Erkennen von farblichen Fahrbahnmarkierungen. Dies erfolgt weiterhin mit der Kamera. Und wenn die softwaregestützte Bilderkennung nicht mehr in der Lage ist, den Verlauf der Fahrspur zuverlässig zu erkennen, dürften die Assistenten weiterhin aussteigen.

Ronnie
3 Monate zuvor

https://youtu.be/Ai7ew3hHm5U
6 Zylinder ist doch wieder dabei!? Wow!