Mit dem EQE Modell bietet Mercedes-Benz eine elektrische Business-Limousine an. Versprochen werden ein kraftvoller Antriebsstrang und eine langstreckentaugliche Reichweite. Wir sind die Stufenheck-Limousine als EQE 350+ mit Heckantrieb bereits vorab der Händlerpremiere rund um Frankfurt probegefahren.

Erste EQE Testfahrt - die Business-Limousine im Maßanzug

Stufenheck-Limousine auf EVA2-Fahrzeugarchitektur

Mercedes-Benz verspricht mit dem EQE Modell eine repräsentative Stufenheck-Limousine mit den Designelementen eines kraftvollen Sport-Coupés, was bereits im Stand Fortschritt und Dynamik verkörpern soll. Dabei zeigt sich das Modell regelrecht als kleinere Variante des EQS Modells – jedoch mit einigen Unterschieden.

Mercedes-EQ Fahrzeug mit typischer Frontpartie

Während die Frontpartie des EQE auf den ersten Blick als Mercedes-EQ Fahrzeug erkennbar ist und man die coupéhafte Dachlinie und dessen Design bereits vom EQS Modell kennt, basiert das Modell zwar ebenso auf der neu geschaffenen EVA2-Fahrzeugarchitektur, – jedoch mit gekürztem Radstand. Genau dieser ist auch der Grund, warum man in der „Business-Limousine“ eine andere Art des Kofferraumdeckels wählt. Während der EQS eine großzügige Öffnung am Heck -mit am Dach angeschlagenen Scharnier – bietet, muss man im EQE mit einem kleineren Kofferraum sowie dessen Öffnung vorliebnehmen.

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Erste EQE Testfahrt - die Business-Limousine im Maßanzug

Zum Marktstart bietet man das EQE Modell bekanntlich mit dem 215 kW / 292 PS starken EQS 350+ mit reinem Heckantrieb sowie dem Mercedes-AMG EQE 43 4MATIC an. Die Preise für die Startmotorisierungen liegen bei 70.626,50 Euro für den EQE 350+ sowie 103.827,50 Euro für das Modell aus Affalterbach. Aufgrund fehlender Teile von Zulieferern gibt es die Heckantriebsvariante zuerst im Jahr 2021 und im beschränkten Zeitraum als exklusives und vorkonfiguriertes Edition 1 Modell.

Batterie und technische Daten

Bei der Batterie bietet man für den EQE 350+ aufgrund des kürzeren Radstands gegenüber dem EQS nur eine zehnmodulige 90.56 kWh Batterie an, die allein schon 557 kg auf die Waage bringt. Das Leergewicht des EQE 350+ beläuft sich in Summe auf 2.355 kg, die Zuladung auf 525 kg. Die elektrische Reichweite liegt bei maximal 654 km.

Erste EQE Testfahrt - die Business-Limousine im Maßanzug

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Ladegeschwindigkeiten per AC und DC

Geladen wird der EQE in Serie dreiphasig mit 11 kW AC, – optional mit 22 kW. Am Schnelllader ist eine Ladeleistung von maximal 170 kW möglich, wodurch innerhalb von 15 Minuten bis zu  250 km Reichweite nachgeladen werden können. Die Ladezeit mittels 11 KW / 22 KW von 10 auf 100 % SoC beträgt 8 Stunden 15 Minuten bzw. 4 Stunden 15, bei DC-Ladung – von 10 auf 80 % SoC – bei 32 Minuten.

Erste EQE Testfahrt - die Business-Limousine im Maßanzug

Interieur

Der Look des EQE ähnelt dem EQS-Modell, ist aber deutlich kleiner. Tatsächlich sind aber hier auch Armaturentafel und Mittelkonsole, aber auch der optionale „Hyperscreen“ nahezu identisch. Im Gegensatz zum EQS geht es zwar nicht so luftig zu, es bleibt aber ungewöhnlich viel Platz für bis zu fünf Personen. Nur im EQE gibt es hingegen in den Grundausstattungen einfachere Sitze, die man im EQS nicht erhält. Die Multimediaausstattung mit MBUX ist bekannt und funktioniert gewohnt bestens.

Erste EQE Testfahrt - die Business-Limousine im Maßanzug

Im Fond ist der Unterschiedlich zum EQS Modell jedoch deutlicher, auch wenn das Platzangebot auf den hinteren Plätzen tatsächlich hervorragend ist. Hier bietet der EQE nahezu so viel Platz, wie die Langversion der E-Klasse für den chinesischen Markt. Ein Kompromiss zeigt sich dafür am Heck: durch den Verzicht auf die große Heckklappe des EQS – damit keine Scharniere in den Fahrgastraum hereinragen – gibt es lediglich eine kleine Kofferraumklappe.  Auch wenn das Kofferraumvolumen bei noch guten 430 Litern liegt, kann es beim Urlaubstrip mit Familie und Kinderwagen knapp werden. Hier hilft ggf. die Dachlast aus, die beim EQE bei 100 kg liegt. Gerüchte sagen jedoch, dass man hier mit einer anderen Karosserievariante noch Abhilfe schaffen will.

Beim Kofferraum haben wir den unteren Boden effektiv mit rund 86 cm Breite gemessen, sowie eine Tiefe von ca. 87 cm. Die maximale Ladehöhe lag bei gemessenen 54 cm. Der darunter liegende Ladeboden  hatte eine Höhe von  ca. 10 cm, ist aber nur wenig nutzbar.

Von der Materialanmutung fanden wir keinerlei Punkte der Kritik, zumal beim gefahrenen Vorserienmodell es weder irgendwo klapperte, noch die verwendeten Materialen Anlass zur Kritik erzeugten.

 

Fahrtest in der Heckantriebs-Variante EQE 350+

Aufgrund des hohen Gesamtgewichts haben wir keine großartigen Wunder im Bereich der Längsdynamik erwartet. Die 350+ Variante beschleunigt aber doch sehr spontan und mit Nachdruck, bevor die Leistungskurve im Bereich der Richtgeschwindigkeit dann etwas abfällt. Der Vortrieb endet beim EQE 350+ bei 210 km/h, was wir im Fahrtest auch erreichen konnten.

Die Leistung bringt die Heckantriebsvariante dabei sehr gut auf die Straße, lediglich auf leicht nasser Fahrbahn hatten wir kurzzeitig einen kleinen Gripverlust. Bei Elektroantrieben favorisieren wir deshalb eine Allradvariante.

Erste EQE Testfahrt - die Business-Limousine im Maßanzug - Fahrtest - Erfahrungen

Fahrwerk auf Business-Niveau

Mittels variabler Luftfederung – bei uns aber ohne Allradlenkung – zeigte sich der EQE mehr als agil und jederzeit gut beherrschbar. Auf engen Straßen und kurvigen Wegen machte das Fahrzeug sogar regelrecht noch mehr Spaß. Vorteilhaft ist hier auch die Gewichtsverteilung des Modells, die bei rund 50:50 liegt – unabhängig der jeweiligen Motorisierung – sowie der tiefe Schwerpunkt aufgrund der Positionierung der Fahrbatterie.

Das Fahrzeug möchte sich auf E-Klasse Niveau bewegen, überragt diese für unsere Begriffe jedoch deutlich – abgesehen von der Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h.  Die Lenkung reagiert spontan und direkt, wobei man so manche Kurve auch gern ein wenig enger nehmen kann. Bewegt man sich an der Ideallinie, wird man vom Fahrzeug keinesfalls negativ überrascht. Die neue Lenkradgeneration liegt dazu gut in der Hand, auch wenn die kapazitive Bedienung und weiterhin nicht zusagt.

Das wir ohne optionaler Hinterachslenkung unterwegs waren, ist uns hingegen so schnell gar nicht aufgefallen – zumal das Fahrzeug uns trotz dessen sehr wendig und komfortabel beim Rangieren vorkam. Um die City-Wendigkeit oder von der Wendekreisreduzierung noch zu erhöhen, sowie eine noch bessere Hochgeschwindigkeitsstabilisierung zu erhalten, sei diese Option aber doch ans Herz gelegt.

Erste EQE Testfahrt - die Business-Limousine im Maßanzug

Erste EQE Testfahrt - die Business-Limousine im Maßanzug

Antritt der Motorisierung

Die 215 kW / 292 PS und 565 Nm Drehmoment im EQE 350+ überzeugen schnell – zumal man so innerhalb von 6.4 Sekunden auf die 100 km/h Marke beschleunigen kann. Wer noch mehr Antrieb benötigt, kann dazu aktuell nur das EQE 43 Modell wählen. Für unsere Ansprüche reicht das EQE 350+ Modell mit 215 kW jedoch haushoch, auch wenn wir selbst auf die (doch viel später) kommende EQE 350 4MATIC Variante warten würden.  Im Sommer wird es aber auch noch den EQE 500 4MATIC mit beachtlichen 300 kW geben.

Die Rekuperationstufen sind – wie vom EQS gewohnt – über die Lenkradpadels einstellbar und reicht bis zum One-Pedal-Driving. Gut funktioniert hier die „D-Auto“ Einstellung, was bei abschüssigen Strecken segelt und bei stärkeren Neigungen automatisch auf die passende ideale Rekuperation umstellt.

Erste EQE Testfahrt - die Business-Limousine im Maßanzug

Fahrkomfort & Geräuschniveau

Auf unserer Testfahrt fuhren wir grundsätzlich ohne Radio oder den zur Verfügung stehenden Klangwelten. Beeindruckend war hier die Stille im Innenraum, was vor allen an der guten Dämmung und der Doppelverglasung liegen mag. Lediglich ein minimales Summen des E-Motors war ab und an zu vernehmen. Die Dämmung des Fahrzeuges ist der Klasse entsprechend hoch.

Auf längeren Strecken lässt es sich im EQE zumal wunderbar entspannen, wobei sich das Modell leise und lässig über die linke Spur fahren lässt.  Die verbauten Sitze sind bequem und bieten einen recht guten Seitenhalt. Genauso stellen wir uns eine Business-Limousine vor, die einen auch nach längeren Strecken noch entspannt aussteigen lässt.

 

Testverbrauch & Ladegeschwindigkeit

Bei unserer Testfahrt war der Verbrauch nicht unbedingt repräsentativ.  Wir konnten bei gemütlicher Fahrt durch die Frankfurter Innenstadt mit einigen Teilen des ländlichen Umlandes aber einen Verbrauch von unter 16 kWh erreichen.  Eine Fahrt auf der Autobahn mit Reset des Bordcomputers zeigte uns bei 130-140 km/h zwischen 19-20 kWh an. Da wir nur knapp 30 km auf der Autobahn fuhren, sollte man diesen Verbrauch auf längeren Strecken durchaus nochmals drücken können. Mercedes-Benz gibt den WLTP-Verbrauch des EQS 350+ mit 18.7-15.9 kWh an.

Auf eine Wärmepumpe wird im EQE hingegen ebenso verzichtet, wie Mercedes-Benz dies beim EQS tut. Als Begründung verweist man auf die gesamte Effizienz des Fahrzeuges.

Bei der Ladegeschwindigkeit beträgt die maximale Ladeleistung an Schnellladern (DC) bei 170 kW, wobei man innerhalb von 32 Minuten von 10 auf 80 % SoC (netto) laden kann. Nach unserer Kenntnis erfolgt der Peak in der Ladekurve bei rund 20-30 % und fällt danach ab.  Die Kurve selbst ist dabei aber ähnlich zum EQS. Wir selbst konnten bei einen Test mit 50 % SoC noch eine maximale Geschwindigkeit von 140 kW ermitteln.

Wie beim EQS: Keinerlei Reichweitenangst

Wie auch alle anderen EQ-Modelle von Mercedes-Benz bietet der EQE eine mehr als komfortable und sicher funktionierende Routenberechnung an. Hier werden zuverlässig die Ladestopps & Dauer entsprechend berücksichtigt und in die Routenberechnung bequem mit einbezogen und ggf. aktualisiert. Dabei lassen sich die Ladepunkte in der Ladegeschwindigkeit selektiv anzeigen. Nicht möglich ist es, bestimmte Ladesäulenbetreiber speziell auszuwählen oder zu ignorieren.

Während bei der Routenberechnung die Batterie automatisch vortemperiert wird, ist das im EQE nun separat mittels eigener Funktion aktivierbar – ohne eine Routenführung zu starten. Ein entsprechendes Update sollte in Kürze auch für die EQS-Modelle verfügbar sein.

Erste EQE Testfahrt - die Business-Limousine im Maßanzug

Was uns aufgefallen ist

  • Kofferraumvolumen ausreichend
  • Motorhaube vorne nur vom Service zu öffnen
  • Agiles Fahrzeug mit überschaubaren Energieverbrauch
  • Keine Wärmepumpe
  • Türtaschen in Hartplastik – nicht mit Filz ausgekleidet
  • Zuverlässige Navigationsführung unter Einbeziehung notwendiger Ladestopps

Wichtigste technische Daten:

  • 946 mm lang, 1.961 mm breit (mit geöffneter Fahrertür 2.952 mm)
  • Breite über beide Außenspiegel: 2.103 mm, mit angeklappten Spiegeln: 1.936 mm
  • Fahrzeughöhe 1.510 mm
  • Gewicht 2.355 kg, Zuladung 525 kg, zul.GG: 2.880 kg.
  • Stützlast: 75 kg, Anhängelast 750 kg
  • Wendekreis 12,5 Metern
  • Spurweite 1.637 mm vorne, 1.647 mm hinten, Radstand 3.120 mm

 

Fazit: EQE – die Business-Limousine 

Der Mercedes-Benz EQE 350+ aus dem Werk Bremen ist aktuell unsere sinnvollste Wahl bei den Motorisierungen des Modells, wobei wir immer auf eine 4MATIC-Variante ausweichen würden.  Abgesehen von kleinen Einschränkungen im Ladevolumen – gegenüber einer aktuellen E-Klasse-  steht das EQE Modell der Verbrenner-Limousine in keinen Punkt nach. In Summe macht das EQE Modell seine Arbeit sogar besser und ist für uns (aktuell) das interessanteste & effektivste Fahrzeug der Stuttgarter.

Wer auf das Geld nicht schauen muss und für die Elektromobilität offen ist, sollte also zugreifen.

Ausstattung des Testwagens

EQE 350+ Grundpreis 70.626,50 Euro, Zubehör 36.085,75 Euro ./. Hersteller-Umweltbonus von 2.975 Euro = Gesamtpreis 103.738,25 Euro.

  • Edition 1 – 9.520 Euro
  • AMG Line Exterieur 464,10 Euro
  • 21“ AMG Leichtmetallräder im Vielspeichen-Design 2.142 Euro
  • Akustik-Komfort Paket 1.071 Euro
  • MANUFAKTUR Lack alpingrau uni 392,70 Euro
  • Kühlerverkleidung mit Mercedes-Benz Pattern 357 Euro
  • DIGITAL LIGHT mit Projektionsfunktion 0,00 Euro
  • Geräuschoptimierter Reifen mit Schaumobsorber 0,00
  • Projektionsfunktion über Scheinwerfer-Symbole 0,00
  • ENERGIZING AIR CONTROL Plus 535,50 Euro
  • Lenkradheizung 309,40 Euro
  • Innenhimmel Stoff nevagrau 0,00
  • Vordersitz links und rechts verstellbar mit Memory-Funktion
  • Premium Paket Plus 17.689,35 Euro
  • AIRMATIC 2.082,50 Euro
  • TV-Tuner 1.178,10 Euro
  • Multifunktions-Telefonie 345,10 Euro
  • Display-Paket 0,00
  • Fahrassistenz-Paket 0,00 Euro
  • Park-Paket mit 360 Grad Kamera 0,00 Euro
  • PRE-SAFE Impuls Seite 0,00 Euro
  • URBAN GUARD Fahrzeugschutz Plus 0,00 Euro
  • Kofferraumdeckelfernschließung 0,00 Euro
  • KEYLESS GO 0,00 Euro
  • Head-Up Display 0,00 Euro
  • Aktive Ambientebeleuchtung 0,00 Euro
  • Burmester 3D-Surround Soundsystem 0,00 Euro

Bilder: MBpassion.de sowie Mercedes-Benz Group AG

51 Kommentare
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Gf2k
5 Monate zuvor

Abgesehen von kleinen Einschränkungen im Ladevolumen – gegenüber einer aktuellen E-Klasse- steht das EQE Modell der Verbrenner-Limousine in keinen Punkt nach.

Das mag meine subjektive Meinung sein und über Geschmack lässt sich ja auch hervorragend streiten, aber im Design steht es der E-Klasse absolut nach. Die ist zwar zur MoPf schon schlechter geworden aber die Seitenlinie sieht immer noch aus wie eine richtig schöne Mercedes Limousine. Wieso dieses Fahrzeug das nicht kann oder darf verstehe ich nicht. Muss man die letzten 2-3% cw-Wert ausquetschen und dafür die komplette Markenidentität verlieren? Wieso muss das Auto so hoch sein? Ich finde beide Punkte hat Porsche mit dem Taycan deutlich besser hinbekommen und seit der Konfigurator online ist, habe ich gemerkt dass der Taycan Basis vom EQE350+ preislich nicht so weit weg ist.

harry
Reply to  Gf2k
5 Monate zuvor

@Gf2k Absolut Deiner Meinung. Porsche und Audi bekommen es leider wirklich besser hin.

Benzfahrer
Reply to  harry
5 Monate zuvor

Bei Audi bin ich da aber ganz anderer Meinung.
Vor allem die Fronten sind total hässlich.
Und die A6 eTron Avant Studie ist einfach nur schlimm. Der totale Design-Overkill oder besser gesagt: Ein Albtraum!
So etwas würde ich, wenn überhaupt, nur im dunkeln und ohne Beleuchtung fahren, damit mich keiner sieht.

xxx
Reply to  harry
5 Monate zuvor

Mercedes ist langsam ein Witz !!!
die Autos haben immer schlechteres Qualität und werden trotzdem immer teurer!
Habe bis jetzt über 10 Mercedes gehabt aber jetzt ist schluss – ich gehe, wie auch die meisten Mercedes Kunden zu BMW!!!
Schämmt euch Mercedes !!!

Snoubort
Reply to  Gf2k
5 Monate zuvor

„Muss man die letzten 2-3% cw-Wert ausquetschen und dafür die komplette Markenidentität verlieren?“:
BMW wird in Kürze den I7 präsentieren, der direkte Vergleich zum EQS wird dann genau darauf eine Antwort geben – bin gespannt wie das Duell ausgehen wird, bei Tests und im Markt.

Thomas
Reply to  Gf2k
5 Monate zuvor

Ich denke das Hauptproblem des EQE wie auch des EQS, ist das diese designtechnisch keine Mercedes Fahrzeuge mehr sind.

Ich habe mir nun lange Zeit gelassen um das Design zu verstehen, aber ich fühle es nicht und ich will es auch nicht… Ich lehne dieses Design bei einer Marke wie Mercedes-Benz ab.

Die Haubenlösung am vorderen Radkasten wirkt wie bei einem Honda-Civic… Das Bow Design ist nicht MB-Like…

Technisch gesehen, ist ein Taycan obwohl er schon 2 Jahre am Markt ist sicher weit vor dem EQE.

Und das allerschlimmste der Taycan ist eines der schönsten Autos generell und hat den selben CW-Wert wie der EQE…

Ich beobachte die Entwicklung bei Mercedes ganz genau, aber die Richtung EQS,EQE, SL, etc… deuten wohl auf das Ende einer Dekade mit wunderschönen MB Fahrzeugen hin. Es sieht so aus, als hätte MB sein Peak vor ca. 2 Jahren gehabt… Ich hoffe auf das Gegenteil, aber mit dem EQ* Portfolio wird man am Markt auf dem hohen Niveau nicht mehr bestehen können…

Zuletzt editiert am 5 Monate zuvor von Thomas
Nailzz
Reply to  Thomas
5 Monate zuvor

Generell muss ich Dir bei den EQ Modellen Recht geben.
 
Das Design vom neuen SL und C-Klasse, finde ich aber durchaus gelungen.
Sehr schnittig und modern.
 
Die große Frage ist, wie sich die kommende E-Klasse (214) gegenüber den EQ Modellen schlagen wird.
 
Ich hoffe, dass Mercedes noch in Zukunft zweigleisig fährt und den Kunden eine „Elektroalternative“ zu den Verbrennern liefert, oder anders rum.
 
Aber das Design ist wie immer eine Geschmackssache

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Benzfahrer
Reply to  Nailzz
5 Monate zuvor

Bei den praktischen Eigenschaften wird der W/S214 locker mit dem EQE mithalten können, wenn nicht sogar übertreffen.
Vor allem, weil es ihn weiterhin als T-Modell gibt.
Und das Design wird sicher auch eher nach Mercedes aussehen.

Zuletzt editiert am 5 Monate zuvor von Benzfahrer
Tom Glaids
Reply to  Thomas
5 Monate zuvor

Ich muss Dir leider zustimmen… Obwohl ich hoffe, dass sich das zukünftige EQ-Design wieder in Richtung eines einzigartigen Markendesigns bewegt.

Simon says
Reply to  Thomas
5 Monate zuvor

“Deuten wohl auf das Ende einer Dekade mit wunderschönen MB Fahrzeugen hin. Es sieht so aus, als hätte MB sein Peak vor ca. 2 Jahren gehabt… Ich hoffe auf das Gegenteil, aber mit dem EQ* Portfolio wird man am Markt auf dem hohen Niveau nicht mehr bestehen können…”

Ja, da überlegt man nicht nur, ob das nächste Auto überhaupt noch von Mercedes kommt, sondern auch, ob man nicht so langsam seine Aktien los werden sollte. Bisher immer gut mit gefahren und 21 kann sich sehen lassen. Aber die Selbstgeisselung 2030 unter diesem VV wird zum Genickbruch werden – egal wie grün Deutschland noch werden mag.
Anstands-Wauwaus möchte kein Autokäufer, erst Recht nicht im Rest der Welt. Die Anderen können gern Lastenrad fahren – jeder wie er mag!

Engelbert
Reply to  Gf2k
5 Monate zuvor

Der entscheidende Unterschied ist: der Porsche will wie ein Porsche aussehen, Mercedes tut spätestens seit GW alles dafür NICHT wie ein Mercedes auszusehen! Sämtliche Stilelemente, bis hin zum Stern, werden systematisch ausgemerzt.
Klingt komisch, ist aber so…

Marc W.
Reply to  Engelbert
5 Monate zuvor

Ist es da ein Wunder, dass man sich als “klassischer” Benzfahrer unwillkommen fühlt ? Als einst glühender Markenfan habe ich mittlerweile Aversionen, MB-Vertretungen zu betreten.
Und, oh Schock, in München gehts jetzt auch los (7, iX, XM..) 🙁

Snoubort
Reply to  Engelbert
5 Monate zuvor

Nicht „spätestens“…

Benzfahrer
Reply to  Gf2k
5 Monate zuvor

Abgesehen von kleinen Einschränkungen im Ladevolumen – gegenüber einer aktuellen E-Klasse- steht das EQE Modell der Verbrenner-Limousine in keinen Punkt nach.

In keinem Punkt nach????
Anhängelast:
EQE: lächerliche 750kg; W213: 2.100kg!

Fahrzeugbreite:
EQE 1,96m; W213 1,86m. Das sind beim EQE genau 10cm zu viel für viele Garagen und Parkplätze!

Und eine echte Stufenhecklimousine ist der W213.
Der EQE ist für mich eher so etwas wie der CLS.

Auch wenn das Kofferraumvolumen bei noch guten 430 Litern liegt, kann es beim Urlaubstrip mit Familie und Kinderwagen knapp werden. Hier hilft ggf. die Dachlast aus, die beim EQE bei 100 kg liegt. Gerüchte sagen jedoch, dass man hier mit einer anderen Karosserievariante noch Abhilfe schaffen will.

Kommt doch noch ein alltagstaugliches T-Modell mit ordentlicher Anhängelast?

Zuletzt editiert am 5 Monate zuvor von Benzfahrer
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JM13
Reply to  Benzfahrer
5 Monate zuvor

Der EQE ist eine Fehlkonstruktion für eine Familie mit Bedarf an Kofferraumvolumen wie bei der E- und CLS-Klasse. Wir hoffen daher auf das EQE SUV-Modell.

Dietmar Johnen
Reply to  Markus Jordan
5 Monate zuvor

SUV!? Autos, die wer braucht? Die Mercedes Benz Group täte besser daran haptisch erstklassiges Material in allen Baureihen zu verarbeiten, ansprechende Lackierungen, Polsterfarben anzubieten. Außerdem werden die Vordersitze immer schmaller. Ich warte auf den Tag an dem vier Räder nur noch in einem Ausstattungspaket angeboten werden. EQS und EQE sind attraktive Autos. Ja, es ist richtig, daß diese Autos sich im Design zu den anderen Modellen unterscheiden. Eine neue Technologie, die die Verbrenner leider in der Zeit als abgelaufen erscheinen lässt.

Benzfahrer
Reply to  JM13
5 Monate zuvor

Was willst Du mit einem klotzigen SUV?
Es geht nichts über ein elegantes T-Modell!

JM13
Reply to  Benzfahrer
5 Monate zuvor

Wir wollten auch nie einen SUV. Aber wenn die Fahrzeughöhe genutzt wird, um mehr Akkukapazität einzubauen, spricht das mittlerweile für einen SUV. Es sei denn man fährt regelmäßig mit 200 über die Autobahn. Dann ist ein SUV Konzept schlecht und ein T-Modell ideal.

Ralf
Reply to  Gf2k
5 Monate zuvor

Na ja, so grob 10.000 bis 20.000 Euro Unterschied sind es schon, wenn man ins Standard-Taycan-Modell die große Batterie einbaut und die Ausstattung annähernd gleich nimmt.
Meine Konfiguration kommt auf 115.000 Euro und hat nur das Nötigste. Da ist der Testwagen mit 103.000 Euro bei MB schon gut bestückt.

Wie sieht es eigentlich aktuell mit Rabatten aus?
Bei Porsche war ja ein Rabatt von 0 % beim Taycan möglich. 🙂

Nico
Reply to  Gf2k
5 Monate zuvor

Also bei der Gestaltung wollten die Designer wohl klar mit neuen Proportionen experimentieren. Die klassische Limousinenform ist mit den Anforderungen des Verbrenner-Packagings entstanden. Ein Elektroauto, dass sich daran fest klammert, nutzt nicht die Vorteile der neuen Komponenten. Mit der Zeit wird man sich daran gewöhnen. Und man wird in zukünftigen Iterationen neue Proportionen finden, die als schön empfunden werden. Aber einer muss sich trauen und Konventionen brechen.
Ein Taycan ist so niedrig, weil er keine Batterien (-> weniger Reichweite) im Fußraum der hinteren Passagiere hat und hinten nur kleinwüchsige Platz haben. Außerdem hat man keinen Rollo am Glasdach. Würden sie gern alle diese Kompromisse eingehen?

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Snoubort
Reply to  Nico
5 Monate zuvor

Zum letzteren: nein, dafür gibts ja dann den Gran Turismo

Merser
5 Monate zuvor

Danke für den Fahrbericht! Klingt gut, vor allem der Verbrauch Kofferraum ist mir trotzdem zu klein, von daher… könnt Ihr mehr zu diesem Satz sagen:
“ Gerüchte sagen jedoch, dass man hier mit einer anderen Karosserievariante noch Abhilfe schaffen will” – Shooting Brake??
Ansonsten fand ich auf der IAA die Kopffreiheit hinten knapp…
Ich bin daher sehr auf den EQE SUV gespannt…

Michael
Reply to  Merser
5 Monate zuvor

Für mich ist der Kofferraum auch viel zu klein. Als T-Model wäre dieses Fahrzeug sehr interessant.

Mal schauen wie der EQE SUV wird. Bisher habe ich um SUVs immer einen Bogen gemacht.

Grüße
Michael

Ralf
5 Monate zuvor

Sollte die Wärmepumpe nicht noch kommen? Irgendsowas hatte doch mal jemand von MB bei auto-motor-sport verlauten lassen, oder?

Pano
5 Monate zuvor

Es könnte eine weitere Karosserievariante geben? Also eine Art Shooting Brake wie es Ende letzten Jahres die Auto Zeitung vorschlug? Wäre interessant aber ich würde nicht darauf wetten. Das Angebot an Kombis wird ausgedünnt und der CLS SB war toll und mutig aber hat sich leider nicht gerechnet. Aber, you never know…
Grüße
Pano

Zuletzt editiert am 5 Monate zuvor von Pano
Ralf
5 Monate zuvor

Bei aller Kritik zum Design: In Natura sehen die Teile deutlich besser aus. Das transportieren die Bilder nicht. Ich hatte einen EQS mit AMG-Paket und in schwarz zu Verfügung – und das Teil wirkte sportlich und breit. Auf Bildern sieht es eher aus wie ein Klumpen.
Und der EQE, mit weniger “X-Bow” wirkt für mich sogar auf Bildern schon besser.

Benzfahrer
Reply to  Ralf
5 Monate zuvor

Ich habe auch schon einen schwarzen EQS gesehen.
Das Teil ist und bleibt ein Klumpen!
Was daran sportlich sein soll, erschließt sich mir nicht.

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Ralf
Reply to  Benzfahrer
5 Monate zuvor

Schulterpartie (über den Hinterrädern) zum Beispiel.
Es ist dadurch kein Sportwagen, aber er steht schon “satt” auf der Straße.

Beim EQE ist es deutlich besser gelöst.
Wobei eine Sache stört mich im Design enorm: Diese Fuge der A-Säule in den Radhauskasten! Das nimmt bei hellen Lacken dem Auto jegliche Länge und macht die Motorhaube noch kürzer. Das hätte man echt besser machen können. Das hat auch sonst kein Mercedes. Gerade ein so langes Auto bei der “Motor”-haube so einzukürzen ergibt keinen Sinn.

Thomas
Reply to  Ralf
5 Monate zuvor

Ein 120.000 Euro teurer optischer Kompromiss, ist kein guter Kompromiss…

Fakt ist die Autos sehen in Natura nicht viel besser aus, auch wenn man sich das für 120.000 Euro schönreden kann….

Porsche, Audi, Tesla bekommen es ja auch hin….

Das EQ Design ist vermutlich die größte Mercedes Enttäuschung der letzten 40 Jahre… Leider…

Ich kann es mir nicht schön reden und muss einen anderen Hersteller wählen…

Ralf
Reply to  Thomas
5 Monate zuvor

“Fakt ist” dir gefällt es nicht. Das braucht man nicht für alle als “Fakt” verkaufen und sich unschön reden, wie man will. 😉

Anton
5 Monate zuvor

Von der Materialanmutung fanden wir keinerlei Punkte der Kritik, zumal beim gefahrenen Vorserienmodell es weder irgendwo klapperte, noch die verwendeten Materialen Anlass zur Kritik erzeugten.

Auch wenn ich die Qualität dieses Blogs sehr schätze, so kann ich diese obige Aussage nicht nachvollziehen. Zahlreiche Tester auf Youtube (z. B. Car Maniac) weißen darauf hin, dass z. B. die unteren äußeren Türtaschen aus hartem Kunststoff bestehen. Bei einem Auto, bei dem ich in der nackten Basis über 70 000 Euro ausgebe, empfinde ich persönlich eine solche Qualität dann durchaus als kritikwürdig. Hier würde ich mir mehr objektivität von euch wünschen.

Eric
5 Monate zuvor

Der Verbrauch von 50 kw/h auf 100 km wenn man hin und wieder 200+ fährt zeigt doch das Problem dieser Akkuschrauber.
Ich gebe doch keine 100t€ aus, um als Wanderdüne mit 130 rumzuzuckeln.

Ich fahre eine 320 PS E-Klasse T Modell weil ich damit flott unterwegs sein kann. So um die 180 bis 200 ist meine angestrebte Geschwindigkeit bei freier Bahn.
Dazu noch day hohe Gewicht, kleiner Kofferraum und schlechtere Materialanmutung.

Wie soll ich damit denn zu dritt 1600 km in Urlaub fahren?

Für mich ist das leider nix.

Roswitha
Reply to  Eric
5 Monate zuvor

Da kann mal sehen, dass du für die E-Mobilität nicht gemacht bist und sie nicht verstanden hast.

Simon says
Reply to  Roswitha
5 Monate zuvor

Da stellt sich dann Frage, ob das nun das Problem des Herstellers oder des Nichtverstehers von E-Mobilität ist.
Ich glaube, es sind immer noch die Kunden, die über den Erfolg oder Misserfolg eines Produkts entscheiden. Auch wenn das einige gern anders hätten, aber wir sind ja nicht bei ‘Wünsch Dir was’!

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Eric
Reply to  Roswitha
5 Monate zuvor

Ich nehme die Büchsen erst ernst, wenn sie mir vergleichbare Eigenschaften zum gleichen Preis bieten.
Also erst, wenn sie den nächsten Sprung in der Technologie gemacht haben.
Allein dieser Förderungsschwachsinn, warum soll mir ein Friseur mit seinen Steuern mein neues Auto mitfinanzieren?

Ich denke eher du verstehst den Sinn und Unsinn und die Wirkungslosigkeit der Akkuschrauber nicht. Vor allem nicht die passenden Einsatzgebiete für diese Fahrzeuge.
Das kommt halt raus, wenn Technologie nicht ergebnisoffen diskutiert wird, sondern oktruiert wird.

Thomas
Reply to  Eric
5 Monate zuvor

Eric, leih dir mal nen Taycan… und glaub mir Du wirst Dir einen kaufen…

Das ist das beste E-Auto bis dato… Damit kannst du auch mal 200+ fahren ohne das die Reichweite signifikant sinkt..

Porsche hat da echt was mega geiles rausgehauen…

Eric
Reply to  Thomas
5 Monate zuvor

Ein guter Tipp, danke. Nur ist er mir zu teuer und zu unpraktisch.
Das Reichweitenproblem löst er auch nicht wirklich.
Im Sommer fahren wir immer zu dritt irgendwo nach Südfrankreich oder Italien, 1.500 km eine Strecke.
Da ist ein E-Klasse Kombi einfach perfekt für. Ich kenne keine E-Auto was das mit gleichem Komfort, Platz und Tempo schafft.

Thomas
Reply to  Eric
5 Monate zuvor

Porsche Taycan GTS Sport Turismo…

Knapp 600 PS, 500 km Reichweite… in 21 Minuten 400 km nachgeladen…

In Italien und Frankreich kann man eh nicht heizen, da schafft er die 500 km.

Erik
5 Monate zuvor

Fast 5m lang und nur 430l Kofferraum, was? Nichtmal ein Frunk fürs Ladekabel hat er.
Wo ist der ganze Raum hin?

JM13
Reply to  Erik
5 Monate zuvor

Das verstehe ich auch nicht, was die Entwickler da gemacht haben, denn der EQE wäre ein bestellbares Familienauto, aber so ist er raus. Wir müssen warten auf den EQE als SUV.

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Aleto
5 Monate zuvor

Ich frage mich, wie sich in 10 Jahren das dienstliche und private Reiseverhalten ändern wird. Sicherlich bin ich nicht repräsentativ, bin kein Pendler und bewege meinen S213 selten auf Kurzstrecke. Meine Frau fährt mit ihm ausschließlich Langstrecke, nach einem arbeitsreichen Tag 500-660 km heimwärts. Mit der Elektromobilität müssten sich ganze Arbeitsprozesse bzw. -organisation ändern. Zusätzliche Hotelübernachtung, damit man den Folgetag mit Ladestops irgendwann zu Hause ankommt. Für ein verlängertes Wochenende mal 500-600 km in die Berge oder an die See? Wird dann wohl sogar die Bahn schneller sein..

Hannes
Reply to  Aleto
5 Monate zuvor

Eine 600-km-Strecke mit einem EQE bedeutet doch einen, maximal zwei Ladestopps à rund eine halbe Stunde. Und man muss als Fahrer natürlich die Einsicht akzeptieren, dass es doch mehr Sinn macht, um die 130 km/h zu fahren statt abschnittweise >200 km/h – weil halt sonst noch mindestens ein weiterer Ladestopp dazu kommt, bei dem man die im besten Fall eingesparte Zeit wieder abgibt.

Ja, das bedeutet eine Umstellung von Verbrenner-Gewohnheiten. Ich nehme mich da selbst nicht aus, bin bis vor kurzem auch gern jenseits der 200 km/h über die Autobahn gebrettert. Aber schon die Erkenntnis, dass das in punkto „Erdöl verheizen” spätestens jetzt nicht mehr so ganz zeitgemäß ist, bremst einen da im wörtlichen Sinne doch etwas ein. Dabei muss man sich selbst gegenüber vielleicht auch zugeben, dass in die Höhe schießende Spritpreise das eigene Verhalten effektiver ändern als es abstrakte Überlegungen zum Klimawandel konnten. Wobei letzteres ja auf ein paar Jahrzehnte betrachtet wohl auch bedeutet, dass die Berge ein deutlich unattraktiveres Ziel würden, und die See deutlich näher rücken würde (gut, was dann auch wieder Fahrzeit spart – falls man in so einer Welt dann überhaupt noch über Wochenend-Trips nachdenkt).

Aber zurück zur aufgeworfenen Frage: Ja, 600 km brauchen elektrisch wahrscheinlich 1, 2 Stunden länger als im Idealfall mit dem Verbrenner. Also bei realistischem Vorankommen (wenn man diese Strecke nicht gerade nachts auf leerer Autobahn abspult) vielleicht 6 oder 7 Stunden statt 5. Aber eine zusätzliche Hotelnacht macht das doch auch noch nicht wirklich nötig, oder?

Und was das dienstliche Reiseverhalten betrifft: Vielleicht führen diese Rahmenbedingungen ja dazu, dass ein Termin, zu dem tatsächlich Teilnehmer über mehrere hundert km anreisen müssen, nicht mehr morgens um 9.00 Uhr, sondern vielleicht mittags um 13.00 Uhr angesetzt wird?

Hannes
Reply to  Markus Jordan
5 Monate zuvor

Volle Zustimmung! Die Sorge habe ich beim aktuellen Boom von E-Autos in der Tat auch. Wenn man als E-Fahrer erst ein paar mal die Erfahrung macht, dass man am geplanten Ladepunkt ankommt und dort keine Schnellladesäule mehr frei ist, wird das definitiv ein Abturner. Bin mal gespannt, wie oft das in der Praxis vorkommen wird (wie gestern in einem anderen Thread geschrieben, steht mir der Umstieg ja erst noch bevor)

Hannes
Reply to  Markus Jordan
5 Monate zuvor

In so einer Situation wäre meine Erwartungshaltung (Hoffnung?), dass nebendran noch irgendwas anderes steht – EnBW, Allego, EWE o.ä. Womit sich dann ggf. die Frage stellt, ob einem das Nicht-warten-müssen höhere Ladekosten wert ist. Liege ich da falsch?

Zuletzt editiert am 5 Monate zuvor von Hannes
Christoph
5 Monate zuvor

“Lediglich ein minimales Summen des E-Motors vom Zulieferer ZF war ab und an zu vernehmen.”

Kommt der elektrische Antriebsstrang bei der EVA2 Plattform nicht von ValeoSiemens?
EVA1 und 1.5 waren mit eATS von ZF ausgestattet.
Meine Källenius hat das mal in einer Podiumsdiskussion erwähnt.

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Cricho
5 Monate zuvor

Ich fahre sehr gern meinen MB und bin von Audi gewechselt, da der A6 mit seinem Touchscreen-Overkill nicht dem Preisniveau eines Fahrzeugs 20k+ entspricht.
MB kommt nun mit gleichen Unfug. Der Kofferraum aller EQ-Modelle im Verhältnis zur Außenlänge ist zu klein und das Design völlig unausgeteift.

So werde ich sicher mein Geld bei der Konkurrenz deponieren oder einen schönen jungen E400D holen.

Design und Ergonomie sind derzeit ein totaler Rückschritt.