„Vollgas gegen die Wand“ – Händlerverband kritisiert Luxusstrategie von Mercedes

Die Händlerverbandsspitze von Mercedes-Benz kritisiert in einem vierseitigen Schreiben die Luxusstrategie des Stuttgarter Autobauers, wie das Magazin BusinessInsider berichtet.  Der Verband kritisiert dabei nicht nur die hohen Preise, sondern ebenso die Qualität der Fahrzeuge. Parallel wird auf den aktuellen Auftragseingang verwiesen, der „historisch niedrig“ sein soll.

 

Gier statt Luxusstrategie ?

Das Schreiben des Verbands der Mercedes-Benz Vertreter e.V. (VMB) richtet seinen Brief an die beiden Mercedes-Manager Jörg Heinermann – als Leiter Mercedes-Benz Cars Vertrieb Deutschland – sowie Carsten Dippelt als Leiter Vertrieb & Marketing Neufahrzeuge Mercedes-Benz Pkw Deutschland und beinhaltet zahlreiche Warnungen, Mahnungen und Anklagen. So heißt es: „Das Image von Mercedes-Benz nimmt Schaden, unsere Kunden verstehen die eingeschlagene Strategie der Mercedes-Benz AG weniger als Luxusstrategie, eher als die der ‚Gier. (…) Auch für Luxus müssen die Preise passen, ganz zu schweigen von der Qualität. Besonders, wenn durch die Rezession die europäischen Märkte ohnehin am Boden liegen“. 

Auf der Händlerseite stützt man sich nicht auf die geplanten Umsatzzahlen, sondern auf die aktuellen Auftragseingänge. Mit Blick auf die schlechten Auftragseingänge heißt es im Schreiben: „dass zunehmend die Sorge unter den Agenten besteht, dass der Hersteller den deutschen Markt mit Vollgas gegen die Wand steuert.“ Im Detail heisst es: „Die schlechte AE-Situation („Auftragseingang“) seit Beginn 2023 und verstärkt ab Start VdZ („Vertrieb der Zukunft) eskaliert dermaßen, dass zunehmend die Sorge unter den Agenten besteht, dass der Hersteller den deutschen Markt mit Vollgas gegen die Wand steuert.“

Soweit wir informiert sind, sind die täglichen Auftragseingänge von Mercedes-Benz in Deutschland aktuell auf ein Drittel des üblichen Eingangs eingebrochen. Der Händlerverband schreibt in einem internen Schreiben vom 10.07.2023 seinen Mitgliedern sogar, das der Auftragseingang „historisch niedrig“ sei – ohne genaue Zahlen zu nennen (diese liegen uns jedoch vor!).  Der Kunde wende sich so gar ab und geht zur preiswerteren Premiumkonkurrenz von BMW und Audi.

Verfehlte Preispolitik ?

Nach Angaben der Händler sind die Gründe für die aktuell stark eingebrochenen Auftragseingänge vor allen an der völlig verfehlten Preispolitik zu suchen. Es sei demnach nicht richtig, das man unverändert an einer stetigen Preisspirale mit einer Kombination aus Listenpreisanpassungen über Modelljahresänderungen sowie einer durchgehenden Einführung der Paketlogik drehe. Aber auch an der Produktqualität von Mercedes-Benz gibt es Mängel, wie der VMB an seine Mitglieder schrieb – & die Kollegen von Mercedes-Fans.de auch berichten: „Die aktuelle Produktqualität ist ein Dauerthema, welches weit entfernt von der Luxusstrategie des Herstellers derzeit das Gegenteil abbildet. Seitdem wir dieses Thema (…) überdeutlich beim Vorstand angesprochen hatten, macht es nicht den Eindruck, als habe sich etwas verbessert. Besonders bei den Marktanläufen der C-Klasse oder beim SL stellen wir gravierende Nacharbeiten bei einem Großteil der Fahrzeuge fest. Eine Antwort auf die Situation hatte der Hersteller gegenüber uns bislang nicht. Natürlich bremst auch dies das den Auftragseingang, wenn die Mitarbeiter mehr mit psychologischen Maßnahmen am zurecht verärgerten Kunden beschäftigt sind als mit einem aktiven Vertrieb.“

Der Verband der Mercedes-Benz Vertreter (VMB) warnt dabei nachhaltig am Festhalten am eingeschlagenen Kurs der Luxusstrategie und robusten Preispolitik, Demnach wurde bei der Strategie falsch abgebogen, und der Kurs müsse umgehend korrigiert werden. Mit der Meinung steht der Verband aber auch nicht alleine da, zumal die Produktqualität der Fahrzeuge über mehrere Baureihen spürbar abgenommen hat – der Grundpreis im Gegensatz aber erhöht wurde. Auch unser Eindruck am Produkt von Mercedes-Benz hat sich in den letzten Monaten stark gewandelt – gerade das Prinzip „Preis hoch – und Qualität nach unten“ ist Neuwagenkäufern wohl eher schlecht vermittelbar.  Das konnte man „beim Daimler“ durchaus schon mal besser.

Starke Absatzzahlen im ersten Halbjahr

Die Kritik des Verbands steht jedoch im Gegensatz zu den zuletzt vom Konzern veröffentlichten Zahlen. So hat die Mercedes-Benz Cars im zweiten Quartal ein Absatzplus von sechs Prozent vorgelegt, auf 515.700 Einheiten. Ein „starkes Wachstum“ gab es auch im Top-End Segment (+12 Prozent, 84.000 Einheiten), bei AMG (+19 %), sowie Maybach (+39 %) und der G-Klasse (+29 Prozent). Die Verkäufe im ersten Halbjahr 2023 sind auf 1.019.200 Einheiten gestiegen. Wie der Konzern dazu sogar mitteilte. „vor allen dank starker Verkäufe in Deutschland (+22 Prozent)“. Interessant wird es also, wie die Verkaufszahlen im dritten Quartal 2023 aussehen werden.

Symbolbilder: Mercedes-Benz Group AG

215 Kommentare
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Frickleburt Frogfart
1 Jahr zuvor

Bingo. Und den Rest wird der Ausstieg aus dem Verbrenner erledigen!

Bernd Schneider
Reply to  Frickleburt Frogfart
11 Monate zuvor

Weltweit ist halt mehr Elektro als Verbrennmer gefragt

Frickleburt Frogfart
Reply to  Bernd Schneider
11 Monate zuvor

Und diese steile These können Sie sicher mit Zahlen belegen? GM hat z.B. gerade angekündigt, 1 Mrd. Dollar in die Weiterentwicklung des Hemi V8 zu investieren. Das machen die sicher nicht, wenns keinen Markt dafür gäbe. Bei VW stehen sich die Reiseföns die Reifen platt und die EQ-irgendwas verkaufen sich gerade – egal wo – miserabel. Also ich würde das mit der Nachfrage nach Elektro etwas differenzierter betrachten…

Stefan Camaro
Reply to  Frickleburt Frogfart
11 Monate zuvor

Der GM V8 ist ein toller Motor.
Sparsam, schöner Durchzug und toller Klang.
Bin sowohl den neuen Corvette V8 gefahren, als auch den aktuellen 5.3 aus den USA und den 6.2 in meinem.
Motorentechnisch hab es dort NIE etwas auszusetzen.

Dr.med. Alexander
Reply to  Frickleburt Frogfart
11 Monate zuvor

Nun wenn das Produkt stimmt, läßt sich ein E-Auto schon auch hervorragend verkaufen. So ist das Model Y von Tesla in 2023 bisher das meistverkaufte Auto der Welt.

Frickleburt Frogfart
Reply to  Dr.med. Alexander
11 Monate zuvor

Ein E-Auto lässt sich weltweit nur wegen staatlichen Dirigismus gut verkaufen. Sobald die ganzen Subventionen wegfallen, geht der Absatz ins Bodenlose. Und ob das Produkt stimmt, hängt auch von den individuellen Erwartungen ab – ich persönlich finde die amerikanischen Hartplastikwüsten nicht gerade attraktiv. Aber genau daran arbeitet MB ja gerade kräftig mit seinem Klavierlack-Kunststoff. Der neue X254 mit Premium Plus hat Schaltereinheiten verbaut, die sind in einem Dacia stabiler und wertiger ausgeführt.

Dr.med. Alexander
Reply to  Frickleburt Frogfart
11 Monate zuvor

Da haben Sie grundsätzlich Recht mit dem staatlichen Dirigismus. Nur dann müßten sich alle E-Autos gut verkaufen. Tun diese aber nicht. Also muss es schon auch am Produkt selbst liegen.

Lucman
Reply to  Dr.med. Alexander
11 Monate zuvor

Oder am Preis.Tesla hat alleine in den USA 6 mal die Preise gesenkt und auch mehrfach in Europa u.a. um wieder das komplette Förderprogramm für E-Autos zu bekommen . So kann man auch Marktanteile kaufen.

Dr.med. Alexander
Reply to  Lucman
11 Monate zuvor

Na und? was ist daran verwerflich. Das ist doch kunden- freundlich, zudem verdient ja Tesla immer noch genug an jedem Auto. Und denken Sie an die Preisreduktionen bei EQS und ID3 in China.

Lucman
Reply to  Dr.med. Alexander
11 Monate zuvor

Ich sage ja nicht das das verwerflich ist. Es hat aber auch Nachteile.Die Aktionäre waren jedenfalls nicht begeistert und die Gewinn-Marge ist auch kräftig gefallen und für die Gebrauchtwagen-Preise ist es auch nicht förderlich.

Dr.med. Alexander
Reply to  Lucman
11 Monate zuvor

Nun, die Tesla Aktie ist doch trotz der Preissenkungen gestiegen. Die Gewinn-Marge ist nicht kräftig gefallen, sondern ist zusammen mit Mercedes die höchste im PKW-Bereich (Ferrari etc. ausgenommen) Und bei den E-Autos sind gerade die Gebrauchtwagenpreise bei Tesla am höchsten.

Lucman
Reply to  Dr.med. Alexander
11 Monate zuvor

Deutliche Preisnachlässe haben den Gewinn von Tesla zu Jahresbeginn trotz eines Umsatzsprungs stark sinken lassen. Unterm Strich verdiente der Elektroautobauer von Starunternehmer Elon Musk in den drei Monaten bis Ende März 2,5 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) und damit 24 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Erlöse wuchsen um 24 Prozent auf 23,3 Milliarden Dollar. Analysten hatten mit etwas mehr gerechnet. Die Aktie fiel nachbörslich um knapp vier Prozent. Quelle Automobilwoche April 23

Lucman
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Ja, das ist richtig. Sehe ich genauso . Ein Grund für die vielen Preisnachlässe waren wohl auch hohe Lagerbestände in Europa.

driv3r
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Es hat ein Blinder mit Krückstock sehen können, dass Tesla ein Absatzproblem hat und das mit Preissenkungen gefüllt hat.

Snoubort
Reply to  driv3r
11 Monate zuvor

…oder einfach richtig einen rausgehauen hat. Das Model Y wird dieses Jahr das meistverkaufte Auto der Welt werden – ich sehe vor allem das Signal mit Preisen deutlich unter der Konkurrenz gute Renditen erzielen zu können. Für einen Hersteller, dem Dr. Z auch 2019 noch nicht zugetraut hat ein erfolgreicher Großserienhersteller werden zu können, ist das jetzt nicht so schlecht.

Snoubort
Reply to  Lucman
11 Monate zuvor

Sie haben sie „gekauft“ – weil sie es können! Weil sie wissen dass sie gegenüber der Konkurrenz eklatante Kostenvorteile haben.
Es ist bildet sich ein neuer Markt, in dem neue Pflöcke eingeschlagen werden – und da sind die von Tesla langsam ganz schön groß, und ganz schön gut verteilt.

Aber Källenius war sich ja sicher spätestens 2025 mehr BEVs als Tesla zu verkaufen…

Zuletzt editiert am 11 Monate zuvor von Snoubort
Rainer
Reply to  Frickleburt Frogfart
11 Monate zuvor

In CH gibt’s gar keine Subventionen. Teilweise wird einem (temporär) die KFZ-Steuer erlassen und es entfallen 4% Import-Steuern (dieses Jahr noch). Trotzdem werden davon noch mehr zugelassen als von irgendwas anderem.
Und die, die eines haben verkaufen es selten – man sieht das auf dem Gebrauchtmarkt. Wenn man das dann mit den ID.x vergleicht, weiss man was für Probleme da für die deutschen Hersteller entstehen.

Frickleburt Frogfart
Reply to  Rainer
11 Monate zuvor

In der Schweiz sind auch andere Bedingungen als in Deutschland. Der Strompreis liegt soweit ich weiß bei der Hälfte des deutschen und der Faktor „fehlende Infrastruktur“ fällt lange nicht so ins Gewicht wie in einem Flächenland. In der Schweiz bin ich mit einer vollen Akkuladung einmal quer durch und wieder zurück an meine heimische Steckdose. Und das mit den Gebrauchtpreisen wird sich in einigen Jahren mit Sicherheit erledigen, wenn die Käufer merken, dass der Akkutausch locker den Zeitwert übersteigt und der europäische Osten als Gebrauchtmarkt für die ganzen Elektrokarren wegfällt.

Dieter Maurer
Reply to  Frickleburt Frogfart
11 Monate zuvor

Auch GM stellt natürlich auf Elektro um. Die meistverkauften Autos der Welt sind doch schon jetzt reine Elektroautos.

Snoubort
Reply to  Dieter Maurer
11 Monate zuvor

Nicht „die …Auto“, sondern „das … Auto“

Frickleburt Frogfart
Reply to  Dieter Maurer
11 Monate zuvor

Nein – GM stellt mitnichten „auf Elektro um“, sondern sie bieten es als eine von mehreren Optionen an. Sie halten sich für die Zukunft mehrere Wege offen, genau wie BMW. Und dies scheint mir persönlich auch die vernünftigere Variante zu sein – der Ausstieg aus dem Verbrenner wird wohl spätestens dann von MB wieder kassiert werden, wenn die Verkaufszahlen derart in den Keller rauschen, dass sie von den Margen nicht mehr wettgemacht werden. Und denn Wettbewerb über den Preis wird MB verlieren. Aber – Achtung Aluhut – vielleicht ist das ja das Ziel.

Bernd Schneider
Reply to  Frickleburt Frogfart
11 Monate zuvor

Peinlich hier gegen Tesla zu hetzen, nur weil die halt einiges besser machen als der Stern.

Rainer
Reply to  Bernd Schneider
11 Monate zuvor

Man muss halt auch sehen, dass Elon Musk sagen wir mal einen ganz anderen Risiko-Appetit hat.

Beginn der Pandemie: Tesla tritt voll auf’s Gas, während andere erstmal die Orders bei den Lieferanten kürzen, erhöht sukzessive die Preise
Resultat: Aktienkurs verdoppelt sich ein paar Mal.
Als das Preis-Plateau erreicht ist und die Nachfrage erlahmt, werden ruck-zuck die Preise gesenkt, bevor überhaupt eine „Delle“ entstehen kann.

Momentan: VW tritt wieder auf die Bremse, weil die Kisten zu dem Preis kaum noch jemand kaufen will.
Tesla: stellt Antrag, die Kapazität der Fabrik in Grünheide zu verdoppeln (welches Produkt da gebaut werden soll lassen sie erst mal offen).

Diese „Haus-und-Hof-verwetten“ Mentalität wäre in Deutschland komplett undenkbar und ist selbst für US Verhältnisse extrem.
Das geht nur, weil Elon immer noch der grösste Einzelaktionär ist und eine irrsinnige Strahlkraft hat.

Nichts desto Trotz ist der Markt für 50k Model Ys denke ich jetzt langsam gesättigt und es wird Zeit für etwas preiswertere Autos.

Und das ist ja auch das Problem von MB und Co; eine Menge Leute haben jetzt erstmal ein Elektro-Auto gekauft und dafür oft mehr Geld ausgegeben als jemals in ihrem Leben. Da ist der Appetit, ein noch teureres zu kaufen (das alles in allem möglicherweise nicht mal wirklich viel besser ist – wenn überhaupt) eher gering.

Frickleburt Frogfart
Reply to  Rainer
11 Monate zuvor

Man muss halt auch sehen, dass Elon Musk sagen wir mal einen ganz anderen Risiko-Appetit hat.

Richtig. Das ganze Thema „Tesla“ ist hochspekulativ, genau wie deren Aktien. Da wird gezockt auf Teufel komm raus. Ich habe meine Tesla-Aktien mit einem mehr als unanständigen Gewinn wieder verkauft. Musk muss weder auf irgendwelche Shareholder Rücksicht nehmen noch auf fehlende liquide Mittel. Er finanziert die Preisnachlässe aus dem finanziellen Bestand, den er mit dem Zertifikatehandel angehäuft hat, bis den Wettbewerbern die Puste ausgeht. Und ich sehe die Sättigungsgrenze an hochpreisigen Elektrokarren auch allmählich erreicht, wobei ich Tesla für so flexibel halte, dass sie darauf in kürzester Zeit reagieren können. Bei MB könnte das – vorsichtig ausgedrückt – eher schwierig werden.

Frickleburt Frogfart
Reply to  Bernd Schneider
11 Monate zuvor

Was hat Ihr Vorwurf mit meinem Beitrag zu tun? Wo bitte lesen Sie „Hetze“ heraus? Seine Sie doch so nett und erklären es mir…

Rainer
Reply to  Frickleburt Frogfart
11 Monate zuvor

Ein „Ausstieg“ würde nur passieren, wenn China und die USA umschwenken. Davon ist nicht auszugehen, man würde sich noch abhängiger von ausländischen Öllieferungen machen (insbesondere in China).
In den USA hat übrigens die jetzige Administration die strategische Rohölreserve derart…geplündert, dass es kaum für 20 Tage reichen würde. Können Sie sich auch ausrechnen, wie enthusiastisch die Regierung (wer auch immer das gerade ist) ist, möglichst noch mehr Verbrenner auf die Strasse zu bringen.

Dieser Zug ist abgefahren. Sie können als Firma jetzt natürlich eine andere Meinung haben und entsprechende Produkte bauen – oder wie das deutsche Firmen getan haben, erstmal abwarten und versuchen diesen Entwicklungsschritt zu überspringen (H2…) – das funktioniert aber ziemlich sicher alles nicht.

Frickleburt Frogfart
Reply to  Rainer
11 Monate zuvor

Es sollte doch nicht darum gehen, „noch mehr Verbrenner auf die Straße zu bringen“, sondern sich einfach alle Optionen für die Zukunft offen zu lassen. Eine ausschließliche Fixierung auf Elektro wird zumindest in Europa zwangsweise zu einer deutlichen Reduzierung des Individualverkehrs führen, da weder der Strom in ausreichendem Maß vorhanden, geschweige denn bezahlbar sein wird. Davon ab halte ich Chinesen und Amerikaner für deutlich flexibler als die ideologiegeleiteten Deutschen bzw. deren Ableger in Brüssel. China präferiert Elektro nur aus dem einen Grund, dass die Kohle, aus der der Strom produziert wird, im eigenen Land gefördert werden, wogegen die deutschen Ideologen mit Elektro die Welt retten wollen. Aber wie auch immer – im Falle von MB heißt das in der Konsequenz, dass der deutsche Markt langfristig aufgegeben wird, da man den Preiskampf verlieren wird.

Rainer
Reply to  Frickleburt Frogfart
11 Monate zuvor

Das Problem beim „sich alle Optionen offen lassen“ ist halt meistens, dass man dann keine davon richtig gut macht.
Oder halt erstmal gar nichts macht. (been there).

Das ist halt das, was amerikanische Firmen sehr gut können: sich auf ein Ding konzentrieren und das durchziehen. Und bei Tesla ist das alles nochmal auf einem eigenen Level.

Alex
Reply to  Frickleburt Frogfart
11 Monate zuvor

GM hat keinen Hemi-V8.

Frickleburt Frogfart
Reply to  Alex
11 Monate zuvor

Richtig, ist Mopar. Ich meinte den GM smallblock. Ändert aber nichts an der Millarde…

M.Rix
Reply to  Alex
11 Monate zuvor

🙂

M.Rix
Reply to  Frickleburt Frogfart
11 Monate zuvor

..ich kann belegen, dass GM keinen (weil Chryslers-) „Hemi“ weiterentwickelt. Mit EV kennen Sie sich wahrscheinlich deutlich besser aus.

Frickleburt Frogfart
Reply to  M.Rix
11 Monate zuvor

Ja, ich weiß. Als ehemaliger Plymouth-Besitzer sollte ich das wirklich besser wissen…:-)

Aber nun sind wir doch sehr weit weg vom Thema.

Ralf
1 Jahr zuvor

Würde man die Gewinne der „Luxus“-Strategie nutzen, um Innovationen (wie MMA) weiter voranzutreiben und die Produktqualität zu heben, sähe ich vielleicht sogar noch eine Chance, sich am Markt geschickt zu positionieren. Das wäre nachhaltig und über die Zeit sicher erfolgreich (bisschen eben wie Apple).

Aber die Gewinne in hohe Dividenden zu stecken und abzuwarten, dass irgendeine blöde Person kommt und ein überteuertes Produkt (da geringe Qualität) kauft, ist meiner Meinung nach ziemlich arrogant und dumm.

Mercedes muss nicht alles machen wie die anderen Marktteilnehmer, aber sie sollten ihr Potential schnell nutzen. Ansonsten gibt es bald kein Geld mehr für Innovationen – weil niemand kauft oder die Rabatte hoch werden.

Und irgendwann rafft das auch der dümmste (Groß-)aktionär.
Also, aus den Puschen kommen Mercedes und das eingenommene Geld aus dem vielen (günstigen) Bestellungen nutzen. Dann kaufe ich auch Aktien. 🙂

driv3r
Reply to  Ralf
11 Monate zuvor

Ohne zu viel zu spoilern oder zu teasern: In MMA (und folgende Plattformen) wird alles technisch mögliche gekippt was nur möglich ist (da kann jeder mal einen genauen Blick auf den EQXX werfen oder auf eMMA 😉 und dann weiß man eigentlich was da kommt). – Hat Ola selbst. in dieser Woche gerade noch einmal bestätigt, dass RD ein sehr intensiver Test-Sommer bevorsteht.

PupNacke
Reply to  driv3r
11 Monate zuvor

Was bedeutet das aber für mich als potentieller Kunde?
Vor allem was die Wertigkeit und Qualität der Verarbeitung, Materialien, Haptik, SW angeht?

driv3r
Reply to  PupNacke
11 Monate zuvor

Qualität steht ganz oben auf der Liste. Und auch intern ist das immer und immer wieder ein Thema. Bei jeder Gelegenheit wird das intern immer wieder von Kollegen – zu Recht und auch gegenüber dem Vorstand – angesprochen.

Ralf
Reply to  driv3r
11 Monate zuvor

Dann sollte der Vorstand mal von seiner Wolke herabschweben und statt unzähliger Kundenbefragungen über teure externe Firmen mal auf seine Mitarbeitenden hören.

Ralf
Reply to  driv3r
11 Monate zuvor

Hoffentlich klappt das. Ich mag die Marke und finde sie entwickeln gute Sachen. Aber das muss auch der Vorstand fordern und fördern – und nicht nur „Blingbling“.

Dr.med. Alexander
1 Jahr zuvor

Alle vorgebrachten Argumente und Bedenken der Händlerverbandsspitze kann man nur voll unterstreichen. Die Luxusstrategie von Källenius und seine Shareholder-Value-Ideologie wird krachend scheitern. Schade für die Marke, die Mitarbeiter und die Kunden.

EQ44fahrer
Reply to  Dr.med. Alexander
11 Monate zuvor

Ja, die Händler wissen, wovon sie sprechen. Aber keine Sorge – das Ende der Gier bei den etablierten Herstellern naht. Auch bei MB. VW heult ja schon gewaltig rum, weil der Absatz ( gerade der überteuerten E-Fahrzeuge) massiv eingebrochen ist.

Derweil senkt Tesla munter die Preise und eilt von Absatzrekord zu Absatzrekord, während die Produktion auf Hochtouren läuft und zugleich kontinuierlich verbessert wird um wirtschaftliche Potentiale zu heben. Auch MB ist viel zu träge und zu schwerfällig um dem irgendwas wirksam entgegenzusetzen. Und bald sind die Chinesen hier. Die können elektrisch und die können connted car. Und sie sind ähnlich agil wie Tesla.

Die Preise müssen und werden unweigerlich sinken. Dann passt vielleicht der Preis zur „MB-Qualität“. Wobei ich mir selbst an dem Punkt nicht mehr sicher bin. Eine bessere Qualität als MB schaffen andere scheinbar mühelos. Die Zeit wird es zeigen…

„Hochmut kommt vor dem Fall“ hat meine Oma (schwäbische Hausfrau mit kaufmännischer Ausbildung) immer gesagt…

Erik
1 Jahr zuvor

Das Thema Qualität kann ich uneingeschränkt unterschreiben.
Was ich für Qualitätsprobleme erlebe an meinem Fahrzeug, einfach lächerlich für die Marke Mercedes und den Anspruch an sie.
Wird der letzte Benz gewesen sein, der nächste ist wieder ein BMW oder Audi.

Michael K.
Reply to  Erik
1 Jahr zuvor

Deine Aussage lese ich in Foren öfters, viele haben keine Lust mehr Mercedes das Geld in den Rachen zu werfen und wandern ab. Auch das Thema „Abschaltung Remote Funktionen“ von jetzt auf gleich, hat einige dazu bewogen, von Mercedes abstand zu nehmen. Ob das aber oben bei denen ankommt, ist eine andere Frage…

Yes!
Reply to  Michael K.
11 Monate zuvor

Diese Abschaltung haben alle Hersteller und hat nichts mit MB zu tun, wenn die Frequenz von den Netzbetreibern abgeschaltet wird, dann kann da ein MB wenig machen.

HO__
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Markus, müsstest ihr da nicht den Durchblick haben warum was gemacht wird? Habt ihr nicht selber kommuniziert, dass in Fahrzeugen, die kein LTE haben nach der 3G Abschaltung einige Dienste nicht mehr funktionieren, die so Datenintensiv sind, dass sie nicht über 2G funktionieren? Bedeutet halt dass einige Funktionen weiterhin laufen, sofern ihnen 2G ausreicht. Also Livetraffic ja, Remote nein, bei 2G/3G-Fahrzeugen!?

EQ44fahrer
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

So sieht es aus…
MB geht völlig erratisch vor. Außerdem werden auch noch Dinge zugesagt und nicht eingehalten.
Euer Smart hatte kein Ready to verbaut, oder?

Ich erhielt jedenfalls am 3. März folgende Mail auf meine Beschwerde zur Diensteabschaltung:

„Sehr geehrter Herr Xx,

vielen Dank für Ihre Kontaktaufnahme mit smart ready to hinsichtlich der Abschaltung unserer Dienste und Funktionen.

Bitte entschuldigen Sie meine späte Rückmeldung.

Die schriftliche Kommunikation erfolgte am 23.12.2022 and die hinterlegte Email Adresse. Es tut mir Leid zu lesen, dass die Email nicht aufgefallen ist.

Die Ortung des Fahrzeuges durch die örtliche Polizei ist weiterhin über die Kommunikationsmodule möglich

Ihre Enttäuschung über die Abschaltung der smart ready to Dienste zum 31.03.2023 können wir verstehen..
Die Deaktivierung der Dienste liegt leider außerhalb unseres Einflussbereiches, da sie mit der Abschaltung (Einstellung) des 2G bzw. des 3G Netzes zusammenhängt.
Als Zeichen unserer Wertschätzung Ihnen gegenüber, bieten wir Ihnen einen Servicegutschein in Höhe von 250€ an, den Sie für Wartung oder Zubehör verwenden können.
Sollten Sie zustimmen, teilen Sie uns bitte mit bei welcher Smart Werkstatt Sie die Gutschrift in
Anspruch nehmen möchten. Wir werden uns mit unseren Kollegen in Verbindung setzen.

Wir hoffen Ihnen hiermit ein akzeptables Angebot unterbreitet zu haben und schauen Ihrer Rückmeldung entgegen.

Sollten Sie weitere Hilfe benötigen, zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren und erwähnen Sie die Referenznummer: CMS 1-xxxx(…).

Mit freundlichen Grüßen,

[P. S.]
smart ready to Support“

Natürlich habe ich Zustimmung erteilt und schon 2 x mein SmartCenter durchgegeben. Von der „Wertschätzung“ habe ich bis heute noch nichts mitbekommen…

EQ44fahrer
Reply to  Yes!
11 Monate zuvor

Das ist falsch. Pure Legendenbildung. Die alten Telekommunikationseinheiten aller deutschen Hersteller unterstützen neben 3G auch den 2G-Standard. Dieser wird von allem Mobilfunkanbietern hierzulande nach wie vor unterstützt. Das bisschen Telemetrie ist damit gar kein Problem. Auch international unterstützen die meisten Mobilfunknetze weiterhin 3G (oder eben 2G). Das Mobilfunkbetzargument ist eine billige Ausrede der Hersteller.

EQ Control beim Smart wird jetzt bis Ende 2024 verlängert, während das bestens funktionierende Ready to (das man mir beim Kauf mit lebenslanger Laufzeit versprochen hat) schon im Frühjahr abgeschaltet wurde. Alles Lug & Trug bei MB & Co…
Die zugesagte 250 €-Servicegutschein-Kompensation für den Wegfall von Ready to (ich habe eine entsprechende Zusage mehrfach per E-Mail erhalten) hat mein Smart Center nach Monaten noch immer nicht im System. Inzwischen laufen meine Mails ins Leere. Ich bin stinksauer auf MB.

HO__
Reply to  EQ44fahrer
11 Monate zuvor

Du kennst die Datenraten, die mit den Modulen über 2G möglich sind? Ich nicht. Wenn da kein EDGE, etc. unterstützt wird, kann man die Datenübertragung vergessen, somit keine App-Anbindung möglich. Verkehrsdaten sind sehr klein, sonst würden sie ja auch „durchs Radio“ passen (TMC).

Thomas
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Exakt, insbesondere für die Services außerhalb von Live-Tratffic (zB Standheizung programiieren etc.) wäre 2G vollkommen ausreichend. Auch ohne Edge reicht das locker.
Mercedes will halt nicht und ich denke die Mercedes Methode „Vergraule den Kunden und er wird dann einen neuwagen kaufen (dem man dann später 4G abdreht)“ wird nicht funktionieren.

Michael K.
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Bei meiner B Klasse 2017 funktionierte 2G ohne Probleme. Ich habe jetzt auf LTE aufgerüstet, will etwas mehr Sicherheit für die Zukunft. Hat zwar beim Codierer etwas gekostet, aber aktuell auf eine neues Fahrzeug zu wechseln, nein danke, bei den ganzen Problemen die man in Foren liest. Lieber das Sichere behalten und pflegen. Hoffentlich hält es noch viele Jahre!

A. Y
Reply to  Erik
11 Monate zuvor

Genau den Nagel voll auf dem kopfgetroffen, bei Mercedes ist die Kunde solange König bis das neu Fahrzeug bezahlt und aus der Tür herausgefahren ist, dann ist es Schluss, ich würde mein Fahrzeug MB E350 W212 4Matic Mit Luftfahrwerk Bj. Ende 2013 Qualität mäßig mit einem, heutigen VW Passat Gleichstellung vorbei das Passat besser ist, MB Werkstätten und Kundenservice alle sind dehmlicher als der andere, das sie ihrer eigene Fahrzeuge nicht kennen, mein Fall ist mit Sicherheit nicht das erster, im Netz und fohren gibt es zu genüge meinem Problem gleich sind. Mercedes Baut lieber alles aus und wieder alles ein, erlangt hinterher das 10 fache ursprünglichen Reparatur Preis.
Das nächste Auto definitiv kein Mercedes und ist sein Preis in keiner Weise wert vor großkotziger Arroganz haben sie jeglicher Bezug zur Realität verloren.
die Zeiten sind vorbei vo Mercedes Mercedes war.

Andreas
Reply to  A. Y
11 Monate zuvor

Einen W212 ist meiner Meinung nach ein zuverlässiges Auto ohne größere Probleme (abgesehen welche mit Laufzeit/Kilometer bei allen kommen)
Problem sind aber auch viele unfähige Mechaniker – leider.

Ich empfehle aber auch meinen Kunden nicht unbedingt einen neueren Mercedes eben wegen Qualitätsproblemen. Da dass was bei W205 angefangen hat sich fortsetzen zu scheint.

Bob
Reply to  Erik
11 Monate zuvor

audi spielt nicht mehr wirklich in der gleichen liga

driv3r
Reply to  Erik
11 Monate zuvor

Ohne da jemanden in Schutz nehmen zu wollen: Qualitätsprobleme sind auch einem BMW oder Audi nicht fremd. Ob es bei BMW die Dieselmotoren sind, die haufenweise wegen AGA auf Autobahnen niederbrennen oder – persönlich erlebt – die Weigerung von Audi simple Fensterdichten zu tauschen, die regelmäßig im Winter verhärten und ein Öffnen der Scheibe dann unmöglich machen. Von dem jüngst erfolgten, 5-wöchigen halben Motorentausch bei einem fabrikneuen 911er mal ganz abgesehen. Das lief auch eher mäßig interessiert seitens der Firma Porsche ab.

Von daher: Am Ende kochen alle (leider) nur mit Wasser. Negative Erlebnisse gibt es hüben wie drüben.

Erik
Reply to  driv3r
11 Monate zuvor

Nur das BMW und Audi zwar teuer sind, aber nicht so teuer wie Mercedes.
Wenn ich die Wahl zwischen 3x Qualitätsprobleme habe, wähle ich entweder den günstigsten oder nehm gleich einen Asiaten.

driv3r
Reply to  Erik
11 Monate zuvor

Und selbst die haben Qualitätsprobleme. 😉 Sei Dir da mal ganz genau so sicher.
Ich war eher erschrocken, wie Audi bei den Werkstattkosten zulangt. Das liegt sogar über dem Mercedes-Niveau.

Dr.med. Alexander
Reply to  Erik
11 Monate zuvor

Nun schauen wir doch mal den Vergleichstest VW Golf GTD gegen BMW 120d und Mercedes A 22ß D an. Die Grundpreise: VW 43.815 Euro BMW al M Sport 46.900 Euro und Mercedes 43.161 Euro. Daran erkenn Sie dass mittlerweile alle drei vergleichbar teuer sind. Und nebenbei. Der BMW ist in allen Wertungen (außer Karosserie) dem Golf und dem Mercedes weit unterlegen. Er ist wie ams abschließend feststellt charakterlich ziemlich unentschlossen.

Lucman
Reply to  Dr.med. Alexander
11 Monate zuvor

Und warum erwähnen sie diesen Test. Wollen sie damit sagen, dass das auf alle BMW zutrifft. Der User Erik schreibt doch nirgendwo das er einen 1er BMW kaufen will. Und nebenbei. Im Test der AMS Heft 15 2022 wird der Mercedes EQA 250 Letzter von vier Testkandidaten gegen Hyundai, Audi und Renault und AMS schreibt abschließend: Da glänzt der Stern nicht gerade.

Dr.med. Alexander
Reply to  Lucman
11 Monate zuvor

Nun regen Sie sich ab. Es ging mir darum, dass mittlerweile die Preise bei den Premium-Herstellern ziemlich gleich hoch sind. Und der 1er ist eine üble Gurke, dieser war sogar Schlusslicht bei einem weiteren Vergleichstest gegen Seat, Renault und Peugeot.

Lucman
Reply to  Dr.med. Alexander
11 Monate zuvor

„Und der 1er ist eine üble Gurke“ Jetzt bleiben sie mal sachlich. Nirgendwo in der Fachpresse wird so über den 1er geurteilt. Er ist nicht perfekt aber das sind Mercedesprodukte auch nicht. Wo rege ich mich auf? Es fällt nur wieder mal auf das sie als einziger und grundsätzlich auf solche Tests mit BMW-Fahrzeugen hinweisen. Kein anderer User äußert sich sonst. Also fair bleiben und den Ball flach halten.

Dr.med. Alexander
Reply to  Lucman
11 Monate zuvor

Glauben Sie mir ich kenne einige BMW-Leute und selbst diese äußern sich negativ zum Einser. Er verkauft sich ja auch nicht gut. Viele weinen geradezu der ersten Serie (ich glaube intern E 81) hinterher. Dieser war wenigsten sportlich, wenn auch platzmäßig eng. Im übrigen weise ich auch auf negative Testergebnisse von Mercedes-PKW hin, so z.B. auf den C 63 S E-Performance. Aber das fällt Ihnen eben nicht auf. Sie reagieren nur auf BMW-bezogene aussagen.

Lucman
Reply to  Dr.med. Alexander
11 Monate zuvor

Komisch das sie immer BMW-Leute kennen die sich negativ äußern. Ich kenne einige BMW- Fahrer die mit dem aktuellen 1er sehr zufrieden sind und Spaß mit dem Auto haben. Aber wie immer gibt es positive und negative Meinungen. Nur die meisten äußern sich nicht in Foren. Ihre negativen Äußerungen zu Mercedes-Modelle fallen nicht auf weil sie so selten sind und wenn ein Mercedes in einem Vergleichstest nicht gewinnt hört man von ihnen auch nichts im Gegensatz zu BMW- Modellen. Aber das ist ja alles nichts Neues und das kennt man von ihnen.

Ralf
Reply to  Erik
11 Monate zuvor

BMW hat bei den Preisen gut aufgeholt… Und ein 1er ohne Memory-SItze hat eine Sitzverstellung längs wie im Dacia. Da war ich richtig erschrocken. Einfach nur eine Eisenstange.

Vince
Reply to  Erik
11 Monate zuvor

Same. Cla Bj 21. von Anfang an Probleme mit losen Kabeln in beiden Türen, Burmeister das bei bestimmten Frequenzen knackt, etwaige Bauteile im Innenraum rattern wenn man schon über leichte Unebenheiten fährt, Motorhaube flattert bei Geschwindigkeiten ü180 und Stoßdämpfer ächzen. Bis auf die Motorhaube konnten alle Schäden auch nach mehrmaligen Werkstattbesuchen nicht gefixed werden. Klar ist es ein Einsteigerbenz – aber selbst ein Peugeot 3008 ist besser verarbeitet und macht nicht so viele madige Geräusche.

Marek
1 Jahr zuvor

Die Briten sind vor Jahrzehnten auch daran gescheitert, nur hochpreisige, technisch rückständige Fahrzeuge in mittelmäßiger bis mieser Qualität auf den Markt zu bringen, was letzlich dazu führte, dass viele britische Automobilhersteller jetzt in ausländischer Hand sind.

Der Ruf der Marke alleine wird nicht zwangläufig zu Erfolg führen. Sieht man ja jetzt an VW.

Torx
1 Jahr zuvor

Die vom Händlerverband genannten Auftragseingänge sind zu recht die entscheidende Kennzahl! Wie alle Hersteller arbeitet Mercedes noch immer die Bestellungen des letzten Jahres ab – entsprechend hoch sind die Auslieferungen, für die man sich gerade feiert. Wenn diese Party vorbei ist, wird die Katerstimmung auch in den Zahlen des Konzerns ankommen. Wenn sich bis dahin die politische Lage mit China weiter verschärft und zudem die EQ-Modelle dort weiterhin schwach bleiben, dürfte – nein, dann sollte es eng werden für die beiden Kaufleute an der Spitze.

driv3r
Reply to  Torx
11 Monate zuvor

Und was ist Deiner Meinung nach die Lösung?

StefanW
1 Jahr zuvor

Hoher Preis ist ja schön und gut, aber dafür muss man eben auch liefern. Mein letzter Daimler war ein W213 den ich nach 18 Monaten und 8 unplanmäßigen Werkstattaufenthalten sehr gerne zurückgegeben habe. Und wenn ich mir anschaue was seit dem auf den Markt kam denke ich mir immer: Na dann kannst auch gleich nen Ami oder Koreaner fahren und die Hälfte zahlen. Hochglanzplastik (Pianolack… hust) wohin das Auge reicht, bei jedem neuen Fahrzeug wird das Bedienkonzept scheinbar schlechter (Drehdrück, Touchlenkrad) aber dafür ganz viel tolles neues Blingbling das mir als Fahrer erstmal nix bringt. Danke, aber nein.

f77
Reply to  StefanW
11 Monate zuvor

Qualität wird unterschiedlich bewertet.
Gibt hier im Ruhrgebiet eine Käuferschicht, die darüber hinwegsehen würde, weil für die ein Benz (bevorzugt AMG oder AMG Line, matte Lackierung) eben ein Statussymbol ist. Solche Kunden würde Mercedes auf absehbare Zeit niemals verlieren.

Zuletzt editiert am 11 Monate zuvor von f77
Snoubort
Reply to  f77
11 Monate zuvor

Vielmehr, diese Kunden sieht Mercedes als Vorbild für alle

Phil
Reply to  f77
11 Monate zuvor

Das kann ja wohl nicht der Maßstab einer Unternehmenspolitik sein.

Thomas
Reply to  f77
11 Monate zuvor

Wieviel davon kaufen einen AMG als Neuwagen und wieviele als Viel-km Gebrauchtwagen?

Marcel R.
1 Jahr zuvor

Endlich mal ein Artikel der Tacheles spricht und vermutlich vielen Käufern aus der Seele!

Oliver
1 Jahr zuvor

Für mich ist der aktuelle Vorstand seit Schrempp der schlechteste für die Marke. Einer der besten war aus meiner Sicht sein Vorgänger.

Robin
Reply to  Oliver
11 Monate zuvor

Das Duo Källenius und Pischetsrieder wird ebenso in die Annalen eingehen wie einst Schrempp und Kopper.

Snoubort
Reply to  Robin
11 Monate zuvor

Ist bei Pischetsrieder ja nicht das erste mal 😉
Allerdings wieder er hier auch nur zum Kopfnicken geholt.

Mittelgebirgler
Reply to  Oliver
11 Monate zuvor

Naja, der hat agefangen Turnschuhe zu tragen und konservative Werte mit Füßen zu treten. gar so toll ist er nicht.

Aber mal am Rande: ich fahr nen GLK, 10 Jahre alt, 250.000 km, nie was größeres gewesen außer Wasserpumpe und fährt immernoch wie ein Neuwagen.

Phil
Reply to  Mittelgebirgler
11 Monate zuvor

Genau das sollte man von einem Mercedes, den man heute kauft, auch erwarten dürfen.

driv3r
Reply to  Phil
11 Monate zuvor

Ich würde sagen der Großteil der heutigen Mercedes sind zuverlässig auf den Straßen unterwegs, sonst hätten wir global gesehen mehrere Millionen Mercedes in den Werkstätten stehen. Dass dem so wäre ist mir aber nicht bekannt. 😉

Der Einzelfall (auch wenn er noch so ärgerlich ist) ist ungleich der großen Mehrheit…

Phil
Reply to  driv3r
11 Monate zuvor

Wir selbst haben nichts zu beklagen, aber man bekommt hier einiges zu lesen.
Wobei früher auch nicht alles Gold war: mein Vater blieb am Tag der Abholung mit seinem W108 mitten auf der Kreuzung liegen; der spätere 116er brauchte nur einige Tage länger bis zur Havarie.

Thomas
Reply to  Mittelgebirgler
11 Monate zuvor

Genau.
GLE 350e, BJ 2/21, 48tkm: defektes Vorderachsgetriebe, Dauer knarzendes Pano-Dach, defekter Fensterheber, Wasser in Rückleuchten, Defekt am Sicherheitsgurt (rollt nicht mehr auf) , Kameras 360° View defekt, 2xKBA Rückruf (dritter steht wohl bevor) usw.. Bisher ca. 11Monate in der Werkstatt.

GLA 200 (BJ 2017): ein einziger Defekt (Himmel PanoDach wurde getauscht). Läuft wie er soll, keine Auffälligkeiten.

GLA ist Qualität, GLE ist qualtitative Katastrophe.

Dr.med. Alexander
Reply to  Thomas
11 Monate zuvor

Wasser in den Rückleuchten. Hat mein E-Coupe auch hinten rechts. Daher Ausfall der Rücklichteinheit. Sonst aber ganz zufrieden damit.

martin
Reply to  Oliver
11 Monate zuvor

Nur mal um das schlechter werdende Gedächtnis aufzufrischen: Der aktuelle Vorstand hat den Konzern übernommen als ihn Zetsche krachen in die Miesen gefahren hatte.

https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/zweites-quartal-2019-daimler-verzeichnet-milliardenverlust/24586152.html

Ich will nichts schön reden. Die aktuelle Strategie versteht keiner mehr und zeigt nur das die verantwortlichen Personen komplett abgehoben haben.
Aaaaber unter Z ist das Geld zum Fenster rausgeschmissen worden ohne wirklich in Zukunft oder gute Produkte zu investieren.
Fast alle aktuell auf dem Markt Produkte (über die hier grade von Kommentatoren geschimpft wird) sind noch unter diesem Herrn entwickelt worden.

Snoubort
Reply to  martin
11 Monate zuvor

Der allergrößte Fehler (einer langen Liste) von Zetsche war es, Källenius als seinen Nachfolger aufzubauen.

Zuletzt editiert am 11 Monate zuvor von Snoubort
driv3r
Reply to  Snoubort
11 Monate zuvor

Mich interessiert immer noch brennend, wen Du für einen geeigneteren Nachfolger halten würdest. Und welche Strategie die sinnvollere wäre als die jetzige.

Snoubort
Reply to  driv3r
11 Monate zuvor

Puuh, ich versuche mal das hier nicht ausufern zu lassen – und die Frage des Nachfolgers erst mal auszuklammern (kenne da ja eh die Leute gar nicht – sehe nur dass O.K. und Schäfer viele „Lieblinge“ um sich herumgescharrt haben).

Zunächst mal, wenn Du mit Strategie Sachen wie Electric first/only meinst, oder eine grundsätzliche Höherpositionierung, oder ein gewisses Eindämmen der „zetscherischen“ Variantenvielfalt, oder den Switch des Fokus weg von maximalen Stückzahlen / Marktanteilen hin zu Rendite: gehe ich alles mit, bzw. müssen wir hier nicht weiter aufreißen. Ohne Frage ist er betriebswirtschaftlich ein anderes Kaliber als sein Vorgänger.
Was ich – mal unabhängig der Begriffswahl – auch wirklich gut finde ist die strategische 3er-Kategorisierung des Portfolios – denke dass dies insb. auch bzgl. Fokus im Unternehmen sehr hilfreich ist.

Mein Kernproblem bzgl. Strategie habe ich Dir bereits genannt – in seinem ersten richtigen Strategieupdate war neben dem „electric first“ zwei Kernelemente präsentiert, die das Unternehmen jetzt gerade doppelt einholen: die „Materialkostensenkung“ und die „Deckelung, dann Senkung“ der Investitionen und F&E Ausgaben – und das mitten im Technologiewandel…:
https://mbpassion.de/2019/11/daimler-senkt-kosten-und-stellt-weichen-fuer-die-zukunft/

Alles unter dem Deckmantel der „Steigerung des Free Cash-Flows“, bzw. der kurzfristigen Rendite – als wären Analysten nicht in der Lage zu erkennen, ob sich die Ergebnisse aus der Produktionsrendite oder aus (fehlenden) Zukunftsinvestitionen ergeben.

Ersteres ist das worüber hier geschrieben wurde – die Minimax-Strategie, obwohl in jedem BWL Erstsemester man beigebracht bekommt, dass man bei komplexen Produkten nicht gleichzeitig Preis- und Kostenführer sein kann (tatsächlich wurden bei mir damals Handtaschen als Gegenbeispiel genannt ;)). Zweiteres musste dieses Jahr von Hr. Wilhelm kleinlaut eingestanden werden:

https://ecomento.de/2023/05/02/druck-aus-china-mercedes-benz-erhoeht-entwicklungstempo/

Von beiden wird sich m.M.n. das Unternehmen – zumindest unter Källenius, nicht mehr erholen.

Kleiner „Fun-Fact“: Ebenfalls stand 2019 noch der Ausbau der Submarken ganz vorne auf seiner Liste, zusammen mit der Materialkostensenkung konnte man ja fast denken dass er die Marke Mercedes für das Problem hielt – hier war aber die letzten Jahre offensichtlich dass er wohl doch gemerkt hat dass in der ältesten Automarke der Welt auch ein gewisser Wert liegt.

Mein persönliches Kernproblem habe ich Dir auch schon versucht näher zu bringen – nämlich das das Produkt selbst – bzw. das „Mercedige“ für mich immer weniger im Mittelpunkt steht – z.B. in solchen Aussagen zu lesen wie: „wir stellen nicht mehr das Produkt, sondern den Kunden und seine Wünsche und Bedürfnisse in den Fokus…Deshalb sind wir auch der einzige Automobilhersteller, der Gründungsmitglied des Luxuskonsortiums Aura Blockchain ist“…. , oder eben „the G-class,our most fashionable product“ – wtf – bei BMW heißt es stattdessen: „THE 5“ etc.

Für mich gipfelt es eben in der Tatsache, dass der F&E Abteilung jetzt der 3. Fachbereichs-fremde Leiter vor die Nase gesetzt wurde – während Markenkern und Historie von MB für mich sehr viel mit den „großen Konstrukteuren“ zusammenhängt – nicht gerade ein Zeichen des Vertrauens in den eigenen Bereich.
Sinnbildlich dafür steht für mich die Entstehungsgeschichte und Präsentation von C63e vs. M3 Touring – einmal der Vertriebler-Traum von der F1 Technik für die Straße, einmal der Traum der M-Abteilung, den sie jetzt umsetzen durften. Diese Produktbegeisterung schwappt halt auch auf die Kunden über.

Das ganze gipfelte ja dann in seinen wirklich kindischen LVMH Schwärmereien (die jetzt schon länger abgeebbt sind) – es ist für mich aber eben ein absoluter strategischer Fehler aus der ältesten, historienreichsten und wertvollsten Automarke der Welt etwas anderes machen (und ständig auch eine neue Kuh durchs Dorf treiben) zu wollen, und vor allem offensichtlich eine andere Kundschaft haben zu wollen.

Snoubort
Reply to  driv3r
11 Monate zuvor

noch zwei kleine Ergänzungen:
bzgl. F&E-Bereich / COO Schäfer: die Folgen sieht man ja in Form von Rekord Rückrufen, der Tatsache dass jeder Neuanlauf die letzten Jahre versemmelt wurde, Kundenfeedback zu den Materialien etc.
Bzgl. Luxus-Strategie: kann man machen, dann man muss aber erst liefern, und kann dann für das gelieferte „kassieren“, hier wurde versucht das bestehende billiger zu produzieren und als „Luxus“ umzulabeln – das besteht halt das Risiko dass die Kunden das merken….

Phil
Reply to  Snoubort
11 Monate zuvor

… und das Gefühl entwickeln, sich selbst mehr mit der Marke und deren Werten zu identifizieren als diejenigen, die für das Unternehmen Verantwortung tragen (sollten).

Zuletzt editiert am 11 Monate zuvor von Phil
Erik
Reply to  martin
11 Monate zuvor

Ola war seit 2015 Verantwortlich für den Bereich Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung. Er war schon lang vor Zetsches Abgang für neue Fahrzeuge verantwortlich, alle Produkte die wir jetzt sehen gingen durch seine Abteilung.
Und um auch das mal ins Gedächtnis zu rufen, er hatte den Hut als R&D Chef auf, als der Abgasmüll bei Daimler hochgekocht ist. Gab es Konsequenzen?

Südhesse
Reply to  Erik
11 Monate zuvor

OK wurde 2017 Vorstand für R&D nicht 2015.

Snoubort
Reply to  Erik
11 Monate zuvor

Also ich halte ihm ja wirklich viel vor – aber mit dem „Abgasmüll“ kann man ihn nun wirklich nicht verantwortlich machen – keiner der relevanten Motoren wurde in seiner Zeit entwickelt / zertifiziert.

Snoubort
Reply to  Erik
11 Monate zuvor

PS: 2015 stimmt auch nicht – das war 2017 – dem legendären Jahr in dem der Project One und die sensationelle AMG EQ-Power Strategie präsentiert wurden.

Erik
Reply to  Snoubort
11 Monate zuvor

Sorry, hast Recht, 2015 war er Vertriebschef geworden.

EqeOhje
1 Jahr zuvor

Leider ist das in keinster Weise übertrieben. Es wird nurnoch ausgeliefert, was die letzten 18 Monate Dank Umweltprämie und Coronaverknappung sehr gut verkauft wurde. Neuaufträge seit Start VDZ sind bei mir 3, im kompletten Team genauso desaströs. Mängelquote bei Neuwagen liegt beinahe bei 100%. Natürlich nicht überall gleich schwer aber es kommt quasi nichts fehlerfrei aus den Werken über alle Baureihen hinweg. Transportzeiten sind unterirdisch. Der neue C63 AMG ist eine Totgeburt. Das Flaggschiff EQS kann nun zum selben Preis wie ein C300 geleast werden, weil die Nachfrage nicht existent ist.
Man munkelt schon von geplanten Aktienrückkäufen um sich gegen eventuelle feindliche Übernahmen schützen zu können. Das wird das schlechteste zweite Halbjahr bis weit in 2024 seit der Finanzkrise 2008.

Bernd Schneider
Reply to  EqeOhje
11 Monate zuvor

Warum ist der neue C63 eine Totgeburt?

Phil
Reply to  Bernd Schneider
11 Monate zuvor

Schon mal den Test in ams Heft 14 gelesen, aus dem in diesem Forum bereits mehrmals zitiert wurde?

Eric, der kein Bier trinkt
Reply to  Bernd Schneider
11 Monate zuvor

Lies dir mal den Test in der Sportauto durch, dann hast keine Lust mehr auf das Auto.

Phil
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Wobei ich mit dem Format des Carcollector wenig anfangen kann. Ich kann mir nicht recht vorstellen, dass sich ein ernsthafter Interessent seine Informationen dort bezieht.

Phil
Reply to  Phil
11 Monate zuvor

…wenn der „Carcollector z.B. den Eindruck vermittelt, sich vor dem Dreh nicht einmal mit der Konfiguration eines C63 befasst zu haben und etwa nicht weiß, dass bzw. wie man die Zierspange im Heck und die Endrohrblenden schwarz bekommt. Da würde ich ehrlich woanders hingehen… Das Format ist für mich trash und schade für die Zeit.

Zuletzt editiert am 11 Monate zuvor von Phil
M.Rix
Reply to  EqeOhje
11 Monate zuvor
Bob
Reply to  EqeOhje
11 Monate zuvor

das Schützen vor feindlichen Übernahmen hat nichts mit den oben beschriebenen Problemen zu tun – das ist Dauerbrenner, deutsche Konzerne sind an der Börse ja durch die Bank schlecht bewertet.

RodSchoe
1 Jahr zuvor

Endlich (!) wird über die Qualität gesprochen. Ich war vor 2 Wochen beim Händler in WI und habe mir mal die ausgestellten Modelle angeschaut und gefühlt: Insbesondere bei den teuren Modellen (EQS, SL, EQE etc.) war ich fast entsetzt. Die Türen, das Plastik im Innenraum, irgendwie das ganze „Touch&Feel“ hätte ich nicht erwartet. Und dann schaut man auf die Preistafeln und findet kaum eins, welches nicht sechsstellig ist. Wenn ich mich in die älteren Benz setze, teilweise 20 Jahre alt, dann wird man wieder daran erinnert, was es früher hieß einen Benz zu fahren: Man fühlte, spürte und roch die sehr gute Qualität. Schade.

Phil
Reply to  RodSchoe
11 Monate zuvor

Vollkommen abgesehen von den verwendeten Materialien habe ich schon Fahrzeuge im Showroom gesehen, bei denen man sich fragen muss, wie diese Fahrzeuge jemals die Qualitätskontrolle haben passieren können, und bei denen die Mängel an den Passungen der Karosserieteile so offensichtlich waren, dass ich von einem dortigen, am Produkt interessierten Mitarbeiter erwartet hätte, dass er das Fahrzeug nicht platziert, sondern die Nachbesserung veranlasst.

Zuletzt editiert am 11 Monate zuvor von Phil
PupNacke
Reply to  Phil
11 Monate zuvor

Ich erinnere mich noch an meinen Besuch letztes Jahr im MB Museum.
Da stand beim angrenzenden Händler der neue SL in Mattbraun. Der Windabweiser oben an der Windschutzscheibe war schief und man sah Kleber Außenraum. Habe hier Mal in den Kommentaren damals Bilder geposted…

Phil
Reply to  PupNacke
11 Monate zuvor

Ich weiß. Habe dort auch meine Erfahrungen mit einem SL63.

Bob
Reply to  RodSchoe
11 Monate zuvor

die Mercedes-Modelle von 2003 waren gruselig. Kein Rostschutz, fürchterliches Design

driv3r
Reply to  RodSchoe
11 Monate zuvor

Also ich saß durch Zufall vor einer Woche in einem S212-Taxi. Halleluja, da war sogar mehr (Hart-)plastik verschiedenster Art verbaut.

Zuletzt editiert am 11 Monate zuvor von driv3r
Phil
Reply to  driv3r
11 Monate zuvor

Das stimmt. An der Oberseite des Armaturenbretts hätte man sich wie beim 207 ohne Probleme die Fingerknöchel wund reiben können. Aber das ist doch keine Entschuldigung dafür, heute in der Materialqualität das mittlerweile erreichte hohe Maß einer Vorgängerbaureihe wieder zu unterschreiten.

Matthias M.
11 Monate zuvor

Ja so ist es momentan eine qualitative Mittler Ware und ein sehr hoher Preis
Habe in diesem Jahr 5 neue BMW bestellt und nur einen Mercedes wenn das Qualität Thema weiter so bleibt nächstes Jahr 7 BMW und keinen Mercedes

Sven Keller
Reply to  Matthias M.
11 Monate zuvor

Wie wenn die Qualität bei BMW besser wäre. Heckklappe Kabelbrüche ohne Ende, Turbolader Probleme, Elektronik sowieso. Nie wieder BMW. Nie wieder. Nur als Leasing, aber sicher nicht zum kaufen. Das überlasse ich den Leuten aus dem Balkan.

Merser
11 Monate zuvor

Ich kann das nur unterschreiben was der Händlerverband da bemängelt! Preise hoch, zudem noch Paketlogik und die Qualität und auch Materialanmutung rechtfertigen dies überhaupt nicht. Mercedes war immer etwas teurer, aber nun… man liest es ja auch in den Vergleichstests… technisch top, aber durch die Preispolitik verliert man den Vergleich und eben auch den Auftrag des Kunden…
Tausche meinen W213 gegen Ende des Jahres… hoffe noch auf den W214 und dann hoffentlich angepasste Leasingfaktoren… Die Preisspirale wird man ja nicht so einfach wieder umkehren können… sonst wird es auch bei mir kein Mercedes mehr… nach 20 Jahren…
Und die jetzigen Auslieferungszahlen sind Augenwischerei! Das sind die Aufträge vor den Preisanpassungen und vor der Paketlogik… da war die Welt ja noch „normal“ und nicht Luxury…

EKlässler
11 Monate zuvor

Auch unser Eindruck am Produkt von Mercedes-Benz hat sich in den letzten Monaten stark gewandelt

EKlässler
11 Monate zuvor

Auch unser Eindruck am Produkt von Mercedes-Benz hat sich in den letzten Monaten stark gewandelt – was meint ihr genau damit ? Als Beispiele .. danke

Peter
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Hallo welche Baureihen meinst du genau? Habe mir das neue GLC Coupe AMG Line bestellt konnte es allerdings noch nicht live sehen bzw fahren. MB Händler hat bis heute noch keinen Vorführer. Was ja auch eine seltsame Geschichte ist.
Grüße Peter

Snoubort
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Die versprochene „Materialkostensenkung“ (sieht man im Übrigen auch am Gewicht), dafür hat man aber auch 5K Preisaufschlag zum.Vorgänger bekommen, für
das wahre Luxusgefühl.

driv3r
Reply to  Snoubort
11 Monate zuvor

Das Gewicht hat doch einen völlig anderen Grund.
Schwere Autos lohnen sich in der EU für den Flotten-CO2-Grenzwert. Wie klug diese Gesetzgebung ist, kann daran jeder selbst merken. 😉

Aber gut, dass mal wieder irgendwas Halbgares in die Welt posaunt wurde.

Snoubort
Reply to  driv3r
11 Monate zuvor

Da hast Du schon einen Punkt – bzw. mich würde tatsächlich mal interessieren, wieviel der Gewichtssteigerung „echt“ ist, und wieviel nur dem Punkt „Zertifizierungsoptimierung“ geschuldet ist – also um wieviel das „Auto von der Stange“ wirklich schwerer wurde.

Es ist aber auch Fakt dass zumindest ein Teil der Gewichtszunahme auf Kosteneinsparungen zurückzuführen ist bzw. dem Ziel der Materialkostensenkung zumindest nicht abträglich war, wie Türen aus Stahl statt Alu (beim 205er war man bei der Präsentation ja noch extrem stolz über den hohen Alu-Anteil im Fahrzeug) – meine auch sonst wäre z.B. beim Fahrwerk und im Rohbau viel Alu wieder durch Stahl ersetzt worden.

Bernd Schneider
11 Monate zuvor

Der Händlerverband hat völlig recht.

Alleine dieses altbackene Sonderausstattungs-Gepfusche gehört sofort beendet. Tesla zeigt hier doch, wie es richtig geht.

Timbob Hansly
Reply to  Bernd Schneider
11 Monate zuvor

Tesla zeigt hier absolut gar nicht wie es richtig geht. Den Großteil dessen, was man bei Mercedes als kostenpflichtiges Extra odern kann gibt es bei Tesla einfach gar nicht. Es ist nicht so als wäre ein Tesla in Basis so gut ausgestattet wie ein voller Mercedes sondern etwas besser als ein leerer – und egal ob man dafür zahlen will man bekommt nichts besseres. Mir fehlt da etliches an Ausstattungen (HUD; Schiebedach; Parksensoren und Tacho bei 3 und Y (was jeder Mercedes serienmäßig hat); größere Auswahl an Farben, Felgen und Designs; Auswahl an Fahrwerken (der Standard ist in allen Teslas Murks)…)

Boopa
Reply to  Timbob Hansly
11 Monate zuvor

Und da spielen in Ihrer Antwort so viele Emotionen und nicht nennenswerte Sachlichkeit eine bedeutende Rolle.

Tesla zeigt es sehr gut, dass mit deren Angebotslogik und Ausstattungsvarianz die Marktspitzen erreichen lässt oder ist das Model Y aus Mitleid Spitzenreiter?

Es gab bereits viele Berichte, dass auch bei Mercedes und Co. nicht die Varianz die Cash Cow ist, sondern der glaube daran, dass es so ist. Es gab wohl interne Berichte, die zeigen, dass sehr niedrige zweistellige Varianten wohl 3/4 der Gesamtproduktion ausmachen.

Und Mal ehrlich, genau diese Argumentation ist doch der Hauptgrund wieso Mercedes heute so arrogant darsteht. Die können alles besser als andere Wettbewerber und somit auch Tesla. Man positioniert sich öffentlich, Tesla sei nicht in deren Segment unterwegs und argumentiert in anderen Bereichen, man sei besser als Tesla. Den Wiederspruch kann sich jeder selbst heraussuchen….

Kurz um, ich bin/war fast 20 Jahre Mercedes Kunde und habe im Fuhrpark immer Sterne gehabt. Den EQA haben wir bereits seit knapp einem Jahr gegen ein Model Y getauscht und die letzten beiden Mercedes werden im Dez 23 und Mrz24 gegen Audi und Tesla getauscht.

Reitet gerne die Stammtisch Parolen weiter, Fahrwerk, Spaltmaße, Tacho oder was auch immer. Aber was mir von Mercedes seit Jahren „geliefert“ wurde, waren Qualitatsmängel und außerplanmäßige Werkstattaufenthalte. Mein Jahrelanger Verkäufer hat mir beim letzten Aufenthalt meines GLEs einen EQS SUV gegeben, um mich zu besänftigen und ggf. nochmal zu überzeugen, einen weiteren Mercedes zu bestellen. Luxus war der Preis, der hohe Verbrauch und das Auto sah als Leihwagen mit gerade Mal 7000km an an vielen Stellen und ganz besonders am Fahrersitz aus… Lächerlich.

Die Preispolitik ist mit nichts mehr zu rechtfertigen, außer mit Arroganz und Überheblichkeit.

D.Oswald
Reply to  Timbob Hansly
11 Monate zuvor

Tesla ist jetzt überhaupt keien Referenz aber irgendein random Paket buchen, weil man ein HUD, Matrix-LED oder Level2-assi möchte ist komplett daneben und hat ich letztendlich als alter Benzfahrer zu BMW gebracht.

M.Rix
11 Monate zuvor

Hey MBPassion, was soll denn das?!??

Ihr habt die „genauen“ Horrorzahlen… DANN GEBT SIE HER!

zit.
„…das der Auftragseingang „historisch niedrig“ sei – ohne genaue Zahlen zu nennen (diese liegen uns jedoch vor!).“

Rainer
Reply to  M.Rix
11 Monate zuvor

Man muss nicht alles rausposaunen für 15 Minuten Ruhm. Sind ja auch Geschäftsgeheimnisse.
Es reicht, wenn man bei MB weiss, dass die Zahlen bekannt sind. Ausserdem ist nie ganz sicher, ob die Zahlen auch wirklich richtig sind. Man kann ja sowas mit kleinen Fehlern „leaken“ und sieht dann anhand der „Fehler“ wer es geleaked hat.

Dass es aktuell nicht super läuft, um das zu ahnen muss man kein Genie sein.

Bernd Schneider
Reply to  Rainer
11 Monate zuvor

Das dämliche Leasing hatte halt auch Überhand genommen – zudem an dubiose Kunden.
Die Autos müssen so nur noch 3 Jahre halten, hauptsache Daimler ist aus der Garantie raus wenn die Downsizing-Motörchen die Gretsche machen.

Bob
Reply to  Bernd Schneider
11 Monate zuvor

die alten V8 biturbos haben auch probleme ohne ende

harry
11 Monate zuvor

Warum wird in der Öffentlichkeit überhaupt von seitens Vorstands über eine Luxus Strategie berichtet. Da ist die Kritik doch vorprogrammiert. BMW macht im Grunde genommen nichts anderes, nur da redet keiner darüber. Die ziehen das einfach durch. Wenn sich die Strategie nur darauf bezieht Preise zu erhöhen aber die Qualität außer acht zu lassen, dann mach man sich lächerlich. Selbst AMG scheint den Anschluss an die Konkurrenz verloren zu haben. Mit den Fahrzeugen C43 und C63SE hat man sich selbst so ins Abseits geschossen. Total am Kunden vorbei. Ich habe im Straßenverkehr noch keinen einzigen C43 gesehen. Unbegreiflich wie man sich selbst so schädigen kann. Vom SL 43 will ich gar nicht erst anfangen. Die Preise für einen SL 43 oder C63SE sind utopisch. Die Verträge für OK und MS werden verlängert. Es bleibt also alles beim Alten.

Ilike
Reply to  harry
11 Monate zuvor

BMW war in seiner Kommunikation schon immer sehr zurückhaltend und hat das trommeln wie Mercedes auch nicht nötig. BMW hat immer noch Quant und klatten im boot, Mercedes muss sein großen Streubesitz steht’s von sich überzeugen.

Mbtech
11 Monate zuvor

Leute sparen sparen an Material, an Material, und….. der Ola kennt nur das.
Und am Schluss kommt sowas.

Sternfahrer
11 Monate zuvor

Gratulation und Respekt an die Verfasser. Endlich jemand der die katastrophale Lage offen und direkt ausspricht. Die Luxusstrategie zeugt von Unfähigkeit und Größenwahn der Verantwortlichen. Wer geglaubt hat, dass es nach Schempp und Co nicht schlechter geht wird nun eines Besseren belehrt. Ola und Britta werden noch als die Totengräber vom Stern in die Geschichte eingehen. Aber dann schon mit einem 100 % Eigentümer aus China. Die Devise maximaler Ertrag mit minimaler Qualität mag zwar aufgrund der Engpässe funktioniert haben aber diese Zeiten sind vorbei. Auch die Arroganz sich mit echten Luxusmarken ( Louis Vuitton oder Patek Philippe ) zu vergleichen zeigt die Präpotenz und Weltfremdheit. Das ausgerechnet der ehemalige GF von Österreich nun eine neue Führungsposition erhalten hat spricht auch für sich. Zuerst den ohnehin schwachen Markt in Österreich gegen die Wand fahren und dann Führungsverantwortung im Heimatmarkt übernehmen.

BENZINER
11 Monate zuvor

Da brennt der Baum wohl lichterloh!! Eine 214er Baureihe in TOP Qualität kann hier die Nachfrage und das Image vielleicht etwas verbessern. Den EQ-Kram würde ich einstellen. Bei wechselnden politischen Mehrheiten in der EU(und die werden kommen )ist das Thema Elektro in 5 Jahren sowieso vom Tisch. BMW ist da besser aufgestellt. Opel hingehen wird in einigen Jahren vom Markt verschwinden. Mercedes ist nur mit tadelloser Qualität zu retten. Meine Daimler Aktien werde ich wahrscheinliche kommende Woche verkaufen..

Zuletzt editiert am 11 Monate zuvor von BENZINER
aschb01
Reply to  BENZINER
11 Monate zuvor

Bin ebenfalls letzten Donnerstag
raus aus allen meinen Auto Aktien: MB, VW, BMW und NIO.

Bob
11 Monate zuvor

Die Kommentare zeigen auf eindrückliche Weise den Abstieg der Bildungsnation Deutschland.

Ola hat keine andere Wahl, als Mercedes auf margenträchtige Produkte zu fokussieren. Der Standort Deutschland mit seinen extremen Abgaben, das stetig sinkende Arbeitskraftniveau und die unkündbaren Altmitarbeiter geben doch gar nichts anderes her.

Das eindrückliche Gegenbeispiel sieht man an VW + Audi, die durch Porsche quersubventioniert werden müssen und alleine kaum noch lebensfähig sind. Obwohl die „Qualität“ im ID3 noch wesentlich geringer als im EQA ist werden die Fahrzeuge mit negativer Marge in den Markt gedrückt. Die neuen Akteure wie Tesla und die Chinesen lassen den deutschen Altherstellern nur wenige Nischen.

Einen neuen Mercedes zu kaufen kann nie eine Frage von Spaltmaßen oder unterschäumten Plastik sein, das wird nur noch über die Emotion gehen. Daher macht die „Luxus“-Strategie absolut Sinn.

Nichtsdestotrotz muss das Kundenerlebnis zum Preis passen. Man sieht allerdings auch z.B. bei Ferrari, dass der Kunde eklatante Schönheitsfehler in Kauf nimmt, sofern die Marke und das Design stimmen.

Zuletzt editiert am 11 Monate zuvor von Bob
Snoubort
Reply to  Bob
11 Monate zuvor

Das hat aber eben auch schlichtweg damit zu tun, welche Erwartungen eine Marke weckt – Mercedes stand im Vergleich zu Ferrari eben historisch eher für Substanz, innere Werte und einen gewissen Konservatismus – für Hochwertigkeit, nicht Opulenz.

Källenius will tatsächlich aus MB so etwas wie Ferrari machen (oder oft genug zumindest Porsche) – das klappt aber nicht per Preislisten-Befehl.

So wird man denn schnell zum Totengräber einer Marke, statt zum Neuerfinder.

Zuletzt editiert am 11 Monate zuvor von Snoubort
Bob
Reply to  Snoubort
11 Monate zuvor

Ich neige hier zum Zustimmen – auf den deutschen Markt bezogen. Im Ausland wird Mercedes dann doch eher wieder als opulent betrachtet. Ich bin ganz deiner Meinung, dass ein bloßes Erhöhen der Preise nicht reicht, grade den EQ Modellen fehlt es aktuell an Substanz. Die kommen gedanklich noch aus der Zetsche Ära. Ich würde mit einer abschließenden Bewertung für Ola warten, bis der MMA auf den Markt kommt. Hier zeigen sich dann zum ersten mal elektische Eigenentwicklungen von Mercedes. Können auch diese nicht mit dem günstigeren Tesla mithalten, sieht die Zukunft tatsächlich eher düster aus.

EQ44fahrer
Reply to  Bob
11 Monate zuvor

Wie möchte Mercedes bitte mithalten mit Tesla oder den Chinesen, wenn man aus Arroganz nicht gewillt ist, von den Besten zu lernen. Die komplette Produktion muss neu aufgezogen werden:
https://efahrer.chip.de/news/toyota-ingenieure-nehmen-tesla-auseinander-es-ist-unglaublich_1011724

Wann wurde zuletzt ein Tesla erworben und im Kessel zerlegt/analysiert? Man sollte in Stuttgart dringend zur Kenntnis nehmen, wie sich Tesla Preissenkungen leisten kann und wie in den Werken produziert wird.

Ich höre immer von der kommenden Wunderwaffe „MMA“. Aber die neue technologische Plattform ist nicht alleine kriegsentscheidend. Siehe das aktuelle Scheitern von VW mit seinen konzernweiten Baukästen. Wenn die neue Plattform in der Produktion nämlich so aufwendig und komplex bleibt wie die Vorgänger in den letzten 2 Dekaden, dann wird MB trotzdem verlieren.

Snoubort
Reply to  EQ44fahrer
11 Monate zuvor

Ich habe vorher auch immer die kommende Wunderwaffe EQS gehört, und davor EQC….

Bob
Reply to  EQ44fahrer
11 Monate zuvor

Wenn die Baukästen schlecht sind dann scheitern sie natürlich.

Der MMA ist deshalb kriegsentscheidend, weil hier zum ersten Mal Eigenentwicklungen im Antriebstrang Einzug ins Auto halten – bei EVA2 ist alles eingekauft und deshalb teuer und unflexibel.

Hat Tesla Produktionsvorteile? Auf jeden Fall, die kann man aber auch nur schlecht mit dem Auseinandernehmen des Produkts ableiten. Da gehe ich aber auch schwer davon aus, dass das routinemäßig getan wird.

Marek
Reply to  Bob
11 Monate zuvor

Meinst du mit Eigenentwicklung die E-Motoren von YASA?

Paul
Reply to  Marek
11 Monate zuvor

YASA ist ja jetzt eine Mercees-Benz Tochter, aber die Motoren kommen ja zunächst nur für Top-End, also AMGs.

hier ist eine Zusammenfassung der Folien: https://jesmb.de/15383/

Snoubort
Reply to  Bob
11 Monate zuvor

Es geht hier ja explizit um den deutschen Markt.

Bob
Reply to  Snoubort
11 Monate zuvor

die Kommentare beziehen sich hier aber auf Gesamt-Mercedes beziehungsweise extrapolieren deutsches Kaufverhalten auf den Weltmarkt

Phil
Reply to  Bob
11 Monate zuvor

In die Strategie von OK will ich mich nicht einmischen. Aber was „mein“ Kaufverhalten anbelangt, entscheide allein ich, was ich als Luxus verstehe. Keinesfalls wird für mich Luxus sein, ein hochqualitatives „Alt“-Fahrzeug abzustoßen, nur um ein „Neues“ anzuschaffen, das OK vielleicht für Luxus hält, ich diese Auffassung im Hinblick auf das konkrete Produkt jedoch nicht teilen kann. Solche Fahrzeuge kann er getrost behalten. Man muss nur darauf achten, die Mercedes-Aktien zur rechten Zeit abzustoßen; vielleicht ist ein Invest in Daimler Truck zukunftsfähiger.

Dietmar Johnen
Reply to  Bob
11 Monate zuvor

Sie sind also der Meinung, daß die Verkäufer und Händler von Mercedes nur dumme Jungs sind ,weil sie die Realität im Alltag erfahren und ihr Geschäft nicht verstehen. Oder wollen Sie das nicht Devote gegenüber dem Vorstand( welcher Verstand?) kritisieren? Geradezu nur nach dem Mund reden wird MB nicht aus selbst verschuldeten Krise führen

Bob
Reply to  Dietmar Johnen
11 Monate zuvor

Die Sorgen der deutschen Händler haben wenig mit der Marke zu tun. Deutschland wird nunmal im Vergleich mit den Spitzenmärkten ärmer und die Premiummarken werden allesamt auf dem deutschen Markt stagnieren bis abnehmen.

Die USA und China werden im Vergleich mit dem EU-Heimatmarkt zunehmend wichtiger, vom CEO erwarte ich auch genau diese Ausrichtung.

Snoubort
Reply to  Bob
11 Monate zuvor

Da hast Du schon recht – deshalb wird ein Aufstand von deutschen Händlern (bzw. Agenten) und Kunden Källenius nicht den Kopf kosten – sondern die Tatsache dass die Chinesen kein Interesse an elektrischen Mercedessen haben…

Snoubort
Reply to  Bob
11 Monate zuvor
Bob
Reply to  Snoubort
11 Monate zuvor

Du musst mich nicht überzeugen dass EVA2 keinen Blumentopf gewinnen kann – ich hoffe einfach mal, dass man aus dem Designdebakel gelernt hat.

Deutsche Stammkunden sind nett, aber nur mit deutschen Kunden gäbe es nunmal lange keinen Stern mehr.

Marek
Reply to  Bob
11 Monate zuvor

Ich stimme dir teilweise zu, Ola hat durch Strategiefehler von Zetsche und Co. und mangelnden Software und Hardware-Talenten keine andere Wahl.
Im hochpreisigen Segment kann die Luxusstrategie nur aufgehen, wenn neue Elektro-Modelle sich von bisherigen in Materialanmutung und Exterieurdesign unterscheiden und näher an Fahrzeugen wie Bentleys oder Rolls Royce kommen.
Trotzdem halte ich es für einen Fehler, auch in unteren Segmenten auf teuere Kompakt- oder Mittelklassefahrzeuge zu setzen. Da sehe ich die Konkurrenz (Tesla, VW und die Chinesen) an Mercedes vorbeigezogen.

Bob
Reply to  Marek
11 Monate zuvor

aber wie soll Mercedes denn bitte mit Chinesen im Kompaktsegment konkurrieren? Die Kostenvorteile chinesischer Produktion sind nicht aufzuholen.

Snoubort
Reply to  Bob
11 Monate zuvor

Wie oben schon verlinkt ist die noch viel entscheidendere Frage, wie sie im BEV Premiumbereich mit der Innovation der Chinesen mithalten wollen:
https://www.mercedes-fans.de/magazin/news/automarkt-china-mercedes-co-werden-abgehaengt-studie-china-ueberholt-traditionelle-oberklasse-hersteller.20194

Deshalb ist ja der entscheidende strategische Fehler der gewesen zur optischen Aufhübschung der Rendite drei Jahre lang die F&E Ausgaben gedeckelt zu haben – diese 3 oder 4 Jahre sind verloren… Sie auch Eingeständnis von Hr. Wilhelm dieses Jahr.

Paul
Reply to  Snoubort
11 Monate zuvor

Ich sehe aktuell noch keinen technischen Vorsprung der Chinesen, grade nicht gegenüber Tesla. Die Studie bezieht sich ja explizit auf das Empfinden chinesischer Käufer, weniger harte Fakten. Preis/Leistung ist da eine ganz andere Frage.

Aber ich gebe dir völlig Recht, in Zeiten der größten Transformation der Unternehmensgeschichte die Kosten für R&D zu deckeln bzw auch eine üppige Dividende auszuschütten + Aktienrückkauf zu starten finde ich extrem bedenklich.

Snoubort
Reply to  Paul
11 Monate zuvor

Wir sehen hier ja nur einen kleinen Teil von dem was dort gibt – und genau das war ja auch der Oha-Effekt beim MB-Vorstand, als sie dort über die Messe gelaufen sind.

Bob
Reply to  Snoubort
11 Monate zuvor

Kann man auf einer Messe wirklich sehen, was die Fahrzeuge können? Wenn man sich die Fabrikate mal im Detail bei Teslabjörn oder anderen anschaut, sind das ja häufig unfassbar nervige Fahrzeuge die ständig vor sich hin piepsen und deren Assistenzsysteme auch nicht unbedingt überzeugend wirken.

Nichtsdestotrotz ist die Substanz häufig erstaunlich gut – Fahrwerk und Antriebsstrang wirken grundsolide.

Snoubort
Reply to  Bob
11 Monate zuvor

Also zumindest hat es den kompletten Vorstand von MB zum Umdenken bewegt…

Frickleburt Frogfart
Reply to  Bob
11 Monate zuvor

Nein, falsch. Die Kommentare zeigen vor allem den Abstieg einer Nation von Ingenieuren und Technikern zu einem Irrenhaus, in dem Fortschrittsglaube und Technikbegeisterung Klimahysterie und Genderquark gewichen sind. Damit kann man keine qualitativ guten Autos bauen. Aber das will man ja auch gar nicht mehr – von daher ist die Firmenpolitik nur konsequent.

Ralf
Reply to  Bob
11 Monate zuvor

Margenträchtig und Luxus gerne, aber dann muss auch die Qualität stimmen!

Jochen Rieth
11 Monate zuvor

Die Kritik ist vollkommen richtig

– die Qualität unseres SL 63 AMG lässt sehr zu wünschen übrig , die Software ist eine Katastrophe und der Service durch den Händler mehr als mau. …. Neupreis 220 000 Euro !!!
– die Modellpolitik nicht nachvollziehbar

f77
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Bei zukünftigen Modellen eher umgekehrt. Gute Verarbeitung kann Mercedes bekanntlich (durch Sparmaßnahmen zurzeit nicht umsetzbar), aber Software auf Smartphone-Niveau, was von Kunden erwartet wird, können wir in absehbarer Zeit nicht.

Dieter Maurer
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Es wäre halt schön wenn die Autos und auch Software halt mal FERTIG in Serie gehen. Die Mitarbeiter fahren doch permanent mit den Kisten rum. Beruflich, privat übers Wochenende, Testfahrten… und trotzdem Qualitätsprobleme ohne Ende in Serie. Wer pennt denn da?

Patrick
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Bei der Software könnte man, aber die viel umworbene OTA-Updates scheinen bei meinem zwei Jahre alten GLC nicht anzukommen. Fängt bei den Kalenderfunktionen im MBUX an. Beispiel: habe in der Woche Team-Meetings an zwei unterschiedlichen Standorten – warum kann das MBUX in der Navigation nur den (selben) Betreff des Termins, aber nicht den ORT (!!) anzeigen. Ja, okay, vor ein paar Jahren waren es noch kryptische Geokoordinaten, die in der C-Klasse bei den letzten Zielen gezeigt wurden. Im Bereich Softwareentwicklung sind halt andere Autohersteller mehr Premium als MB.

Gartenpriester
Reply to  Patrick
11 Monate zuvor

Das Verständnis von OTA-Updates ist nicht, dass Weiterentwicklung / Feature Updates permanent getrieben werden. Es ist eine Kostensenkungsmaßnahme („Kunde muss nicht in die Werkstatt“) für Qualitätsprobleme. Dann ergibt das alles plötzlich Sinn 🙂

Mot0r
11 Monate zuvor

Luxus ohne Substanz ist nichts anderes als Dekadenz. 2026, wenn MMA und x.EA angelaufen sein werden, wird abgerechnet – oder abgewickelt.

Ralf
Reply to  Mot0r
11 Monate zuvor

Die 2 Jahre müssen sie dann aber noch schaffen. Wird hart…

Frank
11 Monate zuvor

Kann ich absolut nachvollziehen. Mein 2020er CLA hatte schlechte Spaltmaße. Die Mittelkonsole macht bei Wärme üble Lüftergeräusche, der Dachhimmel war nicht richtig fest. Und das teure Soundsystem kann man sich sparen, weil durch den Bass fast immer irgendwas vibriert.
Software, Fahrwerk und Materialien sind fein. Aber das können andere auch für deutlich weniger Geld.
Wartungspreise wurde auch extrem angezogen. Bei 2 Jahren magerer Garantie.
Mein nächster wird jetzt wahrscheinlich ein Chinese. Denke das sagt alles über die „das beste oder nichts“ Mercedes Strategie.

f77
Reply to  Frank
11 Monate zuvor

Ausgerechnet die Chinesen… wo die mit Industriespionage und anderen Aktivitäten (Corona,…) hierzulande in Europa und weltweit Milliardenschaden verursachen.. naja, kannst du machen was du möchtest.

Sven Keller
Reply to  f77
11 Monate zuvor

Ist zwar tragisch, aber wenn du so denkst darf man auch keine grünen und Linke Parteien wählen. Ich glaube kaum, dass wir an alter Innovationskraft anknüpft können, wenn wir alle Kraftwerke abschalten und zugleich meinen, wir können ganz Afrika retten indem wir diese Kulturen in Maßen zu uns holen. Europa lebt nur noch von der Substanz, die Zukunft gehört Asien. Entweder man passt sich an, oder man wird angepasst. War schon immer so. Schau Venedig an. Früher absolute Metropole, alles lief über diese Stadt. Heute: paar Touristen, mehr nicht. Bedeutungslos. So wirds Deutschland auch gehen. Heute Innovationsträger in der Chipherstellung (zeiss) morgen bedeutungslos… zuerst kommt immer die Dekadenz, dann der Harte Abstieg. Warum wohl lebt jetzt schon gefühlt halb Deutschland in der Schweiz? Die Schweiz ist noch eine Ausnahme, fragt sich nur wie lange noch? Die Massive Zuwanderung ist nicht nachhaltig und gegen Asien haben wir keine Chance.

f77
Reply to  Sven Keller
11 Monate zuvor

Das ist ein Irrglaube, Sven!
Asien stünde heute nicht da, wo sie ist, ohne Verwestlichung von Werten, Lebensstilen, Bauwerken und Outsourcing von Arbeitsplätzen und im Falle von China Offenlegung von Technologien durch erzwungene Joint-Venture -> Wissenstransfer, Industriespionage etc… (siehe Japan und Südkorea). Die sind sogar so frech, dass Ex-Bundeswehrpiloten dreist angeworben werden und womöglich Geheimnisse preisgegeben werde, aber das ist eine andere Geschichte.

Weil sie mehr aufzuholen haben, als wir, entsteht immer der Eindruck, als ob wir auf absteigendem Ast wären. Ja wir sind teilweise wohlstandsverwahlost und die Asiaten eben ein bißchen fleißiger und ehrgeiziger.

Schaut man sich bei den asiatischen Automobilherstellern an, wer alles aus Europa und Amerika dort arbeitet (Peter Schreyer bei Kia und Hyundai, Luc Donckerwolke bei Genesis, Albert Biermann bei Hyundai), das sind nur einige wenige Namen, die mir spontan eingefallen sind, ist es doch nicht verwunderlich, wieso die in nur wenigen Jahren zu uns aufgeschlossen haben.

Durch geringere Arbeits- und Energiekosten, laschere Umweltauflagen, geringere Steuerabgaben etc. sind die eben in der Lage Fahrzeuge günstig zu produzieren.

https://www.welt.de/wirtschaft/karriere/bildung/article114453109/Karrierechancen-in-China-locken-deutsche-Ingenieure.html

Tobias
11 Monate zuvor

Habe über 30 Jahre Mercedes gefahren. Meine letzte E-Klasse war eine einzige Katastrophe. Nach dem das Leasing ausgelaufen war bin ich als ehemaliger treuer Mercedes Kunde zu Genesis gewechselt.

O-Ton meines ehemaligen Mercedes Verkäufers zu meinem Genesis GV70.
So eine Qualität würde ich mir in der S-Klasse wünschen.

Aktuell zeigen die Koreaner wo qualitativ der Hammer hängt.

Axel
11 Monate zuvor

Man lese die Vita von Ole Kallenius.
Dann weiß man wie erfolgreich er ist ..

Hans
11 Monate zuvor

Die C-Klasse konnte noch nie bei der Verarbeitungsqualität mit A 4 und 3er mithalten.
Ein Grip Autotester ist von dem SL enttäuscht.
Bei 200000 Euro sollte die Verarbeitung sehr gut sein.
Das Agenturmodell bei Mercedes vergrault die wenigen Privatkunden.

hoelli78
Reply to  Hans
11 Monate zuvor

Doch mein C205 Coupe BJ 2016 ist um Welten besser von der Materialqualität als ein BMW 3er F30 dem selben Bj. 2016. Aber der W206 ist eine Enttäuschung, Hartplastik bei den Türen.

JM13
Reply to  hoelli78
11 Monate zuvor

Die neue E-Klasse und die EQE Modelle haben auch Hartplastik in den Türen, vor allem die für Knie und Bein nervige silberne Plastikhandauflage vorne und hinten (Störfaktor ist abhängig von der Körpergröße). Sehr geehrter Vorstand, harte Stellen in den Türen haben mit Luxus nichts zu tun und gehören konzeptionell verbessert.

Dietmar Johnen
Reply to  Hans
11 Monate zuvor

Das untere Armaturenbrett des aktuellen A4 besteht aus Hartplastik. Das untere Armaturenbrett und die Türtafeln des W205 bestehen aus aufgeschäumten Kunstoff. Zur Ehrenrettung von K.O. und des Entwicklungsvorstands will ich doch erwähnen, daß gerade die Autobild und AMS das Hartplastik in den Audimodellen als “ benchmark‘ bezeichnet haben und noch immer es so sehen. Daß war vielleicht ein Grund, warum in den aktuellen MB Modellen, angefangen mit dem aktuellen E- Klasse Coupè und Cabrio, deren untere Türtafeln mit Hartplastik verarbeitet sind, diesen Weg einzuschlagen. In einem Mercedes, egal welches Modell hat Hartplastik im Sicht- und Tastbereich nichts zu suchen.

Snoubort
Reply to  Hans
11 Monate zuvor

Gab doch mal diesen großen Innenraumqualitätsvergleich vom ADAC (bei der Google Suche bin ich nur auf diesen Bericht darüber bei bimmer gestoßen), der den Rückschritt der C-Klasse (und den Vorsprung des W205 zur Konkurrenz) „dokumentiert“:
https://www.bimmertoday.de/2022/08/05/adac-bmw-qualitat-steigt-klar-mercedes-lasst-deutlich-nach/amp/

Marek
11 Monate zuvor

Schaut euch mal nur ab Minute 4:00 an, von der guten Materialanmutung abgesehen, wie flüssig sich das Infotainmentsystem bedienen lässt, und das von einem chinesischen Startup.
https://www.youtube.com/watch?v=mDo_kf3Mfrk

Michael
11 Monate zuvor

Schon interessant wieviel Experten hier wieder versammelt sind, offenbar können viele in die Zukunft schauen und sind sicher Vorstände von irgendwelchen höchst erfolgreichen Unternehmen. Falls jemand die Lottozahlen von nächster Woche hat, gerne her damit.
So eine Strategie wird doch nicht von einer einzelnen Person entwickelt und das die Handelsvertreter auf Grund des Agenturmodells nicht gerade wohlgesonnen sind, sollte auch klar sein.

Marek
Reply to  Michael
11 Monate zuvor

Das nennt man dann kollektives Versagen. Aber am Ende nickt ja eine Person gemeinsame Beschlüsse ab, und das ist im Falle von Mercedes der Top-BWL’er Ola Kallenius.

Die Disruption haben schon andere Branchen zuvor erlebt (Telekommunikation, Handel…), nun ist die Automobilbranche an der Reihe. Und wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.

Zuletzt editiert am 11 Monate zuvor von Marek
Carsten
11 Monate zuvor

Mit diesem Brief hat die Händlerverbandsspitze genau ins Schwarze getroffen. Aber Ola und Co. werden so weiter machen…Die Marke muß ja „kaputt zu kriegen“ sein. Und die Kunden können rechnen und sehen, was sie für ihr Geld bekommen oder woanders bekommen können.

Tobler
11 Monate zuvor

Ingenieure sollten Unternehmen mit Ingenieurprodukten leiten. Der Niedergang von Boeing ist ein Beispiel, was als Warnung zu sehen sein könnte. Erst Kauf von MDD, dann Übernahme der Kultur durch Kaufleute, dies erst führte zum Desaster der Boeing 737 Max, da aus shareholder value Gründen kein Nachfolger entwickelt wurde.

Bei Mercedes sehen die Dinge anders aus, aber aus der gleichen Motivation. Wer seine Vetriebler und deren Marge vergisst, verliert Freunde. Wer den Kunden darüber hinaus mit Standards abspeist (U.A. EXTREM standardisierte Baukostenausstattungen mit kaum mehr Auswahl) ebenfalls.

Mal sehen wie lange der Börsenhöhenflug dauert bei diesem Auftragsbestand.

Snoubort
Reply to  Tobler
11 Monate zuvor

Das sehe ich tatsächlich nicht so – so wie auch ein Krankenhaus nicht von einem Arzt geführt werden muss.

Aber, ein Chefarzt sollte schon ein Arzt sein (so wie ein Entwicklungsleiter Entwicklungsingenieur), und der Krankenhausdirektor sollte zumindest etwas Interesse für die Belange seiner Chefärzte haben – und zeigen.

Ric
11 Monate zuvor

Luxus ist ja gut und schön. Aber dann müssen die Kunden auch so behandelt werden.
Und mein subjektiver Eindruck ist auch, dass die Qualität nachlässt. Unsere Werkstatt steht voll mit KDM und Rückrufaktionen.

F. Schlüter
11 Monate zuvor

Habe 11 Sterne im Fuhrpark, bei der Inspektion meines C 63 ( 4 Wochen Vorlauf)
Mängel mitgeteilt die auf Garantie erledigt werden sollten.
Nun ist das Auto 9 ! Tage aus der Garantie bei der Inspektion .
Garantie Ansprüche wurden mit der Begründung 2x abgelehnt da ich nicht beweisen könne die Mängel
schon bei der Auftragserteilung für die Inspektion genannt zu haben.
Hab da aber schon eine Garantieverlängerung für 2 Jahre und ca 3200 € abgeschlossen .
Soviel zur Luxusstrattegie/ Qualität……
Das Wars mit der Arroganten Mercedes Bande

F. Schlüter
11 Monate zuvor

Hab vergeseen jetzt 3 Wochen nach der Inspektion geht bei 37Tkm
das Auto wieder in die Werkstatt
Klappensteuerung und Steuergerät defekt
Termin…..wieder in 4 Wochen
Da ist man bedient

D.Oswald
11 Monate zuvor

genau so: Paketpolitik, unverschämte Preise und Qualitätsprobleme haben mich nach 4 Benzen einen BMW kaufen lassen.

Snoubort
Reply to  D.Oswald
11 Monate zuvor

Bei BMW gibt es aktuell immerhin noch entweder unverschämte Preise (z.B. 3er) oder Paketpolitik (siehe 5er).

Snoubort
11 Monate zuvor

168 Kommentare – schaffen wir noch die 200? 😉

Snoubort
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Du meinst für die wahre Customer Experience 4.0? 😉 😉

Pano
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Im Forum hat aber ausser mir keiner was zum Brandbrief gepostet 😉
Grüße
Pano

JM13
Reply to  Pano
11 Monate zuvor

Die Einführung des Forums habe ich mitbekommen, allerdings seitdem nur einmal genutzt und dann vergessen. Das Forum müsste hier im Blog mehr verlinkt werden und optisch auffällig erscheinen. Denn hättest du den Link nicht geschickt, hätte ich keinen Weg ins Forum gefunden. Auf die Schnelle wird daher hier kommentiert und nicht im Forum, weil es sich nicht etabliert hat.

PupNacke
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Newsseiten mit angebundenem Forum lassen die Kommentare gleich ins Forum schreiben (Unter einen „Newsthread“). Wäre das evtl. nicht auch hier sinnvoll/möglich?
Wer registriert und angemeldet ist wird das gleich mit seinem Userprofil verknüpfen, Rest halt Anonym.

XRT 78
Reply to  Snoubort
11 Monate zuvor

Herzlichen Glückwunsch @ Markus Jordan und das Mbpassion Team. Ich kann mich noch genau erinnern, als vor ein paar Jahren BT eine Zeit lang ähnlich hohe Kommentare verbuchen konnte, nämlich als der gute Alois und ich, uns damals regelrechte Wortgefechte lieferten, bis schließlich der Arzt kam und man uns beide daraufhin vor die Tür setzte und so bricht Mbpassion nun diesen alten BT Rekord, auch dank der weitsichtigen Analysen des Dr. med. Alexander, den ich damals von dort zu Mbpassion rüberholte und natürlich dank der Beiträge vom geschätzten Kollegen und Experten Snoubort, und von einigen anderen hier, einschließlich meiner Beiträge.

Snoubort
Reply to  Snoubort
11 Monate zuvor

Jetzt noch 11, bzw. 10 😉

Zuletzt editiert am 11 Monate zuvor von Snoubort
Erik
Reply to  Snoubort
11 Monate zuvor

Machen wir mal die 200 hiermit voll 😉

XRT 78
Reply to  Snoubort
11 Monate zuvor

210 PS. Wer bietet mehr?

Mike
11 Monate zuvor

In Deutschland schreibt man Brandbriefe, in Australien haben 48 von 52 Händlern Mercedes auf 650mAUD verklagt wg Einführung des Agenturmodels. Dieses ist ja neben den Entwicklungen rund um Produkt und Sortiment der zweite grosse Aufreger. Die Einführung wurde in AU soweit mir bekannt erst mal auf 2026 verschoben. Bessere Produkte bekommen die Aussies deswegen aber dennoch nicht. Da muss wohl erst in D wirklich etwas geschehen.

Pano
11 Monate zuvor

Interessant, dass die Resonanz auf den Händlerbrief so groß ist.
Noch interessanter wäre jetzt zu erfahren, ob und wie er bei den Verantwortlichen wahrgenommen wird und ob er irgendwelche Konsequenzen haben wird.
Ich fürchte jedoch, dass wir das nie erfahren werden.
Grüße
Pano

Pano
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Um den Schmerz noch ein bißchen konkreter zu machen erinnert die Automobilwoche daran, daß der E-Automarkt spätestens im September voraussichtlich einbrechen wird. Grund hierfür ist die wegfallende BEV-Förderung für gewerbliche Kunden ab 1. September. Und da der größte Teil der bisherigen E-Zulassungen gewerblicher Natur ist (zwei Drittel von 220.000) wirds weh tun. Auch Mercedes, die bislang 60.000 (+46% zum Vorjahr) gewerbliche Zulassungen in 2023 hatten. Wieviele davon EQ-Modelle waren wird nicht genannt. Aber es werden auf jeden Fall deutlich weniger werden. (Quelle: https://www.automobilwoche.de/bc-online/ende-der-umweltpramie-fur-gewerbliche-kunden-fuhrt-zu-einbruch-der-e-flottenzulassungen).
Grüße
Pano

Dietmar Johnen
Reply to  Markus Jordan
11 Monate zuvor

Ich stimme Ihnen zu, daß keines der Vorstandsmitglieder seinen persönlichen Fehler zugibt Die eigene Eitelkeit und Uneinsichtigkeit verhindert das. Hinzu kommt, daß der Vorstand sehenden Auges den Laden an die Wand fährt. Somit könnte der Vorstand von der Hauptversammlung nicht entlastet werden. Außerdem ist für die eigene weitere berufliche Zukunft das halt kein Bewerbungsschreiben. Ich glaube nicht, daß K.O. seinen vielleicht verlängerten Vertrag annimmt. Auch an ihm wird diese Krise nicht spurlos vorbeigehen. Er wird dann aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen den AR-Vorsitzenden bitten den vielleicht verlängerten Vertrag aufzulösen.

Frank
11 Monate zuvor

Wenn 2023 der w206 c220d nichtmehr in die Firmenwagenrichtlinie passt während der w213 e300de letztes Jahr noch rein ging und die max. Listenpreise in der Richtlinie unverändert sind, dann weißt du dass du auch als „Führungskraft“ oder „Besserverdiener“ bei dieser Marke nichtsmehr verloren hast.

Nach Probefahrt eines 2023er c43 AMG, der 220d war beim Händler nicht verfügbar, hatte sich dann auch der Innenraum erledigt. Anstrengende Sci-fi Plastiklandschaft, völlig überladenes Lenkrad, billige Haptik an quasi allen Elementen in Fahrerreichweite.

Obendrein nicht wirklich sportlich. Das Fahren ist ein Kampf gegen das viel zu langsame Getriebe. Einmal ein paar hundert Höhenmeter die Serpentinen hoch und wieder runter und die Bremsen haben gestreikt.

Ich verstehe nicht für wen derart profillose Autos gebaut werden.

Emir Merdanovic
11 Monate zuvor

Die Strategie von Ola Kalänius geht für mich deshalb nicht auf weil die Fahrzeuge, die jetzt gefertigt werden oder neu auf den Markt kommen – im Gegensatz zu Tesla – nicht zukunftsfähig sind. Luxus hin oder her.
Kauft man einen Tesla , weiß man, dass das Fahrzeug per OTA Update volles autonomes Fahren, sobald verfügbar und erlaubt beherrschten wird

Kauft man einen W214 , kann man sicher sein, dass das Fahrzeug Hardware und Softwaremässig in 3-4 Jahren alt ist

M.Brügger
9 Monate zuvor

Mercedes ist an Arroganz nicht mehr zu toppen. Wir sind Aufbauhersteller und bauen hauptsächlich 4×4 Sprinter. Ein solches Fzg. soll uns nun 55% (funfundfünzig !!!!) mehr kosten als vor einem Jahr.

Die Antwort des internationalen Key Account Managers, darauf, dass dieser Preisanstieg im Reisemobilsegment schlicht nicht zu verkraften wäre und wir so nicht mehr mit Sprintern arbeiten können fällt so aus:

„Mercedes Benz ist Premiumhersteller und verfolgt somit eine Luxusstrategie mit sehr wertigen Produkten im gesamten Produktportfolio“…“zu meinen Ausführungen ist meinerseits nichts mehr zu ergänzen und hiermit beende ich die Kommunikation in Ihre Richtung und verweise auf besagtes Vorgehen“

Anzumerken ist noch, dass alle, uns in dem vergangenen 18 Monaten gelieferten 4×4 Sprinter massive Qualitätsmängel aufweisen: Lackfehler, Vibrationen aus dem Antriebsstrang etc….

M.Brügger
Reply to  M.Brügger
9 Monate zuvor

Hier die Mängel nur eines der Luxusfahrzeuge, welche dank der Luxusstrategie seit Monaten nicht behoben werden:

-Vibrationen bei ca. 90 km/h aus dem Antriebsstrang

-Nach längerer Bergfahrt und anschliessender Bergabfahrt (Alpenpassstrasse) vibriert und rattert das Fahrzeg massiv (!!!)

-Scheppern der vorderen Dämpfer beim Überfahren von Fahrbahnunebenheiten

-Lackfehler an Türkanten

-problematische Verhalten des Allradantriebs beim Beschleunigen aus engen Kurven: nur ruckelnder Vortrieb.

-Bei steiler Bergabfahrt aus dem Stand, rollt das Fahrzeug ohne Motorbremswirkung davon. Erst bei hoher Geschwindigkeit wird mit einem gefährlichrn Ruck die Fahrstufe (oder Wandlerüberbrückung) geschaltet.