Neuer Mercedes GLA: Kompakt-SUV startet elektrisch mit bis zu 657 km Reichweite

Mercedes bringt den GLA in dritter Generation an den Start – zunächst rein elektrisch, ab 2027 folgt erwartungsgemäß auch eine Hybridversion. Bestellbar ist das Kompakt-SUV ab 30. Juli, die Preise beginnen bei 40.840 Euro netto.

Mit dem neuen GLA erneuert Mercedes sein meistverkauftes Kompaktmodell von Grund auf. Zum Marktstart im November stehen drei elektrische Varianten zur Wahl: der GLA 200 elektrisch mit 165 kW und 58-kWh-LFP-Akku, der GLA 250+ elektrisch mit 200 kW sowie das Topmodell GLA 350 4MATIC elektrisch mit 260 kW, das in 5,4 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h beschleunigt. Die beiden stärkeren Versionen nutzen eine NMC-Batterie mit 85 kWh nutzbarem Energiegehalt, womit laut WLTP bis zu 657 Kilometer Reichweite möglich sind. Dank 800-Volt-Technik und bis zu 320 kW Ladeleistung sollen sich in zehn Minuten bis zu 270 Kilometer nachladen lassen. Anfang 2027 ergänzt eine Version mit 71-kWh-Akku das Angebot, im gleichen Zeitraum kommt eine Hightech-Hybridvariante mit 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbomotor, 48-Volt-Elektromotor und Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe hinzu, die rein elektrisch fahren und bis 100 km/h segeln kann.

Optisch setzt der GLA auf eine flachere Silhouette – 20 Millimeter niedriger als der Vorgänger – bei gleichzeitig um 61 Millimeter verlängertem Radstand (jetzt 2.790 mm). Erstmals hält im Kompaktsegment der beleuchtete ikonische Grill mit 608 rückseitig beleuchteten LED-Punkten Einzug. Vier Ausstattungslinien (Style, Progressive, AMG Line, AMG Line Plus) sowie eine Night-Edition sollen die Individualisierung erweitern.

Der Innenraum wächst spürbar: 38 Millimeter mehr Beinraum im Fond, der Kofferraum fasst 410 statt bisher 340 Liter, dazu kommt beim Elektromodell ein 107 Liter großer Frunk. Bei umgeklappter Rücksitzbank sind bis zu 1.400 Liter Ladevolumen möglich, die 4MATIC-Versionen ziehen bis zu zwei Tonnen Anhängelast.

Zentrales Element im Innenraum ist der optionale MBUX Superscreen, der Kombiinstrument sowie Zentral- und Beifahrerdisplay unter einer durchgehenden Glasfläche vereint. Neu ist zudem der MBUX Virtual Assistant, der laut Mercedes generative KI mehrerer Anbieter kombiniert und im Dialog unter anderem Navigationsziele, Ladesäulen oder Aktienkurse abfragen kann. Die Navigation basiert erstmals auf Google Maps inklusive Anbindung an Googles Automotive AI Agent.

Serienmäßig arbeiten acht Kameras, fünf Radar- und zwölf Ultraschallsensoren, die von einem bis zu 254 TOPS starken Steuergerät ausgewertet werden. Optional wechselt der Lenkassistent MB.DRIVE ASSIST Plus auf der Autobahn selbstständig die Spur, beim Parken unterstützt ein überarbeitetes System mit 3D-Umgebungsdarstellung. Die Allradmodelle erhalten zusätzlich den Geländemodus TERRAIN sowie eine „transparente Motorhaube“ für die Sicht auf den Untergrund beim Rangieren.

In Deutschland kostet der GLA 200 elektrisch ab 40.840 Euro netto (48.599,60 Euro brutto), der GLA 250+ elektrisch startet bei 46.200 Euro netto (54.978 Euro brutto), der GLA 350 4MATIC elektrisch bei 48.830 Euro netto (58.107,70 Euro brutto). Bestellbar ist der neue GLA in drei verschiedenen Motorisierungen  ab Morgen – dem 30. Juli 2026.

Bilder: Mercedes-Benz Group AG

23 Kommentare
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Burgi
6 Stunden zuvor

Sieht gefällig aus, wird bestimmt noch besser bei der Masse ankommen als CLA Design

Arno
6 Stunden zuvor

Extrem gutes Gesamtpaket! Das könnte unser Zweitwagen werden.
Front sieht super aus, Heck ist gewöhnungsbedürftig, nach den Leaks heute Mittag, sieht das jetzt aber schon in Ordnung aus. Preislich überrascht mich die Positionierung tatsächlich positiv.
Vom ersten Eindruck her definitiv besser als der Vorgänger H247, der optisch ja „nur“ eine höhergelegte B-Klasse war. Hier sieht es wieder eher nach Crossover aus, was ich am X156 echt gut fand. Ich hoffe nur, dass man mit der AMG-Line auch in Wagenfarbe lackierte Radläufe bekommt, beim GLB sind die schwarzen bei der AMG-Line ja auch eine Sonderausstattung.

Hut ab! Gut gemacht.

Gerhard
Reply to  Arno
2 Stunden zuvor

Naja, das hier ist irgendwie auch nur ein Morph aus der alten B-Klasse und einem GLC. Die Lackierten Radläufe wären geil. Ich habe aber wenig Hoffnung, da sich diese Seuche bei allen neuen Mercedes immer weiter ausbreitet. Vielleicht beim AMG dann.

Bernd das Brot
6 Stunden zuvor

Das Heck ist pottenhässlich! Es sieht in keiner Perspektive nach einem Mercedes aus, aber nach ganz vielen anderen Herstellern! Passt nicht zu dieser wunderschönen Front

Gerhard
Reply to  Bernd das Brot
2 Stunden zuvor

Habe in anderen Foren schon den vergleich zum MG4 Urban gelesen. Ist erstaunlich zutrffend.

JMK
5 Stunden zuvor

Lobend kann man auch mal erwähnen, dass zwischen Vorstellung und Bestellstart diesmal nur 24h liegen und nicht 24 Wochen, wie beim GLC.

Erwin R.
5 Stunden zuvor

Gibt es auch schon Maße für den Innenraum? Mich interessiert vor allen Dingen die Länge und die Höhe zB auch gerne im Vergleich zur C-Klasse T-Modell.

Ansonsten bin ich vom Design positiv angetan. Auch die Preisgestaltung erscheint mir auf den ersten Blich ca. 4.000€ billiger als der vergleichbare GLB EQ.

Werk68
5 Stunden zuvor

Optisch gelungen . Mir gefällt zumindest auf Fotos sogar das Scheck gut , mal was anderes . Leider nur hoch wie ein LKW

Mario
Reply to  Werk68
4 Stunden zuvor

Hoch wie ein LKW?? Es ist nunmal ein eher kleiner SUV und dazu noch 20mm niedriger als der Vorgänger….

Gerhard
Reply to  Mario
2 Stunden zuvor

Das Teil ist inzwischen so groß wie ein Tiguan und somit schon ein ziemlicher Klopper im vergleich zu seinen beiden Vorgängern. Flacher hin oder her, er ist deutlich länger und breiter geworden.

CJuser
Reply to  Gerhard
2 Stunden zuvor

Der Wagen ist im Vergleich zum Vorgänger knapp 15cm in der Länge (jetzt 4.565 mm) gewachsen und wahrscheinlich wird man im Innenraum nichts davon merken.

Zuletzt editiert am 2 Stunden zuvor von CJuser
Rheinhesse
5 Stunden zuvor

Die Front sieht gut aus!
Das Heck könnte jedoch als ein
Neuer VW Polo durchgehen und gefällt mir persönlich nicht.

S-Fahrer
5 Stunden zuvor

Auf den ersten Blick wirkt der neue GLA insgesamt durchaus gelungen. Die Front ist grundsätzlich stimmig, wobei mir die Scheinwerfer einen Tick zu scharf gezeichnet erscheinen und damit aus meiner Sicht nicht ganz zum eher weichen Gesamtcharakter des Designs passen.
Kritischer sehe ich die unteren Schürzen der AMG Line, die für mich überraschend billig wirken. Hier hätte man sich deutlich stärker am GLC oder auch an der elektrischen C-Klasse orientieren können. Positiv hervorzuheben ist dagegen der „klassische“ Grill: Er passt sehr gut zum Fahrzeug und wirkt deutlich stimmiger als das durchgehende Leuchtband, wie man es etwa vom CLA kennt.
In der Front- und Dreiviertelansicht erscheint der GLA insgesamt sehr ausgewogen und massentauglich gestaltet. Der neue Grill funktioniert hier auch besser als bei anderen MMA-Derivaten. Die Proportionen sind insgesamt solide, wenn auch wenig aufregend – letztlich bleibt es ein typischer, eher konservativer Vertreter des C-Segment-SUV.
Am Heck fallen die Rückleuchten dezenter aus als erwartet, wirken für mein Empfinden aber dennoch etwas zu klobig. In Kombination mit den scharf gezeichneten Frontscheinwerfern entsteht kein ganz harmonisches Gesamtbild. Schlankere, horizontalere Leuchten hätten dem Fahrzeug hier vermutlich besser gestanden.
Unterm Strich ist der neue GLA keine 10/10, wirkt aber spürbar weniger beliebig als sein Vorgänger und insgesamt auch attraktiver als der GLB. Beim Innenraum bleibt abzuwarten, wie effizient der verfügbare Raum genutzt wurde. Hier hoffe ich auf ein gutes Platzangebot.
Technisch bietet die MMA-Plattform wenig Überraschungen, und auch das Interieur bleibt eher unspektakulär. Die bekannte Bildschirmlandschaft wirkt weiterhin etwas überladen, und die Materialqualität wird dem eigenen Premiumanspruch nicht überall gerecht. Das fehlende Rollo beim Panoramadach ist ebenfalls ein klarer Kritikpunkt.
Was ich allerdings wirklich enttäuschend finde, ist die Reichweite im Vergleich zum GLB. Wenn der GLA als kompakteres Fahrzeug am Ende nur rund 20 km mehr bietet als ein deutlich größeres Schwestermodell, ist das aus meiner Sicht schlicht zu wenig – hier hätte ich klar mehr erwartet. Gleichzeitig überrascht das Ergebnis aber auch nicht vollständig, wenn man die Dimensionen betrachtet: Mit rund 4,56 m Länge ist der GLA inzwischen selbst sehr groß geworden und rückt damit näher an den GLB heran, als es dem ursprünglichen Fahrzeugkonzept eigentlich guttun würde. Insofern relativiert sich der geringe Unterschied bei der Reichweite zumindest teilweise.
Dennoch zeigt sich insgesamt eine leichte positive Entwicklung bei Mercedes. Der GLA ist ein Schritt in die richtige Richtung – noch nicht ganz dort, wo die Marke einmal war oder wieder hin will, aber mit Potenzial für kommende Modelle, insbesondere mit Blick auf die nächste A-Klasse-Generation ab 2028. Gerade vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, dass unterhalb des GLA wieder eine A-Klasse positioniert wird, da der GLA aus meiner Sicht mittlerweile schlicht zu groß geraten ist.
Am Ende bleibt der GLA ein solider, aber eher durchschnittlicher Crossover. Besonders spannend wird es, die AMG-Version zu sehen – vor allem in Kombination mit dem neuen Grilldesign.

mulles
Reply to  S-Fahrer
4 Stunden zuvor

wieder viel geschrieben für nichts , also für Mich ist Er sehr gelungen , und Ihn durchnittlicher Crossover zu bezeichnen ist schon eine kleine Frechheit , aber was soll man schon gegen ein Design Guru wie Ihnen schreiben 🙂 , wo man schon daran zweifeln muss dass Sie ein S-Fahrer sind

B B
Reply to  mulles
2 Stunden zuvor

Ich finde es gut, wenn jemand dediziert und ausführlich seinen Kommentar abgibt. Als „nichts“ kann man das wohl kaum bezeichnen…

S-Fahrer
Reply to  mulles
2 Stunden zuvor

Ich lege meine subjektive Ansichten und Gedanken gerne ausführlich dar und möchte andere, also unter Anderem auch Sie, zum Diskurs über das neue Modell und weitere Aspekte einladen.

Stefan BY
4 Stunden zuvor

Das Heck wirkt ungewohnt. Aber bei längerer Betrachtung sieht es nicht mal schlecht aus. Hat was.

Hans Wurst
4 Stunden zuvor

Noch so eine Hutschachtel. Mit CLA und GLB jetzt 3 Modelle in der Kompaktklasse, während die obere Mittel-/Oberklasse mit dem EQE/S Totalausfall vor sich hin dümpelt. Wo bleibt eine vernünftige Elektro E-Klasse!? Ich denke die Holzklasse interessiert keinen mehr, zu wenig luxury und so …!?

Eine person
Reply to  Hans Wurst
3 Stunden zuvor

Das Entry Segment verkauft sich sehr gut, interessiert also doch einige. Die elektrische E-Klasse kommt dann nächstes Jahr.

S-Fahrer
Reply to  Hans Wurst
2 Stunden zuvor

Die E-Klasse kommt wahrscheinlich erst in ca. einem Jahr. Die elektrische S-Klasse ist ja für 2028 angekündigt, wobei ich mir das fast nicht mehr vorstellen kann, da man dazu langsam die ersten Prototypen zu sehen bekommen müsste (besonders da MB.EA-L ja eine neue Plattform ist), was aber auch für die kommende A-Klasse gilt (MMA ist zumindest bereits fertig und in Produktion).

Eine Person
Reply to  S-Fahrer
1 Stunde zuvor

Da MB.EA-L zwischenzeitlich weniger Priorisiert wurde und der EQS jetzt noch eine Mopf bekommen hat kann ich mir auch vorstellen, dass man die elektrische S-Klasse doch noch auf (anfang) 2029 verschiebt.

S-Fahrer
4 Stunden zuvor

Nicht schlecht. Das Heck ist etwas gewöhnungsbedürftig aber erinnert irgendwie ein bisschen an die erste Generation. Ich sehe hier einen etwas zu teuren Mini-GLC der die meisten Kunden glücklich machen wird. Die Reichweite hätte höher ausfallen können. Stellantis bietet hier schon seit einiger Zeit deutlich mehr und BMW wird bald mit seinem komplett neuen iX1 aufschlagen. Der 94kWh Akku wird bei MMA bald vermutlich zur Notwendigkeit.

CJuser
2 Stunden zuvor

Jetzt nicht speziell auf den GLA bezogen, aber wann kommt der 300 4MATIC bei den Kompakmodellen, von dem bereits online zu lesen war.