Mercedes erpresst die Belegschaft: Steht Rastatt vor dem Aus?

Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, was hier gerade läuft. Wenn der Betriebsrat den geplanten Lohnkürzungen nicht zustimmt, will Mercedes-Benz angeblich stärker in Osteuropa investieren – und dafür ein deutsches Werk dichtmachen. Offiziell nennt der Konzern natürlich keinen Namen. Muss er auch nicht. Wer die letzten Jahre in Rastatt verfolgt hat, weiß wo die Reise wohl hingeht.

Die Sache mit der Werkserweiterung, die keiner mehr erwähnt

Bevor wir zur aktuellen Drohkulisse kommen, lohnt sich ein kurzer Blick zurück. Vor einigen Jahren stand eine Erweiterung des Werks Rastatt nach Süden und Südosten im Raum – zusätzliche Kapazitäten, ein klares Bekenntnis zum Standort, hieß es damals. Passiert ist am Ende nichts. Der Konzern zog die Pläne aus wirtschaftlichen Gründen zurück, übrig blieb nur eine Nachverdichtung des ohnehin schon bebauten Geländes. In der Kommunalpolitik vor Ort gilt die Erweiterungsfläche mittlerweile als erledigt.

Wer sich also fragt, warum man den aktuellen Ankündigungen aus Stuttgart nicht mehr so recht trauen mag – hier ist ein erster Grund. Auch Källenius‘ persönliche Standortgarantie von der Betriebsversammlung Ende 2022 klingt im Rückblick ziemlich hohl. Ja, es gab danach Geld für Rastatt, ein niedriger dreistelliger Millionenbetrag für die Umrüstung auf die neue MMA-Plattform und den CLA. Aber verglichen mit dem, was gerade in Ungarn verbaut wird, ist das eher Trostpflaster als Zukunftssicherung.

Woher der Spardruck eigentlich kommt

Die Zahlen bei Mercedes sind tatsächlich unschön: Umsatz im ersten Quartal 2026 um 5 Prozent gesunken, das operative Ergebnis sogar um fast 17 Prozent eingebrochen. China läuft mehr als schlecht, Europa zögerlich, und dann drohen noch Zölle. Dazu kommt eine E-Auto-Strategie, die bislang mehr Geld verschlungen als eingebracht hat. Nur: Wer soll das ausbaden? Wohl die Belegschaft. Fünf Milliarden Euro will der Konzern bis 2027 pro Jahr einsparen, und der Großteil davon soll aus dem Personalbereich kommen.

Das freiwillige Abfindungsprogramm, über das zuletzt rund 5.500 Leute den Konzern verlassen haben, ist inzwischen ausgelaufen. Verlängert wurde es bislang nicht. Damit fehlt dem Management der bequeme Hebel – und plötzlich taucht die Werksschließung als Druckmittel auf.

Die 40-Stunden-Forderung ist der eigentliche Skandal

Kaum jemand redet gerade so offen darüber, aber worum es im Kern geht, ist ziemlich einfach: Der Vorstand will zurück zur 40-Stunden-Woche, bei gleichem Gehalt. Fünf Stunden mehr Arbeit pro Woche, ohne dass am Ende mehr aufs Konto kommt. Betriebsrat und IG Metall stellen sich quer, und das aus gutem Grund – schließlich sind betriebsbedingte Kündigungen bis 2034 vertraglich ausgeschlossen. Wenn man also keine Leute entlassen darf, aber trotzdem Personal loswerden will, bleibt eben nur der Umweg über schlechtere Bedingungen, bis die Leute von selbst gehen.

Und jetzt kommt eben noch die Drohung mit der Werksschließung obendrauf. Was diese ganze Sache noch pikanter macht: Finanzchef Harald Wilhelm hatte erst vor Kurzem öffentlich versichert, eine Werksschließung in Deutschland stehe nicht zur Debatte. Wie viel so eine Zusage tatsächlich wert ist, konnte man ja schon bei der Werkserweiterung sehen.

Was gerade wirklich mit Rastatt passiert

Ein Blick nach Kecskemét in Ungarn zeigt, wo die Prioritäten liegen. Über eine Milliarde Euro fließt dort in den Ausbau, am Ende sollen bis zu 400.000 Fahrzeuge pro Jahr vom Band laufen. Die Produktionskosten liegen rund 70 Prozent unter dem deutschen Niveau – kein Wunder, dass sich das Management dort wohler fühlt als in Baden.

Für Rastatt bedeutet das im Klartext: Die A-Klasse ist schon weg, nach Ungarn verlagert. Auch die kompakte G-Klasse, auf die man sich in Rastatt Hoffnungen gemacht hatte, soll jetzt in Kecskemét gebaut werden. Übrig bleibt vorerst der CLA, der das Werk noch eine Weile am Laufen hält – sowie die komende GLA Baureihe. Aber wenn man sich anschaut, dass an deutschen Standorten in den nächsten drei Jahren rund 100.000 Fahrzeuge an Kapazität verschwinden sollen, während in Ungarn aufgestockt wird, ist die Richtung ziemlich eindeutig. Rastatt hat weder die einst geplante Werkserweiterung bekommen, noch bekommt es die neuen Modelle, für die es sich beworben hatte. Für einen Standort mit rund 10.000 direkten Arbeitsplätzen – plus mehreren Tausend weiteren bei Zulieferern im Umfeld – ist das eine bedrückende Aussicht.

Wie die Belegschaft reagiert

Wenigstens lässt man sich das nicht kommentarlos gefallen. Im Sommer gingen an mehreren deutschen Standorten – Sindelfingen, Untertürkheim, Bremen, Rastatt, Kuppenheim, Berlin, Düsseldorf, Ludwigsfelde, Germersheim – tausende Beschäftigte auf die Straße. Die IG Metall wirft der Konzernführung vor, mit einseitigen Ankündigungen Fakten zu schaffen, statt tatsächlich mit Betriebsrat und Gewerkschaft zu verhandeln.

Wie das Ganze ausgeht, weiß im Moment niemand. Aber dass ein Konzern, der seine eigene Belegschaft mit Werksschließungen unter Druck setzt, um Lohnkürzungen durchzudrücken, kein gutes Zeichen ist, muss man wohl nicht mehr erklären. – ganz abgesehen vom Stil beim Umgang mit Mitarbeiter. Rastatt, das schon einmal bei der Werkserweiterung leer ausging und seitdem Modell für Modell an Ungarn verliert, steht dabei alles andere als sicher da.

Symbolbilder: Mercedes-Benz Group AG

83 Kommentare
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Hightechsilber
1 Monat zuvor

Der GLA kommt doch wieder nach Rastatt bzw. bleibt – neben CLA und CLA Shooting Brake, die in der letzten Generation in Ungarn gebaut wurden. Und der GLA ist mittelfristig mit das wichtigste Modell der Kompaktwagenfamilie. Finde somit den obigen Artikel in der aktuellen Situation einfach nur ‚unpassend‘ – in vielerlei Hinsicht… 😉

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Hightechsilber
Werner Abbau
Reply to  Hightechsilber
1 Monat zuvor

Abrissstimmung und weiter geht es abwärts

Badenzer
Reply to  Hightechsilber
1 Monat zuvor

Man muss sich nur an Hambach erinnern und dann sieht man wie schnell solche Entscheidungen getroffen werden können. Interessanter finde ich die Zahl 70% unter deutschem Niveau, Woher kommt die Zahl ? Arbeiten die Menschen in Ungarn umsonst? Sind es die Energiepreise? Steuern? Effizienz? Verglichen mit Rastatt, SIFI oder Bremen? Wenn die 40h Stunden Woche kommt, werden sich wie immer erstmal die Leistungsträger neu orientieren. Diejenigen die in 35h nix schaffen, machen in 40h genauso wenig. Man kann sich alles schön rechnen, je nachdem welches Ergebnis man möchte. Im Endeffekt erschafft man sich mit diesen Methoden Zeit. Besser wird die Situation dadurch nur kurzfristig, gerade dann wenn der fragwürdige Kurs des Managements hauptverantwortlich ist. Was die Zeit bringt wird sich zeigen. Ach und noch etwas, der „Kampf“ um Fachkräfte in Ungarn geht erst los. BYD wird die Fachkräfte in Ungarn abwerben, die Taschen der Chinesen sind gefüllt. Das wird auch dort die Lohnkosten in die Höhe schießen lassen. Für alle… auch Audi, BMW und Co.

Patrick
Reply to  Badenzer
1 Monat zuvor

Die Leistungsträger arbeiten schon 40h+, d.h. hier kommt es dadurch zu Lohnkürzungen, bzw. weniger anfallenden Überstunden.

Neisyros
1 Monat zuvor

Ein Hoch auf die EU-Osterweiterungen und die Deutschen mit ihrer „Patriotischen“ Art, die sich über jede Verlagerung aus Deutschland freuen, da ja alle faul und überbezahlt sind, außer sie selbst.
Ein bisschen mehr optimismus und zusammenhalt würde diesem Land mal gut tun.

Egon Müste
Reply to  Neisyros
1 Monat zuvor

Was lese ich hieraus: also weiter in ein verkurstetes System das nicht reformierbar ist die Energie reinstecken? Es wurde doch nun schon ettliche Jahre gezeigt dass mit Parteien nichts mehr zu lösen ist. Dort geht es nur um Beschäftigung mit Schwachsinn, nie um Problemlösungen. Es werden Probleme erschaffen um uns zu gängeln.

Neisyros
Reply to  Egon Müste
1 Monat zuvor

Es muss furchtbar anstrengend sein, so frustriert durchs Leben zu gehen, ich hoffe die Freude kehrt irgendwann in dein Leben zurück.

Egon Müste
Reply to  Neisyros
1 Monat zuvor

ich bin nicht frustiert. Die Autoren hier schreiben von Themen und gehen die Sache nicht an der Wurzel an.

Marco
Reply to  Neisyros
1 Monat zuvor

Genau das Gleiche denke ich auch immer, wenn ich seine Kommentare lese … diesem Zeitgenossen ist leider nicht mehr zu helfen, traurig, aber wahr!!!

Egon Müste
Reply to  Marco
1 Monat zuvor

Dir ist nicht zu helfen. Du gehst de Sache nicht an der Wurzel an. Du scheinst einer zu sein der einfach wenn die Waschmaschine nicht mehr geht einfach den Klemptner bestellt der dann eine Dachrinne am Haus anbaut. Beides hat was mit Wasser zu tun, aber sinnvoll sind diese Handlungsschritte nur für Degenerierte.

Marco
Reply to  Egon Müste
1 Monat zuvor

Dieser Post ist das beste Beispiel, von korrekter Orthografie und Interpunktion ganz zu schweigen, einfach nur mentaler Dünnsch***!!!
Du tust mir echt leid!!!

Egon Müste
Reply to  Marco
1 Monat zuvor

du führst dich vor. Es geht um den Standort und der geht hier nicht weil Eure Regenbogen Gebet das Ende eingeleitet hat.

Pano
Reply to  Egon Müste
1 Monat zuvor

Egon Herzl, sei so lieb, wenn du mit deinen Dachrinnen- und Regenbogentipps fertig bist, bring den Müll raus. Bussi 🙂

VMatz
Reply to  Pano
1 Monat zuvor

Eine Quote von 1 zu 4 von Vernunft zu Ideologie wie hier in den Kommentaren ist tatsächlich symptomatisch für die Lage in Deutschland. Da es tatsächlich Menschen in Deutschland gibt wie Pano, Marco o. ä.,, – leider die herrschende Klasse – die glauben, es müsse sich in Deutschland oder Westeuropa gar nichts ändern, hat dieses Land spätestens in 5 Jahren keine Zukunft mehr.

Marco
Reply to  VMatz
1 Monat zuvor

Dann erleuchte uns doch mal und öffne die Büchse der Aluhutverein-Pandora … was muss sich denn ändern?! … wir sind alle ganz Ohr …

Adnan
Reply to  VMatz
1 Monat zuvor

so sieht es aus. wir sind im geltenden Recht am Ende.

Marco
Reply to  Adnan
1 Monat zuvor

Ich bezweifle, dass dieses „Recht“ mit der fdGO bzw. unserer Verfassung vereinbar ist …

Robert Möller
1 Monat zuvor

Die geforderte 40-Stunden Woche bedeutet 5 Stunden mehr pro Woche, nicht pro Monat.

Max Mustermann
1 Monat zuvor

Die deutsche Regierung hat jahrelang gerne billiges Gas aus Russland gekauft. Und was ist daraus geworden? Am Ende sind es doch die deutschen Bürger, die für diese falschen Entscheidungen bezahlen müssen.

Das Mercedes-Management hat sich lange vom großen und profitablen chinesischen Markt blenden lassen. Jetzt läuft es dort nicht mehr so gut, und wer muss die Folgen tragen? Die Mercedes-Mitarbeiter.

Und jetzt scheint das Management schon wieder die gleiche Strategie zu verfolgen: Produktion ins Ausland verlagern, weil dort die Löhne niedriger sind. Hauptsache, die Kosten werden gesenkt.

Ola trifft die Entscheidungen, aber die Mitarbeiter müssen am Ende dafür bezahlen? Wie kann das sein? Welche Verantwortung übernimmt Ola eigentlich für seine Entscheidungen?

Und wie viel hat Ola letztes Jahr noch mal verdient?

Egon Müste
Reply to  Max Mustermann
1 Monat zuvor

So sieht es aus. Dann fordert doch die Öffnung des Gashahns. In diese Tagen werden die Menschen wieder eine Erhöhung der Energiepreise von ~25% in die Briefkästen bekommen. Und was machen Sie: sie sitzen dran und kommen nicht auf die Lösung.

Fordert Eure Rechte ein, der Gashahn muss aufgedreht werden, dann haben wir wieder günstiges Gas und die WIrtschaft kann wieder atmen.

Vor paar Jahren haben diese „Gewerkschaften“ irgendwas mit „Co2-frei“ geschwafelt, wollt Ihr keine Pflanzen mehr? Und nicht nur die Pflanzen benötigen Co2, sondern auch die Fabriken benötigen Energie um zu produzieren.

Fordert Eure Rechte ein, überlegt wer Euch diese Missliche Lage einbringt und wer nun in dieser schweren Zeit nicht einfach diese Steuer auf die Steuer und die Steuer der Steuer der Luft erfindet und Euch komplett ausmelkt.

Von der Leitung kannst du nichts verlangen: die leben in einem anderen Bereich und werden euch in der Enstufe des Sozialismus ausnehmen bis Ihr nichts mehr habt zum Leben.

Rainer
Reply to  Egon Müste
1 Monat zuvor

Auch die Giesserei in Grünheide arbeitet mit Gas. Einfach weil die Metallverarbeitung in der Form so unfassbar viel Energie kostet.

Das Problem war nicht mal das Russen-Gas an sich, sondern dass man scheinbar ernsthaft gedacht hat, das ginge ewig so weiter. Trotz vielfacher Warnungen aus den USA.

Max Mustermann
Reply to  Rainer
1 Monat zuvor

Genau das ist mein Punkt! Was passiert, wenn in Ungarn plötzlich etwas passiert und das Mercedes-Werk dort auf unbestimmte Zeit stillsteht? Wer zahlt am Ende wieder den Preis? Wahrscheinlich werden dann mit der Ausrede, die Lage sei „noch schwieriger geworden“, die Gehälter der deutschen Mitarbeiter gekürzt oder ihre Arbeitszeiten verlängert.

Die Gewerkschaft in den südkoreanischen Hyundai-Werken streikt fast jedes Jahr und fordert unter anderem höhere Löhne. Warum verhandelt Hyundai trotzdem jedes Mal mit den Arbeitnehmern?

Vor mehr als 20 Jahren soll bei einer Hauptversammlung der Hyundai Motor Group jemand vorgeschlagen haben, wegen der ständigen Streiks ein Werk in Nordkorea zu bauen. Damals waren die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea relativ gut. Aber stellen wir uns vor, Hyundai wäre wirklich der Verlockung billiger Arbeitskräfte gefolgt. Ich bezweifle stark, dass sich Hyundai dann so hätte entwickeln können wie heute.

Natürlich muss man Hyundai dafür kritisieren, dass der Konzern enormen Preisdruck auf seine Zulieferer ausübt und extrem niedrige Teilepreise verlangt. Aber trotz der regelmäßigen Streiks hat Hyundai seine Werke in Südkorea gehalten. Langfristig halte ich das sowohl für das Unternehmen als auch für die Arbeitnehmer für gut.

Und noch etwas.
Ola hat im vergangenen Jahr 1,6 Millionen Euro Grundgehalt und zusätzlich rund 6 Millionen Euro erfolgsabhängige Vergütung bekommen. Welche „Erfolge“ hat Ola eigentlich erzielt?

Ola jammert doch ständig darüber herum, wie schwierig die Lage des Unternehmens sei. Wenn es dem Unternehmen angeblich so schlecht geht, wo ist dann der „Erfolg“?

Für das Unternehmen und die Mitarbeiter ist also alles schwierig und es gibt keinen Erfolg. Aber sobald es um Olas eigene Bezahlung geht, ist plötzlich genug „Erfolg“ für Millionen an Bonus da. 😮

Max Mustermann
Reply to  Egon Müste
1 Monat zuvor

Genau das ist mein Punkt! Was passiert, wenn in Ungarn plötzlich etwas passiert und das Mercedes-Werk dort auf unbestimmte Zeit stillsteht? Wer zahlt am Ende wieder den Preis? Wahrscheinlich werden dann mit der Ausrede, die Lage sei „noch schwieriger geworden“, die Gehälter der deutschen Mitarbeiter gekürzt oder ihre Arbeitszeiten verlängert.

Die Gewerkschaft in den südkoreanischen Hyundai-Werken streikt fast jedes Jahr und fordert unter anderem höhere Löhne. Warum verhandelt Hyundai trotzdem jedes Mal mit den Arbeitnehmern?

Vor mehr als 20 Jahren soll bei einer Hauptversammlung der Hyundai Motor Group jemand vorgeschlagen haben, wegen der ständigen Streiks ein Werk in Nordkorea zu bauen. Damals waren die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea relativ gut. Aber stellen wir uns vor, Hyundai wäre wirklich der Verlockung billiger Arbeitskräfte gefolgt. Ich bezweifle stark, dass sich Hyundai dann so hätte entwickeln können wie heute.

Natürlich muss man Hyundai dafür kritisieren, dass der Konzern enormen Preisdruck auf seine Zulieferer ausübt und extrem niedrige Teilepreise verlangt. Aber trotz der regelmäßigen Streiks hat Hyundai seine Werke in Südkorea gehalten. Langfristig halte ich das sowohl für das Unternehmen als auch für die Arbeitnehmer für gut.

Und noch etwas.
Ola hat im vergangenen Jahr 1,6 Millionen Euro Grundgehalt und zusätzlich rund 6 Millionen Euro erfolgsabhängige Vergütung bekommen. Welche „Erfolge“ hat Ola eigentlich erzielt?

Ola jammert doch ständig darüber herum, wie schwierig die Lage des Unternehmens sei. Wenn es dem Unternehmen angeblich so schlecht geht, wo ist dann der „Erfolg“?

Für das Unternehmen und die Mitarbeiter ist also alles schwierig und es gibt keinen Erfolg. Aber sobald es um Olas eigene Bezahlung geht, ist plötzlich genug „Erfolg“ für Millionen an Bonus da. 😮

Vmatz
Reply to  Max Mustermann
1 Monat zuvor

Dann verteilen wir doch am besten die 7,2 Millionen auf die restlichen sozial benachteiligten 82 Millionen Bundesbürger*innen, und alles wird gut.

Tobias
1 Monat zuvor

“Der Vorstand will zurück zur 40-Stunden-Woche, bei gleichem Gehalt. Fünf Stunden mehr Arbeit im Monat, ohne dass am Ende mehr aufs Konto kommt.“

Wohl eher 20 Stunden im Monat.

Jaja
1 Monat zuvor

Ja mag auf den ersten Blick klingen, dass es in Ungarn top läuft.
Aber was hat Ungarn wirklich aus Rastatt bekommen?
Eine A-Klasse die am auslaufen ist?
Und was hat Rastatt bekommen?
Einen CLA und CLA SB (also zwei Derivate).
Der CLA läuft prächtig, GLA soll wohl auch super laufen.
Die Floskeln die der Vorstand „zufälligerweise“ vor der nächsten anstehenden Tarifverhandlung fallen lässt, sind zwar nicht wirklich fair gegenüber seiner Belegschaft, die mal wieder Strategie Fehler (wie so oft) der oberen Herren ausbaden müssen. Aber wird vermutlich eins der wenigen Druckmittel sein, um die Belegschaft in den Lohnkosten zu drücken.

Erik
Reply to  Jaja
1 Monat zuvor

Rastatt hat die B Klasse und die A Limo (also zwei Derivate) ersatzlos verloren.

Michael Sommerfeldt
1 Monat zuvor

Bei aller Liebe: Mercedes ist durch ! Osteuropäische Autos zu hohen Preisen !

Tesla zeigt, dass es mit Innovation auch in Deutschland geht !

Adrian
Reply to  Michael Sommerfeldt
1 Monat zuvor

T hat keine Gewerkschaften

Adrian
Reply to  Michael Sommerfeldt
1 Monat zuvor

TEsla hat eben hat keine Gewerkschaften

Marco
Reply to  Michael Sommerfeldt
1 Monat zuvor

Kann man diesen Tesla-Troll nicht endlich abstellen?! Es nervt einfach nur noch!!!

Sven Keller
Reply to  Marco
1 Monat zuvor

Ja die Wahrheit ist schon ab und zu nervig, stimme ich dir zu.

Pano
Reply to  Michael Sommerfeldt
1 Monat zuvor

Jenni, was geht? Ich denke du bist ab jetzt der absolute Xiaomi-Fan? Oder hast du für den Tesla so wenig bekommen?

Stefan BY
1 Monat zuvor

Was ich mich frage: Ist denn so viel Arbeit aktuell überhaupt da?
Wenn ich jetzt 10 Leute a 40 Std habe, habe ich 400 Arbeitsstunden
Dem gegenüber stehen aktuell 10 Leute a 35 Stunden, also 350 Arbeitsstunden pro Woche.
In der Verwaltung ist das sicherlich möglich.
Aber in der Produktion müssen doch dann mehr Autos gebaut werden? Oder es stehen mehr Leute im Werk rum…
Oder denke ich hier falsch?
Man kann natürlich auch statt 10 Leute nun nur noch 9 Leute beschäftigen und so Personal abbauen, aber das ist ja wohl bis 2034 ausgeschlossen.

Jochen Godel
Reply to  Stefan BY
1 Monat zuvor

Ich würde mich da nicht zu sehr auf die Zusage „2034“ verlassen.
Bei der Titanic hieß es auch sie wäre unsinkbar.
Wenn der Kahn erst mal anfängt zu sinken, helfen auch die Zusagen nix mehr.

Egon Müste
Reply to  Jochen Godel
1 Monat zuvor

der Kahn ist längst am sinken.

Ralf
Reply to  Stefan BY
1 Monat zuvor

Man kann auch einfach nicht nachbesetzen, bei Renteneintritt oder Kündigungen. Das dünnt sich quasi auf natürlichem Wege aus.
Und natürlich können die Leute auch in Teilzeit gehen. Dann spart man direkt.

Tobii
Reply to  Stefan BY
1 Monat zuvor

Es wird kein Fahrzeug mehr gebaut. Die Mitarbeiter arbeiten 8 Std am Tag. Die Mehrarbeit wird auf verschiedenen Zeitkonten gesammelt. Die Zeitkonten fallen dann weg bei der 40Std Woche.

JMK
Reply to  Stefan BY
1 Monat zuvor

Das Ziel dürfte wohl eher sein, dass die geleisteten Arbeitsstunden im Unternehmen gleich bleiben, aber die Anzahl der Mitarbeitenden sinkt.

Aus Unternehmenssicht sind lange/längere Arbeitszeiten v.a. im „white collar“ Bereich sicher gewünscht, da sie die produktive Stundenzahl erhöhen. Wenn man mal davon ausgeht, dass in der Verwaltung pro Woche 10h (unproduktive) Meetings anfallen, dann bleibt schlicht mehr Arbeitszeit übrig – inwieweit man diese dann wiederum produktiv einsetzt, steht auf einem anderen Blatt.

Patrick
Reply to  Stefan BY
1 Monat zuvor

Verwaltung funktioniert, in der Entwicklung fallen weniger Überstunden an (die Arbeiten jetzt schon 40h+) und am Band steht keiner rum. Letztere arbeiten dann weniger Schichten (da eine Schicht länger geht). D.h. man kann hier und da mal eine Schicht weglassen = Geld gespart. Einzige Ausnahme. Wenn sowieso nur auf Einschicht Minimum gearbeitet wird.

HEINER KELLER
1 Monat zuvor

ich erkenne da überhaupt keinen Skandal . Mercedes macht den Markt nicht selber und solche Entscheidungen sind sicher keine Wunschveranstaltungen des Managements . Was ist denn den Mitarbeitern lieber ? Entscheidungen wie Volkswagen oder ein vernünftiger Kompromiss , 40 Stunden Woche . Mal ehrlich bei Mercedes hat man einen guten top bezahlten Job , vergleicht das mal mit anderen Branchen ! Wer hier nicht bereit ist einen so kleinen Beitrag zu leisten den verstehe ich nicht . Der hat wirklich nicht verstanden was auf der Welt passiert !!

JMK
Reply to  HEINER KELLER
1 Monat zuvor

Mich würde interessieren, ob Sie dies auch schreiben würden, wenn Sie selbst betroffen wären? Würden Sie denn einer Rentenkürzung zustimmen, um die hohen Abgaben zu reduzieren?

Rainer
Reply to  JMK
1 Monat zuvor

Welche Rente? LOL

Karl
Reply to  HEINER KELLER
1 Monat zuvor

Ja, wir müssen einfach anerkennen, dass soziale Errungenschaften wie die 35 h Woche, die Rente mit 63, Sonderzuschläge etc. in Zeiten boomender Märkte durchaus refinanzierbar waren. Jetzt stagnieren große Märkte nahezu und der Wettbewerb durch (subventionierte) chinesische Hersteller wird härter. Selbst ohne Managementfehler ist das ein Umfeld, in dem die Lohnkosten in Deutschland in der Automobilindustrie und in Teilen des Maschinenbaus zu hoch sind. Jetzt müssen wir eben von diesen komfortablen Bedingungen auch wenn es schwer fällt Abschied nehmen, wenn wir nicht großflächig Arbeitsplätze in Deutschland in diesen Industrien verlieren wollen. Die neuen Jobs, die in Deutschland entstehen, werden sich nicht an der 35h Woche orientieren, sondern auf die 40h gehen. Es wäre mal eine echte Aufgabe für die Gewerkschaften, diese Transformation kreativ zu begleiten…und ja, die Energiekosten sind hoch, aber nicht entscheidend für oder gegen Investitionen, wie man an den großen Investitionen ausländischer Pharmahersteller in Deutschland sehen kann. Da zählt eher die gute Ausbildung deutscher Facharbeiter…

Psst... einfach ruhig weiterschlafen
Reply to  Karl
1 Monat zuvor

„Es wäre mal eine echte Aufgabe für die Gewerkschaften, diese Transformation kreativ zu begleiten.“ Ihr Wort in Gottes Ohr.

mechanik
Reply to  HEINER KELLER
1 Monat zuvor

Was ihr alle nicht bedenkt: Wenn MB die 40h Woche bei 35h Bezahlung einführt, werden absolut alle anderen Firmen nachziehen. Oder glaubt hier ernsthaft jemand, dass alle anderen Firmen diese Steilvorlage MBs nicht ebenso nutzen werden? Dass das MB Lohnniveau auf das Niveau sonstiger Mittelständler fällt? Niemals! Wenn MB das Lohnniveau senkt, senken alle anderen im gleichen Niveau. Bedenkt dies bei dieser neidgetriebenen Schadensfreude!

The No_Chill_Storyteller
Reply to  HEINER KELLER
1 Monat zuvor

Der Mythos vom vergoldeten Bandarbeiter stammt aus den 90ern: Seit den Vertragsanpassungen ab 2004 gibt es eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Neueinsteiger haben völlig andere Konditionen und hängen trotz mehr Leistung jahrelang auf niedrigen EGs fest, weil es immer heißt: „Kein Budget da.“

Dazu kommt: Die Gewinnbeteiligung geht flöten, Boni schrumpfen und 40 Stunden ohne vollen Ausgleich sind unterm Strich schlicht eine Gehaltskürzung pro Stunde.

Und was viele vergessen: Der ERA-Tarif ist in ganz BaWü exakt gleich. Ein Rastatter oder Audianer kriegt für dieselbe EG auf den Cent dasselbe wie der Stuttgarter nur dass in Stuttgart die Astronomie-Mieten die Kaufkraft komplett auffressen. Nach Fixkosten bleibt dem Stuttgarter Konzernarbeiter oft auch nicht mehr übrig als einem Handwerker auf dem Land, wo das Handwerk finanziell längst aufgeholt hat.

Bernhard
1 Monat zuvor

Man schaue sich das aktuelle YT-Video von Philip Raasch zum Thema VW-Krise an. Raasch zeigt überzeugend auf dass das Kernproblem der deutschen Autobauer das Abgehängtsein von den drei zentralen Wertschöpfungsfaktoren moderner Fzg. (KI, Software und Batterie) ist. Die werden,aus US und China, zugekauft.
Damit werden deutsche Autos zur Commodity, die es von vielen Herstellern ähnlich zu kaufen gibt. Erst DA kommt die viel zu hohe deutsche Kostenbasis ins Spiel die wettbewerbsfähige Produktion austauschbarer Fzg. unmöglich macht.
Wie gesagt: Anschauen.

Egon Müste
Reply to  Bernhard
1 Monat zuvor

Rasch erzählt nicht dass dieser ganze Elektro Müll das Problem ist. Es ist eine künstlich erschaffene Scheinwelt der Verwirrten hier. Die Menschen hier gehen davon aus dass sie mit „Elektro fahren und Insekten Essen“ das „Klima retten“ können.

Das ist die Verdummung in der Endstufe.

Die Autobauer müssen Fahrzeuge bauen mit einfacher Technik und dann läuft das wieder. Und solide soll es sein.

GT Cabrio
Reply to  Egon Müste
1 Monat zuvor

Dir ist schon klar, dass die Flut billiger chinesischer Elektroautos, die den Markt überrollen werden, gerade erst beginnt?

Seit Dänemark Elektroautos bei der Zulassungssteuer begünstigt, ist der Anteil dort von einem vergleichbaren Niveau wie hier in Deutschland auf schlappe 85% gesprungen, bei privaten Kunden gar auf 97%. Die Dänen kaufen Elektroautos nicht, weil sie alle totale Ökofreaks sind, sondern schlicht, weil es sich finanziell lohnt. Das wird hier in Deutschland auch nicht viel anders aussehen, nur ohne Subventionen halt etwas langsamer.

Die Frage ist also nicht, ob die Transformation zum Elektroauto stattfindet, sondern ob danach von der deutschen Automobilindustrie noch was übrig ist.

bernd
Reply to  Egon Müste
1 Monat zuvor

weißt du doch nicht 🙂

Egon Müste
Reply to  bernd
1 Monat zuvor

es gibt auch immer ein „danach“ und manchmal ist es besser einfach die Luft anzuhalten. Einfach abwarten bis die Irren weg sind.

Egon Müste
Reply to  Egon Müste
1 Monat zuvor

ja wenn hier die Abwicklung bekannt gegeben wird, dann kauft niemand mehr diesen Sondermüll.

Rainer
Reply to  Egon Müste
1 Monat zuvor

Mir ist egal ob mein BEV jetzt das Klima rettet. Aber es produziert zumindest lokal keine Abgase, was besondern in der TG nice ist und bei den aktuellen Sprit-Preisen ist es sicher nicht teurer im Unterhalt als ein Verbrenner. Von dem ganzen drumherum (Ölwechsel, Einspritzung, Abgas-Reinung etc.pp.) bzw dessen fehlen ganz abgesehen.

Da ich selten Montag Morgens von Stuttgart nach Berlin ohne Zwischenhalt fahren muss ist die Reichweite für mich ok. Auch wenn es keinesfalls „top of the top“ ist.

Zu glaube, dass man das irgendwie wieder zurückdrehen könnte ist komplett absurd und so fernab jeglicher Realität, dass das eigentlich nicht ernst gemeint sein kann.

Wir werden auch nicht zur pre-smartphone Zeit zurückgehen oder zur C64 oder Amiga Zeit.

Carola Mustier
Reply to  Rainer
1 Monat zuvor

Und genau das wird kommen. Das womit niemand rechnet. Es kommt nicht so wie die Masse denkt. Das war bisher immer so.

Marco
Reply to  Carola Mustier
1 Monat zuvor

Dann erleuchte uns doch mal, Carolachen und öffne die Büchse der Aluhutverein-Pandora … wir sind ganz Ohr … 😉

Walter Noppe
1 Monat zuvor

Ich hoffe die Kollegen stimmen endlich zu und wir können uns wieder unseren tollen und durchaus erfolgreichen Produkten zuwenden. Wir arbeiten heute schon 40 Std. nur bekommen wir 5 Std. extra vergütet. Und selbst wenn wir die 5 Std. nicht mehr extra bekommen haben wir alle einen tollen Job der immer noch sehr gut bezahlt wird.

MarcS
Reply to  Walter Noppe
1 Monat zuvor

Du hast damit halt effektiv eine Gehaltskürzung um ~14 Prozent bei vielen Leistungsträgern. Denn: Bisher wurden 40h Verträge selektiv als „Belohnung“ vergeben. Zukünftig fällt das weg. Und genau die vergrault man dann auch, weil sie wo anders spätestens nach der Reduktion ähnlich gut bezahlte Jobs bekommen können.

Ja, der Job ist immer noch gut bezahlt. Aber das muss man auch transparent machen.

Tobson
1 Monat zuvor

Da kann man nur hoffen, dass die Mercedes Beschäftigten genauso konsequent sind und das Firmenangehörigengeschäft boykottieren.

Wenn Abriss, dann richtig!

Psst... einfach ruhig weiterschlafen
Reply to  Tobson
1 Monat zuvor

Mach nur weiter so, dann ist schnell fertig. Und dann ab zur Sozialhilfe.

DüdoVans
1 Monat zuvor

Und alle anderen Standorte mussten damals auf Geld verzichten damit das Werk Rastatt überhaupt in Deutschland realisiert wurde. Bekommen wir alle dann unser Geld zurück?!?
Diese Drohungen sind lächerlich! Die Belegschaft aller Werke hält zusammen! Was die hohen Herren mit Ihren prall gefüllten Konten einfach nicht verstehen wollen ist, das fördert keinesfalls die Motivation! Und damit nimmt sie unweigerlich Einfluss auf die Qualität! Motivierte, gut bezahlte Mitarbeiter arbeiten auch gerne und gut! Ist die Stimmung schlecht ist es auch die Qualität! Und das kommt am Ende immer teurer….

Litefor
Reply to  DüdoVans
1 Monat zuvor

Ich stehe kurz davor, einen CLA zu bestellen. Auch deswegen, weil ich ihn in Rastatt abholen will. Allerdings komme ich jetzt ins grübeln, denn wenn die Beschäftigten aus Frust die Produktqualität torpedieren, ist es vielleicht besser, jetzt keinen Neuwagen zu kaufen.

Snoubort
1 Monat zuvor

Für mich bleibt es ein Rätsel, wie die in D produzierte und viel aufwendiger konstruierte C-Klasse (Heckantrieb, sehr aufwendige, in D produzierte Motoren, Wandlerautomatik, komplette Ausstattung) zu deutlich besseren Konditionen als die gesamte „Entry“-Riege angeboten werden kann, wenn die Produktion in D bei den Entries das Problem sein soll!?

Hightechsilber
Reply to  Snoubort
1 Monat zuvor

Vielleicht wird die aktuell einfach quer finanziert/subventioniert weil Markenkern bzw. Aushängeschild – so wie früher temporär mal im VW Konzern bei Phaeton, Bugatti und Bentley. Solidaritätszuschlag bei den Entrys für C, E und S… 😉

Zuletzt editiert am 1 Monat zuvor von Hightechsilber
GT Cabrio
Reply to  Snoubort
1 Monat zuvor

Man kann ein Produkt eben nur zu den Preisen anbieten, die am Markt auch akzeptiert werden. Sonst verkauft man nichts mehr, oder zumindest weniger. Dass dann bei der einen Baureihe die Marge womöglich niedriger ist als bei der anderen, gehört halt dazu.

Ist ja in den USA gerade auch so: Bei den Baureihen, die dort produziert werden, ist die Marge momentan sicherlich wesentlich höher als bei denen, die von Europa aus in die USA exportiert werden, wegen der Zölle. Auch da kann man aber nicht einfach die Preise für die importierten Baureihen entsprechend erhöhen, es sei denn, man will nichts mehr davon verkaufen.

Ganz abgesehen davon wird die C-Klasse auch für den deutschen Markt teilweise in Südafrika produziert. Das dürfte ebenfalls eine ganze Ecke günstiger sein als die Produktion in Deutschland. Am Ende muss halt die Gesamtkalkulation stimmen.

Psst... einfach ruhig weiterschlafen
1 Monat zuvor

Mir tut jeder leid, der den Job verliert. Aber was sind denn die wirklichen Gründe für den Niedergang? Die Chinesen? Der Klimawandel? Oder Trump? Die Politiker? Die habt Ihr selber gewählt. Ja, Ausreden sind halt bequem. Der immer wohlgenährte Betriebsrat hat gar nichts begriffen. Er wird es auch nie. Wer in der heutigen Zeit noch von Standortgarantien träumt und an die 35-Stunden-Work-Life-Balance, mit Urlaub für alles Mögliche, glaubt, hat jeden Bezug zur Realität verloren. Leute wacht endlich auf, oder die deutsche Industrie ist Geschichte!

Michael Sommerfeldt

Zu hohe Standortkosten und fehlende Innovation.

Ben I

Würde aber auch mal behaupten, es gab ganz schön viele Fehlentscheidungen bei den Autokonzernen bzgl. der Strategie, eine Fähnchen im Wind Politik in Europa und dann hat man noch das Problem, dass die Faktorkosten in D nun mal teurer sind und unsere Hersteller Verbrenner, Elektro und Hybride-Modelle im Angebot haben. Die Chinesen haben nur Elektromodelle und sonst nix, also nicht vergleichbar.

Michael Sommerfeldt
1 Monat zuvor

Erpressung ist strafbar. Jetzt muss Ole in den Bau (in Ungarn).

Stephan
1 Monat zuvor

Ich verstehe dieses Rumgeheule nicht. Die Arbeitsplätze bei den OEMs sind seit Jahrzehnten völlig überbezahlt. Und ich arbeite ebenfalls bei einem OEM in Baden-Württemberg.
Es ist 5 vor 12 (oder bereits nach) für die deutsche Automobilindustrie und trotzdem müssen die Gewerkschaften an alten Vereinbarungen festhalten! Die waren in den goldenen Jahren auch tragbar, aber die Zeiten sind nun vorbei. Entweder ziehen nun alle an einem Strang und arbeiten 40h/Woche wie der deutsche Durchschnittsbürger + verzichten freiwillig auf 10% ihres Gehalts oder wir verlieren in den nächsten 20 Jahren hunderttausende Stellen. Und das fällt dann den Nachkommen der Generation auf die Füße die sich jetzt mit Händen und Füßen gegen alles wehren.
Sobald sie Chinesen ihre Fahrzeuge im großen Stil in der EU homologiert haben und die Vertriebsstrukturen stehen ist für die deutschen Hersteller Feierabend!

Ex MA
Reply to  Stephan
1 Monat zuvor

Sehe ich ebenfalls so.
Aber natürlich wird es seitens BR kein Einlenken geben, bis es nicht mehr anders
geht (erst wenn die Wahl lautet: Kündigungen oder harte Einschnitte).

Meine Prognose: Spätestens in 2-3 Jahren ist die „Produktoffensive“ verpufft und der Markt in China für MB komplett verloren. Die Sparmaßnahmen auf Kosten der Produktsubstanz kommen merklich auch beim Kunden an und verschärfen das Dilemma noch weiter.

Wenn MB rote Zahlen schreibt, wird die ZuSi gekündigt und die 40h Woche kommt – mit weiteren Daumenschrauben für die, die weiter an Board bleiben wollen…

Ich hoffe das es anders kommt,
allein es fehlt der Glaube. Und wer Schuld hat an dem Dilemma ist egal – am Ende
zahlen alle die Zeche dafür.

Thorsten
1 Monat zuvor

Die neue A Klasse ab 2028 kommt auch aus Rastatt. Nur darum wurden die alte A Klasse nach Ungarn verlagert

Erik
Reply to  Thorsten
1 Monat zuvor

Die alte A-Klasse ist nach Ungarn gewandert (wobei das total falsch ist, die war schon immer in Ungarn, jeder A45 ist von dort) weil in Rastatt Kapatzität für den GLA gebraucht wird.

Jaja
Reply to  Erik
1 Monat zuvor

Das stimmt nicht ganz. Der A45 wurde dann in Rastatt gebaut, nachdem man ursprünglich die A Klasse aus Ungarn verabschiedet hatte…

Dominique
Reply to  Erik
1 Monat zuvor

Es gibt 177054er mit dem J in der FIN…

dolphins1893
1 Monat zuvor

Ihr solltet bezüglich des ausgelaufenen Abfindungsangebotes nochmal neu recherchieren… 😉

350er
Reply to  dolphins1893
1 Monat zuvor

Aus welchem Grund?

Thorsten
1 Monat zuvor

Die neue A Klasse wird ab 2028 doch auch in Rastatt gebaut. Nur deshalb wurde die alte A Klasse nach Ungarn verlagert.
Ich denke hier lesen viele MB Mitarbeiter mit, die nicht unbedingt tiefe Einblicke in die Projektentscheidungen haben und dann von solchen Artikeln mit gefährlichen Halbwahrheiten durchaus negativ beeinflusst bzw. zurecht verunsichert werden.
Eine neutralere bzw. Fakten basierte Berichterstattung wäre sicher hilfreicher als das anheizen von (nachweislich falschen) Spekulationen

Thomas
1 Monat zuvor

Das Kernproblem wird im Artikel ignoriert: Die deutschen Werke sind schlicht nicht mehr wettbewerbsfähig. Das hat sehr viele Ursachen.

Niemand hier im Forum würde freiwillig mehre Tausend Euro mehr für einen Mercedes ausgeben, nur weil er in Deutschland statt in Ungarn produziert wurde.

Da bleibt also nur, die deutschen Werke wieder wettbewerbsfähig zu machen. Gelingt das nicht, werden die Werke geschlossen, um den Konzern als Ganzes nicht zu gefährden. Das ist unbequem, aber schlicht überlebensnotwendig.

Ein Baustein von vielen ist die Entlohnung. Mercedes zahlt extrem gute Gehälter. Sowohl im Vergleich zum Rest der Automobilbranche also auch im Vergleich zum Rest Deutschlands. Solange die Firmen gut verdienten, war das berechtigt. Aber die Zeiten sind vorbei.

Hätte ich Lust auf 15% Lohnverzicht? Sicher nicht! Hätte ich Lust, dass meine Firma pleite geht und ich meinen gute bezahlten Arbeitsplatz komplett verliere? Erst recht nicht.

David Smith
Reply to  Thomas
1 Monat zuvor

Ahhh nicht nicht wettbewerbsfähig? An was liegt das?

An den absichtlich herbeigeführten Energiepreise

An den absichtlichen Gängelungen

An den Irren die hier für jeden Zettel ein Prüfprotokoll fertigen

An den Verblödeten die man hier absichtlich in den „Schule“ züchtet?

Ich könnte noch stundenlang weiterschreiben.

Aber das wird ja in Deutschland als rechtsradikal bezeichnet wenn man die Sachen bei der Ursache benennt. Dann legt Euch in Euer Grab, ihr werdet seit 1914 ausgemolken und feiert Euren Untergang selbst.

Wacht auf, bekennt Euch zu Euren Ahnen und dann wird es aufwärts gehen.

Olaf
Reply to  Thomas
1 Monat zuvor

Fahrzeuge aus Deutschland wurden schon immer mit einem Preisaufschlag am Markt angeboten, und wurden ja in den vergangenen Jahren trotzdem nachgefragt und am Markt abgenommen. Die deutschen Werke waren schon immer teurer als andere Standorte, das ist überhaupt keine Neuigkeit. Der Unterschied zu heute ist doch, dass man bei den Mercedes-Fahrzeugen heute keine messbaren/sichtbaren qualitativen Unterschiede oder großartigen Innovationsvorsprünge im Vergleich zur günstigeren Konkurrenz bekommt. Die Produkte müssen wieder einen Innovationsvorsprung haben und für den Preis auch messbare/fühlbare hochwertig anmutende Qualität bringen. Zweiter Pfeiler der auf Landesebene angegangen werden muss ist: Der Standort Deutschland muss wieder attraktiv und wettbewerbsfähig gemacht werden, für Investitionen und auch für Arbeitnehmer. Warum wird Arbeit ständig mehr belastet und höher besteuert, der ganze Sozialstaat muss grundlegend saniert und überholt werden. Wenn einzelne Unternehmen mit solchen drastischen Alleingängen losziehen, bringt das wenig.