Bestätigt: Mercedes-Benz Vans baut Sprinter-Werk in Charleston / USA – Baubeginn ab 2016

Mercedes-Benz Vans hat heute den Standort für sein Sprinter-Werk in den USA bekannt gegeben. Der neue Produktionsstandort entsteht in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina, von dort aus wird Mercedes-Benz Vans künftig Kunden in Nordamerika mit der nächsten Sprinter-Generation beliefern.

Die Standortentscheidung für Charleston im US-Bundesstaat South Carolina gaben Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans, und Nikki Haley, Gouverneurin des Bundesstaates South Carolina, heute in Charleston offiziell bekannt. Mercedes-Benz Vans wird in den nächsten Jahren rund eine halbe Milliarde US-Dollar in den Aufbau des neuen Transporterwerkes in Charleston investieren. Mercedes-Benz Vans steigt damit zu einem der größten industriellen Arbeitgeber der Region auf. Auf einer Gesamtfläche von über 800.000 m² entstehen ein komplett neuer Rohbau, eine Lackierung sowie eine Montage. Der Baubeginn für die neue Fabrik ist für das Jahr 2016 geplant.

Entscheidend für den Bau eines Sprinter-Werkes in den USA sind die hohen Wachstumsraten des nordamerikanischen Marktes im Segment der großen Transporter in den nächsten Jahren. Die USA gehören weltweit zu den am schnellsten wachsenden Transportermärkten. Gleichzeitig führen hohe US-Importzölle dazu, dass die in Deutschland für den US-Markt produzierten Sprinter derzeit aufwändig zerlegt und in den USA wieder aufgebaut werden müssen.

„Mit dem neuen Werk stellen wir die Weichen für unser zukünftiges Wachstum auf dem sehr dynamischen nordamerikanischen Transportermarkt. Durch die Fahrzeuge ‚Made in USA‘ können wir die wachsende Nachfrage der nordamerikanischen Kunden künftig deutlich wirtschaftlicher bedienen und unsere Lieferzeiten um ein Vielfaches reduzieren,“ sagte Volker Mornhinweg bei der offiziellen Bekanntgabe der Standortentscheidung. „Mit Charleston haben wir einen hervorragenden Standort für unser neues Werk gefunden. Denn die Region verfügt über sehr gut ausgebildete Fachkräfte, ein dichtes Netz zuverlässiger Lieferanten und eine ausgezeichnete logistische Infrastruktur, wie beispielsweise die guten Verkehrswege zum nahegelegenen Hafen. Ebenso wichtig war und ist die sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung auf lokaler, kommunaler und bundesstaatlicher Ebene. Mein besonderer Dank gilt Gouverneurin Nikki Haley und den vielen anderen Beteiligten, die dieses Projekt von Beginn an mit viel Energie unterstützt und diese Entscheidung mit ermöglicht haben.“

„Die heutige Ankündigung ist das Ergebnis von zehn Jahren erfolgreicher Arbeit von Daimler und Mercedes-Benz in South Carolina. Wir freuen uns sehr, dass unser Bundesstaat künftig das erste Produktionswerk für Mercedes-Benz Transporter in Nordamerika beheimatet”, sagte Gouverneurin Nikki Haley. „Mercedes-Benz ist nicht nur eine Marke der Weltklasse sondern auch ein vorbildlicher Corporate Citizen und Partner für unseren Bundesstaat und die Region Charleston. Die Entscheidung, hier Transporter für den nordamerikanischen Markt zu produzieren, hat große Bedeutung für South Carolina und die 1.300 neuen Arbeitsplätze werden der Region einen starken Auftrieb verleihen.”

Symbolbild: Daimler AG

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martin
9 Jahre zuvor

Zitat:
Mit Charleston haben wir einen hervorragenden Standort für unser neues Werk gefunden. Denn die Region verfügt über sehr gut ausgebildete Fachkräfte, ein dichtes Netz zuverlässiger Lieferanten und eine ausgezeichnete logistische Infrastruktur, wie beispielsweise die guten Verkehrswege zum nahegelegenen Hafen. Ebenso wichtig war und ist die sehr gute Zusammenarbeit und Unterstützung auf lokaler, kommunaler und bundesstaatlicher Ebene.
Zitat Ende.

Übesetzt ins deutsche also:

Wir haben soviele Subventionen bekommen das die Ansiedlung uns fast nichts kostet.
Zudemn ist es schön das die Arbeitnehmerschaft kaum organisiert ist und wir in Zusammenarbeit mit den Spitzen der Behörden ,denen wir das blaue vom Himmel versprochen haben ,wieviele Arbeitsplatze entstehen, daher die Löhne und die Rechte der Leute drücken können wie wir wollen.

Schöne Welt der Globalisierung. Und alles damit die Einkommen der Manager weiter steigen und der Rest sehen kann wo er bleibt.

mehrzehdes
9 Jahre zuvor

martin, fast. ich würde sagen. es heißt: wir haben lange potenzielle standorte gegeneinander ausgespielt, bis wir einen so drücken konnten, daß wir für grund, anbindung und steuern nichts zahlen. dazu ist der arbeitsmarkt am boden, damit wir billig einstellen können. unsere zulieferer haben wir, wie immer, gezwungen, sich direkt neben uns anzusiedeln und haben deren volumen gleich mit in die verwandlungswaagschale geworfen.

Gottlieb
9 Jahre zuvor

tja, so läuft das eben nun mal im business. und so gehts auch weiter…. siehe ausbau des mb getriebestandorts in rumänien…

Christian
9 Jahre zuvor

Aus Sicht des Unternehmens nachvollziehbar.
Gruß
Christian