Die Mercedes‑Benz Group AG (Börsenkürzel: MBG) hat im zweiten Quartal ein starkes wirtschaftliches Ergebnis erzielt. Ausschlaggebend dafür waren eine weiterhin hohe Nachfrage nach Luxus-Pkw und Premium-Vans sowie ein guter Modellmix, eine verbesserte Preisgestaltung und nicht zuletzt anhaltende Kostendisziplin. Dadurch stieg die bereinigte Umsatzrendite bei Mercedes‑Benz Cars im vergangenen Quartal auf 14,2% und erreichte bei Mercedes‑Benz Vans 10,1% – trotz der Herausforderungen durch COVID-Beschränkungen, anhaltender Lieferengpässe bei Halbleitern und Auswirkungen des Ukrainekriegs.

Die Mercedes-Benz Group AG konnte den Konzernumsatz um 7% auf 36,4 Mrd. € (Q2 2021: 34,1 Mrd. €) und das bereinigte EBIT um 8% auf 4,9 Mrd. € (Q2 2021: 4,6 Mrd. €) steigern. Mit der Fokussierung auf Top-End Luxury-Fahrzeuge, batterieelektrische Fahrzeuge (BEV), Premium-Vans sowie auf eine konsequente Kostendisziplin konnten der Halbleiter-bedingte Absatzrückgang und die höheren Rohstoffkosten ausgeglichen werden.

Angesichts verschärfter geopolitischer Spannungen nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine strebt Mercedes‑Benz eine verstärkte Absicherung seiner Lieferketten an. Das Unternehmen sucht aktiv nach Lösungen, um den Erdgasverbrauch zu reduzieren oder Erdgas ganz zu ersetzen. So kann beispielsweise am Standort Sindelfingen, wo der EQS, die S‑Klasse und zahlreiche Mercedes-Maybach-Modelle produziert werden, die Lackiererei im Notfallmodus ohne Gasversorgung betrieben werden. Mercedes-Benz sieht in Deutschland ein Reduktionspotenzial von ca. 50%, wenn regionales Pooling ermöglicht wird. Langfristiges Unternehmensziel ist die komplette Umstellung von Gas auf Strom und weitere erneuerbare Energiequellen.

Mercedes‑Benz bereitet sich nicht nur auf geopolitischen und makroökonomischen Gegenwind vor, sondern treibt auch mit Hochdruck die Transformation für eine vollelektrische Zukunft voran. Ein Beispiel: Im Juni unterbot der Mercedes‑Benz VISION EQXX seinen eigenen Effizienzrekord und fuhr über 1.200 Kilometer mit einer Batterieladung unter Realbedingungen. Im zweiten Quartal wurde zudem die Elektrooffensive konsequent fortgesetzt: So feierte der EQE seinen Verkaufsstart und der EQS-SUV wurde der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Zugleich beschloss Mercedes‑Benz in Absprache mit den Arbeitnehmervertretern sein europäisches Pkw-Produktionsnetzwerk auf ein neues Produktportfolio mit Schwerpunkt auf Luxus-Elektrofahrzeuge umzustellen.

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Mercedes-Benz Group* Q2-2022 Q2-2021 Veränd. 22/21 1. Hj. 2022 1. Hj. 2021 Veränd. 22/21
Umsatz** 36.440 34.124 +7% 71.298 67.006 +6%
EBIT** 4.622 4.374 +6% 9.851 9.075 +9%
EBIT bereinigt** 4.939 4.561 +8% 10.240 9.005 +14%
Konzernergebnis** 3.198 3.139 +2% 6.784 6.609 +3%
Free Cash Flow (Industriegeschäft)** 1.417 2.161 -34% 2.633 3.458 -24%
Free Cash Flow (Industriegeschäft) bereinigt** 2.069 2.483 -17% 3.279 4.988 -34%
Ergebnis je Aktie (EPS) in € 2,91 2,84 +2% 6,17 6,02 +2%
*  aus fortgeführten Aktivitäten

** in Millionen €

Investitionen, Free Cash Flow und Liquidität

Der Free Cash Flow des Industriegeschäfts belief sich im zweiten Quartal auf 1,4 Mrd. € (Q2 2021: 2,2 Mrd. €), da Halbleiterengpässe und Unterbrechungen der Lieferkette zu einer Steigerung unfertiger Bestände geführt haben. Der bereinigte Free Cash Flow im Industriegeschäft betrug 2,1 Mrd. € (Q2 2021: 2,5 Mrd. €) bei einer Nettoliquidität von 19,1 Mrd. € (Ende 2021: 21,0 Mrd. €).

Die Investitionen des Konzerns in Sachanlagen beliefen sich im zweiten Quartal 2022 auf 0,8 Mrd. €
(Q2 2021: 1,0 Mrd. €). Mercedes‑Benz Cars investierte 0,7 Mrd. € in Sachanlagen (Q2 2021: 0,9 Mrd. €) und Mercedes‑Benz Vans 0,03 Mrd. € (Q2 2021: 0,03 Mrd. €).

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Auf Konzernebene beliefen sich die Ausgaben für Forschung und Entwicklung im zweiten Quartal auf
2,2 Mrd. € (Q2 2021: 2,4 Mrd. €).

Ergebnisse nach Unternehmenssparten

Mercedes‑Benz Cars

Der Absatz von Mercedes‑Benz Cars lag im zweiten Quartal bei 487.100 Fahrzeugen (Q2 2021: 521.200). Eine verbesserte Preisdurchsetzung sowie eine gefragte Modellpalette trugen dazu bei, dass trotz eines Absatzrückgangs um 7%, der Umsatz um 8%, das bereinigte EBIT um 20% und die bereinigte Umsatzrendite auf 14,2% stiegen. Die starke Nachfrage konnte aufgrund der Herausforderungen bei Halbleitern und Logistik nicht immer befriedigt werden, sodass der Absatz im Segment Top-End Luxury leicht auf 75.500 Fahrzeuge zurückging (Q2 2021: 77.900). Mercedes‑Maybach verzeichnete jedoch ein Rekordquartal und die S‑Klasse blieb sehr erfolgreich. Der Absatz im Segment Core Luxury übertraf mit 272.600 Fahrzeugen das Vorjahresquartal (Q2 2021: 266.200) während im Entry Luxury Segment 139.100 Fahrzeuge (Q2 2021: 177.100) verkauft wurden. Die Umstellung auf Elektrofahrzeuge nimmt speziell in diesem Segment deutlich an Fahrt auf, die Verkäufe von elektrifizierten Mercedes‑Benz Pkw (BEV und PHEV ohne smart) beliefen sich im zweiten Quartal auf 57.600 Einheiten (+16%). Der Absatz vollelektrischer Fahrzeuge ohne smart hat sich mit 25.200 mehr als verdoppelt (+134%).

Mercedes-Benz Cars Q2-2022 Q2-2021 Veränd. 22/21 1. Hj. 2022 1. Hj. 2021 Veränd. 22/21
Absatz in Einheiten 487.100 521.200 -7% 974.100 1.060.100 -8%
–           davon xEV 63.600 59.400 +7% 137.600 121.700 +13%
–           davon BEV 31.300 20.700 +51% 58.600 39.100 +50%
Umsatz* 26.999 24.974 +8% 52.835 48.898 +8%
EBIT* 3.792 3.021 +26% 8.063 6.811 +18%
EBIT bereinigt* 3.833 3.201 +20% 8.076 6.716 +20%
Umsatzrendite (RoS) in % 14,0 12,1 +1,9%Pkte 15,3 13,9 +1,4%Pkte
Umsatzrendite (RoS) bereinigt in % 14,2 12,8 +1,4%Pkte 15,3 13,7 +1,6%Pkte
CFBIT* 2.393 2.290 +4% 4.240 4.558 -7%
CFBIT bereinigt* 2.948 2.495 +18% 4.628 5.442 -15%
Cash Conversion Rate bereinigt 0,8 0,8 0,6 0,8
* in Millionen €

Mercedes-Benz Vans

Bei Mercedes‑Benz Vans lag der Absatz im zweiten Quartal mit weltweit 100.100 Einheiten knapp über Vorjahresniveau (Q2 2021: 98.400). Im gewerblichen Bereich stieg der Absatz leicht auf 83.000 Einheiten, während die Fahrzeuge im privaten Segment mit 17.200 auf Vorjahresniveau blieben. Das bereinigte EBIT erreichte 0,4 Mrd. € (Q2 2021: 0,4 Mrd. €) dank der starken Preisdurchsetzung. Diese glich höhere Rohstoffpreise und Produktionsineffizienzen aufgrund von Halbleiterengpässen teilweise aus. Insbesondere im gewerblichen Bereich legte die Kundennachfrage nach den Elektrofahrzeugen, speziell dem eSprinter und eVito, weiter zu. Hierbei stiegen die Verkäufe im zweiten Quartal um 84% auf 3.500 Einheiten. Mercedes‑Benz Vans hat sein Kleintransporter-Portfolio mit den ersten 912 Auslieferungen der T-Klasse sowie dem seit letztem Jahr erhältlichen neuen Citan deutlich gestärkt. 

Mercedes-Benz Vans Q2-2022 Q2-2021 Veränd. 22/21 1. Hj. 2022 1. Hj. 2021 Veränd. 22/21
Absatz in Einheiten 100.100 98.400 +2% 188.600 186.800 +1%
Umsatz* 4.107 3.669 +12% 7.794 7.067 +10%
EBIT* 382 432 -12% 730 722 +1%
EBIT bereinigt* 414 418 -1% 880 746 +18%
Umsatzrendite (RoS) in % 9,3 11,8 -2,5%Pkte 9,4 10,2 -0,8%Pkte
Umsatzrendite (RoS) bereinigt in % 10,1 11,4 -1,3%Pkte 11,3 10,6 +0,7%Pkte
CFBIT* 254 201 +26% 632 -95
CFBIT bereinigt* 333 299 +11% 770 485 +59%
Cash Conversion Rate bereinigt 0,8 0,7 0,9 0,7
* in Millionen €

Mercedes-Benz Mobility

Mercedes-Benz Mobility erreichte im zweiten Quartal 2022 trotz des sich eintrübenden wirtschaftlichen Umfelds eine bereinigte Eigenkapitalrendite (RoE) von 17,1%. Das Neugeschäft von Mercedes-Benz Mobility ist um 18% auf 14,1 Mrd. € gesunken. Gründe dafür sind die Auswirkungen der Angebotsengpässe sowie der leicht rückläufige Anteil geleaster und finanzierter Fahrzeuge am Konzernabsatz. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass die Vorjahreszahlen noch das abgespaltene und ausgegliederte Daimler-Nutzfahrzeuggeschäft beinhalteten. Das Gesamtportfolio ist zum 30. Juni im Vergleich zum Jahresende 2021 leicht auf 135,0 Mrd. € gestiegen. Das bereinigte EBIT sank durch die gestiegene Kreditrisikovorsorge aufgrund der schlechteren makroökonomischen Aussichten sowie durch das geringere Volumen auf
0,6 Mrd. €.

 Ausblick

Die geopolitischen und makroökonomischen Bedingungen sind nach wie vor durch ein außergewöhnliches Maß an Unsicherheit gekennzeichnet, darunter der Krieg in der Ukraine, seine Auswirkungen auf die Lieferketten und die Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise. Weitere Effekte aufgrund der sich rasch verändernden Situation in Russland und der Ukraine sind derzeit nicht bekannt, könnten aber möglicherweise erhebliche negative Folgen für die Geschäftstätigkeit haben, sollte die Lage über den aktuellen Zustand hinaus eskalieren.

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Darüber hinaus erschweren der anhaltend sehr hohe Inflationsdruck für Verbraucher und Unternehmen und die damit verbundenen Zinserhöhungen der Notenbanken ebenso wie die anhaltenden Engpässe in den globalen Lieferketten die Aussichten. Nicht zuletzt der weitere Verlauf der Pandemie, insbesondere in China, birgt Unsicherheiten für die erwartete Entwicklung des Marktes.

Trotz der makroökonomischen Risiken erwartet Mercedes-Benz für die zweite Jahreshälfte in allen Kernmärkten weiterhin eine hohe und qualitativ hochwertige Nachfrage nach seinen Produkten. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt und die Nachfrage wird von einem starken Produktportfolio getragen, welches sich im Jahresverlauf durch weitere Produktanläufe positiv entwickeln wird. Generell liegt die Nachfrage momentan über dem Angebot.

Mercedes-Benz Cars

Mercedes-Benz Cars rechnet im Gesamtjahr weiterhin mit einem leichten Absatzanstieg. Es wird erwartet, dass die Preisdurchsetzung und der Modell-Mix auf einem hohen Niveau bleiben. Daher prognostiziert Mercedes-Benz ein Wachstum des Top-End Luxury Segments im Jahresvergleich um mehr als 10%.

Zwischen Januar und Juni erzielte Mercedes-Benz Cars eine bereinigte Umsatzrendite von rund 15%. Für die zweite Jahreshälfte ist es das Ziel des Unternehmens, diese Run-Rate fortzusetzen und die zur Verfügung stehenden Umsatz- und Kostenhebel zu nutzen. Weiterhin wird mit Gegenwind durch höhere Materialkosten, höhere F&E-Aufwendungen und Auswirkungen aus dem Gebrauchtwagengeschäft gerechnet. Aufgrund dieser Faktoren wird im zweiten Halbjahr ein negativer Effekt von rund 2 RoS-Punkten gegenüber dem ersten Halbjahr erwartet.

Unter Berücksichtigung weiterer Herausforderungen, welche sich aus dem Marktumfeld im Zusammenhang mit makroökonomischen Unsicherheiten ergeben können, steigt die bereinigte Umsatzrendite voraussichtlich auf ein Niveau zwischen 12% und 14%. Zuvor lag die Erwartung zwischen 11,5% und 13%.

Das Ziel ist es, solche Herausforderungen weiterhin durch eine positive Preisdurchsetzung zu kompensieren.

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Die prognostizierte Cash Conversion Rate für Mercedes-Benz Cars bleibt unverändert zwischen 0,8 und 1,0. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung dürften nun vor allem aufgrund der Entwicklung der MMA- sowie der AMG.EA-Plattformen “deutlich über” dem Vorjahresniveau liegen. Die Investitionen in Sachanlagen dürften nun “deutlich unter“ dem Vorjahresniveau und nicht „auf Vorjahresniveau“ liegen.

Mercedes-Benz Vans

Der Absatz von Mercedes-Benz Vans wird im Gesamtjahr „leicht über“ dem Niveau von 2021 erwartet. Die bereinigte Umsatzrendite bleibt voraussichtlich zwischen 8% und 10%, wobei die Investitionen in Sachanlagen sowie in Forschung und Entwicklung voraussichtlich „deutlich über“ dem Vorjahresniveau liegen. Dies liegt vor allem an geplanten Investitionen in die Modernisierung bestehender Verbrennungsmotor-Plattformen sowie der elektrischen VAN.EA-Plattform.

Mercedes-Benz Mobility

Die bereinigte Eigenkapitalrendite liegt im Jahr 2022 voraussichtlich zwischen 16% und 18%. Negative Ergebniseffekte werden aufgrund höherer Refinanzierungskosten sowie einem geringeren Vertragsvolumen erwartet. Zudem wird erwartet, dass die Kreditrisikokosten sich dem langfristigen Durchschnitt annähern.

Mercedes-Benz Group

Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr steigert sich von zuvor „leicht über“ auf nun „deutlich über“ dem Niveau von 2021. Auch das EBIT wird nun “leicht über” dem Vorjahresniveau erwartet – gegenüber “auf Vorjahresniveau” in der vorherigen Prognose. Der Free Cash Flow aus dem Industriegeschäft verbessert sich voraussichtlich „auf das Niveau des Vorjahres“ – zuvor lag die Prognose bei „leicht unter dem Niveau von 2021“.

31 Kommentare
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Bocksruth
13 Tage zuvor

Logish die sehr guten Finanzergebnisse trotz des Umsatzrückgangs :

1) Vorrang für die teureren Modelle zu Lasten der billigeren.
2) Ende der Preisnachlässe, die Marge erhöhen .
3) Kostenkontrolle bei leider weniger guten Materialen…

Ralf
Reply to  Bocksruth
13 Tage zuvor

So ist es.
Jetzt müsste man noch mit der Konkurrenz vergleichen, um es ins Bild setzen zu können.

Snoubort
Reply to  Ralf
13 Tage zuvor

So sieht es aus – geringe Nachlässe + massiv steigende Verkaufspreise können aktuell alle Hersteller vorweisen, selbst im Massenmarkt (z.B. Stellantis).
Die Wirkung des Marketing-Gequake bei der Präsentation der Finanzzahlen hat am Kapitalmarkt schon längst wieder nachgelassen, irgendwann muss man halt auch mit Substanz (im Vergleich zur Konkurrenz) nachziehen – siehe z.B. die Aktienkursentwicklung im Vergleich zu BMW in letzter Zeit.

Snoubort
Reply to  Ralf
12 Tage zuvor

Heute war es soweit, deutliche Gewinnsprünge wurden vom VW Konzern, von Porsche, Stellantis und Ford präsentiert.
Stellantis – ein Konglomerat an Marken die alle vor nicht allzulanger Zeit mal kurz vor der Pleite standen – mit operativ 12 Mrd. operativem Gewinn und deutlich 2-stelliger Rendite!

Snoubort
Reply to  Ralf
11 Tage zuvor

Gestern haben z.B. der VW Konzern, Porsche, Ford und Stellantis allesamt massive Gewinnsprünge (von mindestens 25%) präsentiert.
Der Stellantis-Konzern – ein Konglomerat an Marken, die alle in den letzten 10-15 Jahren mal vor der Pleite standen – dabei mit einem beeindruckenden operativen Ergebnis von über 12 Mrd.€, und deutlich zweistelliger Rendite.

Snoubort
13 Tage zuvor

Achtung, im ersten Abschnitt hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen,
statt “– trotz der Herausforderungen durch COVID-Beschränkungen, anhaltender Lieferengpässe bei Halbleitern und Auswirkungen des Ukrainekrieg”
müsste es richtig “dank dem Kurzarbeitergeld konnten wir auf die Rahmenbedingungen im Weltmarkt problemlos mit entsprechender Produktionverknappung reagieren und uns selbst für unsere Kostendisziplin und Preisdurchsetzung feiern lassen” heißen.

Zuletzt editiert am 13 Tage zuvor von Snoubort
MarcS
Reply to  Snoubort
13 Tage zuvor

Welchen Anteil an den Zahlen hat denn das Kurzarbeitergeld konkret. Also was hat Mercedes dadurch konkret gespart/eingenommen in Q2?

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Langstrecke
Reply to  MarcS
13 Tage zuvor

Mercedes hat kein Kurzarbeitergeld bekommen, sondern die Mercedes Mitarbeiter für die Stunden die sie weniger gearbeitet haben. Deshalb hat das auch keinen Einfluss auf die Finanzzahlen von Mercedes.

MarcS
Reply to  Langstrecke
13 Tage zuvor

Danke für die Klärung. Man könnte immer noch argumentieren, dass Mercedes ja damit Geld spart. Aber die Aussage, dass die Ergebnisse wegen Kurzarbeitergeld so gut aussehen, ist natürlich Unsinn. Daher habe ich auch nach konkreten Zahlen gefragt.

Snoubort
Reply to  Langstrecke
13 Tage zuvor

Häh, selbstverständlich hat das Einfluss auf die Finanzzahlen – Position Personalkosten, die man sonst gezahlt hätte müssen!?

Langstrecke
Reply to  Snoubort
11 Tage zuvor

Nein die hätte man nicht zahlen müssen. Ganz im Gegenteil, Kurzarbeit ohne Kurzarbeitergeld führt in anderen Ländern regelmäßig dazu das sehr schnell Personal abgebaut werden kann und langfristig Kosten sinken.

Snoubort
Reply to  Langstrecke
11 Tage zuvor


Es ging hier erst einmal um die Frage, in welcher Position sich in den Finanzzahlen das Thema Kurzarbeit wiederfindet – und das tut es natürlich nicht in Form von “erhaltenem Kuzarbeitergeld”, sondern in Personalkosten für diese einzelnen Tage / Wochen, die man nicht bezahlen musste (lediglich die gewährten Aufstockungen).

Die Fragestellung ob man sonst Personal entlassen hätte ist zunächst eine separate hierzu – diese kann aber für die erste Jahreshälfte 2022 eindeutig und zu 100% verneint werden, da Kurzarbeit ja nie durchgängig und mit langfristiger Perspektive eingesetzt wurde, sondern immer nur temporär. So schnell hätte man gar kein Personal entlassen können – und insb. auch gar nicht wollen, denn die Aufträge liegen ja vor (und man hätte sonst ja später wieder neues Personal einstellen, anlernen müssen etc.).

Die Möglichkeit die Produktion kurzfristig kostengünstig anhalten zu können gibt es ausschließlich durch die Kurzarbeit, und selbstverständlich hat sich das im Finanzergebnis für das erste Halbjahr 2022 widergespiegelt. Zudem auch dadurch, dass man sich quasi ganz flexibel aussuchen lassen konnte, welche Modelle bzw. in welchem Werk mit welcher Prio produziert wurde – auch das spiegelt sich in den Umsätzen je Fahrzeug und der Rendite wider.

Und noch mal, das kann Mercedes selbstverständlich gerne so machen – nur sollen sie das nicht als Managementleistung bzw. als nachhaltige Rendite abtun.

Lutz
Reply to  Snoubort
13 Tage zuvor

Was passiert, wenn es kein Kurzarbeitergeld geben würde? Würde das Finanzergebnis vom Mercedes und anderen schlechter ausfallen? Eher nein … dann hätten wir eben ‘hire & fire’ wie in anderen Teilen der Welt und die entsprechenden Beschäftigten wären längst nach Hause geschickt worden …

Snoubort
Reply to  Lutz
13 Tage zuvor

Ich bin prinzipiell ein Anhänger der “Funktionalität”, und würde Mercedes auch niemals einen Vorwurf machen, die gegebenen Möglichkeiten zu nutzen. Nur wäre ich an der Stelle von Mercedes etwas Kleinlauter was die Präsentation der hieraus mit-resultierenden Ergebnisse angeht.
In der aktuellen Situation wäre aber mit Sicherheit kein einziger Job gefährdet gewesen, da die Aufträge ja vorliegen. Und es macht eben Entscheidungen für Schicht- oder gesamte Tage-Streichungen sehr, sehr viel einfacher.

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Cornelius
13 Tage zuvor

Geht doch – aller Unkenrufe hier im Forum zum Trotz auch ohne Kurzarbeitergeld.

Snoubort
Reply to  Cornelius
13 Tage zuvor

Wieso ohne Kurzarbeitergeld?

Cornelius
Reply to  Snoubort
13 Tage zuvor

Ich denke, es wurde im Q2 2022 wesentlich weniger Kurzarbeitergeld gezahlt als ein Jahr zuvor, und trotzdem ist das Ergebnis etwas besser.

martin
Reply to  Snoubort
11 Tage zuvor

das Gleiche findest du auch für Bremen
https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/kurzarbeit-ende-juli-daimler-bremen-100.html
und wenn man lange genug sucht auch für Sindelfingen, nur wird es da nicht so ofensiv nach aussen getragen.

driv3r
13 Tage zuvor

Trotz Chip-Engpässen bei BEV und PHEV könnte man noch einmal 2 Zahlen “highlighten”:
33.000 EQS- und 28.000 EQE-Order until June 2022. 😉

Engelbert
Reply to  driv3r
13 Tage zuvor

Knorke. Nur wo sind die alle. Ich sehe absolut keine auf der Straße. Region München Oberbayern….

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Ralf
Reply to  Engelbert
13 Tage zuvor

Gestern einen EQE und zwei EQS (ohne Werbung vom Autohaus) auf freier Wildbahn in der Region gesehen.
(EQE in weiß sah mega aus.)

Snoubort
Reply to  driv3r
13 Tage zuvor

EQS: ytd oder total?

driv3r
Reply to  Snoubort
13 Tage zuvor

YTD. 😉

Snoubort
Reply to  driv3r
13 Tage zuvor

Nicht schlecht

Pano
Reply to  driv3r
13 Tage zuvor

Sehr solide. Und wieviele S-Klassen wurden im selben Zeitraum geordert?
Grüße
Pano

Snoubort
Reply to  driv3r
13 Tage zuvor

Sorry Driv3r, ich muss da nochmal nachhaken:
33.000 AE für den EQS zu 8.500 Auslieferungen im ersten Halbjahr 22? So krass, also Faktor 4!?

Snoubort
Reply to  Snoubort
13 Tage zuvor
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Pano
Reply to  driv3r
12 Tage zuvor

Speaking of EQS; die Amis haben den AMG-EQS mit dem Tesla Model S Plaid verglichen: https://www.caranddriver.com/reviews/comparison-test/a40724785/2022-mercedes-amg-eqs-vs-2021-tesla-model-s-plaid-compared/
Grüße
Pano

Snoubort
Reply to  Pano
10 Tage zuvor

Vielen lieben Dank!
Kurz gesagt, der EQS ist ein gutes (eindeutig das bessere) Auto, aber “Doesn’t steer like an AMG should, doesn’t handle like an AMG should, not enough AMG in this AMG.”

Pano
Reply to  Snoubort
10 Tage zuvor

Mit AMG.EA wird alles besser…
Grüße
Pano